Interpellation Haering Binder
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N 6 mars 1991
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Le Conseil fédéral propose de rejeter la motion.
Abstimmung - Vote Für Ueberweisung der Motion Dagegen
8 Stimmen 74 Stimmen
90.737
Interpellation Haering Binder Kredite an Drittweltländer für problematische Zwecke Aide au tiers monde. Opérations douteuses
90.604 Motion Dietrich Entschuldungsmassnahmen Pays déshérités du tiers monde. Création d'un fonds de désendettement
Wortlaut der Motion vom 21. Juni 1990 Der Bundesrat wird beauftragt, den eidgenössischen Räten im Hinblick auf die Jubiläumssession 1991 Bericht und Antrag für die Schaffung eines Entschuldungsfonds für arme Entwick- lungsländer zu unterbreiten. Das Geschäft soll in beiden Räten anlässlich der Jubiläums- session 1991 behandelt werden.
Texte de la motion du 21 juin 1990 Dans la perspective de la session spéciale de 1991, le Conseil fédéral est chargé de présenter aux Chambres fédérales un rapport et des propositions visant la création d'un fonds de dé- sendettement en faveur des pays en développement déshéri- tés. L'objet devra être traité par les deux Chambres à l'occa- sion de la session spéciale.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Darbellay, Fischer-Sursee, Jung, Keller, Maitre, Oehler, Schmidhalter, Segmüller, Stamm (9)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 13. Februar 1991 Rapport écrit du Conseil fédéral du 13 février 1991
In seiner Botschaft vom 30. Januar 1991 betreffend Entschul- dungsmassnahmen zugunsten ärmerer Entwicklungsländer und Umweltprogrammen und -projekten von globaler Bedeu- tung in Entwicklungsländern schlägt der Bundesrat den eid- genössischen Räten ein neues Massnahmenpaket im Sinne dieser Motion vor.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion abzuschreiben.
Abgeschrieben - Classé
Wortlaut der Interpellation vom 26. September 1990 In der Vergangenheit wurden Kredite an Drittweltländer verge- ben, die auf korrupten Praktiken beruhten und/oder keinen produktiven Zwecken dienten. Im Fall der Philippinen waren auch schweizerische Banken und Firmen an solchen Geschäf- ten beteiligt. Ein Beispiel dafür ist die Zellstoff-Fabrik Cellophil Resources Corporation (CRC), an der die Firma Baumgartner Papiers eine Minderheitsbeteiligung besass und die von der Schweizerischen Bankgesellschaft mit 21,4 Millionen Franken mitfinanziert wurde. Diese Firma war technisch völlig unausge- reift und kam nicht über den Versuchsbetrieb hinaus. Nach dem Bankrott musste der philippinische Staat ihre Schulden 1984 übernehmen. Der Kredit der SBG war schweizerischer- seits von der ERG abgedeckt.
Die philippinische «Präsidentschafts-Kommission für gutes Regieren» besitzt Informationen, wonach die Firma Baumgart- ner Papiers das CRC-Projekt benützt hat, um illegal Fluchtgel- der, die als Zinszahlungen getarnt wurden, in die Schweiz ab- zuführen. Diese Gelder sollen auf Konten der Schweizeri- schen Volksbank liegen, welche unterdessen vom Bundesrat blockiert wurden.
In Ländern wie den Philippinen tragen solche Geschäfte, die als rechts- und sittenwidrig erachtet werden, dazu bei, den gu- ten Ruf der Schweiz zu schädigen. Durch die Beteiligung der ERG besitzt der Bundesrat in diesem Fall jedoch Handlungs- möglichkeiten. Wir laden ihn deshalb ein, folgende Fragen zu beantworten:
Ist es möglich, dass der Bundesrat den Philippinen die aus dem CRC-Kredit entstandenen ERG-gedeckten Schulden im Sinn einer Wiedergutmachung erlässt?
Könnten dazu auch die Firma Baumgartner Papiers und die Schweizerische Bankgesellschaft, die eine Mitverantwortung am CRC-Projekt tragen, zur Rechenschaft gezogen werden? 3. Ist es andernfalls möglich, Mittel für einen solchen Schul- denerlass aus dem Fonds für Entschuldungsmassnahmen des neuen Rahmenkredites für wirtschafts- und handelspoliti- sche Massnahmen zu entnehmen?
Texte de l'interpellation du 26 septembre 1990
Il est arrivé que des crédits octroyés à des pays du tiers monde reposent sur des pratiques corrompues ou ne soient pas des- tinés à des fins productives. On sait que, dans le cas des Phi- lippines, des banques et des sociétés suisses ont participé à des opérations de ce genre. Mentionnons à titre d'exemple la fabrique de cellulose Cellophil Resources Corp. (CRC), dans laquelle la société Baumgartner Papiers détenait une partici- pation minoritaire et dont l'Union de Banques Suisses contri- buait au financement à raison de 21,4 millions de francs. Vu son développement technique tout à fait insuffisant, la société CRC n'a jamais dépassé le stade de l'entreprise pilote. Au len- demain de la faillite de CRC, en 1984, l'Etat philippin a été contraint de reprendre ses dettes. Côté suisse, le crédit de l'UBS était couvert par la GRE. La commission philippine connue sous le nom de «Presidential Commission and Good Government» possède des informations selon lesquelles la société Baumgartner Papiers se serait servie du projet CRC pour faire fuire illégalement en Suisse des capitaux sous cou- vert de paiements d'intérêts. Ces fonds auraient été déposés sur des comptes de la Banque Populaire Suisse entretemps bloqués par le Conseil fédéral.
Dans des pays comme les Philippines, des opérations de cette nature considérées comme illicites et immorales contri-
Waldgesetz
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buent à ternir l'image de la Suisse. La GRE étant intervenue dans cette affaire, le Conseil fédéral dispose cependant de moyens d'action. C'est pourquoi nous l'invitons à répondre aux questions suivantes:
Le Conseil fédéral pourrait-il, en guise de réparation, remet- tre aux Philippines leurs dettes découlant du crédit de la CRC, couvertes par la GRE?
Pourrait-on aussi demander des explications à ce propos à la société Baumgartner Papiers et à l'Union de Banques Suis- ses, entreprises qui portent une part de responsabilité dans le projet CRC?
Ou alors, pourrait-on se servir du fonds réservé à des mesu- res de désendettement dans le cadre du nouveau crédit de programme destiné à des mesures de politique économique et commerciale, pour financer une telle remise de dettes?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Ammann, Bäumlin Ursula, Béguelin, Bircher Silvio, Bodenmann, Brügger, Danu- ser, Eggenberg-Thun, Fankhauser, Hafner Ursula, Haller, Hu- bacher, Jeanprêtre, Lanz, Ledergerber, Leuenberger-Solo- thurn, Longet, Matthey, Mauch Ursula, Rechsteiner, Reimann Fritz, Stappung, Uchtenhagen, Ulrich, Vollmer, Züger (27)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 16. Januar 1991 Rapport écrit du Conseil fédéral du 16 janvier 1991
Die Absicherung kommerzieller Exportgeschäfte durch die ERG eröffnet dem Bundesrat keine besonderen Handlungs- möglichkeiten. Der Bundesrat ist im Rahmen dieser kommer- ziellen Exportgeschäfte nicht Vertragspartei und somit auch nicht in der Lage, ERG-gedeckte Schulden im Sinne einer Wie- dergutmachung - wie sie die Interpellantin vorsieht - zu erlas- sen.
Ist der Misserfolg eines Projekts nach Ansicht der philippini- schen Regierung auf schuldhaftes Verhalten der ausländi- schen Parteien zurückzuführen, so ist es Sache der philippini- schen Regierung, ihre Interessen und Rechte gegenüber den ausländischen Parteien wahrzunehmen und für allfällige finan- zielle Benachteiligungen Wiedergutmachung zu verlangen. Sofern die philippinische Regierung der Auffassung ist, dass Forderungen schweizerischer Gläubiger zu Unrecht bestehen, obliegt es ihr, die entsprechenden Rechtsmittel zu ergreifen und den dazu vorgesehenen Rechtsweg zu beschreiten.
Die Mittel für Entschuldungsmassnahmen unter dem IV. Rahmenkredit zur Weiterführung der Finanzierung von wirt- schafts- und handelspolitischen Massnahmen vom 21.Fe- bruar 1990 sind prioritär für Aktionen in den ärmeren Entwick- lungsländern bestimmt, in denen die Ausstände gegenüber öffentlichen Gläubigern unter den sogenannten Toronto- Bedingungen umgeschuldet werden. Im Zusammenhang mit dem Postulat der Wirtschaftskommission des Nationalrats vom 21. August 1990 sind weitere Entschuldungsmassnah- men u. a. bezüglich der Oeffnung des Kreises der für solche Aktionen in Frage kommenden Länder in Vorbereitung. Es wird zu gegebener Zeit zu prüfen sein, ob die Philippinen ge- nerell, d. h. in bezug auf die gesamten Ausstände gegenüber schweizerischen Gläubigern, die Voraussetzungen für eine Entschuldungsmassnahme erfüllen.
Frau Haering Binder: Ich habe mit meiner Interpellation einen der seltenen Fälle aufgegriffen, in welchem konkret nachge- wiesen werden konnte, wie Firmen und Mischkredite in Dritt- weltländern zum Abführen illegaler Fluchtgelder missbraucht werden können.
Der Präsident der Bankenkommission hat selber seinem Be- dauern Ausdruck gegeben, dass dieser Fall zu weit zurück- liegt und dass er deshalb nicht mehr rechtlich angegangen werden kann.
Ziel meiner oder unserer Interpellation war es deshalb, auszu- loten, ob der Bundesrat in diesem Fall bereit wäre, unbürokra-
tisch die den Philippinen durch ein schweizerisches Unterneh- men entstandenen Schulden zu übernehmen und damit ein Zeichen zu setzen, ein Zeichen, das den schlechten Ruf der Schweiz, den sie als internationales Fluchtgeldland bekom- men hat, verbessern könnte. Ich meine, dieser Ruf hätte es dringend nötig, verbessert zu werden.
Der Bundesrat ist dazu nicht bereit, und ich bin deswegen na- türlich selbstverständlich nicht befriedigt von der Interpella- tionsantwort. Ich verzichte allerdings im Interesse des Parla- mentsbetriebs auf eine Diskussion.
88.048
Waldgesetz Loi sur les forêts
Botschaft und Gesetzentwurf vom 29. Juni 1988 (BBI III 173) Message et projet de loi du 29 juin 1988 (FF III 157) Beschluss des Ständerates vom 13. Juni 1989 Décision du Conseil des Etats du 13 juin 1989 Kategorie V/III, Art. 68 GRN - Catégorie V/III, art. 68 RCN
M. Houmard, rapporteur, présente par écrit l'exposé d'entrée en matière suivant:
En ouvrant le débat consacré à la nouvelle loi sur les forêts, il est utile de rappeler quelques principes fondamentaux afin de légiférer en connaissance de cause. La forêt a besoin d'une ré- glementation valable à long terme.
Evitons de traiter cette loi sous le coup de l'émotion. Je me per- mets de rappeler trois points forts de la politique forestière glo- bale:
Le rapport sur «une conception globale d'une politique suisse en matière d'économie des forêts et du bois» insistait, en 1975 déjà, sur le fait que la forêt suisse n'est pas structurée normalement quant à l'âge de ses peuplements. Il y a un man- que important de jeunes peuplements et un excès de vieux peuplements.
L'inventaire national forestier confirme la thèse émise par les experts à savoir que le potentiel de la forêt suisse est au- jourd'hui très élevé. Il est de 330 m3 à l'hectare (à titre de com- paraison: 212 m3 en Autriche, 152 m3 en Allemagne, 112 m3 en France et 91 m3 à l'hectare en Suède).
La surface forestière est en augmentation. Selon les statisti- ques à disposition, l'aire forestière s'est agrandie de 15,8 pour cent en quarante ans. Cet accroissement s'est fait par reboise- ment naturel de surfaces agricoles.
Ce potentiel forestier élevé, cette augmentation de la surface boisée ainsi que l'âge élevé des peuplements ont une origine historique. Si, en 1874, les Chambres fédérales adoptèrent le nouvel article 24 de la constitution accordant à la Confédéra- tion le droit de haute surveillance sur la police des forêts dans les régions de montagne, il y eut à cela des raisons bien préci- ses. En effet, durant la première moitié du XIXe siècle, la forêt, surexploitée, ne parvint plus à assumer sa fonction protectrice. D'où la dimension des catastrophes dues aux crues de 1834, 1839 et 1868; aussi les milieux directement concernés et le monde politique ne tardèrent pas à réagir. Ainsi il y a 120 ans qu'on commença, en Suisse, à protéger les forêts dévastées et à les reconstituer.
La conception de la première loi forestière suisse de 1876, élargie en. 1902 dans son application à l'ensemble du terri- toire, est citée aujourd'hui encore en exemple sur le plan inter- national. On l'apprécie parce que, malgré son grand âge, elle a stoppé l'utilisation irrationnelle et excessive de la forêt et a permis de constituer l'énorme potentiel mentionné plus haut. La peur des surexploitations liée à la volonté d'augmenter le matériel sur pied, particulièrement en gros bois, a donné pen- dant un siècle une forte empreinte à la politique et à l'écono- mie forestière.
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Dans
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Jahr
1991
Année
Anno
Band
II
Volume
Volume
Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
03
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.737
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
06.03.1991 - 08:00
Date
Data
Seite
282-283
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Pagina
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