E 23 janvier 1991
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Motion Rüesch
tique. Le Conseil fédéral sera saisi très prochainement d'un nouveau document sur l'aide de la Suisse aux pays d'Europe centrale et aux pays de l'Est, qui comprendra un volet concer- nant l'Union soviétique. Nous ne pouvons pas, aujourd'hui, af- firmer que nous pourrons aller jusqu'à l'engagement d'une aide en faveur de l'URSS. Nous vous rendons cependant at- tentifs à un élément exemplaire: nous n'avons pas l'intention de retirer l'aide que nous apportons dans la région de Tcher- nobyl, où des motifs humanitaires nous engagent à poursui- vre ce qui a été commencé. Pour le reste, nous n'avons pas d'engagements particuliers ou importants envers l'Union so- viétique.
Pour terminer, je souligne que nous avons été heureux d'assis- ter, pour la première fois, à l'unanimité des décisions au sein du Conseil de sécurité des Nations Unies, lorsqu'il s'est agi de condamner l'agression de l'Irak contre le Koweit. La Suisse et tous les petits Etats, nous l'avons souligné, ont besoin de savoir que l'organe de sécurité collective peut aboutir à empêcher une violation du droit international. Nous demeurons donc solidai- res de cette prise de position et de cette condamnation de l'Irak. Nous aurions bien sûr - comment aurait-il pu en être autrement -- souhaité une solution pacifique à ce conflit. Vous avez été té- moins des efforts que nous avons tenté de faire pour aboutir à autre chose qu'à l'éclatement de la guerre.
Si je vous avais parlé au lendemain de ma rencontre avec MM. Baker et Tarek Aziz, je n'aurais pas été très optimiste, après avoir rencontré ces deux personnalités qui étaient d'ac- cord de parler mais totalement fixées sur leurs positions.
Et, encore une fois, nous ne pouvons qu'espérer que la guerre puisse s'arrêter. Mais elle doit aboutir à une solution permet- tant impérativement le rétablissement de l'Etat du Koweit dans sa souveraineté.
Il nous apparaît de plus en plus clairement combien l'interdé- pendance des Etats est devenue importante. Le conflit actuel nous enseigne à quel point la Suisse elle-même est tributaire de la protection que lui confère un système international de sécu- rité digne de ce nom. Sa sécurité dépend du fait que les mem- bres permanents du Conseil de sécurité de l'ONU continuent à trouver, dans tous les conflits et dans celui-ci en particulier, le consensus nécessaire au bon fonctionnement de ses mécanis- mes.
Voilà ce que nous essayons de faire en poursuivant notre poli- tique. Je tiens encore une fois à vous remercier des proposi- tions que vous nous avez présentées et des remarques que vous nous avez adressées.
Präsident: Ich danke Herrn Bundesrat Felber für seine Aus- führungen. Gestatten Sie mir noch zwei, drei Bemerkungen: Die heutige Debatte brachte nicht nur die Betroffenheit und Besorgnis von Parlament und weiteren Bevölkerungskreisen über den Kriegsausbruch im Nahen Osten, dessen mögliche Ausweitungen und gegebenenfalls Auswirkungen auch auf unser Land zum Ausdruck, sondern - es scheint mir wichtig, das festzuhalten - auch das Bedürfnis nach kompetenter und verlässlicher Information und Einschätzung der Lage von Re- gierungsseite, allfällige Neuausdeutungen von bisher bewähr- ten aussenpolitischen Maximen wie Neutralität und Solidarität, Appelle zu Konfliktlösungen und die mögliche Einschaltung der Schweiz in baldige Friedensaktionen.
Mit der heutigen Aussprache wird es nicht sein Bewenden ha- ben dürfen. Jeder Kriegsausbruch, ob nah oder fern, vermehrt ganz natürlich das Informationsbedürfnis, führt meines Erach- tens auch zum Schulterschluss zwischen den massgebenden Staatsgewalten. Aussenpolitik in solchen Zeiten ist nicht mehr Spielfeld von ein paar Spezialisten. Bevölkerung und Parla- ment sind in diesen Informations- und Meinungsbildungspro- zess vermehrt einzuschalten. Wir werden also in diesen Zeiten nicht darum herumkommen, dem Bundesrat vermehrt Gele- genheit zu geben, sich vor dem Parlament selbst über die in- ternationale Lage und die sich für unser Land ergebenden Schlüsse, Massnahmen und Vorkehren zu äussern. Solange die Hochspannung anhält, sollen sich die Ratsbüros über sol- che Möglichkeiten in jeder Session unterhalten, ohne dass sie grosse administrative oder reglementarische Hindernisse aus dem Weg räumen müssen.
Ich danke nochmals Herrn Bundesrat Felber. Er hat die Weg- marken gesetzt. Er wird Verständnis haben, wenn auch das Parlament als Mittler zwischen Regierung und Volk seine legiti- men Informationsbedürfnisse geltend macht. Ich danke dem Bundesrat, dass er auf das Ansuchen, seine Erklärung vor der Vereinigten Bundesversammlung vorzutragen, ohne weiteres eingetreten ist.
90.833
Motion Ruesch Jugend und Sport Jeunesse et Sport
Wortlaut der Motion vom 4. Oktober 1990
Der Bundesrat wird beauftragt, Mittel und Wege zu prüfen, um die Aktivitäten zur Förderung des Sports bei Jugendlichen vom 12. bis zum 14. Altersjahr oder allenfalls vom 10. bis zum 14. Altersjahr zu unterstützen.
Der Bundesrat wird insbesondere beauftragt, so rasch wie möglich eine Revision von Artikel 7 Absatz 1 des Bundesge- setzes über die Förderung von Turnen und Sport zu unterbrei- ten zwecks Herabsetzung der Alterslimite auf 12, allenfalls 10 Jahre bei Jugend + Sport. Der Inhalt und die Strukturen von Jugend + Sport müssten dann überprüft und den spezifischen Bedürfnissen der Jugendlichen dieser Alterskategorie ange- passt werden.
Texte de la motion du 4 octobre 1990
Le Conseil fédéral est chargé d'examiner les moyens de soute- nir les efforts e en vue de promouvoir le sport auprès des jeu- nes de 12 à 14 ans, voire de 10 à 14 ans.
Le Conseil fédéral est chargé notamment de présenter le plus rapidement possible aux Chambres un projet de révision de l'article 7, 1er alinéa de la Loi fédérale encourageant la gym- nastique et les sports afin d'ouvrir les activités organisées par le mouvement «Jeunesse et Sport» aux jeunes de 12 ans, voire de 10 ans. Le programme et la structure du mouvement de- vraient ensuite être examinés afin d'être adaptés aux besoins des jeunes de cette tranche d'âge.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Béguin, Cavadini, Cottier, Danioth, Dobler, Ducret, Hänsenberger, Huber, Hunziker, Iten, Jagmetti, Küchler, Masoni, Rhinow, Rhyner, Schallber- ger, Schiesser, Schoch, Uhlmann (19)
Rüesch: Vor 20 Jahren stimmten Volk und Stände dem neuen Verfassungsartikel über Turnen und Sport mit grossem Mehr und mit Begeisterung zu. Die alarmierende Zunahme von Hal- tungsschäden bei der Jugend und die zunehmende Bewe- gungsarmut waren damals die Begründung für eine ver- mehrte Förderung des Sportes in unserem Lande.
Inzwischen sind neue Probleme aufgetreten. Ich denke zum Beispiel an die Drogenszene. Die beste Bekämpfung der Dro- gensucht liegt bekanntlich in der Prävention. Wir müssen da- für sorgen, dass der Jugendliche gar kein Bedürfnis nach der Droge empfindet. Dies ist dann der Fall, wenn er im Leben noch einen Sinn sieht. Dieser kann für den Jugendlichen in ei- nem schulischen oder beruflichen Ziel liegen, das er erreichen will. In der ausserberuflichen Sphäre bilden kulturelle, soziale oder sportliche Aktivitäten den Ansatz für eine Sinngebung. Wer zum Beispiel ein sportliches Ziel erreichen will, ist viel we- niger gefährdet, in die Drogenszene abzugleiten. Sport ist da- mit auch ein Mittel der Drogenprophylaxe.
Im Rahmen der Aufgabenteilung Bund/Kantone hat man kurz nach dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes über Turnen und Sport den Kantonen die Verantwortung für das Schulturnen, dem Bund auf der anderen Seite für die Aktion Jugend + Sport
Postulat Cottier
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23: Januar 1991 s
übertragen. Im Verlaufe der Zeit zeigte es sich immer mehr, dass die Altersgrenze für Jugend + Sport mit 14 Jahren zu hoch angesetzt ist. Der Uebergang vom Schulturnen zur Tätig- keit in Sportvereinen schliesst nicht nahtlos an das Schultur- nen an. Wenn die Motivation rechtzeitig ausgenützt werden soll, muss der Beginn der Aktivität in den einzelnen speziellen Sportarten bereits in der Mittel- und Oberstufe der Volksschule beginnen. Wichtig ist, dass der Jugendliche von Anfang an von entsprechend ausgebildeten Jugend + Sport-Leitern be- treut wird. Nur so kann die Motivation richtig ausgenützt wer- den.
Eine Herabsetzung des Jugend + Sport-Alters drängt sich also auf. Die Grenze sollte neu mindestens auf 12, allenfalls auf 10 Jahre angesetzt werden. Weil im Bund, auch in diesem Rate, bisher alle Vorstösse zur Herabsetzung des Alters erfolg- los blieben, haben bis jetzt 20 Kantone sogenannte An- schlussprogramme Jugend + Sport für Jüngere eingeführt. Die Eidgenössische Sportschule in Magglingen ist zurzeit daran, mit den Kantonen und Verbänden eine Lösung der Lei- terausbildung zu finden. Es zeigt sich dabei, dass die kantona- len Unterschiede zu Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit unter den Kantonen und vor allem mit den schweizerisch orga- nisierten Verbänden führen, die seit Jahren eine Senkung des Jugend + Sport-Alters in der Bundesgesetzgebung fordern. Diese Schwierigkeiten zeigen, dass die Aufgabenteilung Bund/Kantone, welche die Aktion Jugend + Sport - im Blick auf die nationale Organisation der Sportverbände - dem Bunde zuweist, nach wie vor richtig ist. Es ist aber höchste Zeit, dass der Bund nun Jugend + Sport voll übernimmt - im Rahmen dieser Aufgabenteilung, wie wir sie damals beschlos- sen haben.
Wir stehen im Jubiläumsjahr 1991, in welchem vor allem in die Zukunft geblickt werden soll. «Der Jugend gehört die Zu- kunft», heisst ein geflügeltes Wort. Lasst uns auch mit der För- derung des Sportes etwas für unsere Jugend tun.
Bundespräsident Cotti: Es ist Ihnen bekannt, dass im Jahre 1987 parlamentarische Vorstosse von Herrn Dirren und von Frau Bührer, die ebenfalls eine Herabsetzung des Alters für Ju- gend + Sport vorschlugen, abgelehnt wurden. Die Begrün- dungen, die damals angegeben wurden, waren die folgen- den: Im Rahmen der neu entstandenen Aufgabenteilung Bund und Kantone würden möglicherweise nur wenige Regio- nen die Senkung des J+ S-Alters in der Tat anstreben. In der Zwischenzeit - das muss gesagt werden - haben 20 Kantone die sogenannten Jugend + Sport-Anschlussprogramme für Jüngere eingeführt, oder sie führen sie in diesem Jahr ein, und entsprechende Projekte sind in fünf weiteren Kantonen vorge- sehen. Man könnte also den Eindruck bekommen, dass die Kantone damit zeigen wollen, dass die Ziele der Motion bereits antizipiert werden.
Aber in Wirklichkeit ist es nicht so. Deshalb hat die Motion von Herrn Ständerat Rüesch durchaus eine grosse Bedeutung. Die Sportschule Magglingen stellt seit Jahren Dienstleistun gen - Sie wissen es - für Jugend + Sport und für die entspre- chenden Anschlussprogramme für jüngere Teilnehmer zur Verfügung. Sie ist zurzeit auch daran, mit Kantonen und Ver- bänden eine Lösung für die Leiterausbildung für den Unter- richt mit Jüngeren zu suchen. Aber dabei zeigt sich, dass die kantonalen Unterschiede zu Schwierigkeiten in der Zusam- menarbeit unter den Kantonen und vor allem in den schweize- risch organisierten Verbänden führen, die übrigens seit Jah- ren eine Senkung des Alters in der Gesetzgebung fordern.
Eine Bundeslösung hätte ohne Zweifel den Vorteil, dass nicht in jedem Kanton ein entsprechender administrativer und aus- bildungsmässiger Parallelaufwand betrieben werden müsste. Wie immer hat also eine - wie soll ich sagen - «zentralisierte Lösung» ohne Zweifel Vorteile, die klar ersichtlich werden. Es gibt aber - das ist der Grund, weshalb der Bundesrat die Um- wandlung in ein Postulat beantragt - eine Reihe von Elemen- ten, die einer weiteren Prüfung bedürfen: bezüglich inhaltli- cher, struktureller, finanzieller und personeller Konsequen- zen. Ich habe verlangt, Herr Rüesch, dass diese Analyse bis im Herbst dieses Jahres definitiv überarbeitet wird.
Die Grundlinie der Motion entspricht der Auffassung des Bun- desrates. Aber ohne die Ergründung der erwähnten Elemente und Konsequenzen kann der Bundesrat noch nicht eine abso- lute und definitive Verpflichtung übernehmen. Ich kann Ihnen aber garantieren, dass der Bericht in wenigen Monaten vorlie- gen wird. Ich kann Ihnen zusätzlich auch sagen, dass wir einer Lösung der Problematik sehr wohlwollend entgegenblicken.
Rüesch: Nachdem der Herr Bundespräsident verbindlich zu- gesichert hat, dass in einigen Monaten eine Analyse vorliegt, bin ich mit der Umwandlung in ein Postulat einverstanden.
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
90.834
Postulat Cottier Kulturgüterschutz Préservation des biens culturels
Wortlaut des Postulates vom 4. Oktober 1990
Der Bundesrat wird ersucht zu prüfen, mit welchen Massnah- men der Bund zum Schutz der Kulturgüter beitragen kann. Die ebenso starke wie rasche Zunahme des Schadstoffge- halts in der Atmosphäre schadet auch unseren Kulturgütern. Ohne entsprechende Gegenmassnahmen verkommen jahr- hundertealte Denkmäler in wenigen Jahren zu Ruinen: Wand- malereien werden durch einwirkende Salze beschädigt, Schadstoffe greifen die Fassaden an, etc. Um einen weiteren Zerfall zu verhindern, müssen parallel zur Verminderung der Umweltverschmutzung auch Sofortmassnahmen zur Erhal- tung und Pflege der Kulturgüter ergriffen werden, die sich auf die Erkenntnisse spezifischer Grundlagenforschung (insbe- sondere im Bereich der Chemie und der Materialwissenschaf- ten) sowie auf die Entwicklung geeigneter Technologien stüt- zen können. Eine solche Aufgabe übersteigt die Möglichkei- ten eines einzelnen Kantons. Es müssen also dringend Mittel gefunden werden, mit denen eine Verschlimmerung der Situa- tion verhindert werden kann.
Zu diesem Zweck wird der Bundesrat ersucht, sämtliche Mög- lichkeiten zu prüfen; insbesondere soll er die Schaffung einer schweizerischen Fachstelle erwägen, die mit anderen For- schungszentren im In- und Ausland zusammenarbeitet, oder der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege grös- sere Mittel zur Verfügung stellen.
Texte du postulat du 4 octobre 1990
Le Conseil fédéral est prie d'examiner par quels moyens la Confédération peut agir en vue de la préservation des biens culturels.
La croissance aussi forte que rapide de la teneur en polluants de l'atmosphère ne manque pas d'affecter aussi nos biens culturels. Sans contre-mesures adéquates, des monuments vieux de plusieurs siècles tomberont en ruine en quelques an- nées: les peintures murales sont mutilées par des processus de salination, les façades rongées par les polluants etc. Pour éviter que cette décomposition se développe encore, il faut, parallèlement à une réduction de la pollution de l'environne- ment, introduire de toute urgence des mesures de conserva- tion qui puissent s'appuyer sur des recherches fondamenta- les spécifiques (notamment en chimie et en science des mate- riaux) et sur le développement de technologies appropriées. C'est une tâche qui dépasse les capacités d'un canton pris in- dividuellement. Il est donc urgent de se doter de moyens per- mettant d'éviter que la situation ne se dégrade encore.
A cette fin, le Conseil fédéral est prié d'examiner toutes les pos- sibilités, en particulier celle de la création d'un centre d'ex- perts suisses fonctionnant en collaboration avec d'autres cen-
3-S
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Ruesch Jugend und Sport Motion Ruesch Jeunesse et Sport
In
Dans
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
Année
1991
Anno
Band
I
Volume
Volume
Session
Session
Januarsession Session de janvier
Sessione
Sessione di gennaio
Rat
Ständerat
Conseil
Conseil des Etats
Consiglio
Consiglio degli Stati
Sitzung
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Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.833
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Datum
23.01.1991 - 16:00
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