N 5 octobre 1990
1914
Postulat Segmüller
90.573 Postulat Aliesch Schwefelarmer Dieseltreibstoff Réduction de la teneur en soufre du diesel
Wortlaut des Postulates vom 19. Juni 1990 Der Bundesrat wird gebeten zu prüfen, welche Möglichkeiten bestehen, den Schwefelgehalt des Dieseltreibstoffes von der- zeit 0,2 g/Liter auf höchstens 0,05 g/Liter zu senken. Zu prüfen wäre des weiteren die Möglichkeit, ob im Rahmen gesamteu- ropäischer Vorschriften eine Absenkung des Schwefelgehal- tes auf 0,03 g/Liter erreicht werden könnte. Mit einer möglichst raschen Verminderung des Schwefelgehaltes kann eine effizi- ente Schadstoffreduktion bei neuen und im Verkehr stehen- den Motorfahrzeugen erreicht werden.
Texte du postulat du 19 juin 1990
Le Conseil fédéral est prié d'examiner quelles sont les possibi- lités d'abaisser la teneur en soufre du carburant diesel de 0,2 g/l à 0,05 g/l au plus. Il conviendrait en outre d'étudier la possibilité de ramener cette teneur à 0,03 g/l sous forme de norme valable pour toute l'Europe. Un abaissement rapide de cette teneur permettrait de diminuer efficacement la pollution due aux gaz émis par les véhicules neufs ou déjà en circula- tion.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Cincera, Eppenberger Susi, Fischer-Seengen, Frey Walter, Friderici, Giger, Graf, Hild- brand, Jeanneret, Leuba, Loeb, Müller-Meilen, Neuenschwan- der, Portmann, Rüttimann, Rychen, Schmidhalter, Spälti, Steinegger, Tschuppert, Wanner, Wellauer, Zwingli (23)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Ende 1989 waren in der Schweiz rund 332 000 Motorfahr- zeuge mit Dieselmotoren registriert, davon 75 000 Personen- wagen, 7000 Cars, 76 000 Lieferwagen bis 3,5 Tonnen, 57 000 Lastwagen und 117 000 landwirtschaftliche Traktoren. Im Jahre 1989 wurde in der Schweiz gesamthaft über eine Million Tonnen Dieseltreibstoff verbraucht. Eine weitere Reduktion des Schwefelgehaltes würde deshalb zu einer erheblichen Re- duktion der Schadstoffbelastung in unserer Luft führen. Zudem haben die Dieselmotoren gemäss den entsprechen- den Verordnungen des Bundes ab 1. Oktober 1990 strengere Abgasnormen zu erfüllen. Ein schwefelarmer Dieseltreibstoff würde das Erreichen der geforderten Schadstoffgrenzwerte erleichtern sowie teilweise den Einsatz technisch aufwendiger und kostspieliger Filtersysteme erübrigen. Diese Filtersy- steme befinden sich zum Teil noch im Entwicklungsstadium; auch ist deren Wirksamkeit zurzeit noch nicht gesichert. Da- durch besteht die Gefahr, dass Dieselmotoren durch Benzin- motoren ersetzt werden. Damit jedoch käme es zu einem Mehrverbrauch an Treibstoff von bis zu 40 Prozent. Dies wie- derum würde das CO2-Problem verschärfen.
Schweden, wo der geforderte schwefelarme Treibstoff erhält- lich ist, beweist, dass der gewünschte schwefelarme Diesel- treibstoff hergestellt und geliefert werden kann. Oekologische und ökonomische Gründe sprechen für die möglichst baldige Reduktion des Schwefelgehaltes im Dieseltreibstoff.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 5. September 1990 Rapport écrit du Conseil fédéral du 5 septembre 1990
Sowohl auf nationaler wie auch auf europäischer Ebene sind heute Bestrebungen im Gang, den Schwefelgehalt von Dieselöl mittelfristig auf 0,05 Prozent zu senken. Diese neue Norm soll es den Herstellern von Lastwagen erleichtern, die ab
Mitte der 90er-Jahre vorgesehenen strengen Partikel-Grenz- werte für neue Lastwagen einzuhalten.
Eine frühzeitige rechtsverbindliche Festlegung dieser neuen Schwefelgrenzwerte ist angezeigt. Bereits in der Vernehmlas- sung vom April 1990 zur Aenderung der Luftreinhalte-Verord- nung (LRV) schlägt das Eidgenössische Departement des In- nern eine Senkung des Schwefelgehaltes im Dieselöl auf 0,05 Prozent vor. Ob dieser oder ein anderer Wert (z. B. 0,03 Prozent) in der LRV festgelegt werden soll, wird der Bun- derat nach Auswertung der Vernehmlassung entscheiden.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, das Postulat als erledigt abzuschrei- ben.
Abgeschrieben - Classé
90.575
Postulat Segmüller EWR und Höhere Schulen im ausseruniversitären Bereich Espace économique européen et établissements d'enseignement extra-universitaires
Wortlaut des Postulates vom 19. Juni 1990
Die Europäische Gemeinschaft hat im Jahre 1988 eine allge- meine Richtlinie zur gegenseitigen Anerkennung von Hoch- schuldiplomen ihrer Mitgliedländer erlassen. Es scheint, dass die Bereitschaft besteht, bei der Schaffung eines Europäi- schen Wirtschaftsraumes deren Bestimmungen auch auf die neu dazustossenden Staaten auszudehnen.
In den meisten ausländischen Staaten ist der Begriff det Hoch- schule weiter gefasst als bei uns. Es werden darunter auch Studien verstanden, die bei uns ausserhalb der Universitäten angesiedelt sind, zum Beispiel Lehrerausbildungen, Schulen für soziale Arbeit, Schulen für bildende Kunst, Konservatorien, Ingenieurschulen.
Obwohl die Ausbildungsleistung und die Qualifikation der Ab- solventen solcher Schulen sich mit denjenigen vergleichbarer ausländischer Anstalten messen lassen, besteht die Gefahr, dass ihre Anerkennung im europäischen Raum an formalen Hürden scheitert.
Dazu könnte auch beitragen, dass keine zentrale Instanz die Oberaufsicht über diese Schulen gewährleistet und ihre Fi- nanzierung teilweise nahezu dem Zufall überlassen ist.
Der Bundesrat wird ersucht, gemeinsam mit den Kantonen zu prüfen:
wie der «Sonderfall Schweiz» bezüglich der Höheren Schu- len im ausseruniversitären Bereich ohne Nachteil für deren Ab- solventen in die EWR-Verhandlungen eingebracht werden kann;
ob durch eine Ergänzung der verfassungsmässigen und gesetzlichen Zuständigkeiten mehr Transparenz und klare Verantwortlichkeiten in diese Ausbildungsstufe gebracht wer- den könnten.
Texte du postulat du 19 juin 1990
Les Communautés européennes ont édicté en 1988 une direc- tive sur la reconnaissance générale des diplômes d'enseigne- ment supérieur délivrés par les Etats membres. Elles parais- sent disposées à faire bénéficier de ces dispositions les pays qui s'associeraient aux Communautés européennes par le biais de la création d'un Espace économique européen.
Il faut savoir que dans la plupart des pays qui nous entourent, la notion d'université est plus étendue qu'en Suisse,
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1915
Postulat Widmer
puisqu'elle comprend aussi les enseignements que nous con- sidérons comme extra-universitaires, tels que la formation des enseignants, les écoles dites de service social, les beaux-arts, les conservatoires, les écoles d'ingénieurs.
Si le niveau de formation et les qualifications des diplômés de ces établissements sont équivalents à ceux de l'étranger, la re- connaissance en Europe des titres suisses n'en risque pas moins de se heurter à des obstacles infranchissables pour des motifs d'ordre formel.
Aucun organe central n'exerce de haute surveillance sur ces écoles et leur financement est pratiquement régi par les lois du hasard, ce qui risque encore d'aggraver les choses.
Le Conseil fédéral est donc invité à examiner les questions sui- vantes avec le concours des cantons:
Comment notre pays peut-il défendre, dans le cadre des né- gociations sur l'Espace économique européen, la situation particulière qui est la sienne dans le domaine de l'enseigne- ment supérieur extra-universitaire, sans que les diplômés con- cernés ne s'en trouvent défavorisés?
La Suisse pourrait-elle développer les compétences attri- buées aux pouvoirs publics sur la base des dispositions cons- titutionnelles et législatives, de façon à rendre plus claires les structures et les responsabilités dans le domaine de l'ensei- gnement supérieur extra-universitaire?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 22. August 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 22 août 1990
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
90.649
Postulat Widmer Swiss Institute New York Institut suisse de New-York
Wortlaut des Postulates vom 22. Juni 1990
New York ist in den letzten Jahrzehnten zunehmend zu einer Kulturmetropole ersten Ranges geworden, welche die künst- lerische und kulturelle Entwicklung auf allen Kontinenten nicht zuletzt in Europa nachhaltig beeinflusst. Praktisch alle euro- päischen Staaten unterhalten in dieser Stadt denn auch grös- sere oder kleinere Kulturinstitute.
seit 4 Jahren gelingt es dem Swiss Institute in New York mit beachtlichem Erfolg, die Schweiz und ihr künstlerisches und kulturelles Schaffen in der amerikanischen Weltstadt darzu- stellen und bekanntzumachen. Es leistet damit auch einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zu einem positiven Image unseres Landes in den Vereinigten Staaten.
Bis auf den heutigen Tag hatte das Swiss Institute ohne jeden finanziellen Beitrag des Bundes auszukommen und ist - im Gegensatz zu den schweizerischen Kulturinstituten in Rom und Paris - allein auf Spenden Privater und der Wirtschaft an- gewiesen. Die Institution, deren Mitarbeiter bisher weitgehend ehrenamtlich tätig waren, ist nun eindeutig an den Rand ihrer finanziellen Möglichkeiten gelangt. Falls sich der Bund nicht zu einer subsidiären Unterstützung des Swiss Institute ent- schliesst, stellt sich für dessen Weiterbestand ernsthaft die Exi- stenzfrage.
Der Bundesrat wird deshalb eingeladen, dem Swiss Institute in New York eine angemessene Unterstützung zukommen zu lassen, damit
a. die dringend notwendige kulturelle Präsenz der Schweiz in dieser Weltmetropole weiterhin ermöglicht wird;
b. die Infrastruktur des Instituts gesichert und verbessert wer- den kann;
c. die seit 4 Jahren ausschliesslich von privaten Kreisen gelei- stete Aufbauarbeit fortgesetzt wird;
d. durch das Engagement des Bundes zusätzliche private Spenden schweizerischer und amerikanischer Kreise ausge- löst werden können.
Texte du postulat du 22 juin 1990
Durant les dernières décennies, New-York est devenue l'une des plus importantes métropoles culturelles, dont l'influence constante est très perceptible en Europe dans les domaines de l'art et de la culture. C'est pourquoi presque tous les Etats européens entretiennent à New-York des instituts culturels plus ou moins importants.
Depuis quatre ans, l'Institut suisse de New-York présente et diffuse, avec succès, l'art et la culture suisses dans la métro- pole américaine. Il contribue ainsi, dans une mesure impor- tante, à forger une image favorable de la Suisse aux Etats- Unis.
Jusqu'à présent, l'Institut suisse n'a bénéficié d'aucune contri- bution financière de la Confédération et a dû, contrairement aux instituts culturels suisses de Paris et de Rome, se conten- ter de seuls dons des milieux privés ou économiques. L'institu- tion, dont les collaborateurs travaillent souvent gratuitement, est actuellement à la limite extrême de ses possibilités finan- cières. Si la Confédération ne pouvait apporter subsidiaire- ment son soutien, la question de l'existence même de l'Institut suisse se poserait sérieusement.
Le Conseil fédéral est dès lors invité à fournir à l'Institut suisse de New-York un soutien approprié, de manière à
a. maintenir l'indispensable présence culturelle de la Suisse dans cette métropole;
b. maintenir et améliorer l'infrastructure de l'Institut;
c. poursuivre le développement assuré depuis quatre ans par les milieux privés;
d. susciter de nouveaux dons des milieux privés, suisses et américains, par l'engagement de la Confédération.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Basler, David, Dünki, Keller, Kuhn, Loeb, Loretan, Müller-Meilen, Portmann, Reich, Ruck- stuhl, Schüle, Spälti, Weber-Schwyz, Wiederkehr, Zwygart (16)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 22. August 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 22 août 1990 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Segmüller EWR und Höhere Schulen im ausseruniversitären Bereich Postulat Segmüller Espace économique européen et établissements d'enseignement extra- universitaires
In
Dans
In
Jahr
1990
Année
Anno
Band
IV
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Volume
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Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
17
Séance
Seduta
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90.575
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Datum 05.10.1990 - 08:00
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1914-1915
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20 019 059
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