Interpellation on Zugersee sanitation and environmental review

20018758Jurisprudence administrative des autorités fédérales (JAAC)22 juin 1990Other

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Résumé

In a written answer to interpellation 90.364, the Federal Council explained that the Lake Zug sanitation project was still subject to an environmental impact assessment and that no final federal position on the consequences had yet been taken. It clarified that the apparent support from BUWAL and the Federal Office for Water Management concerned only a preliminary variant decision allowing the project to continue, not approval of implementation. The Council also said artificial aeration was not the preferred option for Lake Zug and noted that Zug was preparing legal amendments to permit fertilizer restrictions.

Regest

Environmental impact assessment; preliminary federal approval of a project variant does not constitute final authorization. Where a project remains subject to a pending environmental impact assessment, the competent federal authorities may not finally assess its effects; any preliminary assent merely permits continuation of planning and does not prejudge implementation. Pollution prevention at the source prevails over internal remediation measures, while the suitability of technical alternatives depends on the characteristics of the lake concerned.

Texte intégral

  1. Juni 1990 N

1273

Interpellation Mühlemann

dans le soutien et la promotion de la recherche sur le SIDA, le Fonds national de la recherche scientifique, la Fondation pour la recherche sur le SIDA et l'Office fédéral de la santé publique.

Le président: L'interpellateur est satisfait de la réponse du Conseil fédéral.

90.364

Interpellation Bircher Umstrittene Zugersee-«Sanierung» Lac de Zoug. «Assainissement» controverse

Wortlaut der Interpellation vom 8. Februar 1990

Die nun konkret vorliegenden Pläne des Kantons Zug, seinen überdüngten Zugersee zu sanieren, stossen insbesondere im Kanton Aargau auf Ablehnung. Gemäss Projekt wäre mittels einer Ableitung das stark phosphatreiche Seewasser in die aargauische Reuss zu leiten. Diese würde damit jährlich mit 30 Tonnen Phosphat mehr belastet. Zudem würde in den Zu- gersee durch einen weiteren Stollen Wasser aus dem Vier- waldstättersee geleitet, womit dessen Seespiegel aber um mehrere Zentimeter sinken würde und Auswirkungen auf Grundwasser und naturnahe Uferzonen zu befürchten wären. Es erstaunt nun, dass sich Bundesämter zu diesem Vorhaben positiv geäussert haben sollen. Wie beurteilt der Bundesrat die geschilderten negativen Auswirkungen, insbesondere auch auf die naturnahen Gebiete im aargauischen Reusstal? Warum wird dem Kanton Zug nicht die in andern Seen schon erfolgreich angewandte künstliche Belüftung empfohlen? Was sagt der Bundesrat zur Tatsache, dass der Kanton Zug bis heute es nicht für nötig hielt, ein Düngeverbot zu erlassen, also die eigentliche Ursache der Phosphatüberlastung zu be- seitigen?

Texte de l'interpellation du 8 février 1990

Le projet concret, qui a maintenant été présenté par les auto- rités du canton de Zoug, en vue d'assainir le lac de Zoug forte- ment pollué par les engrais, se heurte à une opposition notam- ment dans le canton d'Argovie. Il serait en effet prévu d'amé- nager une conduite permettant de déverser dans la Reuss ar- govienne l'eau du lac fortement enrichie en phosphates. La ri- vière aurait ainsi à supporter 30 tonnes de phosphates de plus par an. De plus, une autre conduite amènerait dans le lac de Zoug de l'eau du lac des Quatre-cantons: le niveau de ce der- nier s'abaisserait de plusieurs centimètres, ce qui risque d'avoir des conséquences sur les eaux souterraines et sur les rives naturelles.

Il est surprenant que des offices fédéraux aient donné un avis favorable sur un tel projet. Que pense le Conseil fédéral des ef- fets néfastes décrits plus haut, notamment des atteintes por- tées aux rives argoviennes de la Reuss qui sont restées dans un état proche de la nature?

Pourquoi le canton de Zoug n'applique-t-il pas la méthode, uti- lisée dans d'autres lacs avec succès, de l'oxygénation artifi- cielle des eaux?

Que pense le Conseil fédéral du fait que jusqu'à présent, le canton de Zoug n'a pas jugé utile d'interdire l'utilisation des engrais pour éliminer la cause même de la pollution due aux phosphates?

Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Interpellant verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 5. Juni 1990

Rapport écrit du Conseil fédéral du 5 juin 1990

Ueber die Sanierung des Zugersees wird im Kanton Zug im Zeitpunkt der Projektgenehmigung eine Umweltverträglich- keitsprüfung durchgeführt. Zum entsprechenden Umweltver- träglichkeitsbericht werden sich zusätzlich zur kantonalen Umweltschutzfachstelle auch das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (Buwal) sowie die Umweltschutzfach- stellen der Nachbarkantone zu äussern haben. Im weiteren werden Bundesbehörden, die Subventionen zu gewähren ha- ben, dies erst tun, nachdem die Prüfung abgeschlossen und die Umweltverträglichkeit des Vorhabens nachgewiesen ist. Der Bundesrat legt Wert auf die Feststellung, dass sich die Bundesbehörden zum Vorhaben bisher noch nicht abschlies- send geäussert haben. Das Bundesamt für Wasserwirtschaft wie auch das Buwal haben jedoch dem beabsichtigten Projekt im Sinne eines vorläufigen Variantenentscheides zugestimmt. Dies bedeutet jedoch noch nicht Zustimmung zur Ausführung, sondern lediglich zur Weiterführung des Projektes, womit ins- besondere die Durchführung der Umweltverträglichkeitsprü- fung ermöglicht wird. Beide Bundesämter sind wohl an einer raschen Seesanierung interessiert, doch müssen allfällige Fol- gen, die sich aus einer Seesanierung für die unterliegenden Kantone ergeben können, sorgfältig abgeklärt und bewertet werden.

Zu den aufgeworfenen Fragen nimmt der Bundesrat wie folgt Stellung:

  1. Die Umweltverträglichkeitsprüfung ist noch nicht abge- schlossen. Der Bundesrat kann deshalb zu den Auswirkungen des Vorhabens noch nicht Stellung nehmen.

  2. Die Einleitung von Sauerstoff in das Tiefenwasser von Seen kann die Phosphatrücklösung nicht in allen Fällen verhindern. Als See mit grosser Bioproduktion gilt dies auch für den Zuger- see. Aus diesem Grund steht für den Zugersee die künstliche Belüftung nicht im Vordergrund.

  3. Die Verhinderung der Einleitung verunreinigender Stoffe geht see-internen Massnahmen vor. Der Regierungsrat des Kantons Zug ist sich dessen bewusst. Er hat deshalb insbe- sondere im Bereich Landwirtschaft die erforderlichen Geset- zesänderungen vorbereitet, um u. a. Düngebeschränkungen verfügen zu können. Die Beschlussfassung im Zuger Kantons- rat steht unmittelbar bevor.

Le président: L'interpellateur n'est que partiellement satisfait de la réponse du Conseil fédéral.

90.458

Interpellation Mühlemann Reorganisation der Schweizerischen Landesbibliothek Réorganisation de la Bibliothèque Nationale

Wortlaut der Interpellation vom 21. März 1990 Am 28. Februar 1989 hat der Bundesrat den Bericht der Ar- beitsgruppe zur Neudefinierung der Aufgaben der Schweizeri- schen Landesbibliothek (SLB) entgegengenommen. In die- sem Bericht wird klar festgehalten, dass die SLB dringend der Reorganisation bedarf, um als wirksames Instrument nationa- ler Kulturpolitik und wissenschaftlicher Dienstleistung einge- setzt zu werden. Im besondern wurde darauf hingewiesen, dass mit der Neuorganisation auch ein schweizerisches Lite- raturarchiv zu errichten sei. Die Verwirklichung dieser Ziele be- dingt den Einsatz von grösseren personellen und finanziellen Mitteln. Da seit 1. März 1990 Dr. J .- F. Jauslin als neuer Direk- tor der Landesbibliothek wirkt, wird der Bundesrat gebeten, folgende Fragen zu beantworten:

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Bircher Umstrittene Zugersee-«Sanierung» Interpellation Bircher Lac de Zoug. «Assainissement» controverse

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Sessione estiva

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

16

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 90.364

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 22.06.1990 - 08:00

Date

Data

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1273-1273

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Mots-clés

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