Postulat Bürgi
1268
N
22 juin 1990
des Treibstoffzollgesetzes vorzulegen, damit auch Beiträge von weniger als 30 000 Franken ausgerichtet werden können, wie dies aufgrund von Artikel 6 dieses Gesetzes für Beiträge an Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutzmassnahmen schon heute möglich ist.
Texte du postulat du 15 mars 1990
Le Conseil fédéral est invité à prévoir, en vertu de la loi fédérale concernant l'utilisation du produit des droits d'entrée sur les carburants, des subventions pour le trafic combiné avec con- teneurs intermodaux. Les équipements spéciaux nécessaires pour le transbordement rail-route dans le cas des camions (ca- dre pivotant) et des wagons de chemin de fer (caisse mobile) devraient notamment être considérés comme des investisse- ments donnant droit à des subventions. Le cas échéant, il con- viendrait de soumettre au Parlement une révision de la loi fédérale concernant l'utilisation du produit des droits d'entrée sur les carburants, afin qu'il soit aussi possible de verser des contributions inférieures à 30 000 francs, ce qui est déjà prévu, à l'article 6 de la loi précitée, pour les contributions aux frais de protection de l'environnement, de la nature et du paysage.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann, Béguelin, Boden- mann, Borel, Bundi, Danuser, Fehr, Haering Binder, Haller, Jeanprêtre, Lanz, Ledergerber, Leuenberger-Solothurn, Matthey, Mauch Ursula, Neukomm, Ott, Rechsteiner, Stap- pung, Uchtenhagen, Ulrich, Vollmer, Züger (23)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
National- und Ständerat haben am 10. Juni 1987 im Zusam- menhang mit dem Luftreinhalte-Konzept eine Motion über- wiesen, mit welcher unter anderem Massnahmen zur Förde- rung des kombinierten Verkehrs gefordert wurden (Zu 86.047, Kommission für Gesundheit und Umwelt).
Mit verschiedenen Postulaten haben der Nationalrat und der Ständerat zudem den Bundesrat eingeladen, den kombinier- ten Verkehr entscheidend zu fördern und dabei alle finanziel- len Kompetenzen, die Artikel 21 und 22 des Treibstoffzollge- setzes bieten, auszuschöpfen oder allenfalls eine Gesetzes- revision vorzulegen (Motion Béguelin, am 9. März 1989 als Po- stulat überwiesen; Motion Uhlmann, am 15. Dezember 1988 vom SR als Postulat überwiesen; Motion Wellauer, am 16. De- zember 1988 als Postulat überwiesen).
Eine zwangsweise Verlagerung des Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene ist schwierig, weil sehr oft kein An- schlussgeleise vorhanden ist und der Umlad vom Lastwagen auf die Bahn und umgekehrt unwirtschaftlich und oft umwelt- gefährlich ist. In der Schweiz sind nur etwa ein Viertel der Indu- striebetriebe an das Bahnnetz angeschlossen. Mit mehr An- schlussgeleisen könnten mehr Betriebe direkt auf die Bahn verladen.
Wichtiger ist aber, dass auch ein dezentraler kombinierter Ver- kehr Schiene-Strasse innerhalb der Schweiz eingeführt wird. Damit könnten auch die vielen Industriebetriebe, die heute ihre Transporte mit Lastwagen ausführen müssen, weil sie kei- nen Geleiseanschluss haben, auf die «Bahn umsteigen». Der ganze Lastwagenaufbau oder ein Grosscontainer wird im Be- trieb beladen und bei einem zweckmässigen Anschlussge- leise in der Nähe oder bei einem Bahnhof auf einen Eisen- bahn-Flachwagen verladen. Der grosse Teil der Strecke würde mit der Bahn zurückgelegt. Der Umlad Bahn/Lastwa- gen und umgekehrt muss einfach sein und ohne Krananlagen vom Lastwagenfahrer allein vorgenommen werden können. Entsprechende Systeme bestehen schon: In der Schweiz der sogenannte Abrollcontainer, und in Japan und England wer- den ähnliche Techniken eingeführt. Die SBB erhoffen 20 Mil- lionen Tonnen Mehrverkehr pro Jahr dank diesem System. Die entsprechende Ausrüstung der Lastwagen mit einem Wechselgerät (z. B. «Kettengerät», «Hakenabroller») ist relativ teuer (etwa 70 000 Franken). Um dem Strassentransportge- werbe den Einstieg in den kombinierten Verkehr aufgrund die- ser Systeme zu erleichtern, sollen Beiträge aus Treibstoffgel- dern ausgerichtet werden. Solche Beiträge sind verfassungs- konform, die Gesetzesgrundlage besteht ebenfalls. Die Forde- rung des dezentralen kombinierten Verkehrs liegt auch im In-
teresse des gesamten Strassenverkehrs, weil damit die Stras- sen vom Schwerverkehr entlastet werden.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 9. Mai 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 9 mai 1990 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
90.434
Postulat Bürgi SBB-Gruppenreisen von Invaliden und Rollstuhlbenutzern CFF. Voyages collectifs d'infirmes
Wortlaut des Postulates vom 20. März 1990
Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen, ob die rechtlichen Regelungen derart geändert werden können, dass inskünftig für Gruppenreisen mit den speziellen Invalidenwagen der SBB kein zusätzlicher Pauschalpreis mehr entrichtet werden muss bzw. dass dieser Zuschlag vom Bund respektive von der IV übernommen wird.
Texte du postulat du 20 mars 1990
Le Conseil fédéral est invité à examiner s'il ne serait pas possi- ble de modifier le règlement prévoyant que les groupes de handicapés désireux de voyager dans les voitures des CFF spécialement équipées à cet effet doivent s'acquitter d'un supplément. Ce supplément pourrait être pris en charge par la Confédération ou, plus précisément, par l'Al.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Basler, Blatter, Bühler, Da- nuser, David, Déglise, Dietrich, Dormann, Eggenberg-Thun, Engler, Fehr, Hänggi, Hess Peter, Hildbrand, Jung, Kuhn, Kühne, Mauch Rolf, Müller-Wiliberg, Neukomm, Nussbaumer, Ott, Paccolat, Portmann, Reimann Fritz, Ruckstuhl, Rüttimann, Savary-Fribourg, Schmidhalter, Schnider, Schwab, Seiler Rolf, Stamm, Stappung, Vollmer, Widrig, Wyss William, Zbin- den Hans, Züger, Zwygart (40)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Bei Gruppenreisen von Invaliden mit den SBB werden diesen von den Bundesbahnen spezielle Invalidenwagen zur Verfü- gung gestellt. Dass die SBB über solche Spezialwagen verfü- gen und diese einsetzen, ist sehr erfreulich. Weniger erfreulich ist allerdings, dass die Invaliden für diese Dienstleistung zu- sätzlich - und zwar beträchtlich - zur Kasse gebeten werden. Die SBB verlangen dafür nämlich zusätzlich zu den Fahrschei- nen noch einen Pauschalpreis pro Wagen und gefahrenen Ki- lometer. Dieser Betrag kann sich ohne weiteres in der Höhe von 1000 Franken bewegen. Auch wenn der Leistungsauftrag des Bundes an die SBB anerkannt wird, kann ein solcher Zu- stand absolut nicht befriedigen. Hier müssen dringend Aende- rungen vorgenommen werden. Sollten die SBB auf eine Ver- rechnung des Spezialpreises angewiesen sein, wird der Bun- desrat gebeten zu prüfen, ob künftig dieser Betrag nicht von der IV oder sonst von der öffentlichen Hand übernommen wer- den könnte.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 23. Mai 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 23 mai 1990 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Bürgi SBB-Gruppenreisen von Invaliden und Rollstuhlbenutzern Postulat Bürgi CFF. Voyages collectifs d'infirmes
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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1990
Année
Anno
Band
III
Volume
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Session
Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.434
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 22.06.1990 - 08:00
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Seite
1268-1268
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20 018 752
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