N 8 juin 1990
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Interpellation Friderici
89.430
Interpellation Schüle Aussenwert des Schweizerfrankens und Inflationsgefahr Cours du franc suisse et potentiel inflationniste
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Wortlaut der Interpellation vom 17. März 1989
Der anhaltend gute Gang der schweizerischen Wirtschaft kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Schweizerfran- ken seit einiger Zeit fundamental zur Schwäche neigt und dass zurzeit ein gefährliches - hausgemachtes wie auch importier- tes - Inflationspotential besteht.
Wie beurteilt der Bundesrat diese Entwicklung, und welche Massnahmen drängen sich auf?
Sieht der Bundesrat ebenfalls einen direkten Zusammenhang zwischen dem sinkenden Aussenwert des Schweizerfrankens und der abnehmenden Konkurrenzfähigkeit des Finanzplat- zes Schweiz, verbunden mit einem rückläufigen Marktanteil? Sieht sich der Bundesrat in der Lage, die restriktive Geldmen- genpolitik der Schweizerischen Nationalbank durch eigene Massnahmen wie besondere Ausgabendisziplin zu unterstüt- zen und zu ergänzen?
Texte de l'interpellation du 17 mars 1989
La persistance d'une situation économique favorable dans no- tre pays ne saurait nous faire perdre de vue que depuis quel- que temps le franc suisse tend généralement à faiblir et que par ailleurs l'économie recèle actuellement un dangereux po- tentiel inflationniste dû à des facteurs intérieurs aussi bien qu'extérieurs.
Que pense le Conseil fédéral de cette évolution et quelles me- sures importe-t-il, à son sens, de prendre pour y parer?
Croit-il également qu'il y ait un lien direct de cause à effet entre la baisse de la valeur du franc suisse par rapport aux autres devises d'une part, et la détérioration de la compétitivité de la place financière helvétique, sur laquelle viennent se greffer des pertes de parts de marché d'autre part?
Pense-t-il être en mesure d'appuyer et de compléter la politi- que monétaire restrictive que suit la Banque nationale, en pre- nant de son côté des mesures telles que l'adoption d'une dis- cipline particulièrement stricte en matière de dépenses?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Früh, Stucky (2)
Bundesrat Stich: Im Grunde genommen habe ich bei der vor- herigen Debatte über die Entwicklung der Zinsen bereits eini- ges über den Aussenwert des Schweizerfrankens gesagt. Ich habe Ihnen die Situation dargelegt, wie sie im Jahre 1988 war. Wir hatten sehr tiefe Zinssätze, und das erweckte im Ausland den Eindruck, als ob die Nationalbank vom Stabilitätskurs weggehen würde. Das hat zu einem Kurszerfall des Schwei- zerfrankens geführt. Es ist vielleicht etwas übertrieben, von ei- nem Kurszerfall zu reden, aber es handelte sich um eine starke Abschwächung. Seit dem Sommer 1988 hat die Nationalbank eine sehr restriktive Politik geführt. Der Kurs hat sich jetzt wie- der erholt; der Schweizerfranken hat wieder seine frühere Stärke erlangt, so dass man sagen kann: Die restriktive Politik der Nationalbank hat sich durchaus bewährt. Dass sie weiter- geführt werden muss, habe ich Ihnen vorhin bereits dargelegt. Es ist für den Finanzplatz Schweiz sinnvoll und wichtig, dass der Schweizerfranken eine starke Währung bleibt, denn er ist heute international immer noch die viertwichtigste Währung in der Welt. Deshalb haben wir natürlich alles Interesse daran, ei- nen starken Schweizerfranken zu haben, damit das Interesse von Anlagen in Schweizerfranken erhalten bleibt.
Schule: Ich danke Herrn Bundesrat Stich für seine Antwort. Der Zeitpunkt war für ihn günstig. Die Fragen sind allerdings unterschiedlich beantwortet worden.
Auf die konkrete Frage nach dem Zusammenhang des Aus- senwertes des Schweizerfrankens mit der Konkurrenzfähig- keit des Finanzplatzes Schweiz ist Herr Bundesrat Stich leider nicht eingegangen. Ich möchte darum meiner Hoffnung Aus- druck geben, dass sich der Bundesrat doch nun endlich der Feststellung anschliesst, dass wir unseren Finanzplatz Schweiz in jeder Beziehung wettbewerbsfähig ausgestalten müssen und dass der Finanzminister bei der Stempelsteuer- vorlage über seinen Schatten springen sollte. Das ist ein we- sentlicher Punkt der Wettbewerbsfähigkeit, bei dem es wirk- lich nicht um eine buchhalterische Frage des Bundeskassiers geht, sondern um eine volkswirtschaftliche Dimension.
Diesen grundsätzlichen Aspekt müssen wir auch bei der Vor- lage über den Beitritt zu den internationalen Organisationen IMF und Weltbank miteinbeziehen, bei der Sie auch nicht den finanziellen Aspekt - die «Kleinigkeit» von 6 bis 7 Millionen Franken - in den Vordergrund rücken.
Ich hoffe, dass wir diese anstehenden Fragen nun wirklich im Konsens lösen können, dann erst bin ich von der Antwort wirk- lich befriedigt.
90.485
Interpellation Friderici Steuerentlastung beim Sparen Défiscalisation de l'épargne
Wortlaut der Interpellation vom 22. März 1990 Die Marktlage und der Immobilienmarkt in der Schweiz zeigen seit Jahren, dass Wohnraum stark mit Hypotheken belastet ist, welche meist nicht oder nur zu einem geringen Teil amortisiert sind.
Der Hypothekarzins hängt unmittelbar vom traditionellen Spa- ren ab, das in dem Masse zurückgeht, wie sich die zweite Säule und vorteilhaftere Anlagemöglichkeiten für persönliche Ersparnisse entwickeln. Man muss sich fragen, ob die traditio- nellen Spargelder - nur sie gewährleisten Wohnraum zu Zin- sen, die für Eigentümer und Mieter erträglich sind - nicht weit- gehend von der Steuer befreit werden sollten.
Ist der Bundesrat bereit, Mittel und Wege zu prüfen, um die Einkommens-, die Verrechnungs- und die Vermögenssteuer auf den traditionellen Spargeldern zu senken oder sogar ab- zuschaffen, welche - über die Banken - zur Finanzierung von Hypotheken und folglich von Wohnraum dienen?
Texte de l'interpellation du 22 mars 1990
La connaissance du marché et de la propriété immobilière en Suisse révèle depuis de longues années que les logements sont grevés de lourdes hypothèques, lesquelles ne sont pas amorties ou peu amorties, la plupart du temps.
Étant donné que le taux hypothécaire dépend très directement de l'épargne traditionnelle, et compte tenu que celle-ci dimi- nue au fur et à mesure que se développent aussi bien le deuxième pilier que les possibilités de placer plus avantageu- sement les économies personnelles, on doit se demander si l'épargne traditionnelle - seule à même d'assurer le logement à des taux supportables pour les propriétaires et les locataires - ne devrait pas être largement défiscalisée.
Le Conseil fédéral est-il disposé à examiner les moyens et mo- dalités de diminuer, voire de supprimer, aussi bien l'impôt sur le revenu, l'impôt anticipé et l'impôt sur la fortune d'une épar- gne traditionnelle destinée - par l'intermédiaire des banques - au financement des hypothèques, donc du logement?
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1990
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III
Volume
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Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
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Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
05
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Seduta
Geschäftsnummer 89.430
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Datum
08.06.1990 - 08:00
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