Violence lors de manifestations sportives. Convention
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N 14 mars 1990
mienne. Les mesures de sécurité nécessaires pour la chancel- lerie et la résidence sont plus importantes que celles prévues chez nous. Je rappelle deux chiffres: le 40 pour cent des coûts est attribué au gros oeuvre et 60 pour cent aux installations uti- les au fonctionnement de l'ambassade, installations qui pro- viennent pratiquement toutes d'Europe, voire de Suisse. Je vous suggère donc de rejeter la proposition de non-entrée en matière et d'accepter le projet comme vous le propose la com- mission.
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière
Bundesbeschluss über die Errichtung eines Kanzleige- bäudes, mit einer Dienstwohnung und einer Residenz für die schweizerische diplomatische Vertretung in Islama- bad
Arrêté fédéral concernant la construction d'un immeuble de chancellerie, avec appartement de service, et d'une résidence pour la représentation diplomatique suisse à Islamabad
Abstimmung - Vote
Für den Antrag Ruf (Rückweisung) Dagegen
Minderheit offensichtliche Mehrheit
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress, Art. 1, 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Titre et préambule, art. 1, 2 Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Beschlussentwurfes Dagegen
91 Stimmen 1 Stimme
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
89.073
Gewalttätigkeiten bei Sportanlässen. Uebereinkommen Violence lors de manifestations sportives. Convention
Botschaft und Beschlussentwurf vom 15. November 1989 (BBI 19901, 1) Message et projet d'arrêté du 15 novembre 1989 (FF 19901, 1)
Herr Bundi unterbreitet im Namen der Kommission für aus- wärtige Angelegenheiten den folgenden schriftlichen Bericht:
Die Kommission hat die Botschaft des Bundesrates vom 15. November 1989 betreffend das Europäische Ueberein- kommen über Gewalttätigkeiten und Ausschreitungen von Zu- schauern bei Sportanlässen, insbesondere bei Fussballspie- len, geprüft.
Das Uebereinkommen, das vom Europarat ausgearbeitet wor- den ist, will auf zwischenstaatlicher, europäischer Ebene dazu beitragen, Ausbrüche von Gewalt bei sportlichen Grossan- lässen einzudämmen. Es sieht zu diesem Zweck eine Reihe von Massnahmen vor, welche die Sicherheit der Zuschauer
gewährleisten sollen. Dazu gehören insbesondere das Auf- gebot genügender Ordnungskräfte und gewisse Einschrän- kungen wie das Verbot alkoholischer Getränke in den Stadien. Die Massnahmen werden in den Artikeln 2 bis 7 aufgezählt, namentlich in Artikel 3, der das Kernstück des Uebereinkom- mens bildet.
Von grosser Bedeutung ist auch Artikel 5, der die Identifizie- rung und die Behandlung von Straftätern zum Gegenstand hat. Er bezweckt die Verstärkung der Zusammenarbeit unter den Mitgliedstaaten, namentlich durch die Auslieferung von Straftätern und die Abtretung der Strafverfolgung. Diese Be- stimmung sieht vor, dass gewalttätige Rowdies im Land ihres Wohnsitzes strafrechtlich verfolgt werden.
Wie bei andern Uebereinkommen des Europarates soll schliesslich ein ständiges Komitee für die einheitliche An- wendung und die Wirksamkeit des Uebereinkommens sor- gen.
M. Bundi présente au nom de la Commission des affaires étrangères le rapport écrit suivant:
La commission a examiné le message du Conseil fédéral du 15 novembre 1989 relatif à la Convention européenne sur la violence et les débordements de spectateurs lors de manifes- tations sportives et notamment de matches de football.
Cette convention, élaborée sous l'égide du Conseil de l'Eu- rope, a pour but de susciter une action internatinale à l'échelle européenne en vue de prévenir et de maîtriser les explosions de violence à l'occasion de grandes manifestations sportives. A cette fin, elle prévoit toute une série de mesures pour assurer la sécurité des spectateurs, notamment en veillant à ce que les forces de l'ordre déployées soient suffisantes et en imposant certaines restrictions telles que l'interdiction de l'alcool dans les stades. Ces mesures sont énumérées aux articles 2 à 7 de la convention et, en particulier à l'article 3 que en constitue la clef de voûte.
L'article 5 consacré à l'identification et au traitement des fau- teurs de trouble revêt un caractère tout aussi important, en ce sens qu'il vise à renforcer la coopération entre les Etats mem- bres au moyen notamment de l'extradition des personnes appréhendées ainsi que de la transmission des procédures. A ce sujet, il y a lieu de relever que cette disposition prévoit que les auteurs d'actes de violence soient poursuivis pénalement dans leur pays de domicile.
Enfin, à l'instar d'autres conventions du Conseil de l'Europe, un Comité permanent a été institué aux fins de garantir une ap- plication uniforme et une efficacité certaine des dispositions de la convention.
Antrag der Kommission
Die Kommission beantragt Ihnen deshalb, das Uebereinkom- men zu ratifizieren. Mit dem Beitritt zum Uebereinkommen kann die Schweiz im Kampf gegen die Gewalt im Sport interna- tionale Solidarität zeigen und eine Wiederholung der traurigen Ereignisse verhindern helfen, die sich im Heysel-Stadion in Belgien und im Stadion von Sheffield in England zugetragen haben.
Proposition de la commission
La commission vous propose donc de ratifier cette conven- tion. Cet instrument permettra à la Suisse de faire preuve de solidarité internationale pour combattre l'émergence du fléau de la violence dans le sport et d'éviter que ne se répètent ja- mais plus les évènements de triste mémoire du stade du Hey- sel en Belgique et de Sheffield en Angleterre.
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière
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Antarktis-Vertrag
Bundesbeschluss betreffend das Europäische Ueberein- kommen über Gewalttätigkeiten und Ausschreitungen von Zuschauern bei Sportanlässen, insbesondere bei Fuss- ballspielen Arrêté fédéral relatif à la Convention européenne sur la violence et les débordements de spectateurs lors de manifestations sportives et notamment de matches de football
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress, Art. 1, 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Titre et préambule, art. 1, 2 Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Beschlussentwurfes 95 Stimmen (Einstimmigkeit)
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
89.049
Antarktis-Vertrag Traité sur l'Antarctique
Botschaft und Beschlussentwurf vom 16. August 1989 (BBI III, 297) Message et projet d'arrêté du 16 août 1989 (FF III, 293)
Antrag der Kommission Eintreten
Antrag Meier-Glattfelden Nichteintreten
Proposition de la commission Entrer en matière
Proposition Meier-Glattfelden Ne pas entrer en matière
Meier-Glattfelden: Die grüne Fraktion beantragt Ihnen Nicht- eintreten auf den Bundesbeschluss über den Beitritt zum Ant- arktisvertrag vom 1. Dezember 1959.
Auf den ersten Blick scheinen die drei Prinzipien, auf denen der Vertrag fusst, auch aus ökologischer Sicht positiv und ver- nünftig zu sein: Selbstverständlich sind auch wir Grünen für das erste Prinzip, die Nichtmilitarisierung und Nichtnukleari- sierung der antarktischen Region. Beim zweiten Prinzip, der Freiheit der Forschung, wird es schon kritischer. Hier besteht die Gefahr des Missbrauches. Ich komme darauf zurück.
Geschaffen aber wurde der Antarktisvertrag wegen Punkt 3, dem Einfrieren der Gebietsansprüche. Bis 1959 gab es sieben Staaten mit Gebietsansprüchen in der Antarktis; Staaten, die noch nach altbewährter Sitte nach der Erforschung ihre Natio- nalfahnen aufstellten und im Namen der Königin oder der Re- publik Besitz der Ländereien ergriffen. Seit die Europäer die Welt eroberten, galt unter ihnen das Faustrecht und Seeräu- bertum, von den Portugiesen über die Spanier zu den Franzo- sen und Engländern. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatten diese sieben Staaten gegen die Grossen - USA und Sowjet- union - nichts auszurichten. Aber man gab sich zivilisierter
und schuf den Antarktisvertrag: Einfrieren der Gebietsansprü- che.
Der ganze Antarktisvertrag ist eine grosse Heuchelei. Sowenig es den Kolonialmächten, von den christlichen Spaniern bis zu den Engländern, um die Christianisierung der armen Heiden ging, sowenig geht es heute um die Freiheit der Forschung in der Antarktis. Das ist ein Deckmäntelchen. Es geht um die Nut- zung und Ausbeutung der letzten noch intakten Naturland- schaft auf der Erde.
Botschaft und Vertrag entlarven sich von selbst. Sowohl in der Botschaft als auch im Vertrag kommt zuerst das wirtschaftliche Interesse. Im Vertrag steht unter den Zielen in Artikel 9 zuerst, es sollen Massnahmen gefördert werden «zur Nutzung der Antarktis für ausschliesslich friedliche Zwecke». Schon wenn ich «friedliche Zwecke» höre, steigt etwas in mir auf; ich denke dabei an die «friedliche Nutzung» der Kernenergie.
Auch die Botschaft nennt auf Seite 6 zuerst die wirtschaftli- chen Interessen. Ich zitiere: «Die erste wirtschaftliche Tätigkeit des Menschen in der Antarktis bestand in der Jagd nach Pelz- robben, die bereits nach wenigen Jahren ausgerottet wa- ren .... Seit Beginn des 20. Jahrhunderts fügte sich mit dem Walfang erneut eine wirtschaftliche Dimension hinzu, jedoch machte der besorgniserregende Rückgang der Walbestände bald strenge vertragliche Einschränkungen des Walfanges nötig.« Und heute? Die Mineralvorkommen der Region sind kaum erforscht. Auf dem Kontinent scheint es namentlich La- ger von Gold, Silber, Kobalt, Eisen, Kupfer, Nickel, Zinn und Uranium zu geben, deren Umfang allerdings unbekannt ist. Zudem birgt das transantarktische Gebirge Kohlevorkommen. Der an den Erdteil angrenzende Meeresboden könnte seiner- seits Kohlenwasserstoffvorräte aufweisen. Dass diese Boden- schätze nicht schon längst ausgebeutet werden, ist nicht der Vernunft und der Einsicht der Vertragsstaaten zuzuschreiben, sondern allein und ausschliesslich der Unwirtlichkeit des Kli- mas und den damit verbundenen technischen Schwierigkei- ten, die einen wirtschaftlichen Abbau heute noch verunmögli- chen.
Der Antarktisvertrag kennt zwei Sorten von Vertragsunter- zeichnern: Es gibt den Klub der Konsultativparteien, 22 Staa- ten, die gemäss Botschaft ein konkretes Interesse an der Ant- arktis bezeugen und die in der Lage sind, an deren Verwaltung tatkräftig mitzuwirken. In Wirklichkeit sind es die Staaten, die mit grossartigen Expeditionen und 34 Forschungsstationen bereits heute die Antarktis beschmutzen und verdrecken. Wie Raubtiere, die ihre Territorien mit Duftmarken versehen!
Dann gibt es noch 17 Staaten, die nur darauf warten, es ihnen gleichzutun. Seit dem Bekanntwerden der Rohstoffreserven in der Antarktis streben immer mehr Staaten danach, in den ex- klusiven Klub der Antarktisvertragsstaaten aufgenommen zu werden, um sich Mitsprache- und Abbaurechte an den Boden- schätzen zu sichern. Die verheerenden Folgen, die mit der Erdölförderung in solchen Regionen verbunden sind, hat die Oelkatastrophe in Alaska jüngst drastisch vor Augen geführt. Durch die extremen Klimaverhältnisse in der Antarktis werden sich weitaus schlimmere Naturzerstörungen ergeben, wenn es zu einer Erschliessung der antarktischen Oelquellen kommt. Leider ist die Ausbeutung nur noch eine Frage der Zeit.
Seit dem 25. Januar 1988 liegt ein Uebereinkommen zur Re- gelung der Tätigkeiten im Zusammenhang mit mineralischen Ressourcen der Antarktis zur Unterzeichnung bereit. Mit die- sem Abkommen ist der Grundstein zur Plünderung der Antark- tis gelegt. Der Klub der sogenannten Konsultativstaaten ist zur Plünderung bereit! Seine 34 Forschungsstationen sind die Startlöcher dazu. Auch den Franzosen, die sich an der letzten Antarktiskonferenz für einen «Naturpark Antarktis» einsetzten, ist nicht zu trauen, bauten sie doch kürzlich für 150 Millionen Franken eine Landepiste in der Terre Adélie, welche die Be- dürfnisse der zivilen Forschung weit übertrifft.
Der Klub steht bereit, um bei der Antarktis-Kuchenverteilung ein möglichst grosses Stück zu ergattern. Die Umweltorgani- sation Greenpeace wirft insbesondere der Sowjetunion, den USA und Japan vor, geheime Verträge vorzubereiten, die den Zugriff auf die Bodenschätze erleichtern.
Die Haltung der grünen Fraktion ist deshalb klar. Die Schweiz
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Gewalttätigkeiten bei Sportanlässen. Uebereinkommen Violence lors de manifestations sportives. Convention
In
Dans
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1990
Année
Anno
Band
II
Volume
Volume
Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
08
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 89.073
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 14.03.1990 - 15:00
Date
Data
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428-429
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Pagina
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