Mieterschutz. Revision des Miet- und Pachtrechts
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85.015
Mieterschutz. Revision des Miet- und Pachtrechts Protection des locataires. Révision du droit du bail à loyer et du bail à ferme
Siehe Seite 421 hiervor - Voir page 421 ci-devant Beschluss des Nationalrates vom 28. November 1989 Décision du Conseil national du 28 novembre 1989
Differenzen - Divergences
Art. 31 Abs. 2 Bst. a Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates
Art. 31 al. 2 let. a Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil national
M. Jelmini, rapporteur: Le dossier concernant la protection des locataires et la révision du droit du bail à loyer et du bail à ferme, que le Conseil national nous avait renvoyé avec une cin- quantaine de divergences et que notre Conseil a retourné à la Chambre du peuple avec vingt divergences, nous est finale- ment revenu avec seulement deux divergences qui ont été examinées par votre commission lors de sa séance du 29 no- vembre 1989.
La première concerne l'article 31, alinéa 2, changement de propriétaire et aliénation de la chose. En principe, l'acheteur de l'immeuble doit observer le délai de congé établi dans le contrat. Cependant, s'agissant d'habitations ou de locaux commerciaux, le nouveau propriétaire peut résilier le bail en observant seulement le délai de congé légal s'il invoque un besoin propre pour lui-même ou ses proches parents ou al- liés. Le Conseil national a voulu préciser «impérieux» (drin- gend) le besoin propre, alors que notre Conseil, par 21 voix contre 18, n'a pas accepté ce qualificatif. La divergence a été maintenue par le Conseil national qui a décidé par 89 voix contre 32 de qualifier d'«urgent» le besoin propre. Cette défini- tion signifie que le besoin propre doit être actuel, immédiat, réel, et qu'il ne se concrétise pas seulement à moyenne ou à longue échéance. La situation est d'ailleurs analogue à celle de l'article 68, alinéa 2, lettre a1, que nous avons adopté. Le problème est de savoir jusqu'à quand on peut prétendre que le nouveau propriétaire ne puisse pas utiliser la chose qu'il vient d'acheter. La réponse est: jusqu'au moment où il peut prouver un besoin propre et urgent. Deux conceptions dif- férentes sur le même objet ne peuvent coexister dans la même Joi, c'est contraire au principe de l'identité: Idem et sub eodem respecto non potest esse et non esse.
Je vous engage donc, au nom de la majorité de la commis- sion, 7 voix contre 4, à vous rallier au Conseil national.
Angenommen - Adopté
Art. 68 Abs. 1bis Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Art. 68 al. 1bis Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil national
M. Jelmini, rapporteur: Cette disposition de l'article 68 a été ajoutée par le Conseil national afin de préciser que le congé est annulable non seulement s'il a été donné par le bailleur dans les trois ans à compter de la fin d'une procédure judi- ciaire qui portait sur le bail et au cours de laquelle le bailleur a,
dans une large mesure, succombé, abandonné ou réduit sa prétention, renoncé à saisir le juge, conclu une transaction, mais aussi parce que le locataire peut prouver par des écrits qu'il s'est entendu avec le bailleur, en dehors d'une procédure de conciliation ou d'une procédure judiciaire, sur une préten- tion relevant du bail.
Notre Conseil avait rejeté par 22 voix contre 13 une première version du Conseil national. Ce dernier, par 63 voix contre 44, a modifié sa version en la précisant. La commission de ce con- seil s'est ralliée, par 10 voix sans opposition mais avec une abstention, à la version du Conseil national.
On s'est demandé, au sein de la commission, si l'entente entre bailleur et locataire pouvait se rapporter à n'importe quel objet: par exemple, la détention d'animaux dans l'appartement. On a exclu la possibilité d'élargir le champ d'application à n'importe quel objet, comme l'a d'ailleurs fait le Conseil national. Il doit en effet s'agir d'une entente qui concerne une prétention rele- vant du bail, analogue à celle qui amène le bailleur à donner un nouveau congé. La preuve doit en outre être donnée sur pièces écrites. Le représentant du Conseil fédéral s'est déclaré disposé à confirmer cette interprétation, si besoin est, devant ce plénum.
Je vous prie de vous rallier à la version du Conseil national et d'éliminer ainsi cette dernière divergence.
Hefti: Diese Bestimmung wird abträglich sein, wenn sich Ver- mieter und Mieter jeweils zu finden suchen. Man wird sich hü- ten, auf der Vermieterseite diesen an sich normalen Weg zu befolgen, und zwar im Hinblick auf die Konsequenzen, die sich daraus ergeben könnten.
Sie wird auch zu sehr vielen unklaren und strittigen Verhält- nissen führen, was sicher weder im Interesse der einen noch der andern Seite ist.
Ich beantrage Festhalten.
Bundesrat Koller: Man kann dieses Problem wirklich von zwei Seiten anschauen. Das war ja auch der Grund, weshalb es zu dieser Differenzbereinigung gekommen ist. Auf der einen Seite scheint es wenig Sinn zu machen, den Mieter im Fall ei- ner Meinungsverschiedenheit mit dem Vermieter zu einem Verfahren vor der Schlichtungsbehörde und vor dem Gericht zu zwingen, nur damit er den dreijährigen Kündigungsschutz erhält. Das war der Grund, weshalb der Nationalrat diesen Vor- schlag gebracht hat. Es sollte auch ausserhalb dieser formel- len Verfahren eine Einigung zwischen Vermieter und Mieter mit der Folge des dreijährigen Kündigungsschutzes möglich sein.
Nun habe ich durchaus Verständnis gehabt für die Bedenken, die Herr Ständerat Hefti hier wieder formuliert. Wir haben da- her zwei Präzisierungen vorgenommen. Einerseits wird nun - damit keine Rechtsunsicherheit entsteht - klar festgehalten, dass sich diese Einigung anhand von Schriftstücken muss nachweisen lassen können. Damit sind Diskussionen, ob es tatsächlich zu einer Einigung gekommen ist, zum vorneherein ausgeschlossen. Rein mündliche Einigungen, ohne dass der Nachweis der Einigung durch Schriftstücke geführt werden könnte, sind durch die neue Formulierung ausgeschlossen. Die zweite Präzisierung, die ich im Nationalrat angebracht habe und auch hier bestätigen möchte: Die Bestimmung soll nur anwendbar sein auf strittige Geldforderungen, also bei- spielsweise Höhe des Mietzinses oder Reparaturarbeiten und derartige geldwerte Leistungen.
Es sollen damit Meinungsverschiedenheiten ausgeschlossen sein, die wirklich Bagatellen darstellen. Wenn beispielsweise zwischen Vermieter und Mieter eine Meinungsverschieden- heit entstanden ist, ob der Mieter eine Katze halten dürfe, und man sich einigt, dann wäre es unverhältnismässig, wenn der Mieter, nachdem man sich geeinigt hat, einen dreijährigen .Kündigungsschutz daraus ableiten könnte. Deshalb die präzi- sierende Erklärung: Nur für Geldforderungen und nur dann, wenn das durch Schriftstücke nachweisbar ist.
Hefti: Ich möchte allerdings darauf hinweisen, dass es im Text eben nicht «Geldforderungen», sondern «Forderungen» heisst.
Formation continue et promotion des techniques
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E 30 novembre 1989
Bundesrat Koller: Ich habe aber jetzt in diesem Sinne in bei- den Räten diese präzisierende Formulierung und Erklärung zu Handen der Materialien abgegeben, und ich hoffe und bin so- gar überzeugt, dass das in der Rechtsprechung auch berück- sichtigt werden wird.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Kommission Für den Antrag Hefti
25 Stimmen 7 Stimmen
89.048
Weiterbildung und Förderung neuer Technologien Formation continue et promotion des techniques de fabrication intégrée
Botschaft und Beschlussentwürfe vom 28. Juni 1989 (BBI II, 1273) Message et projets d'arrêté du 28 juin 1989 (FF II, 1153)
Antrag der Kommission Eintreten Proposition de la commission Entrer en matière
Hänsenberger, Berichterstatter: Die Kommission für Wissen- schaft und Forschung Ihres Rates unterbreitet Ihnen dieses Geschäft, das aus fünf Bundesbeschlüssen besteht, aus zwei Departementen stammt und von drei Bundesämtern bearbei- tet worden ist.
Das einigende Band um diese fünf Beschlüsse ist die Absicht, mit einer zeitlich auf sechs Jahre beschränkten Aktion mit Bun- desmitteln die Weiterbildung auf beruflichem und universitä- rem Gebiet entscheidend zu fördern und neue Fertigungs- techniken zu unterstützen.
Die Botschaft führt aus, dass der Mangel an Fachkräften im- mer grösser werde und dass sich eine solche Aktion als An- stoss für Weiterbildungsprogramme aufdränge, die dann von privaten Institutionen und Kantonen zu übernehmen und wei- terzuführen sein werde. Die Aktion soll auf die zeitlich schwie- rige Anfangsperiode beschränkt sein - ein «coup de pouce décisif», wie sich Herr Bundespräsident Delamuraz aus- drückte.
In allen Ländern des Europarates ist die Anpassung der Fähig- keiten der Arbeitnehmer an neue Erfordernisse als eine der grossen Aufgaben der Arbeitswelt erkannt. Die Lösung für die Schweiz kann nicht darin bestehen, dass wir immer mehr Aus- länder anstellen. Unsere internationale Konkurrenzfähigkeit muss erhalten bleiben. Die inländischen Arbeitskräfte sollen besser eingesetzt werden können. Der einzelne soll befähigt werden, durch Vertiefung und Verbreiterung seiner Kennt- nisse aus der Grundausbildung gesteigerten Ansprüchen ge- recht zu werden.
Es geht darum, dass die bei uns gute und sehr verbreitete Ba- sisausbildung bis zum Lehrabschluss allein für das ganze Le- ben nicht genügt und dass während der vollen beruflichen Ak- tivitätsperiode, also während 45 Jahren, gelernt werden sollte. Diese Weiterausbildung, sowohl in gewerblichen als auch in akademischen Berufen, kann nicht aus einmaligen Tages- oder Abendkursen bestehen, sondern es müssen längerdau- ernde, berufsbegleitende Programme angeboten werden können.
Die zeitliche Beschränkung soll dazu führen, dass bei allen Vorlagen Mittel und Wege gesucht werden, die sich bewähren- den Aktionen weiterzuführen, aber nicht mehr auf Bundesko- sten. Wenn diese Kurse erfolgreich sind, können sie später
ohne öffentliche Mittel auskommen oder fast ohne Bundesmit- tel, und wenn sie sich nicht bewähren, ist auf eine Weiterfüh- rung ohnehin zu verzichten.
In der Kommission wurde die Frage gestellt, warum diese Bei- träge nicht über die normale Gesetzgebung abgewickelt wür- den, also über das Hochschulförderungsgesetz oder das Bun- desgesetz über die Berufsbildung. Man hat uns versichert, dass noch vor Ablauf der sechs Jahre das, was sich bewährt habe und was weitergeführt werden solle, in die ordentliche Gesetzgebung übergeführt würde. Die «Startrampe» würde abgewrackt, wenn die Rakete gut gestartet sei.
Es liessen sich gegen diese Botschaft ordnungspolitische Gründe ins Feld führen. Unser früherer Kollege Hans Letsch schreibt z. B. im «Badener Tagblatt» vom 25. November 1989 in gewohnter Schärfe, anstelle dieses Scharniers in Form einer Amtsstelle - ein Scharnier zwischen Privatwirtschaft und Lehr- anstalten - sei der direkte Zugang insbesondere der Klein- und Mittelbetriebe zu den Hochschulen und Ingenieurschulen unbürokratisch und effizienter zu gestalten.
Die Beschlüsse, die wir hier zu treffen haben, behindern ein solches Vorgehen nicht, eher im Gegenteil. Gerade der letzte Beschluss, der CIM-Beschluss, dürfte entscheidende Impulse für die Zusammenarbeit von innovativ gesinnten Unterneh- men und den höheren Lehranstalten auslösen. Ich erlaube mir auch, darauf zu verweisen, dass eine analoge Bundeshilfe mit Sondermassnahmen bereits 1986 beschlossen worden ist, nämlich zugunsten der Aus- und Weiterbildung sowie der For- schung in der Informatik und den Ingenieurwissenschaften. Ein Zwischenbericht von 1989 zu den damaligen Sonder- massnahmen zeigt einen rechten Erfolg aufgrund jener Be- schlüsse auf. Der Ständerat hat 1986 die damaligen Sonder- massnahmen diskussionslos beschlossen.
Die Kommission empfiehlt Ihnen, auf alle fünf Bundesbe- schlüsse einzutreten. Wir haben die Eintretensdebatte über alle gemeinsam geführt und anschliessend Beschluss um Be- schluss einzeln debattiert. Eintreten war bei keinem Bundes- beschluss bestritten, und alle sind in der Schlussabstimmung einstimmig angenommen worden. Ich beantrage dem Ple- num, in gleicher Weise vorzugehen: eine allgemeine Eintre- tensdebatte und nachher einzelne Eintretensbeschlüsse auf jedes Geschäft.
Präsident: Sie haben den Antrag der Kommission gehört, über sämtliche Bundesbeschlüsse gemeinsam eine Eintre- tensdebatte zu führen. - Sie sind damit einverstanden.
M. Cavadini: La netteté du rapport de notre président, l'abso- lue nécessité dans laquelle nous nous trouvons de relever les défis de l'évolution technologique, de la formation et de la qua- lification professionnelle nous permettront d'être bref dans l'expression de notre approbation.
Nous aimerions simplement rappeler que l'évolution techno- logique, que la qualification professionnelle, sont devenues des éléments d'une telle importance dans la concurrence éco- nomique internationale que la Suisse ne saurait laisser s'ac- centuer les retards qui ont été perçus dans tel ou tel domaine. Nous avons l'obligation absolue de prêter la plus vive attention aux défis qui nous sont lancés.
Les propositions du Conseil fédéral vont dans ce sens et la première remarque que je souhaitais faire est qu'elles doivent avoir un effet d'entraînement. Le Conseil fédéral, à travers ces crédits, ne saurait apporter la totale solution à l'intégralité des problèmes et la limitation du temps durant lesquels ces crédits sont consentis doit permettre de mettre en place les relais qui permettront la consolidation décisive des mesures prises.
La deuxième remarque que je m'autorise est que, dans le do- maine de la formation récurrente universitaire, nous prenons connaissance de programmes où les intentions sont plus affir- mées que les réalisations et nous avons encore quelque doute quant à la nécessité de l'engagement dans ce domaine. Nous souhaitons simplement que les programmes en cours d'éla- boration puissent véritablement répondre à l'attente qui leur est portée.
La troisième et dernière remarque aura trait au centre CIM. Il est évident que chaque canton, chaque région, voire chaque
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1989
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Anno
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Volume
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Sessione invernale
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Ständerat
Conseil
Conseil des Etats
Consiglio
Consiglio degli Stati
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Séance
Seduta
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Datum 30.11.1989 - 08:00
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