Interpellation Graf
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15 décembre 1989
teurs des CFF se contentent, à l'évidence, du terminal qui se trouve à Sierre et ne font absolument rien pour rendre possible le passage, pourtant nécessaire, de la route au rail.
Aussi, je demande poliment au Conseil fédéral de répondre aux questions suivantes:
Le Conseil fédéral est-il d'avis que «Cargo Domicile» a fait ses preuves dans le Haut-Valais et que ce service fonctionne tout à fait bien? Si non, pense-t-il que «Cargo Domicile» n'achemine pas assez de marchandises dans le Haut-Valais? 2. Le Conseil fédéral ne partage-t-il pas l'avis selon lequel on devrait encourager le transport de marchandises par rail pour des raisons de protection de l'environnement (diminution de la consommation de carburant, réduction du trafic sur les rou- tes qui sont déjà fortement encombrées dans le Haut-Valais). Les CFF seraient-ils prêts à mettre sur pied des opérations pu- blicitaires avec le concours des autorités municipales et canto- nales, des unions d'art et métiers et des associations profes- sionnelles?
Le Conseil fédéral n'est-il pas d'avis que CARGO 2000 et «Cargo Domicile» permettront de créer davantage d'emplois dans le Haut-Valais? Quelle forme prendra la coopération entre les CFF, les administrations économiques des cantons et les syndicats?
Est-il exact que, dans le cadre de CARGO 2000, on n'a prévu qu'un seul terminal à Sierre pour l'ensemble du canton du Valais? Quel est le programme précis prévu pour le Valais? Quelles sont les étapes prévues avant la réalisation définitive du projet? Existe-t-il un calendrier des échéances et, si oui, comment se présente-t-il? A combien se monteront les coûts?
Mitunterzeichner - Cosignataire: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 27. November 1989
Rapport écrit du Conseil fédéral du 27 novembre 1989
Wie der Interpellant zu Recht erwähnt, entwickeln die SBB mit «Cargo 2000» eine Vorwärtsstrategie. Aufgrund der unbefriedi- genden Ertragslage haben die Verkehrskommissionen beider Räte die Bundesbahnen beauftragt, ein Massnahmenpro- gramm vorzulegen. Der Bundesrat hat nun die SBB angewie- sen, «Cargo 2000» in dieses Massnahmenpaket einzuarbei- ten.
Das neue Güterverkehrskonzept wurde von den SBB nach un- ternehmerischen Kriterien, das heisst entsprechend den Vor- gaben des Leistungauftrages, ausgearbeitet. «Cargo 2000» ist die neue Angebotsstrategie für den gesamten Güterverkehr. Sie umfasst neben dem neuen Behälterangebot mit Linienzü- gen auch Ganzzüge, Einzelwagenladungen («Cargo Rail») und Kleingut («Cargo Domizil»). Der Bundesrat ist der Mei- nung, dass die Bahnen mit «Cargo 2000», neben einem ver- besserten Angebot, gleichzeitig ihre Leistungen rationalisie- ren müssen. Dies bedeutet indessen keineswegs, dass sich die Bedienung gewisser Regionen in Zukunft verschlechtern wird. Ein durchrationalisiertes Güterverkehrskonzept wird · auch Randregionen verbesserte Leistungen bringen.
Ferner weist der Bundesrat darauf hin, dass zwischen den SBB und den kantonalen Verkehrsplanungsstellen ein Kon- taktgremium besteht, das sich mit Planungsfragen im Güter- verkehr befasst. Die SBB sind sehr daran interessiert, dass die Anliegen des Kantons Wallis, beispielsweise auch Vorstellun- gen über allfällige Werbeaktionen, dort eingebracht werden. Ergänzend hierzu beantwortet der Bundesrat die Fragen wie folgt:
«Cargo Domizil» wird im Rahmen von «Cargo 2000» über- prüft. Die angestrebten Rationalisierungen sollten verbesserte Leistungen ermöglichen, beispielsweise in der Bedienungs- geschwindigkeit. Sofern dieses überprüfte Angebot zu einer besseren Kostendeckung führt, wird «Cargo Domizil» auf- rechterhalten. Das gilt auch für den Kanton Wallis.
Der Bundesrat teilt mit dem Interpellanten die Ansicht, dass aus Umweltschutz-Gründen der Gütertransport vermehrt auf
der Schiene abgewickelt werden soll. Das geplante neue Be- hälterangebot, das bezüglich Transportdauer, Berechenbar- keit und Service-Standard eine echte Alternative zum Stras- senverkehr sein wird, entspricht denn auch dieser Zielset- zung.
Nach Leistungsauftrag sind die Bundesbahnen verpflichtet, ihre Leistungen rationell zu erbringen. Mit rationelleren und folglich kostengünstigeren Angeboten werden die Bahnen im Verkehrsmarkt konkurrenzfähiger. Ein erfolgreiches «Cargo 2000» schliesst somit nicht aus, dass mehr Arbeitsplätze ge- schaffen werden.
Voraussetzung für den betriebswirtschaftlichen Erfolg des neuen Angebotes «Cargo 2000» sind entsprechende Ver- kehrspotentiale. An der Medienkonferenz der SBB im Sommer 1989 wurden entsprechende mögliche Linienzüge vorgestellt. Diese resultieren aus der Transportnachfrage Strasse/ Schiene, wie sie aus damaliger Sicht beurteilt werden konn- ten. Die definitiven Linienzüge werden im Rahmen der Konkre- tisierung aufgrund detaillierter Potentialbeurteilungen festge- legt. Dabei wird auch die Frage der Anschlüsse der Privat- bahnen wie BVZ, FO und BLS weiterbearbeitet.
Le président: L'interpellateur est satisfait de la réponse du 'Conseil fédéral.
89.662
Interpellation Graf Reformen beim Zivilschutz Réforme de la protection civile
Wortlaut der Interpellation vom 5. Oktober 1989
Die Schweizerische Volkspartei (SVP) des Kantons Zürich hat am 19. Juli 1989 eine gründliche Untersuchung über die heu- tige Situation des Zivilschutzes vorgelegt und dabei auch kon- krete Verbesserungsmassnahmen erarbeitet. Aus diesen Un- tersuchungen geht hervor, dass im Zivilschutz heute schwer- wiegende Mängel bestehen. Diese sind zum Teil systembe- dingt, zum Teil sind sie zurückzuführen auf Ungenügen in der Ausbildung und Führung. Wenn diese Mängel nicht rasch be- hoben werden, ist die Auftragserfüllung des Zivilschutzes im Katastrophen-, Krisen- und Kriegsfall in Frage gestellt.
Die offensichtlichen Mängel haben auch dazu geführt, dass der Zivilschutz vom Volk zum Teil nicht mehr mitgetragen wird. Diese Situation darf nicht länger hingenommen werden. Ein funktionierender Zivilschutz ist unerlässlich für die Sicherheit unseres Volkes und ein unentbehrliches Glied unserer Ge- samtverteidigung. Der Zivilschutz braucht dringend bessere Strukturen und neue Impulse.
In diesem Zusammenhang bitte ich den Bundesrat um die Be- · antwortung folgender Fragen:
Teilt der Bundesrat die Auffassung, dass der Vollzug des Zi- vilschutzes durch geeignete Massnahmen grundlegend ver- bessert werden muss?
Ist der Bundesrat auch der Ansicht, dass zunächst die Aus- bildung verbessert und professioneller gestaltet werden muss? Wie gedenkt dies der Bundesrat zu tun?
Würde die Umgestaltung der verfassungsmässigen Wehr- pflicht in eine Gesamtverteidigungsdienstpflicht nicht bessere Voraussetzungen für einen modernen Zivilschutz schaffen? Ist der Bundesrat bereit, eine Verfassungsrevision in diesem Sinne an die Hand zu nehmen?
Was hält der Bundesrat von der Idee, das Militärdeparte- ment in ein Landesverteidigungsdepartement umzuwandeln, womit Armee und Zivilschutz unter die gleiche Departements- leitung gestellt werden könnten? Ergäben sich daraus nicht beträchtliche Rationalisierungsmöglichkeiten, Motivations- gewinne und Synergien?
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a. die Lockerung des Wohnortprinzips zur Sicherstellung der Kontinuität bei Kaderfunktionen;
b. die Uebernahme anderswo bewährter Formen, wie bei- spielsweise «militärische» Gradbezeichnung (analog Polizei und Feuerwehr), eine verstärkte Befehlsgewalt und vermehrte Disziplinarmassnahmen;
c. die Schaffung eines Gesamtverteidigungsbüchleins (Ersatz Dienstbüchlein) und die Einführung des Schutzdienstpflicht- ersatzes (analog Militärpflichtersatz);
d. die flexiblere Handhabung der Vorschriften, damit die Hand- lungs- und Entschlussfreiheit der Zivilschutzorganisationen und ihrer Führung verbessert werden kann;
e. mehr Handlungsfreiheit und bessere Voraussetzungen für Initiative und Innovation auf unterer Stufe, insbesondere für die Chefs kantonaler Aemter;
f. die Aufhebung des Vorrangs der Betriebsschutzorganisa- tion bei der Einteilung von Schutzdienstpflichtigen in der heuti- gen absoluten Form?
Texte de l'interpellation du 5 octobre 1989
L'Union démocratique du Centre (UDC) du canton de Zurich a présenté le 19 juillet 1989 un rapport détaillé sur la situation ac- tuelle de la protection civile. Ce rapport propose en outre quel- ques améliorations concrètes. Il ressort de l'enquête que la protection civile présente de graves défauts, qui sont en partie liés à la structure et en partie dus à des imperfections dans les systèmes de l'instruction et de la direction. Si ces défauts ne sont pas corrigés rapidement, la fonction que doit remplir la protection civile en cas de catastrophe, de crise ou de guerre sera remise en question.
De plus en raison précisément de ces manques, une partie de la population ne soutient plus la protection civile. Cette situa- tion ne peut plus durer. La sécurité de notre peuple passe par une protection civile qui fonctionne parfaitement et qui remplit son rôle comme élément indispensable au sein de la défense générale du pays. Il importe donc de donner de toute urgence une nouvelle impulsion à la protection civile et d'améliorer ses structures.
Aussi, je demande au Conseil fédéral de répondre aux ques- tions suivantes:
Le Conseil fédéral n'est-il pas d'avis qu'il faudrait améliorer fondamentalement le fonctionnement de la protection civile, au moyen de mesures appropriées?
Le Conseil fédéral ne partage-t-il pas l'avis selon lequel il im- porterait avant tout d'améliorer l'instruction et de la rendre plus professionnelle? Comment le Conseil fédéral entend-il s'y prendre?
Changer le service militaire obligatoire, tel qu'il est consigné dans la constitution, en une simple obligation de service dans le cadre de la défense générale ne serait-il pas la condition préalable à toute modernisation de la protection civile? Le Conseil fédéral est-il disposé à entreprendre une révision de la constitution dans ce sens?
Que pense le Conseil fédéral de l'idée de transformer le Département militaire fédéral en un département de défense nationale, ce qui permettrait de regrouper et l'armée et la pro- tection civile dans un même département? Ne serait-ce pas là le moyen de rationaliser considérablement le système, d'y ga- gner en synergie et en motivation?
Le Conseil fédéral est-il disposé à considérer également les mesures suivantes:
a. assouplir le principe du lieu de domicile pour assurer la con- tinuité de l'encadrement dans la protection civile;
b. appliquer à la protection civile les règles en usage à l'armée, comme par exemple le système de signes de grades à l'armée (par analogie avec la police et les sapeurs-pompiers), un com- mandement plus strict et des mesures disciplinaires renfor- cées;
c. remplacer le livret de service par un livret de la défense générale et introduire la possibilité d'une taxe d'exemption de
la protection civile, à l'instar de la taxe d'exemption du service militaire;
d. appliquer plus souplement les prescriptions, afin d'accor- der une plus grande liberté de manoeuvre et de décision aux organismes de protection civile et d'améliorer la gestion de ceux-ci;
e. accorder aux cadres inférieurs, notamment aux chefs des offices cantonaux, une plus grande liberté de manoeuvre et leur offrir de meilleures conditions pour excercer leur esprit d'innovation et d'initiative;
f. supprimer la priorité accordée aujourd'hui aux organismes de protection d'établissements lors de la répartition du per- sonnel appelé à servir dans le cadre de la protection civile;
Mitunterzeichner - Cosignataires: Allenspach, Basler, Blocher, Bonny, Bremi, Bühler, Burckhardt, Cincera, Daepp, Dietrich, Dreher, Eggly, Eisenring, Engler, Eppenberger Susi, Fäh, Fei- genwinter, Fischer-Hägglingen, Fischer-Sursee, Fischer- Seengen, Frey Walter, Früh, Giger, Grassi, Hari, Hess Otto, Hess Peter, Hildbrand, Hösli, Jeanneret, Jung, Keller, Kühne, Loretan, Luder, Massy, Mauch Rolf, Mühlemann, Müller-Wili- berg, Neuenschwander, Neukomm, Oehler, Oester, Port- mann, Reichling, Reimann Maximilian, Rutishauser, Rütti- mann, Rychen, Sager, Scherrer, Schmidhalter, Schnider, Schüle, Schwab, Seiler Hanspeter, Spälti, Steffen, Stucky, We- ber-Schwyz, Wellauer, Wyss Paul, Zölch, Zwingli (64)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 27. November 1989
Rapport écrit du Conseil fédéral du 27 novembre 1989
In seiner rund 25jährigen Aufbauphase hat der schweizeri- sche Zivilschutz insgesamt einen beachtlichen Stand erreicht. Unser in erster Linie auf Schadenminderung bei bewaffneten Konflikten ausgerichtetes System eines umfassenden Bevöl- kerungsschutzes, dessen Mittel in den letzten Jahren auch bei verschiedensten Notlagen immer wieder mit Erfolg eingesetzt werden konnten, hat sich im wesentlichen bewährt. Es wird von der grossen Mehrheit der Schweizer Bevölkerung bejaht. Dies beweisen einerseits verschiedene in den letzten Jahren durchgeführte Meinungsumfragen und andererseits die in der Regel positive Einstellung der Stimmbürger bei Abstimmun- gen über Objektkredite für Schutzmassnahmen aller Art. Zu- treffend ist allerdings, dass namentlich in einigen Städten bzw. deren Einzugsgebieten in den letzten Jahren einzelne Zivil- schutzvorlagen abgelehnt worden sind.
Die verschiedenen Fragen beantwortet der Bundesrat wie folgt:
Mit den gegenwärtig laufenden Arbeiten zur Revision der Zivil- schutzgesetzgebung werden nun u. a. günstige Vorausset- zungen zur Verbesserung der Einsatzbereitschaft der Zivil-
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Votations finales
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schutzorganisationen der Gemeinden im Hinblick auf die Hil- feleistung bei Notlagen in Friedenszeiten geschaffen.
Verbesserung der Ausbildung: Der Bundesrat teilt die Ueberlegung, wonach einer Verbesserung der Ausbildung erstrangige Bedeutung zukommt. Die Schliessung der heute in der Ausbildung noch vorhandenen Lücken setzt eine Erhö- hung der Zahl der hauptamtlichen Instruktoren auf Stufe Bund, Kantone und Gemeinden voraus. Die entsprechenden Begehren werden derzeit in Bund und verschiedenen Kanto- nen auf ihre schrittweise Umsetzung geprüft. Gerade im Hin- blick auf die der Ausbildung beigemessene Bedeutung ist der Bundesrat im übrigen bereit, die Motion Neuenschwander (NR 89.598) vom 20. September 1989 betreffend Schaffung ei- ner zentralen Zivilschutz-Instruktorenschule anzunehmen.
Gesamtverteidigungsdienstpflicht statt Wehr- und Schutz- dienstpflicht: Der Bundesrat erachtet das Postulat einer Ge- samtverteidigungsdienstpflicht grundsätzlich als eine in län- gerer Sicht prüfenswerte Idee. Sie würde die Gesamtverteidi- gung, die sich nicht in Armee und Zivilschutz erschöpft, auf eine neue Rechtsgrundlage stellen. Bereiche wie die zivilen Führungsstäbe der Kantone und Gemeinden, die koordinier- ten Dienste, die wirtschaftliche Landesversorgung u. a. m. würden damit für ihre unbestrittenen personellen Bedürfnisse eine klare Verfassungsbasis erhalten.
Vorerst wird es allerdings darum gehen, die durch den im Mai 1989 bekanntgegebenen Planungsauftrag «Armee 95» be- dingten umfassenden Anpassungen der Gesetzgebung im Bereich der militärischen Landesverteidigung und des Zivil- schutzes auf der Grundlage der heute verfassungsmässig ver- ankerten Wehr- und Schutzdienstpflicht vorzunehmen.
Schaffung eines Gesamtverteidigungsdepartements: Bei der Beurteilung dieser Frage müssten neben der Armee und dem Zivilschutz auch die übrigen Partner der Gesamtverteidi- gung berücksichtigt werden. Zu betonen ist, dass der Zivil- schutz aus den unterschiedlichsten Gründen auch weiterhin eine zivile, im wesentlichen auf der Gemeinde beruhende Or- ganisation bleiben muss. Da der Gesetzgeber anlässlich der Schaffung des Zivilschutzes ausdrücklich dessen Unterstel- lung unter ein anderes Departement als das Militärdeparte- ment wünschte, erscheint es am zweckmässigsten, diese Frage mit dem Postulat einer Gesamtverteidigungspflicht zu prüfen. Die Unterstellung ist für die Erfüllung des Verfassungs- auftrages von untergeordneter Bedeutung.
Diverse Fragen: Die unter den Buchstaben a bis f aufgewor- fenen Fragen werden im Rahmen der im Mai 1989 eingeleite- ten Abklärungen zur «Armee 95» bzw. zum «Zivilschutz 95» ge- prüft. Zu den einzelnen Sachbereichen kann vorläufig folgen- des festgehalten werden:
a. Lockerung des Wohnortsprinzips: Eine vom Wohnortsprin- zip abweichende Einteilung der Schutzdienstpflichtigen, die allerdings in der Regel nur für gewisse Führungs- und Spezia- listen-Funktionen zweckmässig ist, ist rechtlich schon heute möglich (vgl. Art. 42 des Zivilschutzgesetzes, SR 520.1). Es gilt lediglich, davon auf Kantons- und Gemeindestufe angemes- sen Gebrauch zu machen.
b. Uebernahme anderswo bewährter Formen: Auch wenn die erwähnten Fragen materiell nicht von grosser Bedeutung sein dürften, sind deren psychologische Aspekte nicht zu unter- schätzen, wobei diesbezüglich die Meinungen stark auseinan- dergehen. In diesem Zusammenhang ist weiter zu erwähnen, dass im Rahmen der laufenden Revision des Zivilschutzgeset- zes einerseits ein Weisungsrecht für alle diejenigen, die dienst- liche Anordnungen zu erteilen haben, verankert wird und an- dererseits die Strafbestimmungen bei Nichtbeachtung der entsprechenden Anordnungen präzisiert werden.
c. Schaffung eines Gesamtverteidigungsdienstbüchleins und Einführung eines Schutzdienstpflichtersatzes: Die mit der Schaffung eines Gesamtverteidigungsdienstbüchleins ver- bundenen Fragen werden in Erledigung des Postulates Cin- cera (NR 88.403) vom 16. März 1988 im Rahmen einer interde- partementalen Arbeitsgruppe geprüft. Die entsprechenden Abklärungen und Vorarbeiten dürften bis Mitte 1991 abge- schlossen sein. Die postulierte Einführung eines Schutz- dienstpflichtersatzes ist politisch umstritten und wäre mit er- heblichen praktischen Schwierigkeiten verbunden (Doppel-
belastung von Schutzdienstpflichtigen im wehrpflichtigen Al- ter usw.).
d. Flexiblere Handhabung der Vorschriften: Die meisten Doku- mente des Bundesamtes für Zivilschutz sind so konzipiert, dass sie den Kantonen und den Gemeinden einen bedeuten- den Spielraum in deren Anwendung geben (Richtlinien, Weg- leitungen, mögliche Lösungen usw.). Dieses System erlaubt massgeschneiderte, den örtlichen Verhältnissen angepasste Lösungen.
e. Handlungsspielraum und Förderung der Initiative auf Kan- tonsstufe: Der Grundsatz ist unbestritten. In diesem Sinne wer- den die sich beim Auf- und Ausbau des Zivilschutzes in den verschiedensten Bereichen, namentlich auf den Gebieten der Organisation, der Ausbildung, des Materials, der Schutzbau- ten, der Information und des Vollzugs im allgemeinen, stellen- den Sachfragen in engem Zusammenwirken zwischen dem Bundesamt für Zivilschutz und den kantonalen Zivilschutzäm- tern erarbeitet und können in der Regel allseits befriedigenden Lösungen zugeführt werden.
f. Aufhebung des Vorrangs der Betriebsschutzorganisatio- nen: Als Grundsatz gilt heute schon, dass die Erfassung und Einteilung der schutzdienstpflichtigen Betriebsangehörigen nicht zum Nachteil der unerlässlichen Bestückung der örtli- chen Schutzorganisationen bzw. der Schutzraumorganisatio- nen erfolgen dürfen. Dieses Prinzip soll durch eine Ueberprü- fung der Betriebsschutzpflicht im Rahmen von «Zivilschutz 95» verdeutlicht werden.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag auf Diskussion Dagegen
46 Stimmen 2 Stimmen
Verschoben - Renvoyé
85.015
Mieterschutz. Revision des Miet- und Pachtrechts Protection des locataires. Révision du droit du bail à loyer et du bail à ferme
Siehe Seite 1876 hiervor - Voir page 1876 ci-devant
Beschluss des Ständerates vom 15. Dezember 1989 Décision du Conseil des Etats du 15 décembre 1989
B. Obligationenrecht (Miete und Pacht) Code des obligations (Bail à loyer et bail à ferme)
Schlussabstimmung - Vote final
Für Annahme des Gesetzentwurfes Dagegen
117 Stimmen 10 Stimmen
An den Bundesrat - Au Conseil fédéral
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Interpellation Graf Reformen beim Zivilschutz Interpellation Graf Réforme de la protection civile
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Jahr
1989
Année
Anno
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V
Volume
Volume
Session
Wintersession
Session
Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 89.662
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 15.12.1989 - 08:00
Date
Data
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2276-2278
Page
Pagina
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