Postulat Keller
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89.612 Postulat Ziegler Postautobetrieb. Bedienung gewisser Landregionen Service des cars postaux. Régions mal desservies
89.631
Postulat Keller Rationalisierungsmassnahmen der SBB. Rücksicht auf Behinderte Mesures de rationalisation des CFF. Prise en compte des personnes handicapées
Wortlaut des Postulates vom 25. September 1989
Im Bestreben, den Postautodienst bis zum Aeussersten zu ra- tionalisieren, vernachlässigen die PTT zahlreiche Regionen der Schweiz, die nicht an den grossen Verkehrsachsen liegen. So haben im Kanton Bern Bauerngemeinden wie Bangerten oder Deisswil weder einen Bahn- noch einen Autobusan- schluss. Mehrere hundert Bewohner müssen bis zum näch- sten öffentlichen Verkehrsmittel im Sommer wie im Winter mehr als eine Stunde Fussmarsch auf sich nehmen. Dies kann älteren Menschen natürlich nicht zugemutet werden.
Der Bundesrat wird ersucht, die rückschrittliche und unsoziale Politik des PTT-Postautobetriebes einer Prüfung zu unterzie- hen und für Gemeinden wie Bangerten rasch eine Lösung zu finden.
Texte du postulat du 25 septembre 1989
Dans sa volonté de rationalisation à outrance, le service des autobus des PTT néglige nombre de régions de Suisse qui sont décentrées par rapport aux grands axes de communica- tion.
Ainsi, dans le canton de Berne, des communes paysannes comme Bangerten ou Deisswil ne sont reliées ni au chemin de fer ni à aucun service d'autobus. Les centaines d'habitants doivent, été comme hiver, faire plus d'une heure à pied afin de rejoindre le plus proche moyen de transport public, ce qui, pour les personnes âgées, est notamment impossible. Le Conseil fédéral est invité à revoir la politique régressive et anti-sociale du service des autobus des PTT et à trouver une solution rapide et positive pour des communes telle que celle de Bangerten.
Mitunterzeichner - Cosignataire: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 27. November 1989 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 27 novembre 1989 Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat.
Ueberwiesen - Transmis
Wortlaut des Postulates vom 28. September 1989
Rationalisierungsmassnahmen der SBB dürfen sich nicht zum Nachteil der Behinderten auswirken. Der Bundesrat wird er- sucht, insbesondere einen allfälligen Verzicht auf die Beglei- tung der Regionalzüge und die Bedienung regionaler Bahn- stationen streng zu prüfen und sich beim Verwaltungsrat der SBB für die berechtigten Anliegen der Behinderten einzuset- zen.
Texte du postulat du 28 septembre 1989
Il faut éviter que les mesures de rationalisation des CFF ne désavantagent les personnes handicapées. Le Conseil fédéral est invité à examiner sous cet angle l'intention que les CFF auraient, le cas échéant, de supprimer les postes d'agents de train sur les lignes régionales ainsi que le person- nel des petites gares; il est en outre prié d'intervenir auprès du Conseil d'administration des CFF dans l'intérêt légitime des handicapés.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Basler, Bircher, Bundi, Bütti- ker, Columberg, Daepp, David, Dormann, Dünki, Engler, Ep- penberger Susi, Fankhauser, Graf, Hafner Ursula, Hänggi, Hari, Humbel, Keller, Kühne, Leutenegger Oberholzer, Lon- get, Loretan, Luder, Mauch Rolf, Müller-Aargau, Müller-Wili- berg, Neukomm, Ott, Schnider, Schwab, Segmüller, Seiler Rolf, Stamm, Stappung, Stocker, Wanner, Wellauer, Widmer, Widrig, Wyss Paul, Zölch, Zwygart (42)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Für ältere und namentlich behinderte Reisende können die vorgesehenen Rationalisierungsmassnahmen erhebliche Nachteile mit sich bringen. Problematisch erscheint insbeson- dere die Einführung von unbegleiteten Regionalzügen sowie unbedienter Bahnstationen.
Die geplanten Massnahmen lassen sich ohne Zweifel mit finan- ziellen Gründen rechtfertigen. Sie erschweren aber die Benüt- zung der Bahn für all diejenigen, die in ihrer Beweglichkeit und Selbständigkeit eingeengt sind und die deswegen auf Dienst- leistungen in Zügen und auf Stationen angewiesen sind. Man denke z. B. an einen Rollstuhlfahrer, der ohne Begleitung bei einem unbedienten Bahnhof auf einen unbegleiteten Regional- zug wartet. Es geht folglich darum, den finanziellen Vorteil mit dem Abbau an mitmenschlicher Hilfsbereitschaft zu verglei- chen. Die Aufgaben des Personals in den Zügen und auf den Stationen beschränken sich ja bei weitem nicht auf technische Verrichtungen wie Fahrkartenkontrolle und Zugsabfertigung, sondern sind in guter SBB-Tradition auf zahlreiche Dienstlei- stungen zugunsten der Kunden ausgeweitet. Wo private Initia- tive nicht ebenbürtigen Ersatz sicherstellen kann, lässt sich ein Verzicht auf diese umfassenden Dienstleistungen nicht verant- worten. In diesem Sinne hat am 22. August 1989 auch die Pro Infirmis bei den Bundesratsparteien und einer Reihe von Parla- mentariern um Unterstützung nachgesucht.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 15. November 1989 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 15 novembre 1989 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen, so- weit es um die Gewährleistung der Sicherheit der behinderten Bahnreisenden geht. Ueberwiesen - Transmis
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Postulat Keller Rationalisierungsmassnahmen der SBB. Rücksicht auf Behinderte Postulat Keller Mesures de rationalisation des CFF. Prise en compte des personnes handicapées
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Jahr
1989
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Wintersession
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Session d'hiver
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Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
89.631
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 15.12.1989 - 08:00
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2251-2251
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