Voranschlag 1989. Nachtrag II
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Wir werden daher von der grünen Fraktion aus das Budget ab- lehnen.
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Beschlussentwurfes Dagegen
77 Stimmen 8 Stimmen
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
Motion I der Finanzkommission Voranschlag der Eidgenossenschaft 1991. Ausgaben Motion I de la Commission des finances Budget de la Confédération pour 1991. Dépenses
Wortlaut der Motion vom 21. November 1989 Der Bundesrat wird eingeladen, dem Parlament für das Jahr 1991 einen Voranschlag zu unterbreiten, bei dem die Aus- gaben nicht stärker wachsen als das Bruttoinlandprodukt.
Texte de la motion du 21 novembre 1989 Le Conseil fédéral est chargé, pour l'année 1991, de présenter au Parlement un budget dont les dépenses ne croissent pas plus fortement que le produit intérieur brut.
Motion Il der Finanzkommission Voranschläge der Eidgenossenschaft. Ausgaben Motion Il de la Commission des finances Budgets de la Confédération. Dépenses
Wortlaut der Motion vom 21. November 1989 Der Bundesrat wird eingeladen, dem Parlament jeweils einen Voranschlag zu unterbreiten, dessen Ausgaben im Vierjahres- durchschnitt nicht stärker wachsen als das Bruttoinlandpro- dukt.
Texte de la motion du 21 novembre 1989 Le Conseil fédéral est chargé de présenter chaque année, au Parlement, un budget dont les dépenses, calculées sur une moyenne quadriennale, ne croissent pas plus fortement que le produit intérieur brut.
Bundesrat Stich: Ich weiss nicht, ob es einen Sinn hat, heute noch zu den Motionen zu sprechen. An sich muss der Bundes- rat ja später Stellung dazu nehmen. Aber vor allem die Motion Il könnten wir ganz sicher nicht als Motion entgegennehmen. Die Motion I würde ich selber auch nicht als Motion entgegen- nehmen, weil sie natürlich letztlich alle Entscheidungen in be- zug auf die Konjunkturpolitik vorausnimmt.
Ich würde Ihnen empfehlen, die Motionen als Postulate zu überweisen.
Abstimmung - Vote
Motion / Für Ueberweisung als Motion Für Ueberweisung als Postulat
Motion II Für Ueberweisung als Motion Für Ueberweisung als Postulat
45 Stimmen 28 Stimmen
46 Stimmen
34 Stimmen
Ad 88.052
Voranschlag 1989. Nachtrag II Budget 1989. Supplément II
Fortsetzung - Suite
Siehe Seite 1893 hiervor - Voir page 1893 ci-devant Beschluss des Ständerates vom 7. Dezember 1989 Décision du Conseil des Etats du 7 décembre 1989
Differenzen - Divergences
Antrag der Kommission 337 Paul-Scherrer-Institut 342.10 Unterricht und Forschung Streichen
Antrag Fischer-Seengen 342.10 Unterricht und Forschung Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Proposition de la commission 337 Institut Paul-Scherrer 342.10 Enseignement et recherche Biffer
Proposition Fischer-Seengen 342.10 Enseignement et recherche Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Fehr, Berichterstatter: Wir hatten Ihnen im Zusammenhang mit dem Nachtrag Il einen einzigen Antrag gestellt. Er betraf das PSI, und wir empfahlen Ihnen, dem Nachtragskredit von 3 Millionen nicht zu entsprechen. Dies aus der Ueberlegung her- aus, dass es nicht angeht, dass der Bundesrat auf Positionen, mit deren Kürzung er sich einverstanden erklärt oder deren Kürzung er sogar vorgeschlagen hat, entgegen seinen eige- nen Weisungen Nachtragskredite unterbreitet. Dies war ein Antrag, den die Kommission mit deutlichem Mehr gefasst hat. Im Plenum ist diesem Antrag nicht widersprochen worden. Sie haben ohne Opposition so beschlossen.
Die ständerätliche Kommission hat nochmals Herrn Bundes- rat Cotti angehört und dann mit 8 zu 3 Stimmen beschlossen, ihrem Rat die Bewilligung des Nachkredits zu empfehlen. Der Ständerat hat seinerseits ohne Diskussion so beschlossen. Unsere Kommission hat sich gestern erneut mit der Angele- genheit befasst. Wir sind zum Schluss gekommen, dass die Ueberlegungen, die uns dazu geführt haben, Ihnen die Nicht- bewilligung des Nachtrags zu empfehlen, immer noch gültig sind; dass wir es uns eigentlich nicht gefallen lassen sollten, dass man versucht, im Bereich von Kürzungen, die man durch Nachträge wieder kompensiert, mit uns zu spielen. Kurz: Die Kommission hat mit deutlichem Mehr - nämlich mit 11 zu 3 Stimmen - beschlossen, Ihnen Festhalten zu empfehlen. Ich bitte Sie, so zu beschliessen.
M. Frey Claude, rapporteur: L'an passé, dans le cadre de l'exercice de compression des dépenses que nous avions déjà effectué, nous avions biffé un certain nombre de dépen- ses pour un montant de 277 millions de francs, qui comprenait les 3 millions de francs en question au chapitre de l'Institut Paul-Scherrer, pour l'enseignement et la recherche. Nous avons rappelé, lors du débat précédent, qu'il y allait de la crédibilité du Parlement: dès le moment où nous biffions une dépense, il ne fallait pas qu'elle réapparaisse dans les crédits budgétaires supplémentaires annuels demandés. Nous cons- tatons que le Conseil des Etats a cependant approuvé ces 3 millions de francs.
L'Institut Paul-Scherrer, quant à lui, dit que, sans cette somme, il ne pourra pas faire face à ses dépenses pour cette année et
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N
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qu'il y aura de toute façon un dépassement. Nous aimerions bien, lorsque quelque chose a été biffé, que l'on ne continue pas à le dépenser sous prétexte que c'est de la recherche. Par conséquent, le Conseil doit décider si nous voulons main- tenir notre position. Votre commission vous propose, par 11 voix contre 3, de maintenir notre décision parce que nous sou- haitons simplement que les signaux que nous donnons lors de la discussion du budget soient suivis d'effets.
Fischer-Seengen: Ich bitte Sie meinerseits, dem Ständerat zuzustimmen und diese Differenz zu beseitigen. Ich muss noch kurz sagen, worum es überhaupt geht:
Was ist dieses RCA-Labor, von dem die Rede ist? Es handelt sich um ein Hochtechnologielabor mit etwa 50 Mitarbeitern, das einer amerikanischen Firma gehörte, aber aus unterneh- menspolitischen Gründen hätte aufgegeben werden sollen. Im Zusammenhang mit der Restrukturierung des PSI empfahl Unternehmensberater Hayek die Uebernahme des Labors durch den Bund, weil dieses im Einklang mit den Zielsetzun gen des PSI steht und die Tätigkeit des Forschungsbereiches Festkörperforschung und Materialwissenschaften optimal er- gänzt.
Der Bundesrat beschloss denn auch am 2. November 1988, das RCA-High-Tech-Labor in den Schulratsbereich zu über- nehmen. Von der Sache her ist dieses Vorgehen nicht bestrit- ten, sondern allgemein als sinnvoll anerkannt, speziell des- halb, weil damit der Schweiz ein Mitarbeiterstab mit einem be- deutenden Know-how im Hochtechnologiebereich erhalten werden konnte. Die Kosten dieses Labors betragen jährlich etwa 6,5 Millionen Franken. Davon wird gut die Hälfte durch Einnahmen aus Forschungsverträgen mit Dritten und schul- ratsinternen Mitteln aufgebracht. Für die restlichen 3 Millionen Franken wurden entsprechende Beträge im Budget 1990 und im Finanzplan 1991 bis 1993 eingestellt. Dieses Vorgehen blieb unbestritten.
Weil der Beschluss des Bundesrates erst am 2. November 1988 erfolgte, war ein Kreditbegehren für 1989 im ordentlichen Budget 1989 nicht mehr möglich und musste auf dem Weg über den Nachtrag zum Voranschlag eingebracht werden. Wenn nun behauptet wird, mit diesem Nachtrag werde eine Kürzung der Rubrik «Unterricht und Forschung» im Budget 1979 unterlaufen, so ist das ein Missverständnis: An gefassten Budgetentscheiden der eidgenössischen Räte soll nicht ge- rüttelt werden. Vielmehr stand der Beitrag an das RCA-Labor bei der Budgetberatung noch gar nicht zur Diskussion. Es handelt sich um eine neue, sinnvolle und nötige Aufgabe, de- ren Finanzierung für 1989 nur über den Nachtragskredit mög- lich war.
Die Ablehnung dieses Nachtragskredites hätte zur Folge, dass der Schulratsbereich diesen bereits ausgegebenen Be- trag über Jahre abstottern müsste. Ein solches Vorgehen wäre nicht im Sinn eines vorausschauenden, innovativen Han- delns, welches der Schulratsbereich, das EDI und der Bun- desrat mit der Uebernahme des RCA-Labors gezeigt haben. Ich bitte Sie deshalb um Zustimmung zum Ständerat und um Beseitigung dieser Differenz.
M. Salvioni: J'interviens en qualité de président de la section qui s'est occupée de ce problème. En définitive, il s'agit de sa- voir si nous voulons effectuer un exercice purement théorique de réduction du budget ou si nous suivons les décisions que nous prenons.
Je dois corriger l'exposé présenté par M. Fischer-Seengen. Comme ce crédit a été accepté par le Conseil fédéral le 2 no- vembre dernier et que la commission a siégé les 10 et 11 no- vembre, il aurait eu le temps de le lui soumettre. Or, nous n'avons rien reçu à part la décision du Conseil fédéral datée du 2 novembre et qui prévoit une déduction de 5 millions aux dépens des Ecoles polytechniques fédérales. Cette diminu- tion a donc été décidée par l'exécutif. Souvenez-vous que la Commission des finances avait renvoyé le budget au Conseil fédéral en lui demandant de procéder à des déductions pour parvenir à un meilleur équilibre budgétaire. Comme la déci- sion a été prise le même jour, nous ne savons pas si le crédit a été décidé avant les réductions budgétaires ou l'inverse. Mais
pour nous, au moment où le crédit a été accepté, il était inclus dans les déductions budgétaires.
Le 13 février 1989, le Conseil fédéral a établi une liste des crédits budgetés qui avaient été réduits et pour lesquels au- cune demande n'aurait pu être prise en considération. Cela afin d'éviter ce qui précisément est arrivé, c'est-à-dire de présenter une nouvelle requête sous une autre forme. La com- mission s'est justement doutée de l'utilisation astucieuse d'une telle pratique, notamment par l'Institut Paul-Scherrer et par l'Ecole polytechnique fédérale qui disaient: «oui, vous vou- lez réduire, mais comme nous avons un problème particulier, nous reprenons pour une autre utilisation les crédits que vous avez soustraits.» Avec un tel jeu, on ne parviendra jamais à ap- pliquer des diminutions car il y aura toujours la possibilité d'in- venter de nouveaux problèmes justifiant des crédits annexes. C'est la raison pour laquelle la commission a signalé à ces éta- blissements de la Confédération qu'on ne pouvait pas entrer dans un tel jeu. Si l'on procède à des réductions, c'est bien parce qu'on les veut. Il faut éviter qu'elles ne soient annulées par des jeux de passe-passe comme dans ce cas. Ce sont les raisons pour lesquelles, en tant que président de la section compétente, je vous demande d'en rester à la décision que nous avons adoptée.
Frau Uchtenhagen: Ich habe oft gegen die PSI-Politik Opposi- tion gemacht, weil mir vieles nicht gefallen hat. In diesem Fall geht es aber wirklich nicht darum, sondern es geht um die Wei- sung, dass dort, wo man Kürzungen beschlossen hat, keine Nachtragskredite bewilligt werden. Man weiss, dass man, wenn es sich um solche grossen Beträge handelt wie beim ETH-Bereich, ohne weiteres mit Verschiebungen immer wie- der einen neuen Posten finden kann, den man vorschieben kann.
Es geht wirklich um die Glaubwürdigkeit. Ich bin mit vielen Kür- zungen nicht einverstanden. Ich finde sie falsch, und ich finde sie keine echten Sparübungen. Aber soviel Disziplin sollte vor- handen sein, dass man sich, wenn etwas von der Mehrheit be- schlossen ist, daran hält und nicht gestattet, dass dies mit Nachtragskrediten wieder ungültig gemacht wird. Sonst wird das Parlament unglaubwürdig.
Ich bitte Sie, der Kommission zu folgen und diesen Betrag an das PSI nicht nachträglich zu geben. Es geht vielleicht um ein paar Wochen. Das kann genausogut im normalen Budget be- wältigt werden und nicht jetzt im Dezember im Nachtragskre- dit.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Kommission Für den Antrag Fischer-Seengen
69 Stimmen 5 Stimmen
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
Schluss der Sitzung um 14.05 Uhr La séance est levée à 14 h 05
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1989
Année
Anno
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V
Volume
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Wintersession
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Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
10
Séance
Seduta
Geschäftsnummer Ad 88.052
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
12.12.1989 - 08:00
Date
Data
Seite
2097-2098
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Pagina
Ref. No
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