Postulat Simmen
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E
20 septembre 1989
pas le contrôle. Cela fait partie des règles de base de toute coopération internationale.
Dans le droit fil de la politique de cohésion que préconise la Communauté, la Suisse a oeuvré pour une réduction ac- célérée des tarifs douaniers des pays de l'AELE en faveur des importations en provenance d'Espagne. C'est là une contribu- tion substantielle à la cohésion nord-sud de l'Europe. Par exemple, un arrêté concernant les importations en prove- nance d'Espagne est entré en vigueur le 1er juillet de cette année. Les importations en provenance du Portugal n'en- traient pas en ligne de compte puisque ce pays est lié à nous depuis longtemps en sa qualité d'ancien cousin membre de l'AELE. La question de savoir si d'autres mesures devraient être prises est examinée dans le cadre de cette négociation globale qui a commencé cette année entre l'AELE et la Com- munauté, suite à l'utile provocation du discours de M. Delors le 17 janvier, suite à la conférence ministérielle AELE-Commu- nauté du 20 mars à Bruxelles, suite aux examens que les pays de l'AELE ont conduits de leur côté depuis lors. Il s'agit de réaménager les relations AELE-Communauté, du point de vue institutionnel et du point de vue juridique et pour l'heure on est en plein travail au niveau de nos négociateurs à Genève et à Bruxelles. Il serait donc tout à fait prématuré que j'esquisse au- jourd'hui telle ou telle formule sur tel ou tel aspect de nos rela- tions et en particulier que je me risque à faire des pronostics définitifs sur le Fonds occulte structurel de l'AELE. En revan- che, je peux dire à Mme Jaggi et à votre conseil que le Conseil fédéral continue de suivre attentivement cette question, qui est incontestablement posée, et c'est dans le cadre de l'examen de ces nouvelles structures éventuelles de la négociation de demain entre la Communauté et les pays de l'AELE que pourra trouver place un instrument de cohésion. C'est à cela que nous travaillons. Il ne serait donc pas utile, ni médiatique- ment ni fondamentalement, de présenter maintenant une pro- position unilatérale et claironnante de la Suisse. L'objet a été déposé par nous sur la table de cette discussion globale, il y est compris tout naturellement parce que tout se tient dans cette discussion structurelle et c'est dans cet esprit que je crois pouvoir affirmer à Mme Jaggi que le Conseil fédéral est sur la même longueur de sensibilité que celle qui a animé son interpellation.
Le président: Je demande à l'interpellatrice si elle est satis- faite ou non de la réponse gouvernementale.
Mme Jaggi: Oui, Monsieur le Président, je suis satisfaite de cette réponse, qui marque un esprit de disponibilité et d'ouver- ture vis-à-vis de la Communauté européenne avec laquelle nous devons apprendre à vivre, surtout si nous n'en sommes pas membre.
89.530
Postulat Simmen Verstärkung der Exporterlösentschädigung für Entwicklungsländer Pour un meilleur dédommagement des pertes à l'exportation des pays en développement
Wortlaut des Postulates vom 21. Juni 1989
Der Bundesrat wird eingeladen, eine namhafte Aufstockung der Entschädigung für Exporterlösausfälle von Entwicklungs- ländern im Handelsverkehr mit der Schweiz zu prüfen. Länger- fristig soll nach Möglichkeiten gesucht werden, die Finanzie- rung der Entschädigung auf die Konsumentinnen und Konsu- menten zu überwälzen.
Texte du postulat du 21 juin 1989
Le Conseil fédéral est invité à étudier la possibilité de renforcer notablement le dédommagement des pertes à l'exportation des pays en développement commerçant avec la Suisse. A longue échéance, il faut trouver les moyens d'imputer aux con- sommateurs le financement de ce dédommagement.
Frau Simmen: Die hohe Verschuldung der Länder der Dritten Welt ist ein Problem, das nicht nur die Schuldner-, sondern in wachsendem Mass auch die Gläubigerländer betrifft. Neben dem moralischen Aspekt sind es der ökonomische und der ökologische, die hier ins Gewicht fallen: Der ökonomische, weil die Länder der Dritten Welt unsere potentiellen Kunden sind, und arme Kunden sind keine guten Kunden. Der ökologi- sche deshalb, weil die Schuldnerländer zur Leistung des Schuldendienstes gezwungen sind, ihre natürlichen Ressour- cen zu übernutzen, was weltweit negative Folgen zeitigen kann. Denken Sie zum Beispiel an den tropischen Regenwald. Die Ursachen der Schuldenkrise sind mannigfaltig und kom- plex. Ich beschränke mich in meinem Postulat bewusst auf eine davon, nämlich die Frage der Exporterlöse, in der Ueber- zeugung, dass auch komplexe Probleme nur so gelöst wer- den können, dass man an verschiedenen Punkten anfängt und diese Einzelaktionen später miteinander verbindet. Damit ein Land überhaupt Schuldendienst leisten kann, ist ein ent- sprechendes Einkommen nötig. Das Einkommen der Entwick- lungsländer hängt zu einem wesentlichen Teil von den Export- erlösen für Rohstoffe und landwirtschaftliche Erzeugnisse ab. Die Erlöse für diese Güter schwanken sehr stark und sind in den vergangenen Jahren drastisch gefallen. Ein brüskes Ab- sinken kann ein Land in ernsthafte Schwierigkeiten und mit ei- nem Schlag um die Früchte seiner Anstrengungen bringen, besonders wenn die Erlöse trotz steigender Produktion sin- ken. Bereits in den dreissiger Jahren tauchte daher die Idee auf, gewisse Stabilisierungsmechanismen zu schaffen. Inter- nationale Rohstoffabkommen scheiterten bisher allerdings weitgehend. Mehr Erfolg war der Kompensationsfinanzierung beschieden. Sie kann zwar Erlösausfälle nicht verhindern, aber sie kompensiert wenigstens nachträglich die entstande- nen Ausfälle. Die Schweiz unterstützte immer aktiv die Bemü- hungen der Unctad für ein globales System solcher Aus- gleichszahlungen. Die EG ihrerseits hat ein eigenes System - genannt Stabex -, das den Lomé-Mitgliedstaaten Entschädi- gungen zahlt. Die Schweiz als Nicht-EG-Mitglied kann sich dort nicht beteiligen, und der Kreis der Empfängerländer wäre auch nicht unbedingt optimal für die Schweiz. Hingegen über- nehmen wir weitgehend die Berechnungsgrundlagen von der EG.
Die Schweiz hat heute ein eigenes Programm für Kompensati- onszahlungen; die Mittel stammen aus dem dritten Rahmen- kredit für wirtschafts- und handelspolitische Massnahmen. Für die Jahre 1987 bis 1990 steht ein Betrag von maximal 40 Millio- nen Franken zur Verfügung. Dieser beschränkte Betrag macht es nötig, die Hilfe auf jene Handelspartner der Schweiz zu be- schränken, die zu den 42 ärmsten Ländern gehören. 1986 und 1987 kamen so sechs afrikanische Staaten in den Genuss von Zahlungen im Werte von knapp 16 Millionen Franken. Diese Kompensationszahlungen sind an keinerlei Kaufverpflichtung gegenüber der Schweiz gebunden, hingegen müssen sie zur Finanzierung von Diversifikationsprojekten und Strukturan- passungen verwendet werden. In vier der sechs Länder arbei- tet die Schweiz mit der Weltbanktochter Ida zusammen und spart damit personelle Mittel. Sie beteiligt sich so auch an der internationalen Zusammenarbeit zur grundlegenden Verbes- serung der wirtschaftlichen Lage der Entwicklungsländer. 1989 reichen die verbleibenden Mittel wahrscheinlich noch knapp aus, doch bereits im nächsten Jahre wird das nicht mehr der Fall sein, da sich dann die sehr stark gefallenen Kaf- feepreise auswirken werden. Wenn die Schweiz auch weiter- hin volle Ausfälle entschädigen will, ist eine Aufstockung des Kredites unumgänglich. Damit können wir nur gerade den Sta- tus quo halten. In Zukunft sollten aber auch Handelspartner der Schweiz, die «nur arm» und nicht «sehr arm» sind, in den Kreis der Empfängerländer einbezogen werden können; denn
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Interpellation Delalay. Raffinerie Collombey
auch sie sind auf stabile Einkünfte angewiesen, um ihren Staatshaushalt einigermassen planen zu können.
Ebenso wichtig wie die Erhöhung des Betrages ist mir aber der zweite Satz meines Postulates, nämlich die längerfristige Ueberwälzung der Kosten auf die Konsumenten. In den letz- ten Jahren ist bei unserer Bevölkerung das Bewusstsein ge- wachsen, dass wir alle als Konsumenten von den sinkenden Rohstoffpreisen und der Verbilligung der meist tropischen Landwirtschaftsprodukte profitieren. Es ist im Grunde genom- men nicht Sache des Steuerzahlers, sondern des Konsumen- ten, hier den Ausgleich zu tragen. Die Bereitschaft, das schöne Wort vom «gerechten Handel>> durch einen Griff ins Portemon- naie zu bekräftigen, ist vorhanden. Das hat die Haltung der Konsumentenorganisationen beim Zuckerbeschluss gezeigt. Die Präsidentin des Konsumentinnenforums der deutschen Schweiz hat damals deutlich gesagt, dass ein Preisaufschlag zugunsten der allerärmsten Länder - es hätte sich damals um 10 Rappen pro Kilogramm gehandelt - zumutbar und verkraft- bar wäre.
Entwicklungszusammenarbeit ist wohl eine Sache zwischen Staaten und Regierungen, von Umschuldungen und zolltarifa- rischen Massnahmen, aber sie ist auch eine Sache der per- sönlichen Verantwortung und des Einsatzes jedes einzelnen, zum Beispiel eben durch die Bezahlung eines etwas höheren Preises. Wenn wir dem Konsumenten die Möglichkeit, etwas zu tun, immer wieder vorenthalten, so wird diese heute vorhan- dene Bereitschaft mit der Zeit erlahmen, und wir haben eine Chance vertan.
Ich anerkenne, dass es nicht einfach sein wird, hier technische Lösungen zu finden, die nach allen Seiten standhalten; aber wir sind auf diesem Gebiet ja auch nicht ganz ohne Erfahrung, haben wir doch selber eine Landwirtschaft, deren Produkte wir nicht zu Weltmarktpreisen beziehen. Dieselben Chancen, die wir zu Recht unseren Bauern einräumen, sollten wir auch je- nen in den ärmsten Ländern geben.
Ich bitte Sie deshalb, mein Postulat zu unterstützen, damit das, was gut begonnen hat, in Zukunft noch vermehrt zum Tra- gen kommen kann.
M. Delamuraz, président de la Confédération: Le Conseil fédéral accepte votre postulat, et cela d'autant plus que nous vous présenterons un nouveau projet d'accord-cadre dans le courant de l'année prochaine, allant dans le sens de ce que vous esquissez. En revanche, il sera peu possible de répercu- ter sur les consommateurs les charges supplémentaires qui résultent de cette aide nouvelle, les accords du GATT ne nous le permettant pas; mais cela est une autre histoire, nous au- rons l'occasion de nous en expliquer ultérieurement.
Ueberwiesen - Transmis
89.351
Interpellation Delalay Betriebsschliessung der Raffinerie von Collombey Raffinerie de Collombey. Arrêt de l'exploitation
Wortlaut der Interpellation vom 1. März 1989
Die Raffinerie der Sud-Ouest SA in Collombey, deren gesam- tes Aktienkapital im Besitz der Firma Gatoil ist, hat ihren Be- trieb eingestellt. Die Kosten für die Beförderung des Erdöls mittels der Erdölleitung ab Genua scheinen weit höher zu sein als die vergleichbarer Anlagen. Nachdem Gatoil in der Bun- desrepublik mit Problemen zu kämpfen hatte, haben ausser- dem einige Schweizer Grossbanken am Ende des vergange-
nen Jahres bedeutende Kredite gekündigt, obgleich die Zah- lungsfähigkeit des Raffinerieunternehmens nicht in Frage ge- stellt scheint.
Ist der Bundesrat bereit,
zu prüfen, ob durch die Betriebseinstellung bei einer der beiden Schweizer Raffinerien, welche die Hälfte der Versor- gung sicherstellen, nicht die Erdölversorgung des Landes be- einträchtigt wird?
mit den Beteiligten Verhandlungen aufzunehmen, damit der Betrieb wieder aufgenommen wird und die Arbeitsplätze in der Raffinerie und ihren schweizerischen Partnergesellschaften erhalten bleiben?
in einer Angelegenheit zu intervenieren, die nicht nur von of- fensichtlicher wirtschaftlicher und sozialer Bedeutung, son- dern auch von steuerlichem Interesse für den Bund und die übrigen Gemeinwesen ist?
zu prüfen oder von der Kartellkommission prüfen zu lassen, wieweit diese Betriebseinstellung nicht Folge von handels- beschränkenden Praktiken ist, mit denen die Beherrschung des schweizerischen Erdölmarktes angestrebt wird?
Texte de l'interpellation du 1er mars 1989
La Raffinerie du Sud-Ouest SA à Collombey dont la société Gatoil détient la totalité du capital-actions, a interrompu son exploitation. Le coût du transport du pétrole par oléoduc de- puis Gênes paraît beaucoup plus élevé que celui d'autres ins- tallations analogues. D'autre part, quelques grandes banques suisses ont dénoncé, à la fin de l'année dernière, d'importants crédits à la suite de problèmes rencontrés par Gatoil en Alle- magne, alors que la solvabilité de la société des raffineries ne semble pas en cause.
Le Conseil fédéral est-il prêt à:
examiner si la cessation d'activité d'une des deux rafineries suisses n'est pas préjudiciable à l'approvisionnement du pays alors qu'elles en assurent la moitié?
entreprendre des négociations avec les intéressés en vue de la reprise de l'activité et de garantir le maintien des postes de travail à la raffinerie et dans les sociétés partenaires en Suisse?
intervenir dans une affaire d'intérêt économique et social évident mais aussi d'importance fiscale pour la Confédération et les autres collectivités publiques?
examiner ou faire vérifier par la Commission des cartels dans quelle mesure cette affaire ne résulte pas de pratiques commerciales restrictives en vue de la domination du marché suisse du pétrole?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Cottier, Jelmini, Lauber, Roth (4)
M. Delalay: Lors de la session de mars, j'ai déposé une inter- pellation au sujet de la fermeture, le 9 décembre de l'année dernière, de la Raffinerie du sud-ouest, à Collombey. Au- jourd'hui, la situation a peu évolué, de telle sorte que le pro- blème demeure malheureusement d'actualité.
Je pense utile de rappeler quelques faits. La Raffinerie du sud- ouest à Collombey a été mise en veilleuse à la suite d'un litige au sujet du transport des produits pétroliers bruts en prove- nance de Gênes. Le différend porte sur le prix du transport qui a été maintenu malgré les multiples demandes de réexamen des tarifs. Le niveau du prix du transport du pétrole brut était, avant la fermeture de la raffinerie, de 14 francs par tonne, alors qu'il devrait se situer entre 5 et 7 francs par tonne. Ces tarifs ont mis en péril l'équilibre de l'exploitation de la Raffinerie du sud- ouest et ont fait l'objet d'une demande d'arbitrage qui n'a tou- jours pas vu de décision à ce jour.
A cela il faut ajouter que, par sa situation géographique dis- tante des centres de grande consommation, la Raffinerie du sud-ouest rencontre un handicap économique accentué par la structure des tarifs des Chemins de fer fédéraux. Notre régie fédérale applique une curieuse politique des tarifs qui aug- mentent proportionnellement avec la distance alors qu'ils de- vraient être dégressifs. C'est ainsi que, durant les six dernières années, les transports par chemin de fer en direction de Zurich ont augmenté de 53 pour cent au départ de Collombey, alors
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Anno
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IV
Volume
Volume
Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Ständerat
Conseil
Conseil des Etats
Consiglio
Consiglio degli Stati
Sitzung
03
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
89.530
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 20.09.1989 - 08:00
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Data
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