E 20 juin 1989
346
Postulat Lauber
Ad 88.056
PTT. Voranschlag 1989. Nachtrag I PTT. Budget 1989. Supplément I
Botschaft und Beschlussentwurf vom 19. April 1989 Message et projet d'arrêté du 19 avril 1989 Beschluss des Nationalrates vom 8. Juni 1989 Décision du Conseil national du 8 juin 1989 Bezug bei der Generaldirektion PTT, Viktoriastrasse 21, Bern S'obtiennent auprès de la Direction générale des PTT, Viktoriastrasse 21, Berne
Hefti, Berichterstatter: Es geht um Nachtragskredite von 80 Millionen Franken, wovon 65 Millionen auf Investitionen fallen, und die Kommission beantragt Zustimmung.
Eintreten ist obligatorisch L'entrée en matière est acquise de plein droit
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress, Art. 1-3 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates
Titre et préambule, art. 1-3 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil national
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Beschlussentwurfes
33 Stimmen (Einstimmigkeit)
An den Bundesrat - Au Conseil fédéral
88.901
Postulat Lauber Forschungsprojekt. Thermografische Luftaufnahmen Prises de vue aériennes thermographiques
Wortlaut des Postulates vom 16. Dezember 1988 Der Bundesrat wird ersucht, im Rahmen eines Energiespar- Forschungsprojektes thermografische Luftaufnahmen von der ganzen Schweiz zu machen und die gewonnenen Daten den Kantonen und Gemeinden zur Verfügung zu stellen.
Texte du postulat du 16 décembre 1988
Le Conseil fédéral est prié de faire faire des prises de vue aériennes thermographiques de toute la Suisse, dans le cadre d'un projet de recherche sur les économies d'énergie, et de transmettre les informations ainsi obtenues aux cantons et aux communes.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Cottier, Küchler, Meier Hans, Piller, Reichmuth, Rhinow, Schmid, Villiger, Zimmerli, Zumbühl (10)
Lauber: Es tut mir leid, dass ich Sie heute derart strapazieren muss, ich werde mich dementsprechend kurz fassen. Das Po-
stulat ist bekannt. Es geht um thermographische Luftaufnah- men. Solch thermographische Luftaufnahmen mit einer neu- artigen, sehr leistungsfähigen Generation von Scannern er- weisen sich zunehmend als ein äusserst wirksames Mittel, um die breite Bevölkerung auf der Basis der Freiwilligkeit zu kon- struktivem Handeln im Bereich des Energiesparens zu moti- vieren. Es haben sich beispielsweise in einigen Zürcher Agglo- merationsgemeinden zwischen 25 und 30 Prozent der Hausei- gentümer bereit und interessiert gezeigt, ihr Bild zu beziehen und Gebrauch zu machen von der von Behördenseite ange- botenen Energieberatung. Diese sehr erfreulichen Fakten ver- anlassten mich, mit einem von zehn weiteren Ratsmitgliedern unterschriebenen Postulat die gesamtschweizerische Förde- rung derartiger Motivierungsvorhaben durch den Bund anzu- regen. Entgegen den Bedenken einiger Fachleute erweisen sich thermographische Luftaufnahmen mit den neuartigen, sehr leistungsfähigen Scannern zunehmend als ein äusserst wirksames Instrument, um die breite Bevölkerung in einer Zeit geringerer materieller Anreize auf der Basis der Freiwilligkeit zu konstruktivem Handeln im Bereich der Energieeinsparung zu motiveren. Natürlich ist es heute noch zu früh, die thermo- graphischen Aktivitäten im Raum Zürich und der Agglomera- tion bzw. deren Erfolg abschliessend zu beurteilen. Trotzdem muss man schon heute aufgrund einer nüchternen Würdi- gung der bereits erfolgten Resonanz und der breiten Akzep- tanz in der Bevölkerung feststellen: Bezüglich der Zielsetzung, wirksam zu motivieren und zu einer konstruktiven Sensibilisie- rung beizutragen, ist es der richtige Weg. Die Aktivitäten hinter- lassen markante Spuren. Das Prinzip des phänomenologi- schen Aufzeigens funktioniert. Eine erste provisorische Bilanz ist, so das Fazit der bisherigen Auftraggeber, äusserst positiv. Auch bei derartigen Kampagnen ist das einzige, was zählt, das Kosten-Nutzen-Verhältnis oder einfacher, der Wirkungsgrad. Nach den bisherigen Erfahrungen, die die Auftraggeber mit über 600 000 Einwohnern praktisch gesammelt haben, kann von einem bisher unerreichten Initialisierungseffekt, bezogen zum Aufwand, gesprochen werden. Eine thermographische Ueberfliegung kostet bis rund 5 Franken pro Person respek- tive 10 bis 20 Rappen pro Qaudratmeter Gebäudegrundfläche oder rund 20 bis 30 Franken pro Gebäude. Das entspricht un- gefähr einem halben Prozent der jährlichen Energiekosten. Ueber das bisherige Ausmass hinaus könnte der Wirkungs- grad dieser Aktivitäten durch ein überregionales bzw. gesamt- schweizerisches koordiniertes Vorgehen und durch einen Ausbau der Folgeprogramme nochmals gesteigert werden. Zusätzliche Erleichterungen und Hilfeleistungen wie Gut- scheine oder Beiträge für Grobanalysen und Vorgehensbera- tungen, verbilligte Kredite, Steuervergünstigungen in den Kantonen würden dazu beitragen, die Reichweite der ausgelö- sten Impulse wesentlich zu vergrössern. 1987 ist eine Liste der Projekte «Forschung, Entwicklung und Demonstration im Be- reich der Energie in der Schweiz» vom Bundesamt für Energie- wirtschaft veröffentlicht worden. Das vorgeschlagene For- schungsprojekt thermographischer Luftaufnahmen kann un- ter das Kapitel der rationellen Energienutzung in Gebäuden eingereicht werden.
Der Bund sollte eine Förderung dieser Luftaufnahmen in An- griff nehmen, vor allem, um diese guten Resultate auf die ganze Schweiz auszuweiten.
Ich bitte Sie demzufolge, im Sinne dieses Postulats die Prü- fung dieser Fragen an die Hand zu nehmen.
Bundesrat Ogi: Der Bundesrat ist bereit, dieses Postulat ent- gegenzunehmen. Der Vorstoss, zwar wie eine Motion formu- liert, ist aber als Postulat zu interpretieren.
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat als Prüfungsauftrag ent- gegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
. Schluss der Sitzung um 10.40 Uhr La séance est levée à 10 h 40
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Band
III
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Sommersession
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Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
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Consiglio
Consiglio degli Stati
Sitzung
10
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
Ad 88.056
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
20.06.1989 - 08:00
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346-346
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