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Postulat Huber
utilisée jusqu'ici, pour amorcer des enquêtes complexes in- téressant plusieurs cantons, jusqu'à ce que le for puisse être établi.
Toutefois, le rôle principal de l'office central, c'est-à-dire du Mi- nistère public fédéral consiste non pas à poursuivre mais à fa- ciliter aux cantons l'exercice des poursuites pénales, notam- ment en recueillant, à l'intérieur comme à l'extérieur du pays, toutes les informations utiles pour lutter contre les organisa- tions criminelles internationales qui se livrent au trafic des stupéfiants. La motion Cavadini vise à renforcer la structure existante aussi bien en personnel qualifié qu'en moyens tech- niques modernes. Le Conseil fédéral a d'ailleurs déjà anticipé sur cette motion puisqu'il a, à titre de mesure d'urgence, créé un certain nombre de postes supplémentaires et nous nous en réjouissons.
Cependant, il ne s'agit pas - cela va sans dire, mais cela va peut-être encore mieux en le disant - de prendre prétexte des événements pour prôner la création d'une police fédérale des stupéfiants. Ce serait-là une atteinte à notre fédéralisme. Je saisis cette occasion pour souligner qu'en matière de police et de justice le système actuel a fait ses preuves. Je suis bien placé pour affirmer que la collaboration entre les polices can- tonales est excellente; que la collaboration entre les organes judiciaires l'est tout autant et que l'entraide en matière pénale ne se heurte à aucun obstacle institutionnel, elle ne se heurte qu'à la difficulté naturelle de rassembler des preuves à charge, difficulté qui n'est que la conséquence logique du principe fondamental dans un Etat de droit de la présomption d'inno- cence. Mais ce ne serait pas seulement une atteinte grave à un principe qui fonde notre Etat. Ce serait encore et surtout une atteinte inutile. L'expérience enseigne en effet que, pour qu'une enquête ait des chances de succès, il faut que ceux qui la mènent soient proches du théâtre des opérations, c'est-à- dire connaissent les lieux, les établissements, les quartiers, les personnes, l'organisation sociale et le mode de vie de l'en- droit.
Comme mon ancien collègue Paolo Bernasconi l'a récem- ment déclaré à la NZZ , il serait plus efficace de renforcer les brigades cantonales des stupéfiants là où elles existent, no- tamment en les dotant de spécialistes et de les créer là où elles manqueraient. La balle se trouve dans le camp des cantons. C'est à eux qu'il incombe maintenant d'examiner attentive- ment leurs situations respectives, de dresser l'inventaire de leurs besoins et de se donner les moyens nécessaires. C'est seulement à cette condition-là que le renforcement du Minis- tère public fédéral aura un sens et présentera des garanties de succès.
C'est dans cet esprit que j'apporte un soutien sans réserve à la motion Cavadini. Mais il est évident que ces nouveaux moyens, aussi indispensables soient-ils, ne seront pas suffi- sants pour combattre le crime organisé. Il faudra encore que la norme pénale réprimant le blanchiment de l'argent sale soit adoptée le plus rapidement possible par le Parlement, que le Code pénal soit encore enrichi de dispositions concernant la saisie de l'argent douteux et l'incrimination de l'association de malfaiteurs. Il faudra aussi et surtout un sursaut de civisme de la part de tous ceux qui, en dehors des agents de l'Etat, con- courent à l'établissement des faits réprimés par la loi, car la vertu d'une nation ne se mesure pas seulement à l'excellence de ses lois, ni à l'importance des moyens propres à en assurer l'application, mais encore, à la qualité de ses moeurs.
Bundesrat Koller: Ich bin Ihrer vorberatenden Kommission dankbar für den Antrag, die Motion von Herrn Cavadini zu überweisen. Ich gehe mit der Kommission auch einig, dass zur Realisierung von Punkt 1 und Punkt 2 dieser Motion die gel- tenden Rechtsgrundlagen ausreichen, währenddem es mit grösster Wahrscheinlichkeit nötig sein wird, für die Realisie- rung von Punkt 3 der Motion die ausreichenden Rechtsgrund- lagen erst noch zu schaffen.
Wir müssen diese Motion und auch das nachher zu behan- delnde Postulat von Herrn Ständerat Huber in grösserem Zu- sammenhang einer wirksamen Bekämpfung des internationa- len Drogenhandels und vor allem auch des internationalen or- ganisierten Verbrechens sehen. Der Bundesrat kann hier
doch für sich in Anspruch nehmen, dass er in kurzer Zeit nun bereits sehr viel realisiert hat. Der Bundesrat hat am letzten Montag die Botschaft über zwei neue Strafnormen über Geld- wäscherei und die mangelnde Sorgfalt bei Geldgeschäften verabschiedet, und der Bundesrat hat auch am letzten Montag eine ganz wesentliche Verstärkung der «Zentralstelle zur Be- kämpfung des illegalen Drogenhandels» bei der Bundesan- waltschaft beschlossen. Ich bin davon überzeugt, dass mit diesen beiden Massnahmen, einerseits mit diesen beiden neuen Strafnormen, andererseits mit einer Verstärkung der Zentralstelle, die Schweiz nun doch einen ganz wirksamen Beitrag zur Bekämpfung des internationalen Drogenhandels und des internationalen organisierten Verbrechens leisten kann, und ich bin Ihnen dankbar für Ihre Unterstützung.
Ueberwiesen - Transmis
89.333
Postulat Huber Personelle Aufstockung der «Zentralstelle zur Bekämpfung des illegalen Drogenhandels» im EJPD Accroissement du personnel du service central de lutte contre le commerce illégal de drogue
Wortlaut des Postulates vom 27. Februar 1989
Der Bundesrat wird aufgefordert, unverzüglich die «Zentral- stelle zur Bekämpfung des illegalen Drogenhandels» perso- nell massiv aufzustocken.
Texte du postulat du 27 février 1989
Le Conseil fédéral est prie d'accroître sans délai le personnel du service central de lutte contre le commerce illégal de dro- gue.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Cavelty, Cottier, Danioth, Dobler, Jelmini, Küchler, Lauber, Meier Josi, Reichmuth, Roth, Simmen, Ziegler, Zumbühl (13)
Huber: Ich habe am 27. Februar 1989 - zusammen mit 13 Mit- unterzeichnern - ein Postulat eingereicht, das den Bundesrat auffordert, unverzüglich die «Zentralstelle zur Bekämpfung des illegalen Drogenhandels» personell massiv aufzustocken. Ich habe mich dabei einerseits von den Feststellungen des Berichtes Häfliger leiten lassen, andererseits von der unbe- strittenen Tatsache, dass die Zahl der Drogentoten in der Schweiz stark gestiegen ist, die Drogenkriminalität in all ihren Erscheinungsformen merklich zunimmt, die internationalen Verflechtungen des Handels ebenso manifest sind wie eine gewisse Drehscheibenfunktion der Schweiz. Die Vorgehens- weisen des organisierten Verbrechens im Zusammenhang mit der Drogenkriminalität werden immer raffinierter, die Profite in unvorstellbarem Masse grösser.
Der Bund hat im Bereich der Bekämpfung der Drogenkrimina- lität nur eine beschränkte, aber in Anbetracht der neuen Er- scheinungsformen wesentliche Zuständigkeit. Ich teile die Auffassung, die Herr Béguin zum Ausdruck gebracht hat, dass eine wirksame Arbeit auch auf der Stufe der Kantone, dann aber in Zusammenarbeit zwischen den Kantonen und der Eid- genossenschaft geleistet werden muss.
Nun ist festzustellen, dass im Vergleich zu den Zentralstellen anderer Staaten die schweizerische Zentralstelle mit rund zehn Mitarbeitern äusserst knapp dotiert ist. Die Effizienz des Handelns und die Zusammenarbeit mit ausländischen Stellen verlangen ein Vorgehen, wie das Postulat es vorschlägt.
E 14 juin 1989
280
Confédération et cantons. Répartition des tâches
Ich bin nun in der glücklichen Lage, der Presse entnehmen zu können, dass der Bundesrat am 12. Juni 1989 Sofortmass- nahmen getroffen hat, indem er gewisse Stellen für eine be- schränkte Zeit dieser Amtsstelle zugeteilt hat, und dass er dann mit dem Voranschlag 1990 15 Etatstellen beantragen will. Damit ist das Anliegen des Postulates erfüllt. Der Bundes- rat hat unverzüglich gehandelt. Er hat personell massiv auf- gestockt und damit Fehler der Vergangenheit, die uns in einer Unterlage im Zusammenhang mit der Behandlung der Motion Cavadini aufgezeigt wurden, behoben.
Daher bitte ich Sie, verehrte Kolleginnen und Kollegen, dem Postulat zuzustimmen, und den Bundesrat, das Postulat ent- gegenzunehmen und es nachher zur Abschreibung zu emp- fehlen.
Ich danke dem Departementsvorsteher und dem Bundesrat für das rasche und zielgerichtete Handeln in dieser Materie. Die Kantone, Herr Bundesrat, haben darauf gewartet, weil sie in der Drogenpolitik erhebliche Anstrengungen machen und daher vom Bund verlangen dürfen, dass er seinen Teil zur Lö- sung dieser Materie ebenfalls so wirkungsvoll und effizient wie möglich leistet.
Bundesrat Koller: Der Bundesrat hat in der Tat am letzten Montag die Aufstockung der «Zentralstelle zur Bekämpfung des illegalen Drogenhandels» um 15 Etatstellen - auf neu 22,5 Stellen - bewilligt. Wir werden für die Realisierung dieser Auf- stockung der Zentralstelle allerdings zwei Jahre benötigen, weil solche Spezialisten natürlich nicht leicht zu finden sind. Es mag für Sie auch von einigem Interesse sein, wie die Ver- stärkung der Zentralstelle im einzelnen ausgestaltet werden soll. Die eigene Ermittlungstätigkeit und die Koordinations- funktion müssen noch mindestens um acht zusätzliche Fach- beamte in den drei Gruppen Heroin, Kokain und Cannabis/ psychotrope Substanzen ausgebaut werden. Diese müssen von zwei zusätzlichen Juristen geführt werden. Durch den Bei- zug von mindestens zwei ausgebildeten Bankbeamten bezie- hungsweise Revisoren sollen in einer weiteren Gruppe ein- zelne grössere Betäubungsmittelfinanzierungsfälle und Rechtshilfegesuche mit Drogengeldhintergrund fachgerecht bearbeitet werden können.
Schliesslich soll mit Hilfe neuer EDV-Applikationen ein effizien- teres Informationsauswertungs- und Vermittlungssystem ge- schaffen werden. Von dieser Drogendatenbank sollen vor al- lem die Kantone fahndungsrelevante Informationen für ihre ei- genen Verfahren abrufen können. Die Anstellung zweier EDV- Spezialisten für Aufbau, Entwicklung und Betrieb der Daten- bank ist unerlässlich.
Die soeben beschriebenen Stellen bilden den eigentlichen Er- mittlungs- und Koordinationszweig der Zentralstelle. Einer- seits haben diese Beamte eine bestimmte Anzahl eigener, nach Massgabe der Artikel 29 Absatz 4 Betäubungsmittelge- setz und Artikel 259 des Bundesstrafprozesses eröffneter Er- mittlungen zu führen. Bei diesen Verfahren geht es aus- schliesslich um solche von internationaler Bedeutung, die in direkter Zusammenarbeit mit ausländischen Zentralstellen und in enger Zusammenarbeit mit kantonalen und städtischen Drogengruppen geführt werden.
In zweiter Linie können in grösseren interkantonalen Verfah- ren Koordinationsaufgaben zwischen den beteiligten kanto- nalen oder städtischen Drogengruppen wahrgenommen wer- den.
Eine dritte wichtige Aufgabe liegt darin, wieder vermehrt in en- ger Zusammenarbeit mit der Abteilung «Internationale Rechts- hilfe und Polizeiwesen» (BAP) Rechtshilfeersuchen in Betäu- bungsmittelangelegenheiten, bei denen die Finanzierung von Drogengeschäften im Vordergrund steht, nachzukommen. Die zu diesem Zwecke eingestellten Bankspezialisten wären des weiteren als Unterstützung kleinerer Kantone gedacht, wenn diese - was wiederholt vorgekommen ist - plötzlich Er- mittlungen betreffend die Finanzierung von Drogenhandels- geschäften führen müssten. Der Ermittlungszweig würde zweckmässigerweise und in Anlehnung an ausländische Vor- bilder auf die vier Gruppen Heroin, Kokain, Cannabis/psycho- trope Substanzen und Finanzoperationen unterteilt.
Dieser Ausbau der Zentralstelle - hier möchte ich auf das Vo- tum von Herrn Ständerat Béguin zurückkommen - lässt sich unter dem geltenden Betäubungsmittelgesetz, insbesondere aufgrund von dessen Artikel 29, ohne weiteres realisieren, d. h. er dient also allein der Realisierung bereits bestehender Bundesaufgaben. Es muss daher auch vollständig klar blei- ben, dass auch in Zukunft die Bekämpfung von Widerhandlun- gen gegen das Betäubungsmittelgesetz in erster Linie Auf- gabe und Sache der Kantone ist und bleibt.
Ermittlungsverfahren der personell verstärkten Betäubungs- mittelzentralstelle wären auch zukünftig nach Abschluss des polizeilichen Ermittlungsstadiums und nach Festlegung des Gerichtsstandes den örtlich zuständigen kantonalen Strafun- tersuchungsorganen zur Durchführung des Strafprozesses zu überweisen. Insofern kann ich vor allem Herrn Ständerat Béguin beruhigen: Es besteht keinerlei Absicht, zurzeit eine ei- gentliche Bundesdrogenpolizei zu schaffen, dafür wäre recht- lich ganz klar auch eine Aenderung des Betäubungsmittelge- setzes nötig. Wir sind Ihnen aber dankbar, dass Sie uns diese Verstärkung der Zentralstelle heute ermöglicht haben, denn wir sind davon überzeugt, dass mit dieser Verstärkung der Zentralstelle vor allem die Koordinationsaufgaben des Bun- des im internationalen und im interkantonalen Bereich jetzt erst wieder richtig erfüllt werden können. Ich nehme daher das Postulat gerne entgegen und könnte Ihnen sogar beantragen, der guten Form halber, es als erfüllt auch abzuschreiben.
Ueberwiesen - Transmis
88.039
Bund und Kantone. Aufgabenteilung Zweites Paket
Confédération et cantons. Répartition des tâches. Second train de mesures
Botschaft, Gesetz- und Beschlussentwürfe vom 25. Mai 1988 (BBI II, 1333)
Message, projets de loi et d'arrêté du 25 mai 1988 (FF II, 1293) Beschluss des Ständerates vom 15. Dezember 1988 Décision du Conseil des Etats du 15 décembre 1988
Antrag der Kommission Eintreten auf die Entwürfe 3 bis 8
Proposition de la commission Entrer en matière pour les projets 3 à 8
Rüesch, Berichterstatter: Das zweite Paket Aufgabenteilung Bund und Kantone besteht aus acht Erlassen. Der Bundesrat hat in seiner Botschaft vorgeschlagen, den ersten Erlass, das sogenannte Bundesgesetz über die Genehmigung kantona- ler Erlasse durch den Bund, als erstes Teilpaket des Pakets Nummer 2 vorzuziehen, mit dem Zweck, dieses möglichst rasch in Kraft zu setzen.
Sie sind am 15. Dezember 1988 diesem Antrag gefolgt. Das Gesetz und der Erlass Nummer 1 des Pakets 2 liegen zurzeit beim Nationalrat. Heute unterbreiten wir Ihnen als zweites Teil- paket die Erlasse Nummer 3 bis Nummer 8. Das Hochschul- förderungsgesetz, der Erlass Nummer 2, wird erst in der Win- tersession behandelt werden können. Die Verzögerung ist durch die Aenderung bei der Zuständigkeit im Bundesrat be- dingt. Das Gesetz wurde neu dem Departement des Innern zu- geteilt.
Die Ueberlegungen der Kommission zum Paket als ganzes habe ich Ihnen bereits im Dezember 1988 vorgetragen. Ich verweise auf das Protokoll und verzichte auf Wiederholungen. Die Kommission hat nun die einzelnen Erlasse Nummer 3 bis
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Huber Personelle Aufstockung der "Zentralstelle zur Bekämpfung des illegalen Drogenhandels" im EJPD
Postulat Huber Accroissement du personnel du service central de lutte contre le commerce illégal de drogue
In
Dans
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
In
Jahr
1989
Année
Anno
Band
III
Volume
Volume
Session
Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Ständerat
Conseil
Conseil des Etats
Consiglio
Consiglio degli Stati
Sitzung
07
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 89.333
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 14.06.1989 - 08:00
Date
Data
Seite
279-280
Page
Pagina
Ref. No
20 017 641
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