Eco-balance of packaging materials: Buwal to lead updates

20017529Jurisprudence administrative des autorités fédérales (JAAC)23 juin 1989Other

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

Nabholz asked whether eco-balance analysis should remain the basis for selecting packaging materials, whether the method should be refined, and who should be responsible for current data. The Federal Council answered that eco-balances remain an important tool, but their results depend on technological and operational conditions and therefore require updated base data. It held that the method itself has proven useful, yet the existing datasets must be adapted and expanded. The Council stated that Buwal should lead the work, with ETH Zurich, industry, and Empa contributing, and that future updates should be carried out regularly under Buwal's coordination. The president noted that the interpellant was satisfied.

Regeste Omnilex

Art. 55bis BV; eco-balance studies and allocation of responsibility for updating base data: eco-balances are suitable primarily as instruments for qualitative comparison of products with comparable performance and are not to be treated as absolute, long-term valid numerical values. The method may be maintained where it has proven itself, but the underlying data must be adapted to the current state of technology and environmental protection measures. Further methodological differentiation is possible only if additional boundary conditions and assumptions are expressly fixed, which necessarily increases interpretive complexity. Because the interpretation of eco-balances requires neutral handling of assumptions and conditions, the development, periodic updating, and publication of base data should be coordinated by the competent federal environmental office with the participation of science and industry.

Texte intégral

Interpellation Nabholz

1169

  1. Juni 1989 N

den sollte, dass die SRI Sendungen in russischer Sprache auf- nimmt?

Texte de l'interpellation du 17 mars 1989

Le Conseil fédéral n'est-il pas d'avis qu'en raison des circons- tances et de l'importance politique et économique de la ques- tion il conviendrait d'agir auprès de la Commission de coordi- nation pour la présence de la Suisse à l'étranger (CoCo), afin que la RSI émette le plus rapidement possible en langue russe?

Mitunterzeichner - Cosignataires: Grendelmeier, Leuenber- ger-Solothurn, Mühlemann, Pini, Wiederkehr (5)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 17. Mai 1989

Rapport écrit du Conseil fédéral du 17 mai 1989

Auf dem Gebiet des Kurzwellenradios wird die Präsenz der Schweiz im Ausland durch den Bundesbeschluss vom 21. Juni 1985 geregelt. Dieser überträgt zur Durchführung die Programmseite der Schweizerischen Radio- und Fernseh- gesellschaft (SRG) und die technische Seite der PTT. Artikel 55bis der Bundesverfassung seinerseits garantiert dem Sen- der eine unabhängige Programmwahl und Prioritätenfestset- zung.

Obwohl die Zahl der Auslandschweizer, welche von Sendun- gen in russischer Sprache berührt wären, sehr beschränkt ist, kann sich der Bundesrat im Prinzip dem Wunsch des Interpel- lanten anschliessen, könnten doch solche Programme die In- formation über unser Land fördern und so die Völkerverständi- gung unterstützen.

Einer schnellen Aufnahme von Sendungen in russischer Spra- che stehen jedoch zahlreiche Hindernisse entgegen. Unter den wichtigsten gilt es die Tatsache zu erwähnen, dass die ur- sprünglichen Kriterien, welche dem Bau der von Radio Schweiz International (RSI) benützten technischen Einrichtun- gen zu Grunde lagen, vor allem Sendungen in südlicher, west- licher und nördlicher Richtung vorsahen. Diese Einrichtungen könnten deshalb den Empfang in gleicher Qualität in Richtung Osteuropa nicht gewährleisten. Dazu kommt, dass sie zurzeit durch die existierenden Programme voll ausgelastet sind. Wei- ter gilt es zu erwähnen, dass sich RSI, um Progamme in russi- scher Sprache zu gestalten, gezwungen sähe, das dafür not- wendige Personal zusätzlich einzustellen. Da das zur Verfü- gung stehende Budget überdies vollständig von den laufen- den Aufgaben beansprucht wird, müssten hierzu vom Parla- ment zusätzliche Kredite freigestellt werden. Wegen der ver- schiedenen Probleme, die sich für RSI bei der Ausübung der gegenwärtigen Aufgaben stellen, ist der Bundesrat der An- sicht, dass die Frage zusätzlicher Sendungen ins Ausland so- wie die sich daraus ergebenden technischen Implikationen in die aktuelle parlamentarische Diskussion über das Radio- und Fernsehgesetz einfliessen sollten.

Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates teilweise befriedigt. .

89.312 Interpellation Nabholz Oekobilanz von Packstoffen Bilan écologique des matériaux d'emballage

Wortlaut der Interpellation vom 1. Februar 1989

Bei der Optimierung von Verpackungen zur Verminderung der Umweltbelastungen greifen Ingenieure zum Instrument der Oekobilanz. Es erlaubt, gültige Vergleiche zwischen verschie- denen Lösungsvarianten für ein bestimmtes Verpackungspro- blem anzustellen. Heute ist für die Bilanzierung der Oekodaten für Verpackungen der BUS-Bericht Nr. 24 («Oekobilanzen von Packstoffen», Schriftenreihe Umweltschutz Nr. 24) massge- bend. Er datiert aus dem Jahre 1984 und basiert auf einer von der Empa St. Gallen ausgearbeiteten Studie. In den letzten Jahren fand der Bericht eine erfreuliche Verbreitung, insbe- sondere bei den schweizerischen Grossverteilern. Auch im Ausland stiess er auf grosses Interesse.

Nach fünf Jahren drängt sich eine Ueberprüfung des besag- ten Berichtes, sowohl in bezug auf die Aktualität der darin ent- haltenen Daten wie auch bezüglich einer weiterentwickelten Methodik auf.

Ich frage den Bundesrat an:

  1. Erachtet er die Oekobilanzierung nach wie vor als taugli- ches Instrument zur Auswahl von Packstoffen und zur Opti- mierung von Verpackungssystemen?

  2. Teilt der Bundesrat die Ansicht, dass die Methodik der Oekobilanzierung von Packstoffen aufgrund der praktischen Erfahrungen und Bedürfnisse der Anwender verfeinert und an- gepasst sowie hinsichtlich der Beurteilung ganzer Ver- packungssysteme erweitert werden sollte?

  3. Welche Stelle betrachtet er als dafür zuständig?

  4. Bei wem läge ferner die Zuständigkeit für die fachlich sorg- fältige und unabhängige Erhebung aktueller Daten, die den technischen Innovationen der vergangenen Jahre und dem heutigen Stand der Technik in der Industrie Rechnung trägt? 5. In welcher Art wäre die notwendige kontinuierliche Pflege und Nachführung der Basisdaten in Zukunft sicherzustellen?

Texte de l'interpellation du 1er février 1989

A la recherche d'une organisation des emballages et de la di- minution des charges sur l'environnement, les ingénieurs se servent de la notion de «bilan écologique». Ce concept permet d'établir des comparaisons valables entre les diverses solu- tions possibles à un problème de conditionnement donné. Un document essentiel à ce sujet a été publié par l'Office fédéral de l'environnement sous le titre «Bilan écologique des ma- tériaux d'emballage» (no 24 de la série de publications de cet office sur la protection de l'environnement). Cette publication, qui date de 1984 et se base sur une étude entreprise par le La- boratoire fédéral d'essai des matériaux à Saint-Gall, a été lar- gement diffusée, notamment auprès des grands distributeurs suisses. Il a également suscité un intérêt certain à l'étranger. Cependant, cinq ans plus tard, une révision dudit document s'impose, tant quant à l'actualité des données qu'il renferme que sous le rapport du perfectionnement de la méthode.

C'est pourquoi je pose au Conseil fédéral les questions sui- vantes:

  1. Juge-t-il la méthode du bilan écologique toujours aussi per- tinente quant au choix des matériaux d'emballage et à l'optimi- sation des systèmes de conditionnement?

  2. Est-il d'avis que la méthode d'établissement du bilan écolo- gique des divers matériaux d'emballage devrait être affinée et améliorée, compte tenu des expériences pratiques et des be- soins des utilisateurs, et élargie, de manière à évaluer globale- ment des systèmes de conditionnement intégraux.

  3. Quel est le service ou l'organe compétent en la matière?

  4. Quel serait le service compétent pour la saisie rigoureuse et

63-N

N 23 juin 1989

1170

Interpellation Etique

impartiale des données actuelles sur la base des innovations techniques récentes et du niveau actuel de la technologie in- dustrielle?

  1. Comment assurer à l'avenir la tenue et l'actualisation sys- tématiques des données de base?

Mitunterzeichner - Cosignataires: Büttiker, Gysin, Scheideg- ger (3)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 17. Mai 1989

Rapport écrit du Conseil fédéral du 17 mai 1989

Mit Hilfe von Oekobilanzen lässt sich die Umweltbelastung aus der Produktion, Verwendung und Entsorgung verschiedener Produkte vergleichen. Dazu müssen Oekobilanzen die Bela- stungen von Luft und Abwasser, den Verbrauch von Energie und Rohstoffen sowie die entstehenden Abfallmengen be- rücksichtigen. Die Resultate solcher Studien hängen naturge- mäss stark vom jeweils betrachteten Stand der Produktions- technologie ab. Dieser technische Stand verändert sich lau- fend. So gelang es in den letzten Jahren, durch betriebsin- terne Optimierung den Energieverbrauch bei der Produktion von Gütern deutlich zu senken. Durch die Reinigung von Ab- luft und Abwasser können die massgebenden Emissionen in die Umwelt um mehrere Grössenordnungen gesenkt werden. Dies gilt auch für Entsorgungsanlagen, wo beispielsweise in Kehrichtverbrennungsanlagen durch eine gute Rauchgasrei- nigung bei vielen Schadstoffen mehr als 99 Prozent der früher ermittelten Menge zurückgehalten werden können.

Die seinerzeit von der Empa in Zusammenarbeit mit dem da- maligen Bundesamt für Umweltschutz und der Wirtschaft aus- gearbeiteten Daten über die Oekobilanz einiger Packstoffe müssen deshalb heute überarbeitet werden.

Wegen der grossen Abhängigkeit der Oekobilanzen von be- triebsspezifischen Gegebenheiten sind die Resultate solcher Studien nicht als absolute und für längere Zeit gültige Zahlen- werte zu betrachten. Oekobilanzen werden zweckmässiger- weise primär für qualitative Vergleiche verschiedener Pro- dukte mit vergleichbarer Leistung herangezogen.

  1. Sicher sind Oekobilanzen ein wichtiges Instrument zur Be- urteilung verschiedener Verpackungsvarianten. Das Instru- ment der Oekobilanzen lässt sich aber nicht nur bei Ver- packungen anwenden. Grundsätzlich sind Studien über die Umweltbelastung sowie den Energie- und Rohstoffverbrauch bei der Produktion verschiedener Gebrauchsmaterialien für Konstruktionen, Geräte oder Bauten durchaus denkbar und in vielen Fällen auch sinnvoll.

  2. Die für Oekobilanzen angewandte Methodik hat sich be- währt. Hingegen müssen die für bestimmte Materialien erar- beiteten Basisdaten an den aktuellen Stand der Technologie und der Umweltschutzmassnahmen angepasst werden. Gleichzeitig sind Basisdaten für weitere Materialien und Pack- stoffe zu erheben.

Grundsätzlich sind auch Schritte in die Richtung einer weite- ren Differenzierung denkbar. Dazu müssen allerdings zusätz- liche Randbedingungen und Annahmen festgelegt werden. Damit ergeben sich naturgemäss zusätzliche Interpretations- schwierigkeiten. Plakative Aussagen, wie sie viele Anwender wünschen, sind bei einer komplexeren Methodik noch weni- ger möglich, als dies heute schon der Fall ist.

3./4./5. Die Interpretation von Oekobilanzen verschiedener Herkunft ist ohne genaue Berücksichtigung der verwendeten Randbedingungen und Annahmen nicht möglich. Schon aus diesem Grund ergibt sich die Notwendigkeit, Oekobilanzen durch eine neutrale Stelle ausführen oder bewerten zu lassen. Dies entspricht auch einem häufig von seiten der Privatwirt- schaft geäusserten Wunsch. Deshalb sollte das Erarbeiten von Basisdaten für verschiedene Materialien und das periodi- sche Aktualisieren dieser Daten nach Ansicht des Bundesra- tes unter der Leitung und mit der aktiven Mitarbeit des Bundes- amtes für Umwelt, Wald und Landschaft (Buwal) erfolgen.

Das Buwal hat dem verfahrenstechnischen Institut der ETH Zürich den Auftrag erteilt, die heute vorhandenen Basisdaten an aktuelle Produktionstechnologien anzupassen. Diese Ar- beit soll in Zusammenarbeit mit betroffenen Industriekreisen und zum Teil mit finanzieller Unterstützung der Grossverteiler erfolgen. Dabei wird auch auf Arbeiten und Kenntnisse der Empa zurückgegriffen. Im Interesse einer kontinuierlichen An- passung der Daten und wegen der Notwendigkeit, Randbe- dingungen und Methodik einheitlich festzulegen, wird das Bu- wal in Zukunft im Bereich der Oekobilanzen eine aktivere Rolle übernehmen. Unter seiner Leitung und in seinem Auftrag sol- len diese Basisdaten regelmässig in Zusammenarbeit mit Wis- senschaft und Industrie aktualisiert und publiziert werden. Das Departement des Innern wird prüfen, inwieweit dazu eine per- sonelle Verstärkung der betroffenen Fachabteilung notwendig ist.

Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bundes- rates befriedigt.

89.316

Interpellation Etique Indexierung der AHV-Renten Indexation des rentes AVS

Wortlaut der Interpellation vom 1. Februar 1989

Die AHV-Rentner und ihre Organisationen greifen immer mehr die Indexierung der AHV-Renten an. Dieses System berück- sichtige nicht in ausreichendem Masse die Erhöhung der Krankenkassen-Beiträge, was langsam aber sicher die Kauf- kraft der Rentner schwächen würde.

Was hält der Bundesrat von dieser Kritik?

Ist sie gerechtfertigt, welche Massnahmen gedenkt der Bun- desrat zu ergreifen oder vorzuschlagen, um die Kaufkraft der betroffenen Personen zu erhalten?

Texte de l'interpellation du 1er février 1989

Les rentiers AVS et les organisations qui les représentent s'en prennent de plus en plus au système d'indexation des rentes qui ne prendrait pas suffisamment en compte l'augmentation des cotisations aux caisses-maladie. Il en résulterait une lente dégradation du pouvoir d'achat des rentiers.

Que pense le Conseil fédéral de ces critiques?

Si elles sont justifiées, quelles mesures correctives entend-il prendre ou proposer de manière à sauvegarder le pouvoir d'achat des intéressés?

Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Aubry, Antille, Baggi, Berger, Borel, Cevey, Cotti, Couchepin, Darbellay, Déglise, Dubois, Ducret, Eppenberger Susi, Kohler, Loretan, Martin Paul-René, Meizoz, Müller-Meilen, Paccolat, Perey, Pidoux, Pitteloud, Rohrbasser, Savary-Fribourg, Savary-Vaud, Se- gond, Theubet (28)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 17. Mai 1989

Rapport écrit du Conseil fédéral du 17 mai 1989

Notre système d'indexation des rentes AVS est décrit à l'arti- cle 33ter de la loi fédérale sur l'assurance-vieillesse et survi- vants sous le titre «Adaptation des rentes à l'évolution des sa- laires et des prix». C'est le Conseil fédéral qui décide d'adapter les rentes, en règle générale tous les deux ans pour le début d'une année civile, sur la base d'un indice des salaires et de

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Nabholz Oekobilanz von Packstoffen Interpellation Nabholz Bilan écologique des matériaux d'emballage

In

Dans

In

Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr

1989

Année

Anno

Band

III

Volume

Volume

Session

Sommersession

Session

Session d'été

Sessione

Sessione estiva

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

16

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 89.312

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum

23.06.1989 - 08:00

Date

Data

Seite

1169-1170

Page

Pagina

Ref. No

20 017 529

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Mots-clés

eco-balancepackaging materialsenvironmental assessmentbase datamethodologytechnology updateBuwalneutral authority

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether eco-balance remains a useful tool for selecting packaging materials and optimizing packaging systems.

Solution extraite

Yes. The Federal Council considered eco-balances an important instrument for assessing packaging variants, though mainly for qualitative comparisons of comparable products.

Motifs extraits

Eco-balances compare environmental burdens from production, use, and disposal, but results depend heavily on the technological and operational context and are not absolute long-term values.

Question juridique clé

Whether the methodology for packaging eco-balances should be refined and expanded.

Solution extraite

The existing method has proven itself, but the underlying base data must be updated to current technology and environmental protection measures, and additional materials should be covered.

Motifs extraits

Further differentiation is conceivable, but it requires extra boundary conditions and assumptions, which increase interpretive difficulties.

Question juridique clé

Which authority is responsible for the subject matter and for collecting and maintaining current data.

Solution extraite

Buwal should lead the development, periodic updating, publication, and neutral evaluation of the base data, with active cooperation from science and industry.

Motifs extraits

Because eco-balance interpretation depends on assumptions and boundary conditions, a neutral body is needed; Buwal already commissioned ETH Zurich to update existing data.

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