Strafgesetzbuch und Militärstrafgesetzbuch. Revision
1035
Vierzehnte Sitzung - Quatorzième séance
Donnerstag 22. Juni 1989, Vormittag Jeudi 22 juin 1989, matin
08.00 h
Vorsitz - Présidence: Herr Iten
85.047
Strafgesetzbuch und Militärstrafgesetzbuch. Revision Code pénal et code pénal militaire. Révision
Fortsetzung - Suite
Siehe Seite 720 hiervor - Voir page 720 ci-devant Beschluss des Ständerates vom 15. Juni 1989 Décision du Conseil des Etats du 15 juin 1989
Differenzen - Divergences
Art. 125 Abs. 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 125 al. 2 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats
M. Cotti, rapporteur: Le Conseil des Etats s'est rallié entre au- tres, en conformité à l'article 113, alinéa premier de la loi sur les rapports entre les conseils, à la décision de scinder le pro- jet en deux parties.
Nous avons créé, lors de nos décisions, dix divergences à l'égard du projet adopté par le Conseil des Etats, Chambre prioritaire.
Pour huit cas, le Conseil des Etats s'est rallié au Conseil natio- nal. Il s'agit des articles 119, chiffre 3 (avortement), 122 (ques- tion rédactionnelle du texte allemand), 135 (représentations de violences, deux divergences), 136 (mise à disposition de substances dangereuses aux mineurs), 213 (texte allemand: «Inzest» au lieu de «Blutschande»), 217 (violation d'une obliga- tion d'entretien), 219 (violation du devoir d'assistance ou d'éducation).
Les deux divergences restantes concernent les articles 125, alinéa 2, et 136: lésions corporelles par négligence. D'après le code actuel, l'auteur de telles lésions, si celles-ci sont simples, sera puni sur plainte. S'il s'agit par contre de lésions graves, il sera poursuivi d'office. Le Conseil fédéral propose de biffer l'alinéa 2, ce qui implique que toutes les lésions, simples ou graves, seront poursuivies sur plainte. On considère en parti- culier que les conséquences en cas de lésions par négligence sont souvent dues au hasard et que nous nous trouvons de- vant un délit de résultat. Nous avons donc proposé de biffer du code tous ces délits. Le Conseil national suit le Conseil fédéral, mais pas le Conseil des Etats qui maintient sa décision dans la procédure d'élimination des divergences.
Les arguments du Conseil des Etats sont les suivants: premièrement, les délits de résultat ne sont pas tous éliminés de notre Code pénal. Deuxièmement, il y a trois degrés d'ac- tes contre l'intégrité personnelle et la vie, commis par négli-
gence: a. les lésions corporelles simples; b. les lésions cor- porelles graves; c. l'homicide par négligence.
L'homicide par négligence est punissable d'office, les lésions corporelles simples sur plainte. Entre les deux, il y a les lésions corporelles graves qui conduisent normalement à une invali- dité grave, permanente ou à une situation analogue. Le Con- seil des Etats considère qu'une poursuite d'office est, dans ces cas, justifiée. Le Conseil fédéral, lors du débat sur l'élimi- nation des divergences au Conseil des Etats, suit ce dernier, M. Koller ayant dit: «Wir können auch mit dieser Lösung le- ben.»
La commission vous propose de suivre le Conseil des Etats. Je reviendrai à l'article 136 dans un instant.
Bonny, Berichterstatter: Die Differenzenbereinigung der Vor- lage «Revision Strafgesetzbuch und Militärstrafgesetzbuch» ist zügig vorangeschritten. Wir hatten zum Ständerat zehn Dif- ferenzen. Erfreulicherweise hat sich der Ständerat in acht von zehn Fällen der Auffassung des Nationalrates anschliessen können. Zur Diskussion stehen noch zwei Differenzen, näm- lich Artikel 125 Absatz 2 und Artikel 358ter.
Unsere Kommission ist in beiden Fällen der Meinung, dass wir dem Ständerat beipflichten sollten; eine Minderheit wird sich zu Artikel 358ter äussern. Ich werde mich daher - wie der Kommissionspräsident - zu diesem Artikel noch nicht äus- sern.
Einigkeit herrschte in der Kommission darüber, dass wir bei Artikel 125 Absatz 2 auf die Linie des Ständerats einschwen- ken. Wir hatten beschlossen - mit guten Gründen -, auf der Linie des Bundesrates zu bleiben und den geltenden Text bei der fahrlässigen Körperverletzung zu streichen, der lautet (Ab- satz 2): «Ist die Schädigung schwer, so wird der Täter von Amtes wegen verfolgt.»
Es gab im Rate bereits eine Diskussion zu diesem Punkt. Ich darf daran erinnern, dass Kollege Wanner in einem Minder- heitsantrag die These des Ständerats verfochten hat. Es gibt gute Gründe, die für die ständerätliche Fassung und damit für den damaligen Minderheitsantrag von Herrn Wanner spre- chen. Wenn die Schädigung so schwer ist, dass sich beispiels- weise eine lebenslange Invalidität ergibt, hat die Oeffentlich- keit Mühe zu verstehen, dass das nur ein Antragsdelikt sein soll. Es gibt ferner auch Fälle, wo die Anzeige für den Antrag- steller mit gewissen Problemen verbunden sein kann.
Der Ständerat hat noch darauf hingewiesen, dass es systema- tischer sei, wenn wir die schwere Körperverletzung als Offizial- delikt behandeln, insbesondere auch mit Blick auf die analoge Regelung bei der fahrlässigen Tötung.
Die Kommission ist einstimmig der Meinung, dass wir bei Arti- kel 125 Absatz 2 auf die Linie des Ständerats einschwenken können.
Angenommen - Adopté
Art. 358ter Antrag der Kommission Mehrheit
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Minderheit
(Fankhauser, Bär, Braunschweig, Hafner Ursula, Rechsteiner) Festhalten
Art. 358ter Proposition de la commission Majorité
Adhérer à la décision du Conseil des Etats Minorité
(Fankhauser, Bär, Braunschweig, Hafner Ursula, Rechsteiner) Maintenir
Frau Fankhauser, Sprecherin der Minderheit: Ich bitte Sie, an der Formulierung, die wir früher hier im Plenum verabschiedet haben, festzuhalten. Und zwar zeigt sich, dass wir die Eintre- tensdebatte zum Teil A vermissen. Wir hatten uns in der Dis- kussion auf das Verbot der Brutalos und der Video-Aufnahmen konzentriert und dabei vernachlässigt, dass in diesem Teil A
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N
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des Strafgesetzes doch ganz wesentliche Aenderungen vor- genommen werden.
Wir haben mit dem Artikel 358ter das Berufsgeheimnis sehr stark relativiert. Die Meldung einer Misshandlung liegt jetzt nach der Formulierung von Bundesrat und Ständerat ganz im Ermessen des Geheimnisträgers. Der Geheimnislieferant oder die Geheimnislieferantin ist diesem Ermessen ausgelie- fert. Bereits im Laufe der Kommissionsberatungen hatten sich Kinderärzte an Frau alt Bundesrätin Kopp gewandt, weil sie befürchteten, dass die in den letzten Jahren dank Information und Aufklärung mühsam aufgebaute Vertrauensbasis wieder durchlöchert werde.
Man stelle sich die Situation vor: Eltern haben durch Schläge ihr Kind verletzt. Sie bekommen Angst und wollen zum Arzt. Ist die Sicherheit da, dass sie keine Bestrafung riskieren, ist doch die Chance vorhanden, dass mit Therapie und Beratung eine für das Kind günstige Wende erreicht wird. Ist diese Sicherheit der Nichtbestrafung nicht mehr da, kann es durchaus passie- ren, dass die Eltern mit dem verletzten Kind nicht einmal den Arzt oder eine Beratungsstelle aufsuchen.
So könnte es sein, dass mit einer an sich gutgemeinten Locke- rung des Berufsgeheimnisses dazu beigetragen wird, die Dunkelziffer der misshandelten Kinder zu erhöhen. Genau das wollen wir nicht.
Wir beraten noch immer die Bestimmungen zum Schutz von Leib und Leben. Dabei kämpfen die Praktiker und die Praktike- rinnen vorerst für die Senkung der Dunkelziffer, damit den Op- fern zuerst mit Beratung und Sozialhilfe, an zweiter Stelle mit Massnahmen und zuallerletzt mit Strafmassnahmen geholfen werden kann.
Die von der Kommission und vom Nationalrat verabschiedete Formulierung ist bereits ein Kompromiss. An sich wäre - das gebe ich offen zu - die Streichung von Artikel 358ter die bes- sere Lösung.
Wir haben uns in der Kommission aufgrund eines Vorschlags von Professor Schultz, der als Experte in der Kommission da- bei war, auf die jetzt vorliegende Formulierung geeinigt. Damit wird die Lockerung des Berufsgeheimnisses auf die Fälle ein- geschränkt, in denen dringliches Eingreifen angezeigt ist. Für alle anderen Fälle gilt das übliche Verfahren der Enthebung vom Berufsgeheimnis.
Es ist durchaus möglich, dass Aerzte und Beratungspersonen sehr sorgfältig mit diesem Ermessensspielraum umgehen, das wir Ihnen jetzt geben werden. Trotzdem bleibt die gene- relle Lockerung des Berufsgeheimnisses problematisch.
Wir dürfen - wie es uns die Kinderärzte, allen voran Herr Pro- fessor Zuppinger, empfehlen - die Sicht der Geheimnisliefe- ranten nicht vernachlässigen. Diese Personen müssen wis- sen, wo und unter welchen Umständen sie Vertrauen haben können und wo sie ein Risiko der Weitermeldung ihres Ge- heimnisses eingehen. Sonst -ich erlaube mir, es zu wiederho- len - haben wir dem Kinderschutz, den wir jetzt mit dieser Ge- setzesformulierung anstreben, einen Bärendienst erwiesen. Deshalb bitte ich Sie, meinem Antrag Folge zu leisten, d. h. Sie sollten bei Ihrem letzten Entscheid bleiben.
M. Cotti, rapporteur: L'article 358ter concerne les personnes astreintes au secret professionnel ou de fonction et le droit d'aviser l'autorité tutélaire. Dans la version du Conseil fédéral et du Conseil des Etats, il est précisé que ces personnes peu- vent signaler à l'autorité tutélaire les infractions commises à l'encontre des mineurs, si c'est dans l'intérêt de ces derniers. Quant à la version du Conseil national, elle précise: «si c'est dans l'intérêt des mineurs et si une intervention immédiate s'impose». Pour le Conseil national, s'il n'y a pas d'urgence, la personne astreinte au secret professionnel est tenue de pro- céder selon les termes de l'article 321, chiffre 2 et de deman- der à l'autorité compétente d'être libérée du secret profession- nel. Le Conseil des Etats, considère, quant à lui, que la per- sonne astreinte au secret doit, en tout temps, pouvoir informer l'autorité tutélaire dès que l'intérêt de l'enfant le requiert.
Lors du débat en commission nous avons adopté la limitation concernant l'urgence, comme une locution explicative et complémentaire de l'autre condition, l'intérêt de l'enfant, qui est - selon la commission - prioritaire. Nous n'avons jamais
pensé limiter le droit d'information aux seuls cas d'urgence dans le sens strict du mot. La majorité de la commission n'a donc aucune difficulté à suivre le Conseil des Etats. On as- sure ainsi une importante marge d'évaluation au médecin qui doit pouvoir choisir le moment opportun pour signaler un cas à l'autorité tutélaire. Il doit avoir la possibilité de faire adopter des mesures par cette autorité pour protéger l'en- fant, mais seulement si les circonstances l'exigent et si, en tant que médecin, il constate que le milieu familial ne s'est pas amélioré. Cette position va dans le sens de la proposi- tion de Mme Fankhauser qui veut éviter un abus de la voie directe. Si le médecin craint ne pas pouvoir signaler à la première constatation les faits par une procédure simple, il le fera dès la première constatation, lorsque la tension dans le milieu familial est encore au maximum, même si l'on envi- sage un retour à un climat normal. Les cas signalés seront ainsi beaucoup plus nombreux et bien souvent inutiles. La solution du Conseil des Etats donne toutes les possibilités au médecin. Il peut signaler un cas de mauvais traitement immédiatement, il peut le signaler plus tard ou ne pas le signa- ler du tout.
Vous l'avez dit Madame Fankhauser - c'est vrai - nous n'avons pas beaucoup discuté de cet article en plénum. Toutefois, en commission, nous l'avons étudié à fond. Nous avons décidé d'adopter la limitation aux cas urgents par 6 voix contre 4. La proposition a été longuement discutée et ac- ceptée avec une certaine incertitude. Mais l'article 358ter constitue une innovation importante dans l'intérêt du mineur. Il a été adopté par la commission sans votation. Renoncer maintenant à une mise au point n'enlève rien à sa substance. Il faut que le mineur jouisse de toute la protection nécessaire. La commission vous propose donc de vous rallier au Con- seil des Etats par 9 voix à 4, ce qui permettrait - si vous suivez la commission aujourd'hui - de liquider l'examen de ce chapitre et de procéder demain à la votation finale.
Bonny, Berichterstatter: Wir haben im neuen Strafrecht einen vierten Titel eingeführt «Mitteilung bei strafbaren Handlungen gegenüber Unmündigen». Das ist sicher eine positive Neue- rung, weil dadurch der Schutz der Unmündigen ausgebaut wird.
Im Artikel 358bis wird die Mitteilungspflicht festgelegt, d.h. wann die zuständigen Behörden ein solches Delikt melden müssen. Im jetzt zur Diskussion stehenden Artikel 358ter geht es um das Mitteilungsrecht. Darin wird gesagt, dass die zur Wahrung des Amts- und Berufsgeheimnisses verpflichte- ten Personen - gemeint sind insbesondere die Aerzte - be- rechtigt sind, strafbare Handlungen den vormundschaftlichen Behörden zu melden, wenn dies im Interesse des Unmündi- gen liegt.
Das war die ursprüngliche Fassung des Bundesrates, die vom Ständerat wieder übernommen worden ist.
Wir hatten im Nationalrat noch einen Nachsatz beigefügt, nämlich: « .... wenn sofortiges Eingreifen angezeigt erscheint». Ich glaube nicht, dass es hier um eine grosse Differenz geht, aber es ist sicher richtig, dass wir sie ausdiskutieren, weil es um eine Frage des Amts- und Berufsgeheimnisses geht.
Unsere Kommission hat mit 9 zu 4 Stimmen beschlossen, auf die Linie des Ständerates und des Bundesrates einzu- schwenken, und zwar aus folgenden Gründen:
Wir messen vor allem dem unbestrittenen Begriff, dass die Berechtigung, vom Arztgeheimnis abzuweichen, nur vorhan- den ist, wenn dies «im Interesse des Unmündigen» liegt, grosse Bedeutung zu. Hier ist eine wichtige Sicherung zugun- sten des Arztgeheimnisses eingebaut.
Wenn wir nun sagen « .... wenn sofortiges Eingreifen ange- zeigt erscheint», habe ich gewisse Zweifel, ob diese Version tatsächlich zum Ziel führt, weil sie den Arzt wegen dieses zeitlichen Momentes vielleicht sogar unter einen gewissen Druck stellt. Es ist meines Erachtens durchaus vertretbar, dass man sich darauf beschränkt, zu sagen: «Der Arzt kann dann von seinem Arztgeheimnis abweichen, wenn es im Inter- esse des Unmündigen ist.» Mit der Berücksichtigung der Interessen des Unmündigen ist eine Sicherheit eingebaut, und das sollte eigentlich genügen.
Finanzhaushaltgesetz
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Deshalb beantragt Ihnen die Kommissionsmehrheit, sich auch im Artikel 358ter der Auffassung des Ständerates und des Bundesrates anzuschliessen.
Bundesrat Koller: Es geht vor allem um die Frage, wann ein Arzt, der eine Kindsmisshandlung feststellt, das Recht-ich be- tone, das Recht, nicht die Pflicht - haben soll, die Vormund- schaftsbehörde zu orientieren, damit sie familienrechtliche Massnahmen einleiten kann.
Uns scheint es nun richtig, dass der Arzt diesen Entscheid im wohlverstandenen Interesse des Unmündigen nach seinem pflichtgemässen Ermessen ohne jeglichen zeitlichen Druck treffen kann.
Aus diesem Grund vor allem beantragen wir Ihnen, dem Bun- desrat und dem Ständerat zuzustimmen.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Minderheit Für den Antrag der Mehrheit
41 Stimmen 98 Stimmen
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
88.058
Finanzhaushaltgesetz Loi sur les finances de la Confédération
Fortsetzung - Suite
Siehe Seite 908 hiervor - Voir page 908 ci-devant Beschluss des Ständerates vom 21. Juni 1989 Décision du Conseil des Etats du 21 juin 1989
Differenzen - Divergences
Fehr, Berichterstatter: Nachdem der Ständerat die Vorlage ge- stern erneut beraten hat, verbleiben zwei materielle Differen- zen in drei Artikeln.
Die erste Differenz betrifft die Unterstellung der Eidgenössi- schen Alkoholverwaltung unter dieses Gesetz, also die Arti- kel 1 Absatz 1 und als Konsequenz davon Artikel 36 erster Satz. Unser Rat hat entsprechend dem Antrag Ihrer Kommis- sion in beiden bisherigen Beratungen, trotz Opposition des Bundesrates, diese Unterstellung mit grossem Mehr be- schlossen.
Ebenso einhellig ist der Ständerat zweimal den Ueberlegun- gen des Bundesrates gefolgt, wonach es rechtssystematisch unbefriedigend sei, wenn nur einer von mehreren selbständi- gen Betrieben diesem Gesetz unterstellt werde.
Um die Situation zu deblockieren, beantragt Ihnen die einstim- mige Finanzkommission, dass wir uns - wenn auch mit Be- dauern - in diesem Punkt dem Ständerat anschliessen und so zu einer Einigung beitragen.
M. Frey Claude, rapporteur: Après l'examen par le Conseil des Etats du projet de loi fédérale sur les finances de la Con- fédération, il subsiste en fait deux divergences, la première concernant les articles premier, alinéa premier et 36, alinéa premier. Elle est relative à l'inclusion de la Régie fédérale des alcools dans cette loi. Le Conseil des Etats a décidé par 28 voix contre 6 de maintenir sa position, à savoir biffer notre proposition, c'est-à-dire, ne pas inclure la Régie fédérale des alcools. L'adhésion à la position du Conseil des Etats a été adoptée par la Commission des finances à l'unanimité et cor- respond aussi à l'avis du Conseil fédéral. Nous vous propo- sons donc de nous aligner sur cette position.
Art. 1 Abs. 1 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 1 al. 1 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Art. 36 1. Satz Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 36 1ère phrase Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Art. 38bis Antrag der Kommission Festhalten Proposition de la commission Maintenir
Fehr, Berichterstatter: Diese Bestimmung stand bei der ersten Beratung des Gesetzes in unserem Rat noch nicht zur Diskus- sion. Sie ist erst vom Ständerat mit 26 zu 6 Stimmen eingefügt worden.
Nach ausführlicher Diskussion haben Sie vor einer Woche mit 83 zu 21 Stimmen deutlich beschlossen, dem Ständerat nicht zu folgen. Der Ständerat hat sich gestern mit 23 zu 17 Stim- men, also mit schwächerem Mehr als bei der ersten Beratung, für Festhalten an seinem Beschluss entschieden.
Die einstimmige Finanzkommission beantragt Ihnen, dem Ständerat in diesem Punkt nach wie vor nicht zuzustimmen, an unseren bisherigen Beschlüssen festzuhalten und die Diffe- renz bestehenzulassen.
Die Mehrheit der Kommission hält an der Auffassung fest, hier werde in einem problematischen Verfahren versucht, im fal- schen Gesetz eine diskutable Regelung einzuführen. Dass aber auch die Minderheit der Kommission dem Antrag auf Festhalten an unseren Beschlüssen zustimmen kann, liegt darin begründet, dass die Finanzkommission des Ständerates beschlossen hat, die Einreichung einer Motion zu prüfen, wel- che den Bundesrat einlädt, den eidgenössischen Räten im Rahmen einer Vorlage zur Aenderung des Bundesgesetzes über die SBB Vorschläge für eine vermehrte Mitwirkung des Parlamentes bei der Bewilligung von Verpflichtungskrediten für Infrastrukturinvestitionen zu unterbreiten. Diese Motion soll von der ständerätlichen Kommission im September beraten werden.
Unsere Kommission hält dafür, dass auf diese Weise ein taug- licher Weg gefunden werden kann, um das aufgegriffene An- liegen zu behandeln. Sie hat daher in Aussicht genommen, ih- rerseits an einer nächsten Sitzung die Einreichung einer gleichlautenden Motion zu diskutieren.
Aufgrund der in unserem Rat geführten Diskussion, aber auch weil Aussicht besteht, auf dem Wege über die Einreichung ei- ner Motion eine Einigung mit dem Ständerat zu finden, bean- tragen wir Ihnen, an unseren Beschlüssen festzuhalten.
Der Präsident der standeratlichen Kommission hat mir noch heute vormittag mitgeteilt, dass sich seine Kommission unse- rer Haltung anschliessen werde. Also ist die Hoffnung auf Eini- gung vollauf begründet.
M. Frey Claude, rapporteur: Lors du premier examen par le Conseil des Etats, un article 38bis avait été adopté par 26 voix contre 6. Rappelons qu'il s'agissait de modifier dans la loi sur les finances la loi sur les Chemins de fer fédéraux afin de don- ner à l'Assemblée fédérale la compétence d'approuver le montant de la participation des Chemins de fer fédéraux à la couverture des coûts d'infrastructure et d'accorder les crédits d'engagement. Notre conseil avait refusé cette disposition par 83 voix contre 21. Hier, lors d'un nouvel examen par le Conseil
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Anno
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Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
14
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 85.047
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Datum 22.06.1989 - 08:00
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