E 9 mars 1989
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Marché foncier. Interventions personnelles
A l'encontre de l'initiative on invoque, on l'a entendu tout à l'heure, l'argument qu'une nouvelle discussion sur une solu- tion globale créerait un climat d'insécurité, puisque le pro- blème avait déjà été tranché. Je répondrai que l'insécurité existe surtout chez ces demandeurs d'asile qui attendent depuis de nombreuses années de connaître leur sort futur. Enfin, certains craignent aussi que la solution globale ren- drait la Suisse attrayante pour de nouveaux réfugiés et favoriserait ainsi leur immigration. Nous ne le pensons pas, car seuls les anciens demandeurs d'asile établis depuis de nombreuses années bénéficieraient de ces mesures. Les nouveaux requérants d'asile continueront à être soumis aux prescriptions très strictes de la loi sur l'asile que nous approuvons dans son intégralité.
Pour conclure, la solution globale est-elle une capitulation devant le flot de ces anciens requérants ? Certainement pas. Il s'agit simplement de chercher, au vu de l'insuffisance des moyens appliqués jusqu'à présent, une solution non encore mise en oeuvre. C'est ce que veut l'initiative de notre canton qui a été acceptée par le Conseil d'Etat et approuvée à l'unanimité par le Grand Conseil. Je vous invite dès lors à la soutenir, suivant en cela la Commission des pétitions.
Bundesrat Koller: Die Idee der Globallösung ist seit dem Jahre 1985 sehr intensiv in den eidgenössischen Räten, mit den Kantonen sowie den interessierten Kreisen diskutiert worden. Für den Bundesrat war für seine Stellungnahme neben rechtsstaatlichen Bedenken immer massgeblich, dass sich alle Jahre hindurch eine klare Mehrheit der Kan- tone gegen eine solche Globallösung ausgesprochen hat. Uns schien immer, eine Globallösung würde sich nur reali- sieren lassen, wenn die Kantone zur Mitwirkung bereit wären. Diese Haltung der Kantone wurde das letzte Mal an der Asylkonferenz im November letzten Jahres bestätigt. Der Bundesrat ist der Meinung, dass eine Globallösung heute aus drei Gründen nicht in Frage komme: Erstens lässt sich das humanitäre Anliegen der Globallösung mit der heute gehandhabten individuellen Erledigung der Asylgesu- che besser verwirklichen; zweitens kommt die Idee der Globallösung heute eindeutig zu spät, weil die alten Penden- zen weitgehend abgetragen sind, und drittens würde eine Globallösung nur neue Schwierigkeiten bereiten.
Zunächst zum Grund, dass sich das humanitäre Anliegen mit der individuellen Asylgesucherledigung besser lösen lasse. Bei der Erledigung der alten Asylgesuche befolgen wir heute bewusst eine grosszügige Haltung. Wir verzichten bei langwierigen alten Fällen auch auf zusätzliche Abklärungen. Der Vorteil dieser individuellen Gesuchsbehandlung liegt auch darin, dass wir wirklich in jedem Einzelfall prüfen können, ob allenfalls eine menschliche Härte vorliegen könnte. Zur Beurteilung dieser Frage sind die Kantone, die die Integration dieser Asylgesuchsteller in die örtlichen Ver- hältnisse viel besser beurteilen können als wir, am besten in der Lage.
Dass wir eine grosszügige Haltung bei der Behandlung dieser alten Asylgesuche zeigen, belegt die Zahl der erteilten humanitären Bewilligungen: Im Jahr 1986 haben wir 610 humanitäre Bewilligungen erteilt, im Jahr 1987 deren 892 und im letzten Jahr 2036. Dem humanitären Anliegen kann folglich mit dem von Bundesrat und Parlament beschlosse- nen Weg der individuellen Gesuchserledigung bedeutend besser, gezielter und persönlicher Rechnung getragen werden.
Es kommt dazu - das ist der zweite Grund -, dass heute eine Globallösung zur Abtragung des Pendenzenberges prak- tisch nichts mehr brächte. Glücklicherweise ist es uns im letzten Jahr gelungen, von den alten Pendenzen - Ende 1987 waren es noch 5240 - über die Hälfte abzutragen. Wir sind überzeugt, dass wir in diesem Jahr alle alten Penden- zen, d. h. die vor 1985 eingereichten Asylgesuche, behan- deln können.
Insofern kommt die Idee der Globallösung heute eindeutig zu spät. Im übrigen würde sie uns neue Schwierigkeiten bereiten. Für eine Globallösung wäre bekanntlich eine Revi-
sion des Asylgesetzes nötig, was einen entsprechenden Zeitbedarf zur Folge hätte.
Schliesslich haben auch ausländische Versuche mit Global- lösungen sowohl in europäischen Ländern als auch vor allem in Kanada gezeigt, dass Globallösungen überhaupt nichts Wesentliches zur Problembewältigung beitragen kön- nen. Es kam in allen diesen Ländern nicht zu einer Entspan- nung der Lage, sondern höchstens - wie beispielsweise in Kanada - zu unerwünschten totalen Einreisestopps. Diese ausländischen Erfahrungen zeigen, dass uns eine Globallö- sung nicht weiterführen wird.
Wir werden Ihnen im April den Strategiebericht für eine Asylpolitik der neunziger Jahre unterbreiten. Dort werden neue Möglichkeiten in der Asylpolitik zur Diskussion ge- stellt.
Aus all diesen Gründen beantrage ich Ihnen, der Standesin- itiative des Kantons Freiburg keine Folge zu geben.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Mehrheit Für den Antrag der Minderheit 22 Stimmen
17 Stimmen
88.823
Motion Rhinow Verbesserung der Situation auf dem Bodenmarkt Amélioration de la situation sur le marché foncier
Wortlaut der Motion vom 5. Dezember 1988
Der Bundesrat wird eingeladen, so rasch wie möglich wirk- same und vollzugstaugliche Bestimmungen zur Verbesse- rung der Situation auf dem Bodenmarkt zu erlassen. Diese sollen insbesondere dazu dienen,
das selbstgenutzte Wohneigentum sowie den Wohnungs- bau zu fördern;
die Spekulation zu bekämpfen;
der Baulandhortung entgegenzuwirken;
den Druck institutioneller Anleger auf dem Bodenmarkt zu mildern;
die rechtzeitige Erschliessung der richtig dimensionierten Bauzonen voranzutreiben;
die flächensparende Bauweise und die Erneuerung der bestehenden Bausubstanz zu fördern.
Texte de la motion du 5 décembre 1988
Le Conseil fédéral est invité à adopter aussitôt que possible des dispositions efficaces et faciles à appliquer afin d'amé- liorer la situation sur le marché foncier. Ces dispositions doivent notamment servir:
à encourager la propriété de logements utilisés par les propriétaires, ainsi que la construction de logements;
à combattre la spéculation;
à combattre l'accaparement de terrain à bâtir;
à atténuer la pression exercée sur le marché immobilier par les investissements auxquels procèdent certaines insti- tutions;
à faire progresser à temps l'aménagement de zones de construction convenables;
à encourager la rénovation d'immeubles et un mode de construction permettant de combattre le gaspillage de ter- rain.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Affolter, Béguin, Ducret, Flückiger, Hänsenberger, Hefti, Hunziker, Iten, Jagmetti, Masoni, Rüesch, Schoch, Villiger (13)
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Rhinow Verbesserung der Situation auf dem Bodenmarkt Motion Rhinow Amélioration de la Situation sur le marché foncier
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Dans
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1989
Année
Anno
Band
II
Volume
Volume
Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Ständerat
Conseil
Conseil des Etats
Consiglio
Consiglio degli Stati
Sitzung
07
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 88.823
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
09.03.1989 - 08:00
Date
Data
Seite
102-102
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Pagina
Ref. No
20 017 386
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