E 8 mars 1989
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Postulat Lauber
Restkontingente für Saisonniers und Jahresaufenthalter freizugeben.
Texte de la recommandation du 7 décembre 1988
La situation sur le marché de l'emploi s'est détériorée de façon dramatique, les réserves de main-d'oeuvre indigène étant épuisées. Les secteurs de l'hôtellerie et de la restaura- tion sont les plus sévèrement touchés. Le danger est grand pour notre pays de ne plus pouvoir faire face de manière satisfaisante à la concurrence des pays limitrophes.
C'est pourquoi nous demandons au Conseil fédéral de: - débloquer les contingents encore disponibles de saison- niers et de permis à l'année prévus par l'Ordonnance limi- tant le nombre des étrangers du 6 octobre 1986.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Cavelty, Danioth, Delalay, Küchler, Ziegler, Zumbühl (6)
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Postulat Lauber Saisonniers und Jahresaufenthalter. Restkontingente Saisonniers et permis à l'année. Contingents de réserve
Wortlaut des Postulates vom 8. März 1989
Die Lage auf dem Arbeitsmarkt hat sich dramatisch zuge- spitzt. Der einheimische Arbeitsmarkt ist ausgetrocknet. Ins- besondere betroffen sind Hotellerie und Gastgewerbe. Unser Land läuft grosse Gefahr, dem Konkurrenzdruck der umliegenden Nachbarstaaten nicht mehr genügend stand- zuhalten.
Der Bundesrat wird daher ersucht,
Texte du postulat du 8 mars 1989
La situation sur le marché de l'emploi s'est détériorée de façon dramatique, les réserves de main-d'oeuvre indigène étant épuisées. Les secteurs de l'hôtellerie et de la restaura- tion sont les plus sévèrement touchés. Le danger est grand pour notre pays de ne plus pouvoir faire face de manière satisfaisante à la concurrence des pays limitrophes.
C'est pourquoi nous demandons au Conseil fédéral de:
Lauber: Mit Befriedigung dürfen wir zur Kenntnis nehmen, dass es unserer Wirtschaft gut geht. Eine der Folgen davon ist die fast völlige Austrocknung des Arbeitsmarkts, und ganz betroffen davon sind die Rand- und vor allem auch die Tourismusregionen. Ihre Wirtschaftsstruktur ist zu einem grossen Teil saisonal geprägt. Das gilt für die Landwirt- schaft, das Baugewerbe, den Detailhandel in touristischen Orten, die Tourismusbetriebe allgemein und insbesondere für die Hotellerie und das Gastgewerbe. Ihre Ausrichtung auf die Saisonwirtschaft ist vorab naturbedingt. Mit diesem Standortnachteil müssen die entsprechenden Betriebe fer- tig werden. Sie tun dies u. a. durch die Beschäftigung aus- ländischer Arbeitskräfte, insbesondere Saisonniers.
Die generell angespannte Arbeitsmarktlage erzeugt nun einen Sog der Zentren auf diese Saisonniers, da diese bekanntlich nach viermal 9 Monaten eine Jahresaufenthalts- bewilligung erhalten. Die Saisonbetriebe können vor allem der Lohnkonkurrenz ganzjährig ausgerichteter Betriebe
nicht standhalten. Das ist eine Seite. Die andere Seite wird durch die in den letzten Jahren verfügten Einschränkungen in der Zuteilung ausländischer Arbeitskräfte, in der Verkür- zung der Arbeitszeit, im Ausbau des Ferienanspruchs, in der Einführung der 5-Tage-Woche und so fort geprägt. Diesem Druck von zwei Seiten sind die Saisonbetriebe stark ausge- setzt, so sehr, dass viele von ihnen ernsthaft in ihrer Existenz gefährdet sind.
An einigen Beispielen möchte ich die Situation etwas erläu- tern.
Landwirtschaft: Der Prozess der Strukturbereinigung geht unvermindert weiter. Da der einheimische Nachwuchs nur noch zu einem bescheidenen Teil die jährlichen Abgänge zu kompensieren vermag, sind viele Betriebe auf die Beschäfti- gung von Saisonniers angewiesen. Dies gilt in der Milch- und Viehwirtschaft, dies gilt aber noch viel mehr bei den Intensivkulturen, d. h. im Gemüse- und Früchtebau. Sobald die Saisonniers dann eine Jahresaufenthaltsbewilligung erhalten, wandern sie in attraktivere Branchen ab. Sie müs- sen durch neue Saisonniers ersetzt werden, und da schaffen die beschränkten Kontingente erhebliche Probleme.
Baugewerbe: Die starke Nachfrage nach Bauleistungen sowohl vom privaten Wohnungsbau als auch die Investi- tionstätigkeit von Industrie und Gewerbe, aber auch der öffentlichen Hand, hat die Arbeitsmarktlage drastisch ver- schärft, zumal die Abwanderung in die Industrie, in die Betriebe der öffentlichen Hand usw. noch zugenommen hat. Vielen Betrieben bleibt so nur der Rückgriff auf ausländi- sche Arbeitskräfte. Wenn nun aber nicht genügend Kontin- gente zur Verfügung stehen, ist mit negativen arbeitsmarktli- chen und sozialen Konsequenzen zu rechnen: Anstellung von Arbeitskräften ohne Bewilligung, Samstagarbeit und Ueberstunden, Verschlechterung des Arbeitsklimas, Erhö- hung sozialer Konflikte usw. Diesen Entwicklungen entge- genzusteuern ist dann sehr schwierig.
Tourismus: Besonders betroffen von der verschärften Lage ist der Tourismus, und da vor allem die Hotellerie und das Gastgewerbe. Hier fehlen gemäss Schweizerischem Frem- denverkehrsverband gegenwärtig etwa 15 000 Mitarbeiter/ innen. Die Tourismusbranche hängt seit längerem stark von Ausländern ab. Alle Bemühungen der Verbände, mehr Schweizer für touristische und gastgewerbliche Berufe zu gewinnen, haben leider nicht die gewünschten Erfolge gebracht. Der Tourismus ist weiterhin dringend und sogar vermehrt auf ausländisches Personal, vorab Saisonperso- nal, angewiesen. Nach wie vor werden Bemühungen zur Saisonverlängerung unternommen, und vor allem schlagen nun der Ausbau des Ferienanspruches und die Einführung der Fünftagewoche voll durch. Diesen Einschränkungen der verfügbaren Arbeitskraft steht die dringende Notwendigkeit einer qualitativen Verbesserung des Angebots gegenüber. Diese hängt aber entscheidend davon ab, dass die Angebote in der Leistung auch vollumfänglich erbracht werden kön- nen. Die Bemühungen des Tourismus zur stärkeren Ausla- stung ihrer Kapazitäten über erhöhte Marketinganstrengun- gen haben bekanntlich zwei Operationsachsen: Die eine besteht darin, Gäste zu holen; das tut die Werbung, indem sie das touristische Angebot anpreist. Die zweite besteht in den Bemühungen, die Gäste auch zu halten. Dies bedeutet: das angepriesene Angebot muss auch erbracht werden, qualitativ und in einem guten Preis-/Leistungsverhältnis. Mangels verfügbarem einheimischem Personal kann der Tourismus seine quantitative und vor allem seine qualitative Leistungsbereitschaft nur aufrechterhalten, wenn er weitere ausländische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rekrutieren kann.
Ein konkretes Beispiel soll Ihnen die kritische Lage veran- schaulichen. In mehreren Kurorten - in Graubünden, im Wallis, im Berner Oberland - haben im vergangenen Sep- tember und Oktober Hotelbetriebe geschlossen, weil sie - aufgrund der Bewilligungsdauer von Kurzaufenthaltern und der zweifach zählenden Kontingente für Saisonniers, welche sowohl in der Sommer- als auch in der Wintersaison beschäftigt werden - ihr ausländisches Personal entlassen mussten. Ein solcher Zustand ist schlichtweg unhaltbar. Er
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Postulat Lauber
kann auch nicht mit einem notwendigen Strukturwandel in Verbindung gebracht werden. Ein solcher muss von der Nachfrage her erfolgen und darf nicht durch eine politische Verknappung der Versorgung mit Arbeitskräften gesteuert werden. Bereits heute ist es nicht mehr möglich, den Touris- musbetrieben für die Sommersaison die im letzten Jahr zugestandenen Kontingentseinheiten wiederum zuzuleiten. Die Bemühungen der Branche zur Wiederbelebung und zur Verlängerung der Sommersaison werden so stark behindert. Die Hilfe, die der Bund mit seinen Beiträgen an die Landes- werbung, an die Hotelerneuerung und die Verbesserung des Infrastrukturangebotes leistet, für die die Tourismuswirt- schaft sehr dankbar ist, wird durch die Arbeitsmarktpolitik in Frage gestellt, mehr noch, ihr wird sogar entgegengewirkt. Diese Probleme müssen entschärft und einer Lösung zuge- führt werden. Kurzfristig ist dies für die kommende Sommer- saison möglich, indem die in der Verordnung vom 6. Okto- ber 1986 über die Begrenzung der Zahl der Ausländer noch vorgesehenen Restkontingente für Saisonniers und Jahres- aufenthalter freigegeben werden. Darüber hinaus drängen sich aber noch weitere Massnahmen auf. Dazu gehören: eine Erhöhung der dem Gastgewerbe zugesprochenen ein- jährigen Kurzaufenthalter-Einheiten, insbesondere für Prak- tikanten; eine Erhöhung der Bewilligungsdauer von Kurz- aufenthaltern von drei auf vier Monate und ergänzend dazu eine flexiblere Regelung der Karenzfrist; eine Anrechnung nur eines Kontingentes statt wie bisher zwei für den glei- chen Saisonnier, wenn er oder sie während der Sommer- und Wintersaison im gleichen gastgewerblichen Betrieb weilt, dies mit obligatorischer An- und Abmeldung in der Zwischensaison. Diese Aenderung hätte allerdings ohne Kürzung der entsprechenen Saisonnierkontingente zu er- folgen.
Diese Forderungen gehen über das Postulat hinaus. Sie entsprechen aber denjenigen, welche ebenfalls der Schwei- zerische Fremdenverkehrsverband an den Bundesrat ge- richtet hat, und sie decken sich auch mit der Eingabe von 15 Tourismuskantonen unseres Landes an den Bundesrat. Aufgrund der Problemlage, wie ich sie zu skizzieren ver- sucht habe, ist die Angelegenheit sachlich und zeitlich dringlich, und im Namen aller Betroffenen ersuche ich den Bundesrat, kurzfristig dem Begehren dieses Postulates stattzugeben.
Ich bin Ihnen eine Erklärung schuldig. Traktandiert ist eine Empfehlung. Wir haben gegenwärtig hinsichtlich des parla- mentarischen Instrumentes der Empfehlung zwischen Geschäftsverkehrsgesetz einerseits und Geschäftsregle- ment des Ständerates andererseits eine Differenz. Das defi- nitive Schicksal der Empfehlung ist noch nicht besiegelt; unser Rat tendiert eher gegen die Empfehlung. Ich habe mich daher, im Einverständnis mit dem Büro und im Einver- ständnis mit Herrn Bundesrat Delamuraz, bereit erklärt, diese Empfehlung in Form eines Postulates einzubringen. Der Ihnen ausgeteilte Text ist vollkommen identisch. Ich möchte Sie bitten, dieses Postulat zu überweisen.
Empfehlung zurückgezogen zugunsten des Postulates Recommandation retirée en faveur du postulat
M. Delamuraz, président de la Confédération: J'aimerais rendre un hommage vibrant à l'esprit de pionnier de M. Lau- ber. En effet, il est le deuxième d'entre vous, le premier étant M. Flückiger, à s'être risqué à utiliser cette arme nouvelle qu'est la recommandation. Je pense que cela ne lui arrivera pas deux fois.
En effet, nous avons constaté, à notre grand désarroi, que le texte d'un postulat au Conseil national, qui avait la même intention et la même volonté que la recommandation de M. Lauber, pouvait être accepté mais que sous forme de recommandation; nous ne pouvons en faire de même dans la mesure où il nous liait à une mesure directe et à une disposition très déterminée dans son texte et nous appre- nions, du même coup, que l'on ne pouvait pas transformer une recommandation en postulat. Il ne nous est donc plus resté comme solution que de déposer un postulat qui vient
d'être développé par M. Lauber, et dont le contenu nous préoccupe.
Le problème de la main-d'oeuvre étrangère en Suisse est préoccupant au moins à deux titres: quant au nombre total des étrangers que nous voulons admettre après la décision populaire de décembre et, ensuite quant aux différentes catégories que doit constituer cette main-d'oeuvre. Je vous ai dit combien de nouveaux besoins surgissaient dans cer- tains domaines de haute spécialité, notamment dans le secteur tertiaire et combien, parallèlement, la pression des milieux hospitaliers, du tourisme, de la restauration et de l'hôtellerie s'accroissait également.
C'est dire que le Conseil fédéral est placé devant la quadra- ture du cercle. Trouvera-t-il comme solution celle que vous proposez ou bien celle que vous proposez combinée avec d'autres? Il est en pleine réflexion. Dans quelques jours, je recevrai la Conférence des directeurs cantonaux de l'écono- mie publique, car je désire trouver des solutions en coopéra- tion avec l'ensemble des cantons. C'est vous dire que j'ac- cepte votre postulat et que le Conseil fédéral l'étudiera minutieusement, dans des délais très brefs, car il devra prendre des décisions en juin prochain déjà, pour la nou- velle période administrative.
Le président: Je vous informe que le bureau qui, comme vous, a reçu le postulat ce matin, a décidé de le traiter immédiatement.
Cavelty: Ich möchte den Ausführungen von Herrn Lauber ausdrücklich zustimmen und Herrn Bundespräsident Dela- muraz für sein Verständnis danken. Ich spreche auch in meiner Eigenschaft als Präsident des Verkehrsvereins Grau- bünden und kann aus Erfahrung sagen, dass alles, was Herr Lauber gesagt hat, richtig ist. In unserer Saison-Hotellerie fehlen zahlreiche Saisonniers, ohne die wir keinen konkur- renzfähigen Tourismus betreiben können.
Warum brauchen wir mehr Saisonniers? Herr Lauber hat es gesagt: Die Arbeitszeitverkürzung ist schuld daran, die ver- mehrten Ferien, die man vorgeschrieben hat, und dann auch die Zunahme an Logiernächten, worüber wir eigentlich froh sind. Im Tourismus ist es so, dass man entweder genug Personal hat oder die Betriebe schliessen muss. Halbheiten akzeptiert der Gast nicht. Das wissen Sie auch aus eigener Erfahrung als Gast. Bei uns hat es im vergangenen Jahr einige Hotels gegeben, die wegen Personalmangels nicht öffnen konnten oder frühzeitig schliessen mussten. Wir brauchen dringend genügend Saisonniers - mehr Saison- niers, als wir jetzt bekommen, Saisonniers, einfache Men- schen, die gerne bei uns arbeiten. Wir können sie nicht durch Automaten ersetzen wie in anderen Branchen der Wirtschaft.
Wir haben für viele Arbeiten im Tourismus nicht genügend einheimische Kräfte. Es wäre falsch und im übrigen auch nicht besonders menschenfreundlich, wenn man nur noch hochspezialisierte Ausländer über unsere Grenzen liesse. Ich möchte das Departement bitten, die entsprechenden Aussagen etwas zu modifizieren. Gerade im Tourismus sind uns auch einfache Mitmenschen sehr willkommen. In vielen Fällen können sie sich bei uns auch weiterbilden, um später im eigenen Land eine eigene Existenz aufzubauen. So machen es übrigens unsere Schweizer im Ausland.
Herr Lauber verlangt in seinem Postulat die Freigabe der Restkontingente.
Ich stimme ihm voll zu. In seinen heutigen Ausführungen hat er zu Recht noch weitere Massnahmen verlangt. Wichtig wäre vor allem die Verlängerung der Kurzaufenthalte von drei Monaten auf vier Monate. Ich habe diese Massnahmen schon vor einem halben Jahr verlangt und vom Bundesrat einen Korb bekommen. Ich hoffe, er komme auf diese Entscheidung nächstens wieder zurück. Damit belastet er die Ausländerstatistik keineswegs. Eine weitere Massnahme - Herr Lauber hat sie ebenfalls erwähnt - ist, jene Saison- niers, die bei uns beide Saisons arbeiten und dazwischen wieder heimgehen, nur einmal pro Jahr zu rechnen anstatt zweimal, wie dies praktiziert wird. Eine solche Doppelzäh-
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Interpellation Jelmini
lung ist unseres Erachtens falsch, weil sie ein falsches Bild über die Zahl der Ausländer in der Schweiz ergibt und damit niemandem hilft.
Alle diese Begehren sind dem Bundesrat - wie gesagt - nicht neu. Sie sind auch von der Regierung des Kantons Graubünden immer wieder geltend gemacht worden.
In Uebereinstimmung mit Herrn Lauber nutze ich die Gele- genheit, den Bundesrat zu bitten, diese Begehren wohlwol- lend und rasch zu prüfen und gutzuheissen. Gegenwärtig gibt es fast kein Thema, das nicht mit der EG 1992 in Beziehung gebracht werden kann. So auch dieses. Wenn wir europafähig bleiben wollen, müssen wir unsere Haupt- trümpfe - und so einer ist der Tourismus - richtig ausspie- len. Wir müssen uns so vorbereiten, dass wir auch in einer späteren grösseren Konkurrenz konkurrenzfähig sind, und dazu braucht der Tourismus vor allem genügend Personal und der Saisontourismus genügend Saisonniers.
Postulat überwiesen - Postulat transmis
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Interpellation Jelmini Weiterbildung Interpellanza Jelmini Perfezionamento professionale Interpellation Jelmini Perfectionnement professionnel
Wortlaut der Interpellation vom 15. Dezember 1988
Seit einigen Monaten wird in der Oeffentlichkeit immer wieder von der Weiterbildungsoffensive des Bundes und des Biga gesprochen. Der zunehmende Sachkräftemangel in unserer Wirtschaft macht es dringlich notwendig, dass in diesem Bereich schnell und zielgerichtet gehandelt wird. Wann gedenkt der Bundesrat mit konkreten Massnahmen ans Parlament zu treten?
Testo dell'interpellanza del 15 dicembre 1988
Da alcuni mesi nella pubblica opinione si parla sovente di una «offensive» della Confederazione e dell'OFIAMT per il perfezionamento professionale.
La crescente carenza di mano d'opera qualificata nella nostra economia esige urgentamente interventi rapidi e appropriati in questo ambito. Si chiede al Consiglio federale se e quando intende pro- porre al Parlamento concreti provvedimenti.
Texte de l'interpellation du 15 décembre 1988
Depuis plusieurs mois, l'opinion publique fait souvent état d'une «offensive» de la Confédération et de l'OFIAMT en faveur du perfectionnement professionnel. Or, le manque croissant de main-d'oeuvre qualifiée dans notre économie exige de toute urgence des interventions adéquates dans ce secteur.
Je prie le Conseil fédéral de dire si et quand il a l'intention de proposer au Parlement des mesures appropriées.
M. Jelmini: Au cours de ces derniers mois, les difficultés sur le marché du travail suisse ont fortement augmenté. On sait que de nombreux emplois ne peuvent plus être repourvus et que la part des entreprises faisant état d'un manque de personnel ne cesse d'augmenter. D'après les données les plus récentes, nous savons aussi que, durant le troisième trimestre de 1988, presque 50 pour cent des entreprises recensées par la statistique de l'emploi ont déclaré manquer de personnel qualifié, presque 20 pour cent, de personnel peu qualifié, et 10 pour cent, de main-d'oeuvre non quali- fiée.
A cette situation momentanée, il convient toutefois d'ajouter trois réflexions à long terme: premièrement, d'après les scénarios démographiques de l'Office fédéral de statisti- ques, notre économie dispose de toujours moins de per- sonnes pouvant exercer une activité lucrative. On prévoit que, d'ici à l'an 2010, le groupe d'âge de 0 à 19 ans dimi- nuera de 180 000 unités, celui des personnes âgées de 20 à 39 ans, de 230 000 unités. En revanche, le groupe de per- sonnes âgées de 40 à 64 ans augmentera de plus d'un demi million. Quant aux personnes âgées de plus de 65 ans, leur nombre augmentera de 300 000 unités. Ce vieillissement croissant de notre population fait d'ores et déjà sentir ses effets sur le marché de l'emploi. Beaucoup de branches ont de la peine à recruter suffisamment d'apprentis, et on se demande si le potentiel constitué par les travailleurs d'un certain âge ne devrait pas être mieux utilisé.
Deuxièmement, dans la perspective de la réalisation du marché intérieur européen dont il a été question ce matin lors du débat sur la politique économique extérieure, il faut notamment s'attendre à une intensification de la concur- rence internationale. L'issue de cette lutte concurrentielle dépendra en partie de la capacité d'innovation des entre- prises et de la créativité de leurs collaborateurs.
Enfin, la rapidité des mutations technologiques et le carac- tère toujours plus éphémère du savoir acquis appellent, l'une et l'autre, des mesures de stimulation dans le domaine de la formation continue et du perfectionnement profes- sionel.
Compte tenu de cette situation et du fait que nous ne pouvons pas simplement remédier à cette pénurie par le biais de notre politique à l'égard des étrangers, les éléments d'un projet offensif pour le perfectionnement, présentés jusqu'ici à l'opinion public de manière fragmentaire, parais- sent judicieux. Il importe de corriger constamment et dans une perspective à long terme les déséquilibres de qualifica- tion de nos collaborateurs. J'estime que la responsabilité du renforcement de la formation continue et du perfectionne- ment n'incombe pas seulement à l'Etat. L'offensive pour le perfectionnement doit être une action commune, menée à bien par tous les milieux intéressés: la Confédération, les cantons, l'économie privée, les entreprises, les associations professionnelles, les syndicats, les écoles publiques et pri- vées. Mais il ne faut pas oublier qu'un point essentiel est celui de la motivation des travailleurs à parfaire leur forma- tion.
La Confédération a déjà donné de nombreuses impulsions et déployé beaucoup d'efforts en vertu de la loi sur la formation professionnelle. Dans le cadre des mesures spé- ciales envisagées, elle devrait renforcer cet encouragement et accélérer le développement dans ce domaine. Il est sur- tout nécessaire d'agir rapidement, et je suis persuadé que le Conseil fédéral s'en rend compte. Je prie donc son prési- dent de m'informer sur les intentions et les procédures envisagées dans ce domaine.
M. Delamuraz, président de la Confédération: Le diagnostic de M. Jelmini est rigoureux et le Conseil fédéral y souscrit totalement.
Nous sommes en présence d'une situation qui est préoccu- pante parce que l'une des conditions-cadres que la Suisse a toujours pu annoncer comme une carte de visite d'efficacité et de capacité concurrentielle - la qualité et le nombre suffisant de sa main-d'oeuvre dans l'ensemble des secteurs de l'activité du monde du travail - n'est plus tout à fait réalisée aujourd'hui. Certes, pour l'essentiel, nous avons toujours le privilège de pouvoir disposer d'une main-d'oeu- vre bien formée, au courant des techniques et de leurs évolutions, et qui, par la qualité et l'inspiration de son travail, nous permet de nous situer au-dessus de nos concurrents. Mais il y a notamment des domaines et des types d'emploi nouveaux, nés des nouvelles technologies, où la formation a . du retard, où, par conséquent, le nombre de ceux que l'on attend pour remplir de nouveaux types d'emploi - en infor- matique, dans les secteurs tertiaire ou secondaire - est insuffisant. Dès lors, si nous ne voulons pas sacrifier tel ou
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Ständerat
Conseil
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Consiglio
Consiglio degli Stati
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Datum
08.03.1989 - 08:00
Date
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