Motion Hafner Ursula
1908
N
16 décembre 1988
sitions générales du code pénal, même s'il ne s'agit pas des questions les plus brûlantes à résoudre lors d'une révision du droit pénal. L'abandon de la notion de «réclusion» au profit de celle d'«emprisonnement», ou les rapports entre le crime et le délit par exemple, ont plus d'importance. Toutes ces questions sont en ce moment à l'étude dans l'adminis- tration, tandis que certaines propositions, comme la semi- détention par exemple, ont été déjà réalisées par la législa- tion en vigueur dans les cantons.
Antrag der Kommission
Die Kommission beantragt dem Nationalrat einstimmig, ana- log zum Ständerat, der Standesinitiative Folge zu geben und die Initiative dem Bundesrat zum Bericht und Antrag zu übergeben; diese sind dem Parlament im Zusammenhang mit der vorgesehenen Revision des Allgemeinen Teils des Strafgesetzbuches zu unterbreiten.
Proposition de la commission
La commission propose à l'unanimité au Conseil national, analogue au Conseil des Etats, de donner suite à l'initiative du canton et de transmettre l'initiative au Conseil fédéral pour rapport et propositions; ces dernières devront être soumises au Parlement dans le cadre de la révision envisa- gée des dispositions générales du code pénal.
Präsident: Die Kommission beantragt einstimmig, der Stan- desinitiative Folge zu geben. Ein anderer Antrag ist nicht gestellt.
Zustimmung - Adhésion
An den Bundesrat - Au Conseil fédéral
88.014
Krankenkassen-Initiative (Fristverlängerung) Initiative des caisses-maladie (Prorogation du délai)
Antrag der Kommission Die Frist zur Behandlung der Volksinitiative «für eine finan- ziell tragbare Krankenversicherung» wird gestützt auf Arti- kel 27 Absatz 5bis des Geschäftsverkehrsgesetzes um ein Jahr, bis zum 29. April 1990, verlängert.
Schriftliche Begründung der Kommission
Die Volksinitiative «für eine finanziell tragbare Kranken- versicherung» wurde am 30. April 1985 in der Form eines ausgearbeiteten Entwurfs eingereicht. Gemäss Artikel 27 Absatz 1 des Geschäftsverkehrsgesetzes (GVG) hat die Bun- desversammlung innert vier Jahren Beschluss zu fassen, ob sie der Initiative zustimmt oder nicht. Diese Frist würde am 29. April 1989 ablaufen.
Die Bundesversammlung kann jedoch diese Frist um ein Jahr verlängern, «wenn mindestens ein Rat über einen Gegenentwurf oder einen mit der Volksinitiative eng zusam- menhängenden Erlass Beschluss gefasst hat» (Art. 27 Abs. 5bis GVG).
Der Ständerat hat am 14. Dezember 1988 einen indirekten Gegenvorschlag zur Volksinitiative gutgeheissen. Die Kom- mission beantragt, von der Möglichkeit der Fristverlänge- rung Gebrauch zu machen, um dem Nationalrat eine ange- messene Frist zur Beratung von Initiative und Gegenvor- schlag einzuräumen.
Proposition de la commission
Le délai fixé pour l'examen de l'initiative populaire «pour une assurance-maladie financièrement supportable» est prorogé d'un an, soit jusqu'au 29 avril 1990, en vertu de l'article 27, alinéa 5bis, de la loi sur les rapports entre les conseils.
Développement par écrit de la commission
L'initiative populaire «pour une assurance-maladie finan- cièrement supportable» a été déposée le 30 avril 1985 sous forme de projet rédigé de toutes pièces. Selon l'article 27, 1er alinéa, de la loi sur les rapports entre les conseils (LRC), l'Assemblée fédérale est tenue, dans un délai de quatre ans à compter du jour où l'initiative a été déposée, de décider si elle l'approuve ou non. Le délai en question arrivera à échéance le 29 avril 1989.
Cependant, l'Assemblée fédérale peut proroger le délai d'un an «si, l'un des conseils au moins a pris une décision sur un contre-projet ou sur un acte législatif qui a un rapport étroit avec l'initiative populaire.» (Art. 27 al. 5bis, L.RC).
Le Conseil des Etats a accepté le 14 décembre 1988 un contre-projet indirect à l'initiative populaire. La commission propose qu'on fasse usage de la possibilité de proroger le délai, aux fins d'accorder au Conseil national un délai rai- sonnable lui permettant d'examiner l'initiative et le contre- projet.
Präsident: Die Kommission zur Vorberatung der Volksinitia- tive «für eine finanziell tragbare Krankenversicherung» stellt Antrag, gestützt auf Artikel 27 Absatz 5bis des Geschäftsver- kehrsgesetzes, die Frist der Behandlung um ein Jahr, bis zum 29. April 1990, zu verlängern.
Ein anderer Antrag ist nicht gestellt.
Zustimmung - Adhésion
Präsident: Wir behandeln jetzt die persönlichen Vorstösse gemäss separater grauer Liste.
88.715 Motion Hafner Ursula Erwerbsersatzordnung. Revision Régime des allocations pour perte de gain. Révision
Wortlaut der Motion vom 28. September 1988 Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament eine Aende- rung der Erwerbsersatzordnung für Wehr- und Zivilschutz- pflichtige in folgendem Sinne vorzulegen:
Wenn durch die Dienstleistung dem Ehepartner eines/einer Dienstpflichtigen ein Erwerbsausfall entsteht, weil der Ehe- partner Kinderbetreuungsfunktionen übernimmt, die sonst vom/von der Dienstpflichtigen wahrgenommen werden, ist der so entstandene Erwerbsausfall des Ehepartners auch zu entschädigen.
Texte de la motion du 28 septembre 1988
Le Conseil fédéral est chargé de présenter au Parlement un projet de modification du Règlement sur les allocations pour perte de gain en faveur des personnes astreintes au service militaire ou à la protection civile; cette modification visera le but suivant:
Si le conjoint d'une personne astreinte au service subit une perte de gain parce qu'il doit, pendant la durée de ce service, se charger de la garde des enfants qui serait sinon assurée par la personne astreinte au service, la perte de gain subie par ledit conjoint doit également être compensée par une allocation.
1909
Motion Longet
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann, Aubry, Bär, Bäumlin Ursula, Béguelin, Bircher, Bodenmann, Borel, Brügger, Bundi, Carobbio, Daepp, Danuser, David, Diener, Dormann, Eppenberger Susi, Fankhauser, Fetz, Grendel- meier, Haller, Jeanprêtre, Leuenberger-Solothurn, Leuen- berger Moritz, Leutenegger Oberholzer, Longet, Matthey, Mauch Ursula, Morf, Nabholz, Neukomm, Pitteloud, Rechsteiner, Ruffy, Stamm, Stocker, Ulrich, Zbinden Hans, Zölch, Züger (40)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die heutige Regelung entspricht dem neuen Eherecht, nach welchem die Ehegatten gemeinsam für den Unterhalt der Familie sorgen (ZGB Art. 163), nicht mehr.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 23. November 1988 Rapport écrit du Conseil fédéral du 23 novembre 1988 Es muss betont werden, dass - im Gegensatz zu den Allein- stehenden - Dienstleistende mit Kindern Anspruch auf die Haushaltungsentschädigung und auf Kinderzulagen haben. Damit wird den familiären Verhältnissen Rechnung getra- gen. Dem Partner, der an Stelle des Dienstleistenden den Haushalt besorgt, nun eine besondere Entschädigung aus- zurichten, würde den grundlegenden Prinzipien des gelten- den Systems widersprechen, und es bestünde die Gefahr einer Ungleichbehandlung gegenüber der verheirateten Frau, die keiner Erwerbstätigkeit nachgeht.
Die in der Motion angesprochenen Situationen sind heute noch Ausnahmen; sie könnten zahlreicher werden, wenn die gegenwärtige Tendenz zur Erwerbstätigkeit der verheirate- ten Frau anhält. Wenn es soweit kommt, wird die Frage in ihrer Gesamtheit geprüft werden müssen.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln.
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
88.755
Motion Hafner Ursula Schliessung von AHV-Beitragslücken während des Jubiläumsjahres 1991 Cotisations AVS. Comblement des lacunes à l'occasion de l'anniversaire de 1991
Wortlaut der Motion vom 5. Oktober 1988 Der Bundesrat wird eingeladen, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass während des Jubiläumsjahres 1991 AHV- Beitragslücken geschlossen werden können.
Texte de la motion du 5 octobre 1988 Le Conseil fédéral est chargé de créer les conditions per- mettant de combler les lacunes de cotisations AVS à l'occa- sion de l'anniversaire de 1991.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bäumlin Richard, Bäum- lin Ursula, Bodenmann, Borel, Braunschweig, Bundi, Carob- bio, Danuser, Fetz, Haller, Hubacher, Ledergerber, Leuen- berger-Solothurn, Leuenberger Moritz, Leutenegger Ober- holzer, Longet, Mauch Ursula, Meizoz, Neukomm, Pitteloud, Rechsteiner, Reimann Fritz, Stappung, Uchtenhagen, Ulrich, Zbinden Hans, Ziegler, Züger (28)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Auf den 1. Januar 1979 trat eine Teilrentenordnung in Kraft, welche die negativen Auswirkungen von Beitragslücken auf die Rentenbemessung erheblich verschärfte. Seither wurde der Bundesrat in mehreren parlamentarischen Vorstössen aufgefordert, für eine bessere Information der Versicherten zu sorgen und ihnen unter bestimmten Bedingungen Nach- zahlungen zu ermöglichen. Der Bundesrat stellte jeweils eine Lösung des Problems im Rahmen der 10. AHV-Revision in Aussicht. Doch offenbar wurde diese Lösung immer noch nicht gefunden.
Unterdessen müssen Jahr für Jahr zahlreiche Mitbürgerin- nen und Mitbürger beim Eintritt ins Rentenalter feststellen, dass sie nur auf eine Teilrente Anspruch haben, obwohl sie jahrelang Beiträge bezahlt haben. Sehr oft hätten die Betrof- fenen die Rentenkürzung mit einem minimalen Beitrag ver- meiden können, wenn sie besser informiert gewesen wären. Das Jubiläumsjahr wäre ein guter Anlass, im Sinne einer Amnestie allen Betroffenen die Möglichkeit zur Nachzah- lung zu geben.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 28. November 1988
Rapport écrit du Conseil fédéral du 28 novembre 1988 Der Bundesrat anerkennt, dass die Beitragslücken von Aus- landschweizern ein wichtiges sozialpolitisches Problem dar- stellen, das einer Lösung zugeführt werden muss. Er ist daher bereit, auch diesem Fragenkreis in die Ueberprüfung seiner Vorschläge zur 10. AHV-Revision vom 8. April 1988 miteinzubeziehen.
Es sind verschiedene Möglichkeiten zur Schliessung von Beitragslücken denkbar. So könnte etwa eine Nachzah- lungsmöglichkeit für fehlende Beitragsjahre geschaffen werden. Dies würde allerdings eine Aenderung des AHV- Gesetzes bedingen.
Möglich wäre aber auch eine Liberalisierung der Regelung über die Anrechnung von Zusatzjahren. Diese Lösung könnte durch eine Aenderung von Artikel 52 bis der AHV- Verordnung getroffen werden.
Je nachdem ergeben sich unterschiedliche Kostenfolgen. Der Bundesrat möchte daher vorerst die genauen finanziel- len Auswirkungen der beiden Varianten abklären und sich heute noch nicht auf eine Variante festlegen.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln.
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
88.592
Motion Longet Künstliche Befruchtung und Gentechnologie. Informationspflicht der Forscher Recherche en fécondation artificielle et en génétique. Devoir d'information
Wortlaut der Motion vom 21. September 1988 Wir laden den Bundesrat ein, in den künftigen gesetzlichen Bestimmungen zu diesem Thema konkrete Vorschläge zu unterbreiten, welche die auf dem Gebiet der künstlichen Befruchtung und der Gentechnologie tätigen Forscher dazu verpflichten, über ihre Arbeiten umfassend zu informieren. Diese Verpflichtung soll für den öffentlichen und den priva- ten Sektor gleichermassen gelten.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Hafner Ursula Erwerbsersatzordnung. Revision Motion Hafner Ursula Régime des allocations pour perte de gain. Révision
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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
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1988
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IV
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Wintersession
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Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 88.715
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
16.12.1988 - 08:00
Date
Data
Seite
1908-1909
Page
Pagina
Ref. No
20 016 947
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