Interpellation Leutenegger Oberholzer
1184
N
26 septembre 1988
pas le commerce fait à l'étranger par des firmes domiciliées en Suisse ?
Ne faut-il pas plutôt partir de l'idée que le projet de la CEDRA de stocker les déchets hautement radioactifs dans le sous-sol cristallin du nord-est de la Suisse n'est guère réali- sable?
Sprecherin - Porte-parole: Bär
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Interpellantin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom September 1988
Rapport écrit du Conseil fédéral de septembre 1988 Wir verweisen auf Teil II, Ziffer 3.4.1, 3.5.1, 3.5.3, 3.6.1 und 3.6.2.
88.312
Interpellation der sozialdemokratischen Fraktion Transnuklear-Skandal Interpellation du groupe socialiste Affaire Transnuklear
Wortlaut der Interpellation vom 29. Februar 1988
· 2. Erachtet es der Bundesrat grundsätzlich als richtig, dass unsere Verantwortung für hochaktive, abgebrannte Brenn- stäbe und für radioaktive Abfälle dort endet, wo unsere Kontrollmöglichkeiten aufhören, nämlich an der Grenze? Ist es verantwortbar, dass die schweizerischen Kraftwerke ihre Verantwortung für den Transport, die Aufbereitung und die Konditionierung von hochaktiven, abgebrannten Brenn- stäben auf irgendwelche Transportunternehmen ab- schieben?
Sind nach Meinung des Bundesrates die Gründe für einen solchen Bestechungsskandal mit Bestechungsgeldern in zweistelliger Millionenhöhe vor allem darin zu suchen, dass eine strikte Trennung von friedlicher und militärischer Nut- zung der Atomenergie trotz des Atomsperrvertrages nicht möglich ist?
Erachtet der Bundesrat die heutige Rechtslage als trag- bar, welche Vermittlungsgeschäfte für spaltbares und waf- fenfähiges Material via die Schweiz an sich zulässt, solange die tatsächlichen Transporte nicht über schweizerisches Territorium laufen? Ist er nicht auch der Meinung, dass die Strafbestimmungen auf solche Tatbestände ausgedehnt und verschärft werden müssen?
Ist der Bundesrat in der Lage herauszufinden, ob via in der Schweiz domizilierte Firmen durch den Handel mit spalt- barem Material der Atomsperrvertrag umgangen worden ist?
Befürchtet der Bundesrat nicht auch, dass Schieberfir- men, welche vorwiegend im Kanton Zug angesiedelt zu sein scheinen, und welche den gesetzlichen Rahmen offenbar voll und vor allem missbräuchlich ausnützen, dem Ansehen unseres Landes schweren Schaden zufügen könnten?
Texte de l'interpellation du 29 février 1988
Que pense le Conseil fédéral du scandale de Transnuklear et quelles conséquences en tire-t-il pour la gestion des déchets nucléaires de notre pays, notamment en ce qui concerne le pouvoir de contrôle de la Confédération?
Le Conseil fédéral estime-t-il en principe juste qu'en matière d'élimination des barres de combustible usées, for- tement radioactives, et des déchets radioactifs, notre res- ponsabilité s'arrête là où cessent nos possibilités de contrôle, à savoir à la frontière?
Est-il admissible que les centrales nucléaires suisses se déchargent de leur responsabilité pour le transport, le traite- ment et le conditionnement de combustible irradié sur n'im- porte quelle entreprise de transport?
Le Conseil fédéral est-il d'avis que les causes d'un tel scandale, où les enveloppes distribuées à des fins de cor- ruption ont atteint plus d'une dizaine de millions, sont à chercher avant tout dans le fait qu'en dépit du traité de non- prolifération nucléaire, une stricte dissociation de l'énergie nucléaire utilisée à des fins pacifiques et à des fins militaires est impossible?
Le Conseil fédéral estime-t-il satisfaisante la situation juridique actuelle qui autorise en soi les opérations d'inter- médiaires via la Suisse de matière fissile pouvant servir à la fabrication d'armes pour autant que les transports effectifs n'aient pas lieu sur le territoire suisse? Le Conseil fédéral n'est-il pas d'avis que les dispositions pénales devraient être étendues à de tels faits et rendues plus sévères?
Le Conseil fédéral est-il en mesure de déterminer si le traité de non-prolifération nucléaire a été tourné par la vente de matière fissile effectuée par des entreprises comiciliées en Suisse?
Le Conseil fédéral ne craint-il pas que des firmes boîtes aux lettres, qui semblent avoir élu domicile principalement dans le canton de Zoug et qui utilisent pleinement et surtout de manière abusive toutes les possibilités légales qui leur sont offertes, puissent causer un tort considérable à la réputation de notre pays?
Sprecherin - Porte-parole: Mauch Ursula
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Interpellantin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom September 1988 Rapport écrit du Conseil fédéral de septembre 1988 Wir verweisen auf Teil II, Ziffer 3.5.1, 3.5.2 und 4.4.
88.315
Interpellation Leutenegger Oberholzer Affäre Transnuklear/Nukem Affaire Transnuklear/NUKEM
· Wortlaut der Interpellation vom 29. Februar 1988 Die Affäre Transnuklear/Nukem hat sich zu einem eigentli- chen Atommüllskandal entwickelt, der verschiedene Staaten - darunter auch die Schweiz - erfasst hat. Nach wie vor ist der Verdacht nicht ausgeräumt, dass auch Schweizer Fir- men in den Skandal verwickelt sind. Ungeklärt ist bis heute, inwieweit Bestechungen und Schmiergeldpraktiken auch bei Schweizer Unternehmen angewendet wurden. Es ist darum dringend nötig, dass das ganze Ausmass des Trans- nuklear/Nukem-Skandals, vor allem auch soweit er unser Land betrifft, vollumfänglich offengelegt wird.
Die Atommüll-Affäre hat mit aller Deutlichkeit gezeigt, dass der Bereich der nuklearen Entsorgung in keiner Weise gere-
Interpellation Leutenegger Oberholzer
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gelt ist. Das Problem der Entsorgung von Atommüll ist nicht gelöst. Die ausserordentlichen Schwierigkeiten, die bereits bei den schwach- und mittelaktiven Abfällen entstehen, machen deutlich, dass für die hochaktiven Abfälle keine verantwortbaren Lösungen bestehen.
Ich bitte daher den Bundesrat um Beantwortung folgender Fragen:
1a. Wie beurteilt der Bundesrat die Auswirkungen des Transnuklear/Nukem-Skandals für die Schweiz?
1b. Was für Unternehmungen, die in der Schweiz domizi- liert sind, werden von der Affäre betroffen, und was für Firmen stehen in Geschäftsbeziehungen zu den in den Transnuklear/Nukem-Skandal verwickelten bundesdeut- schen Unternehmungen?
1c. Treffen die Bestechungs- und Schmiergeldervorwürfe zu, die Mitarbeitern von betroffenen Schweizer Firmen, ins- besondere der Bernischen Kraftwerke und des Kernkraft- werks Mühleberg, gemacht werden?
1d. Wie ist es möglich, dass AKW-Betreiberfirmen in der Schweiz die Bedingungen nicht kennen, die von Aufberei- tungsfirmen an schwach- und mittelaktive Abfälle gestellt werden?
1e. Was gedenkt der Bundesrat zu unternehmen, damit in Zukunft sichergestellt ist, dass die AKW-Betreiberfirmen alle Bedingungen im Zusammenhang mit der Aufbereitung radioaktiver Abfälle aus schweizerischen Atomkraftwerken kennen und einhalten?
2a. Welches ist die höchstzulässige Strahlung für die Verar- beitung der radioaktiven Abfälle aus dem AKW Mühleberg im belgischen Mol?
2b. Was geschieht mit den radioaktiven Abfällen, die höhere Strahlenwerte aufweisen und zurzeit in Mol blockiert sind? 3. Was geschieht mit schwach- und mittelaktiven Abfällen aus den übrigen AKW der Schweiz?
Welche Lagerungsmöglichkeiten sieht die Atomindustrie aktuell für die schwach- und mittelaktiven Abfälle auf dem schweizerischen Territorium vor?
4a. Wie kann der Bundesrat den Weiterbetrieb von Atom- kraftwerken in der Schweiz noch verantworten, wenn weder die Beseitigung der schwach- und mittelaktiven noch der hochaktiven Abfälle gesichert ist?
4b. Bis wann ist mit einer Stellungnahme des Bundesrates zum Projekt «Gewähr» der Nagra zu rechnen?
4c. Ist der Bundesrat bereit, bis zur Klärung der Frage der Atommüllagerung einen Betriebsstopp für alle Atomkraft- werke in der Schweiz zu erlassen?
5a. Wie beurteilt der Bundesrat die Tätigkeit von in der Schweiz domizilierten Firmen, die über entsprechende Beteiligungen mit Nukem oder mit der Tinto Zinc Corp. Ltd. verflochten sind?
5b. Wie kann garantiert werden, dass nicht über Mittelsfir- men in der Schweiz atomwaffenfähiges Material an Nicht- Unterzeichner-Staaten des Atomsperrvertrages gelangt?
5c. Was gedenkt der Bundesrat zu unternehmen, damit der Handel mit atomwaffenfähigen Stoffen von der Schweiz ansässigen Unternehmungen sofort unterbunden wird, auch wenn entsprechende Transporte nicht über schweize- risches Hoheitsgebiet abgewickelt werden?
Texte de l'interpellation du 29 février 1988
L'affaire Transnuklear/NUKEM a pris la tournure d'un vérita- ble scandale des déchets nucléaires auquel différents Etats sont mêlés, dont la Suisse. On ne peut écarter d'emblée le soupçon que des entreprises suisses soient également impliquées dans le scandale. Il n'est pas établi jusqu'à maintenant dans quelle mesure il y a eu corruption et pots- de-vin impliquant aussi des entreprises suisses. C'est pour- quoi il est absolument nécessaire que toute la lumière soit faite sur le scandale de Transnuklear/NUKEM, avant tout aussi dans la mesure où il concerne notre pays.
La présente affaire des déchets nucléaires montre à l'évi- dence que le domaine de la gestion nucléaire n'est en aucune manière réglementé. Le problème de l'élimination des déchets nucléaires n'est pas résolu. Les extraordinaires difficultés qui surgissent déjà au niveau de l'élimination des
déchets à faible et moyenne radioactivité démontrent claire- ment qu'il n'existe pas de solutions sûres pour les déchets à forte radioactivité.
C'est pourquoi je prie le Conseil fédéral de répondre aux questions suivantes:
1a. Que pense le Conseil fédéral des retombées du scan- dale de Transnuklear/NUKEM pour la Suisse?
1b. Quelles entreprises domiciliées en Suisse sont concer- nées par l'affaire et quelles entreprises sont en relation d'affaires avec les entreprises allemandes impliquées dans le scandale de Transnuklear/NUKEM?
1c. Les accusations de corruption et de pots-de-vin contre les collaborateurs d'entreprises suisses concernées, en par- ticulier les Forces motrices bernoises et la centrale de Müh- leberg, sont-elles exactes?
1d. Comment est-il possible que des entreprises exploitant des centrales nucléaires en Suisse ne connaissent pas les conditions qui sont posées par les entreprises de retraite- ment des déchets à faible et moyenne radioactivité ?
1e. Que pense entreprendre le Conseil fédéral pour qu'à l'avenir les firmes exploitant les centrales nucléaires con- naissent toutes les conditions relatives au retraitement des déchets radioactifs provenant des centrales nucléaires suisses et les respectent ?
2a. Quel est à Mol, en Belgique, le seuil maximum de radioactivité admis. pour le conditionnement de déchets radioactifs provenant de la centrale nucléaire de Mühle- berg?
2b. Qu'advient-il des déchets radioactifs qui dépassent ce seuil et qui sont pour l'instant bloqués à Mol?
4a. Comment le Conseil fédéral peut-il encore admettre que des centrales nucléaires continuent à être exploitées en Suisse alors que l'élimination des déchets à faible et moyenne radioactivité n'est pas assurée, pas plus que celle des déchets fortement radioactifs ?
4b. Quand le Conseil fédéral pense-t-il se prononcer sur le «Projet Garantie» de la CEDRA?
4 c. Le Conseil fédéral est-il prêt à décréter un arrêt d'ex- ploitation de toutes les centrales nucléaires de Suisse jus- qu'à ce que la question du stockage des déchets radioactifs soit résolue ?
5a. Que pense le Conseil fédéral de l'activité de firmes domiciliées en Suisse qui ont des participations chez NUKEM ou Tinto Zinc Corp. Ltd .?
5 b. Comment peut-on être sûr que de la matière nucléaire pouvant servir à la fabrication d'armes ne soit pas parvenue, par l'entremise de firmes domiciliées en Suisse, à des Etats qui n'ont pas signé le traité de non-prolifération nucléaire ? 5 c. Que compte entreprendre le Conseil fédéral afin d'inter- rompre immédiatement le commerce de matières nucléaires pouvant servir à la fabrication d'armes pratiqué par des entreprises domiciliées en Suisse même si les convoyages de telles matières ne se déroulent pas sur le territoire suisse ?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Herczog, Thür (2)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Die Interpellantin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom September 1988
Rapport écrit du Conseil fédéral de septembre 1988 Wir verweisen auf Teil II, Ziffer 2.4 (letzter Absatz), 3.5.1, 3.5.2, 3.6.2 und 4.4.
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Jahr
1988
Année
Anno
Band
III
Volume
Volume
Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
06
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 88.315
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
26.09.1988 - 14:30
Date
Data
Seite
1184-1185
Page
Pagina
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20 016 667
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