Interpellation Pitteloud
928
N
23 juin 1988
wann er gedenkt, einen Vorentwurf zu unterbreiten, der im wesentlichen folgende Elemente enthält:
der individuellen Beitragspflicht;
des Beitragssplitts während der Ehe;
von Beitragsgutschriften bei Ausübung von Betreuungs- funktionen (Kinder, resp. im mittleren Grade invalide Ange- hörige);
Gleichbehandlung von Mann und Frau sowie von Vater- und Mutterwaisen bei Hinterlassenenleistungen.
Einführung des flexiblen Rentenvorbezugs für Männer und Frauen ab dem 62. Altersjahr.
Einbezug vorbereitender Massnahmen zur Ueberwindung der sich abzeichnenden, demografisch bedingten Finanzie- rungslücke, u.a. durch den Verzicht auf sozialpolitisch nicht oder nicht mehr relevante Leistungen sowie durch eine schrittweise Anpassung der Rentenalter.
Eine Uebergangsordnung von mindestens 12 Jahren Dauer.
Texte de l'interpellation du 18 décembre 1987
Cela fait maintenant plusieurs années que l'on parle de la 10ème révision de l'AVS. Les réactions que ce projet suscite dans le public montrent que les idées du Conseil fédéral dévoilées jusqu'ici ne sont pas satisfaisantes. Je prie dès lors le Conseil fédéral de bien vouloir indiquer s'il entend présenter un avant-projet de révision et, si oui, quand il entend le faire. Il serait bon, le cas échéant, que cet avant- projet contienne les éléments suivants:
l'obligation individuelle de verser des cotisations;
le calcul séparé des cotisations pendant le mariage;
des bonifications de cotisation pour les personnes qui se sont occupées d'enfants ou de parents invalides (degré d'invalidité moyen);
le même traitement pour les hommes et pour les femmes ainsi que pour les orphelins de mère et pour les orphelins de père en cas de prestations aux survivants.
La retraite à la carte à partir de 62 ans pour les hommes et pour les femmes.
Des mesures préventives en vue de combler le déficit prévisible en raison de l'évolution démographique. Il serait souhaitable, notamment, de renoncer à certaines presta- tions qui ne se justifient plus du point de vue social ainsi que d'adapter progressivement l'âge de la retraite aux condi- tions démographiques.
Des dispositions transitoires applicables au moins douze ans.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aubry, Auer, Bonny, Bon- vin, Eppenberger Susi, Loeb, Müller-Meilen, Petitpierre, Pidoux, Schule, Segond, Wanner (12)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 14. März 1988
Rapport écrit du Conseil fédéral du 14 mars 1988
Das ursprüngliche Programm der 10. AHV-Revision umfas- ste neben Aenderungen in der Alters- und Hinterlassenen- versicherung auch eine Teilrevision der IV wie der ELG. Die beiden letzteren Revisionen sind am 1. Januar 1988 integral in Kraft getreten.
Der Bundesrat ist sich aber bewusst gewesen, dass das im Herbst 1986 vorgestellte Programm zur eigentlichen 10. AHV-Revision nicht überall Zustimmung fand. Jene Reaktionen veranlassten ihn, das Programm nochmals zu überprüfen. Gleichzeitig liess er demographische Perspekti-
ven unter Berücksichtigung der finanziellen Aspekte der AHV sowie einen Bericht über das flexible Rentenalter aus- arbeiten.
Im Mittelpunkt der 10. AVH-Revision soll eine möglichst vollständige Gleichstellung der Geschlechter stehen. Unbe- stritten ist, dass diese Gleichstellung mit den in der Interpel- lation aufgezeigten Revisionsansätzen erreicht werden könnte. Allerdings ist nicht zu verkennen, dass diese auch sozial nachteilige Auswirkungen zur Folge haben, so insbe- sondere für betagte und invalide Witwen und Witwer, aber auch bei Ehepaaren in mittleren und schwächeren Einkom- menskategorien, bei Ehemännern, deren Ehefrau noch nicht rentenberechtigt ist sowie bei geschiedenen Männern. Zwar können durch Korrekturmassnahmen (Betreuungsgut- schriften, eventuelle Korrektur der Rentenformel) diese sozialen Nachteile gemildert werden, vollständig beseitigt können sie jedoch nicht werden. Profitieren von diesen Korrekturmassnahmen würden aber auch Rentner, die im Splitting-System bevorzugt werden (Ehefrau, deren Mann noch nicht rentenberechtigt ist, Ehepaare mit hohen Ein- kommen). Im letzten Fall wäre eine Gegenkorrektur mög- lich: die Plafonierung von zwei einfachen Renten von Ehe- gatten. Abgesehen davon, dass damit Ehepaare gegenüber Konkubinatspaaren benachteiligt werden, führte diese wie auch die andern Korrekturmassnahmen betragsmässig wie- der in die Richtung des geltenden Ehepaarkonzepts. Es stellt sich daher die Frage, ob die Gleichbehandlung von Mann und Frau sowie von Vater- und Mutterwaisenrenten nicht auch auf dem Wege eines Ausbaus des bestehenden Systems erreicht werden könnte.
Der Bundesrat ist bereit, die Einführung eines flexiblen Rentenalters zu prüfen unter Berücksichtigung der finan- ziellen Aspekte und der sozialpolitischen Auswirkungen.
Der Bundesrat ist sich des Demographieproblems (Perso- nen leben länger, Verhältnis der Rentner zu den Beitrags- pflichtigen wird ungünstiger) bewusst und wird seine Entscheide in Kenntnis dieses Problems fassen.
Die Uebergangsordnung hängt von den im Rahmen der 10. Revision zu beschliessenden Lösungen ab. Die eidge- nössischen Räte werden darüber befinden können.
Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bun- desrates nicht befriedigt.
88.351
Interpellation Pitteloud Autotelefone und Verkehrssicherheit Téléphones dans les voitures et sécurité
Wortlaut der Interpellation vom 9. März 1988
Benutzt ein Autofahrer während der Fahrt das Telefon, so kommt dies einer Verletzung der Strassenverkehrsgesetzge- bung nahe, denn nach Artikel 3 der Verordnung über die Strassenverkehrsregeln muss der Fahrzeugführer «seine Aufmerksamkeit der Strasse und dem Verkehr zuwenden. Er darf beim Fahren keine Verrichtung vornehmen, welche die Bedienung des Fahrzeuges erschwert.» Zudem muss er nach Artikel 31 Absatz 3 des SVG und Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung über die Strassenverkehrsregeln dafür sorgen, dass er weder durch die Ladung noch durch Mitfahrende behindert oder gestört wird, und beim Fahren alles unterlas- sen, was die Führung des Fahrzeugs erschwert.
Aufgrund der starken Nachfrage wird die Anzahl der Anschlüsse an das nationale Autotelefonnetz (NATEL) beträchtlich zunehmen (von 25 000 auf voraussichtlich 300 000 Anschlüsse in den nächsten drei Jahren).
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Interpellation Aguet
Man kann also damit rechnen, dass solche Autotelefone in naher Zukunft von einigen Hunderttausend Autofahrern benutzt werden, obwohl es keine gesetzliche Bestimmung über den Gebrauch des Autotelefons gibt, und auch noch keine Studien und Untersuchungen über die damit zusam- menhängenden Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit durchgeführt worden sind.
Deshalb frage ich den Bundesrat:
Ist er der Ansicht, dass der Gebrauch eines NATEL-Tele- fons rechtlich mit den Artikeln 26 und 31 des SVG zu ver- einbaren ist?
Meint er nicht, die zu erwartende Verbreitung des Autote- lefons könne die Zahl der Verkehrsunfälle, die auf Unauf- merksamkeit zurückzuführen sind (letztes Jahr machten sie rund einen Fünftel der 76 000 Unfälle aus), stark erhöhen? 3. Hält er es nicht für angezeigt, genau festzulegen, unter welchen Voraussetzungen ein Autotelefon benützt werden darf?
Ist er bereit, Studien und Untersuchungen vorzusehen und anzuordnen, die es erlauben, die Sicherheitsprobleme im Zusammenhang mit dem Gebrauch des Autotelefons zu beurteilen ?
Texte de l'interpellation du 9 mars 1988
L'utilisation du téléphone par le conducteur d'une voiture en mouvement est une activité qui frise la violation du code de la route puisque l'article 3 de l'Ordonnance sur les règles de la circulation routière stipule que: «le conducteur vouera son attention à la route et à la circulation routière. Il évitera toute occupation qui rendrait plus difficile la conduite du véhicule». De plus, les articles 31, alinéa 3 de la LCR et 3, alinéa premier de l'Ordonnance sur les règles de la circula- tion routière précisent que le conducteur doit veiller à ne pas être gêné, notamment par le chargement du véhicule ou ses passagers, et qu'il doit éviter toute occupation qui ren- drait plus difficile la conduite du véhicule.
Or, suite à une forte augmentation de la demande, le réseau national de radiotéléphones mobiles (NATEL) va voir le nombre de raccordements à ce système croître de façon importante (on prévoit de passer de 25 000 à 300 000 raccor- dements dans les trois ans à venir).
On peut donc s'attendre à ce que, dans un futur proche, plusieurs centaines de milliers d'automobilistes utilisent de tels radiotéléphones alors qu'il n'existe aucune disposition légale concernant l'utilisation du téléphone dans les voi- tures et que les études et investigations relatives aux pro- blèmes de sécurité qui en découlent font encore défaut. C'est pourquoi je demande au Conseil fédéral:
S'il estime que l'usage d'un téléphone Natel est juridique- ment compatible notamment avec les articles 26 et 31 de la LCR?
S'il n'estime pas que la propagation attendue du télé- phone de voiture risque de pousser à la hausse la part des accidents dus à l'inattention (1/5 environ des 76 000 acci- dents de l'an passé était imputé à l'inattention) ?
S'il ne lui paraît pas opportun de déterminer précisément dans quelles conditions l'usage de ce type d'appareil serait admissible?
S'il est prêt à prévoir et commander les études et investi- gations qui permettraient d'apprécier les problèmes de sécurité que pourrait poser l'utilisation de tels appareils?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Ammann, Bäumlin Richard, Bäumlin Ursula, Bircher, Bodenmann, Brügger, Bundi, Carobbio, Danuser, Fehr, Hafner Ursula, Hubacher, Jeanprêtre, Lanz, Leuenberger Moritz, Longet, Neukomm, Ott, Rechsteiner, Reimann Fritz, Ruffy, Ulrich, Zbinden Hans, Züger (25)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 18. Mai 1988
Rapport écrit du Conseil fédéral du 18 mai 1988
Selon l'article 31, alinéa premier, de la loi sur la circula- tion routière (LCR), le conducteur devra rester constamment maître de son véhicule de façon à pouvoir se conformer aux devoirs de la prudence. Il veillera à ne pas être gêné, notam- ment par le chargement du véhicule (art. 31, 3e al., LCR). L'article 3, premier alinéa, de l'ordonnance sur les règles de la circulation routière indique, en complément, que le conducteur vouera son attention à la route et à la circula- tion. Il évitera toute occupation qui rendrait plus difficile la conduite du véhicule.
Les radiotéléphones peuvent être utilisés, au même titre que des appareils similaires installés dans des véhicules (p. ex. des autoradios, lecteurs de cassettes, émetteurs- récepteurs de bord, etc.), uniquement dans les limites dic- tées par les devoirs de la prudence. Vouloir édicter des prescriptions détaillées en matière d'utilisation des radioté- léphones ne serait pas indiqué. Comme pour d'autres appa- reils installés dans des voitures automobiles, l'absence de danger quant à l'utilisation d'un radiotéléphone dépend de diversfacteurs, notamment des conditions momentanées du trafic, ainsi que de la facilité à se servir de l'appareil et à y accéder.
Les PTT font déjà observer, dans les instructions d'utilisa- tion NATEL, qu'en vertu des prescriptions sur la circulation routière il convient de ne pas établir de liaisons téléphoni- ques pendant que le véhicule roule. De même, il faudrait éviter de répondre à des appels ou d'avoir une conversation prolongée.
Les expériences faites à ce jour ne laissent nullement présager que l'on doive s'attendre à une recrudescence des accidents de la route en raison de l'utilisation accrue des radiotéléphones. Il semble, en effet, que les usagers fassent preuve d'un certain sens des responsabilités dans l'emploi de ces appareils et qu'ils observent bien les instructions d'utilisation établies par les PTT.
Dans ces circonstances, il apparaît superflu, compte tenu de la situation actuelle, de procéder à des études spéciales.
Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bun- desrates nicht befriedigt.
88.330
Interpellation Aguet
Touristen aus der Dritten Welt und aus den Oststaaten. Restriktionen
Touristes du tiers monde ou des pays de l'Est. Restrictions
Wortlaut der Interpellation vom 2. März 1988
Die eidgenössische Fremdenpolizei hat für Touristen aus der Dritten Welt und aus dem Ostblock äusserst restriktive Vorschriften in Kraft gesetzt. Es werden Kautionen verlangt, die je nach Kanton zwischen 20 000 Franken (Kanton Waadt) und 100 000 Franken (Kanton Basel) liegen. Dies hat zur Folge, dass es Schweizer Bürgern praktisch nicht mehr möglich ist, Familienmitglieder oder Freunde, die aus diesen Ländern kommen, zu einem Besuch einzuladen.
Die Schweiz verletzt damit fortlaufend und systematisch die Schlussakte der Konferenz über Sicherheit und Zusammen- arbeit in Europa, die 1975 in Helsinki unterzeichnet worden ist, insbesondere Artikel 1, Absätze a, d und e. Nach der Präambel dieses Artikels setzen sich die Teilnehmerstaaten zum Ziel, «freiere Bewegung und Kontakte auf individueller und kollektiver, sei es auf privater oder offizieller Grundlage zwischen Personen, Institutionen und Organisationen .... zu
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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
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Anno
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Session
Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
14
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 88.351
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 23.06.1988 - 08:00
Date
Data
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928-929
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Pagina
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20 016 466
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