N 23 juin 1988
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Postulat Hiltbrand
88.378 Postulat Schnider Wohnverhältnisse in Berggebieten. Abgrenzung Délimitation des régions de montagne
Wortlaut des Postulates vom 15. März 1988
Gemäss Artikel 2 des Bundesgesetzes über die Verbesse- rung der Wohnverhältnisse in Berggebieten vom 20. März 1970 ist für die Abgrenzung der Berggebiete der eidgenössi- sche landwirtschaftliche Produktionskataster wegleitend. In der Verordnung vom 13. Januar 1971 wird in Artikel 1a präzisiert, dass für die Abgrenzung der Berggebiete im Sinne von Artikel 2 des Bundesgesetzes die Standardgrenze des eidgenössischen landwirtschaftlichen Produktionskata- sters wegleitend ist.
Der Bundesrat wird ersucht, die in der Verordnung in Arti- kel 1a angeführte Standardgrenze aufzuheben und an deren Stelle das Berggebiet auf die Zone I des Viehwirtschaftska- tasters auszudehnen.
Texte du postulat du 15 mars 1988
Selon l'article 2 de la loi du 20 mars 1970 sur l'amélioration du logement dans les régions de montagne, la délimitation de ces régions «s'opère selon le cadastre de la production agricole».
L'article 1a de l'ordonnance du 13 janvier 1971 précise: «Pour circonscrire les régions de montagne au sens de l'article 2 de la loi, il y a lieu de s'en tenir à la limite standard prévue par le cadastre de la production agricole.»
Le Conseil fédéral est prié de lever la limite susmentionnée et d'étendre la région de montagne à la zone I du cadastre de la production animale.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aliesch, Aregger, Bäum- lin Richard, Blatter, Blocher, Bühler, Bundi, Bürgi, Colum- berg, Cotti, Couchepin, Darbellay, David, Dietrich, Dormann, Engler, Etique, Fischer-Sursee, Graf, Hari, Hess Otto, Hess Peter, Hildbrand, Hösli, Humbel, Jung, Lanz, Leutenegger Moritz, Longet, Luder, Massy, Morf, Müller-Wiliberg, Neuenschwander, Nussbaumer, Paccolat, Petitpierre, Port- mann, Ruckstuhl, Rüttimann, Savary-Fribourg, Schmidhal- ter, Schwab, Seiler Hanspeter, Seiler Rolf, Stamm, Stap- pung, Tschuppert, Wanner, Wellauer, Widrig, Wyss William, Zölch (53)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Im Jahre 1987 wurde im Auftrag des Bundesamtes für Woh- nungswesen u. a. eine Untersuchung über die Ausdehnung des Geltungsbereiches von der Standardgrenze auf die Zone I des Viehwirtschaftskatasters durchgeführt. Es zeigte sich, dass eine Mehrheit der Kantone grundsätzlich eine Ausdehnung begrüssen unter der Voraussetzung, dass auch die finanziellen Mittel erhöht werden.
Nachdem die Wohn- und Einkommensverhältnisse inner- halb der Standardgrenze und der Zone I des Viehwirtschaf- tskatasters kaum Unterschiede aufweisen, ist es nahelie- gend, dass die Bewohner in der ganzen Zone I ebenfalls in den Genuss der Bundeshilfe kommen sollten.
Die Standardgrenze reicht bereits heute teilweise in die Zone I des Viehwirtschaftskatasters hinein, und sie wird nur noch in einzelnen Fällen als Grenze für Bundesbeiträge herangezogen. Dagegen ist die Viehwirtschaftszone ein Begriff, der üblicherweise bekannter ist. Mit der neuen Abgrenzung entsteht eine klare, verständliche und zweck- mässige Grenze.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 25. Mai 1988 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 25 mai 1988 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
88.306
Postulat Hildbrand Schlechtwetterentschädigung für Skilift- und Luftseilbahnangestellte Remontées mécaniques. Indemnisation du personnel pour cause d'intempéries
Wortlaut des Postulates vom 29. Februar 1988 Der Bundesrat wird eingeladen, Artikel 65 der Verordnung zum Arbeitslosenversicherungsgesetz (AVIV)
k. Skilift- und Luftseilbahnangestellte. Sonst keine Aenderung.
Neu muss es heissen: « .... unmittelbar dem Wetter (Regen, Schnee, Kälte, Schneemangel) ausgesetzt sind .... ». Sonst keine Aenderung.
Texte du postulat du 29 février 1988
Le Conseil fédéral est invité à apporter les deux modifica- tions suivantes à l'article 65 de l'ordonnance sur l'assu- rance-chômage (OACI):
Au 1er alinéa, inclure dans la liste des branches d'activité ayant droit à l'indemnité en cas d'intempéries, sous lettre k (nouvelle), «Remontées mécaniques».
Au 2e alinéa, lettre a, ajouter dans la parenthèse, après «pluie, neige, froid» l'expression «manque de neige».
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Wintertourismus spielt in den Schweizer Alpen und vor allem im Berggebiet eine grosse wirtschaftliche Rolle. Gemeinden und private Gesellschaften sind bestrebt, die für den Wintersport geeigneten Gebiete mit einer modernen Infrastruktur auszustatten. Zur Erschliessung dienen Lufts- eilbahnen und Skilifte. Sie schaffen Arbeitsplätze und meh- ren oder ergänzen das Volkseinkommen.
Der Wintertourismus ist in starkem Masse vom Wetter abhängig. Vor allem bedarf er eines Grundstoffes, des Schnees.
Nun sind die letzten Winter, besonders der jetzt zu Ende gehende, von grossem Schneemangel überrascht worden. Die Stationen verzeichneten bedenkliche Einkommensein- bussen, weil die Gäste nicht kamen, nicht kommen konnten. Darunter litten in erster Linie die Skilift- und Luftseilbahnun- ternehmungen. In der Regel verfügen diese über einen Stock fester Angestellter. Dieser wird auch in knappen Zei- ten durchgehalten, denn wer kann schon heute Leute entlassen und sie morgen, wenn die Situation sich bessert, wieder anstellen? Die Arbeitnehmer sind auf einen sicheren Arbeitsplatz angewiesen.
Wenn aber die knappen Zeiten anhalten oder in unserem Falle Winter mit grossem Schneemangel sich folgen, so vermögen sich diese Unternehmen nicht mehr zu halten, es sei denn, sie bezögen Schlechtwetterentschädigung. Wenn
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Postulat Schnider Wohnverhältnisse in Berggebieten. Abgrenzung Postulat Schnider Délimitation des régions de montagne
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Jahr
1988
Année
Anno
Band
II
Volume
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Session
Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
14
Séance Seduta
Geschäftsnummer 88.378
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
23.06.1988 - 08:00
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Seite
912-912
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