Postulat Fankhauser
897
c. au niveau des contacts humains directs;
d. dans le cadre des possibilités réelles de médiation, en dehors des institutions politiques;
e. au moyen du volontariat, en aidant directement les civils qui subissent, sur les plans humain, social et économique, les effets de conflits armés.
Mitunterzeichner - Cofirmatari - Cosignataires: Cavadini, Cotti, Frey Claude, Longet, Martin Jacques, Petitpierre, Pidoux, Pitteloud, Ruffy, Salvioni (10)
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 18. Mai 1988 Dichiarazione scritta del Consiglio federale del 18 maggio 1988 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 18 mai 1988 Il Consiglio federale è pronto ad accettare il postulato.
Ueberwiesen - Transmis
88.353
Postulat Hafner Ursula Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur Communauté de travail en faveur de la lecture pour la jeunesse
Wortlaut des Postulates vom 9. März 1988 Der Bundesrat wird ersucht
a. den Kredit der Arbeitsgemeinschaft der Organisationen für Jugendliteratur, der seit 1972 auf 200 000 Franken sta- gniert, nächstes Jahr mindestens zu verdoppeln, denn nur unter dieser Voraussetzung können die Organisationen ihre allgemein anerkannten Aufgaben zur Förderung der Jugendliteratur effizient wahrnehmen;
b. gleichzeitig zu prüfen, ob diese Erhöhung statt linear mit einem neuen Verteilerschlüssel durchgeführt werden müs- ste, entsprechend den gewandelten Bedürfnissen und Auf- gaben der einzelnen Organisationen.
Texte du postulat du 9 mars 1988 Le Conseil fédéral est invité
a. à augmenter d'au moins cent pour cent à partir de l'an prochain le crédit accordé à la Communauté de travail des organisations en faveur de la lecture pour la jeunesse; ce crédit de 200 000 francs n'a en effet pas été augmenté depuis 1972 et ne permet aujourd'hui plus aux organisations bénéficiaires d'accomplir avec efficacité toutes les tâches qu'elles assument et dont l'importance est généralement reconnue;
b. à examiner si, au lieu de prévoir une augmentation linéaire du crédit pour chacune de ces organisations, il ne vaudrait pas mieux répartir les fonds supplémentaires selon une clé de répartition établie compte tenu de l'évolution des besoins et des tâches des différentes organisations.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann, Bäumlin Richard, Bäumlin Ursula, Béguelin, Borel, Braunschweig, Brügger, Bundi, Danuser, Euler, Fankhauser, Hubacher, Lanz, Ledergerber, Mauch Ursula, Morf, Ott, Pitteloud, Rechsteiner, Reimann Fritz, Ruffy, Ulrich, Zbinden Hans, Ziegler, Züger (25)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die «Arbeitsgemeinschaft Schweizerischer Organisationen für Jugendliteratur» erhält seit 1972 vom Bund einen Global- beitrag in der Höhe von 200 000 Franken. Dieser Beitrag, der an sieben Organisationen verteilt wird, wurde in den vergan-
genen 16 Jahren nie erhöht und somit auch nicht der Teue- rung angepasst.
Zudem sehen sich diese Organisationen im Zeitalter der Mikrolektronik wachsenden Forderungen nach vermehrter und verbesserter Leseförderung gegenübergestellt:
Die Kinder- und Jugendliteratur ist ein zentrales Mittel zur Herausbildung einer stabilen Beziehung zum Lesen. In einer Zeit der ständig noch zunehmenden Medienüberangebote sind die Werte des Lesens und des Buches zu betonen, zu stärken und zu unterstützen.
Durch gezielte Leseförderung, durch Beratung und Hilfes- tellung an Erzieher soll ein Chancenausgleich für sozial benachteiligte Kinder geschaffen werden.
Die durch die Mikroelektronik veränderte Arbeitswelt ver- langt eine besondere Sprach- und Lesekompetenz. Leseför- derung hat heute die Dringlichkeit einer Zeitfrage be- kommen.
Lesen ist die Voraussetzung für die Teilnahme am politis- chen und wirtschaftlichen Leben in unserer Gesellschaft. Nimmt die Fähigkeit, schriftliche Information zu verarbeiten, bei einem Teil der Bevölkerung ab, wird dieser manipulier- barer, unmündiger; damit werden die Grundlagen einer demokratischen Kultur in Frage gestellt.
Die Organisationen, welche sich mit Beratungs- und Förde- rungsaktivitäten für das Verständnis und die Anliegen der Kinder- und Jugendliteratur einsetzen, haben hier wichtige Aufgaben zu erfüllen, für die die finanziellen Grundlagen dringend verbessert werden müssen.
Das Schweizerische Jugendbuch-Institut nimmt zum Beis- piel folgende Aufgaben wahr:
Dokumentation der Schweizer Kinder- und Jugendliteratur - Beiträge zur praktischen Kinderbucharbeit (Empfehlungs- broschüren, Beratungen, Wanderausstellungen, Veranstal- tungen für Seminaristen)
Betreuung von Arbeitskreisen, Veranstaltung von Vorträ- gen und Fachdiskussionen
Mit dem Angebot von Sekundärliteratur und Fachberatung werden Beiträge geleistet zur Verwirklichung von Studien- vorhaben
Eigene Forschung und Publikationen
Befasst sich mit Anliegen und Sorgen der schulischen und ausserschulischen Leseförderung
Betreut Spezialsammlungen, das Johanna Spyri-Archiv, u. a.
Unterhält eine Zweigstelle in Lausanne, die «antenne ro- mande»
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
88.363
Postulat Fankhauser Ergänzungsleistungen. Aenderung der Verordnung Prestations complémentaires. Révision de l'ordonnance
Wortlaut des Postulates vom 9. März 1988 Der Bundesrat wird eingeladen, im Rahmen der Verordnung über die Ergänzungsleistungen zur AHV/IV eine Lösung zu erarbeiten, damit dem zu Hause bleibenden Ehegatten das halbe, eventuell nach oben begrenzte eheliche Einkommen erhalten bleibt, wenn der andere Ehegatte in ein Pflegeheim bzw. in eine Heilanstalt für dauernd Kranke eintreten muss.
N 23 juin 1988
898
Postulat Steinegger
Texte du postulat du 9 mars 1988
Dans le cadre de l'ordonnance sur les prestations complé- mentaires à l'assurance-vieillesse, survivants et invalidité, le Conseil fédéral est invité à élaborer une solution afin que l'époux qui reste à la maison reçoive la moitié du revenu du couple, éventuellement limité vers le haut, lorsque l'autre conjoint doit demeurer définitivement dans un home ou dans un établissement hospitalier.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann, Bär, Bäumlin Richard, Bäumlin Ursula, Béguelin, Borel, Braunschweig, Brügger, Carobbio, Danuser, Diener, Fehr, Fierz, Hafner Ursula, Lanz, Longet, Matthey, Mauch Ursula, Meier-Glattfel- den, Morf, Ott, Rechsteiner, Reimann Fritz, Ruffy, Stocker, Ulrich, Zbinden Hans, Züger (28)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Wenn einer der beiden Ehegatten - meistens ist es der Ehemann - im Alter in ein Pflegeheim eintreten muss, ver- bleibt dem weiterhin zu Hause wohnenden Ehepartner nicht die Hälfte des gemeinsamen Einkommens, wie dies eigent- lich nach dem neuen Eherecht sein sollte. Ausgerechnet bei pflegebedürftigen Rentnerehepaaren gilt diese Regel nicht. Statt dessen muss vom gemeinsamen Einkommen vorweg das Pflegeheim für den da lebenden Ehepartner bezahlt werden. Dem zu Hause wohnenden Ehepartner verbleibt nur das Einkommen, das durch Ergänzungsleistungen garan- tiert wird.
Das ist eine doppelte Diskriminierung gegenüber den betag- ten Ehefrauen (sie sind von dieser Regelung mehrheitlich betroffen). Statt der Hälfte des gemeinsamen ehelichen Ein- kommens bleibt ihnen in vielen Fällen nur etwa ein Drittel. Diese Einkommenseinbusse zwingt sie, den kranken Ehe- partner auch dann zu Hause zu pflegen - gratis zugunsten des Fiskus - wenn sie selbst gebrechlich sind. Oder aber sie müssen das gemeinsame Heim vorzeitig aufgeben. Diese Lösung ist für die Gemeinschaft eindeutig die kostspieli- gere.
Besonders betroffen von den in der Schweiz gebräuchli- chen Heimtaxen sind die mittleren Familieneinkommen. Eine Korrektur der Ausrichtung von Ergänzungsleistungen in diesen Fällen drängt sich auf.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 18. Mai 1988 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 18 mai 1988 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
87.966
Postulat Steinegger Lufthygiene Hygiène de l'air
Wortlaut des Postulates vom 15. Dezember 1987 Der Bundesrat wird beauftragt, über den Stand der Lufthy- gienemessung in der Schweiz, deren Organisation sowie über die Koordination der Auswertung Bericht zu erstatten und die Schaffung einer eidgenössischen Anstalt für Lufthy- giene zu prüfen.
Texte du postulat du 15 décembre 1987
Le Conseil fédéral est invité à présenter un rapport sur l'état des travaux de mesure de la qualité de l'air en Suisse, sur l'organisation des services ad hoc et sur la coordination des
résultats des analyses, ainsi qu'à étudier la possibilité de créer un Institut fédéral pour l'hygiène de l'air.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Allenspach, Auer, Basler, Bircher, Blatter, Bonny, Bühler, Dormann, Eppenberger Susi, Fierz, Fischer-Hägglingen, Fischer-Seengen, Giger, Hess Peter, Hösli, Lanz, Loretan, Meier-Glattfelden, Mühle- mann, Müller-Meilen, Müller-Wiliberg, Nussbaumer, Petit- pierre, Pini, Rebeaud, Ruffy, Rutishauser, Schmid, Seiler Rolf, Spälti, Spoerry, Stocker, Tschuppert, Wanner, Weber- Schwyz, Wyss Paul, Zwingli (37)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Das schweizerische Beobachtungsnetz für Lufthygiene scheint teilweise den Bedrohungsszenarien für Mensch, Wald und übrige Umwelt nicht ganz zu entsprechen. Eine koordinierte Auswertung und die systematische Sammlung aller Daten ist erst im Aufbau begriffen. Es kann behauptet werden, dass die vorhandenen Daten und der Koordina- tionsgrad hinter der Sorge vieler Medien und eines grossen Teils der Bevölkerung im Zusammenhang zum Beispiel mit dem Waldsterben zurückbleiben.
Im Bundesamt für Umweltschutz besteht eine aktive Abtei- lung Luftreinhaltung. Ebenso ist die Eidgenössische Kom- mission für Lufthygiene tätig. Aus nationalen Forschungs- programmen fliessen interessante Daten. Weitere Daten werden von Kantonen und Gemeinden erhoben. Eine zen- trale Stelle für Forschung, Lehre, Auswertung und Beratung scheint aber zu fehlen. Es stellt sich deshalb die Frage, ob nicht eine Anstalt für Lufthygiene nach dem Vorbild der Eidgenössischen Anstalt für Wasserversorgung, Abwasser- reinigung und Gewässerschutz (EAWAG) zu schaffen ist. Obwohl das Bundesamt für Umweltschutz gemäss Artikel 42 Absatz 2 USG als Fachstelle des Bundes amtet und für die eher praktische Auswertung im Vordergrund steht, dürfte es angezeigt sein, personelle und einrichtungsmässige Kapazi- täten für Forschung, Auswertung, Koordination und Bera- tung zu schaffen bzw. freizumachen.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 25. Mai 1988
Rapport écrit du Conseil fédéral du 25 mai 1988
Lufthygienische Messungen werden in der Schweiz von Forschungsinstituten und von Vollzugsorganen (Bundes- stellen, kantonale und städtische Fachstellen) durchgeführt. Im Forschungsbereich sind eingespielte Strukturen im Schulratsbereich (Eidgenössische Technische Hochschulen Zürich und Lausanne, Annexanstalten) sowie an den land- wirtschaftlichen Forschungsanstalten vorhanden, die lufthy- gienische Untersuchungen u. a. im Rahmen von Nationalen Forschungsprogrammen (z. B. NFP 14, NFP 14+, NFP 26) durchführen. Der Bereich der Grundlagenforschung ist damit auf Bundesebene zur Zeit relativ gut abgedeckt. Für die Zukunft werden verschiedene weitere Forschungspro- jekte vorbereitet.
Im Dienstleistungsbereich der langzeitigen Umweltüberwa- chung sowie der Massnahmen- und Erfolgskontrolle besteht dagegen ein Kapazitätsbedarf, da die Forschungsinstitutio- nen vor allem Forschungs- und nur beschränkt routinemäs- sige Daueraufgaben, wie sie Lufthygienemessungen darstel- len, übernehmen können. Bedürfnisse bestehen vor allem für Aufgaben im Messbereich (z. B. das Erproben und Aus- arbeiten von Messvorschriften für die Vollzugspraxis, Kali- brierungskampagnen und Vergleichsmessungen), für konti- nuierliche langzeitige Erhebungen, für die Durchführung spezifischer Messkampagnen sowie im Bereich der Daten- sammlung und -koordination. Eine ähnliche Situation besteht auch beim Nationalen Beobachtungsnetz für Luft- fremdstoffe (NABEL), das heute betrieblich dem Schulrats- bereich angegliedert ist und das demnächst grundlegend modernisiert und erweitert werden soll. Die Frage der Orga- nisation und des Betriebes der Messnetze des Bundes bildet Gegenstand der gegenwärtig laufenden Mckinsey-Untersu- chung «Querschnittmassnahme Messnetze». Der Bundesrat erachtet es als zweckmässig, die Anliegen des Postulanten,
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Fankhauser Ergänzungsleistungen. Aenderung der Verordnung Postulat Fankhauser Prestations complémentaires. Révision de l'ordonnance
In
Dans
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
Année
1988
Anno
Band
II
Volume
Volume
Session
Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
14
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 88.363
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 23.06.1988 - 08:00
Date
Data
Seite
897-898
Page
Pagina
Ref. No
20 016 423
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