Interpellation der LdU/EVP-Fraktion
1865
Dezember 1987 N
Analyse des incidences de l'activité humaine sur l'aggra- vation des crues (par exemple diminution de l'absorption d'eau par les sols comprimés ou les surfaces rendues étanches par des constructions telles que places, routes, bâtiments).
Mesures immédiates et préventives (par exemple rehaus- sement de barrages) et coût prévisible.
Moyens de remédier aux causes fondamentales de l'ag- gravation des dégâts par des méthodes respectant l'environ- nement.
Coût de ces mesures et détermination des porteurs de leur financement.
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 25. November 1987 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 25 novembre 1987
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
87.905 Postulat Müller-Aargau Umweltschutzpapier Postulat Müller-Argovie Papier recyclé
Wortlaut des Postulates vom 9. Oktober 1987
Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament einen Bericht über die Verwendung von Umweltschutzpapier in der Bundesverwaltung vorzulegen. Dieser Bericht soll insbe- sondere die folgenden Punkte behandeln:
Wieviel Umweltpapier wird in der Bundesversammlung heute verwendet, und wie hoch ist der prozentuale Anteil?
Möglichkeiten der zusätzlichen Verwendung von Umwelt- schutzpapier.
Zeitplan für die Realisierung dieser Möglichkeiten.
Texte du postulat du 9 octobre 1987
Le Conseil fédéral est prie de présenter au Parlement un rapport sur l'utilisation de papier recyclé dans l'administra- tion fédérale. Ce rapport répondra en particulier aux ques- tions suivantes:
Quelle est la quantité de papier recyclé utilisée aujour- d'hui dans l'administration fédérale et quelle proportion de la quantité totale de papier représente-t-elle ?
Y a-t-il des possibilités d'utiliser des quantités supplémen- taires de papier recyclé ?
Selon quel calendrier ces possibilités seront-elles concré- tisées?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Biel, Dünki, Grendel- meier, Günter, Jaeger, Maeder-Appenzell, Oester, Weber Monika, Weder-Basel, Widmer, Zwygart (11)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 25. November 1987
Rapport écrit du Conseil fédéral du 25 novembre 1987 1. Für die Bedarfsstellen der Bundesverwaltung, inbegriffen Eidgenössische Technische Hochschulen, Alkoholverwal-
tung, wirtschaftliche Landesversorgung, Armee, Rüstungs- betriebe, wird in verschiedenen Bereichen Recyclingpapier wie folgt verwendet:
Artikel
Jahres- verbrauch
%-Anteil an Altpapier
Verpackungsmaterial
Papier
Karton
50 t
zwischen 50-100%
Wellpappe
Boxen
350 000 Stk.
Hygieneartikel
500 000 Rollen 54 Mio. Stk.
100%
Couverts
30 Mìo.
zwischen 20-100%
Druckpapier
70 t
100%
Die EDMZ prüft dauernd zusätzliche Verwendungsmög- lichkeiten:
Notizblöcke. Im Ist-Zustand werden die Notizblöcke aus Papier der Stoffklasse 6 (stark holzhaltig) fabriziert. Nach Erfüllung der laufenden Kaufverträge werden Notizblöcke aus Recyclingpapier eingeführt. Gesamtmenge etwa 250 000 Stück in verschiedenen Formaten. Einführungster- min: ab 1988.
Fotokopierpapier. Wegen der beschränkten Alterungs- beständigkeit für die Archivierung werden Recycling-Foto- kopierpapiere begrenzt eingesetzt. Die EMPA in St. Gallen ist mit einer Untersuchung über deren Archivbeständigkeit beauftragt.
Das Ergebnis wird anfangs 1988 erwartet.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, das Postulat als erfüllt abzu- schreiben.
Abgeschrieben - Classé
87.592
Interpellation der LdU/EVP-Fraktion AHV. Sicherheit Interpellation du groupe Adl/PEP Avenir de l'AVS
Wortlaut der Interpellation vom 8. Oktober 1987 Eine von der LdU/EVP-Fraktion in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass - unter der Annahme plausibler wirtschaftlicher Randdaten - bei der AHV in den nächsten Jahrzehnten erhebliche finanzielle Probleme zu erwarten sind.
Bei einer Inflationsrate von 2 Prozent ab 1988 (1986: 0,8 Pro- zent, 1987: 1,5 Prozent) und einem Zuwachs des Realein- kommens von 1,5 Prozent ab 1988 (1986: 3 Prozent, 1987: 1,5 Prozent) rechnet die Studie mit einem negativen Betrieb- sergebnis der AHV ab 1994, einem negativen Rechnungser- gebnis ab 2004 und dem Aufbrauchen des Fonds im Jahre 2014.
Wir bitten daher den Bundesrat um die Beantwortung der folgenden Fragen:
a. Negatives Betriebsergebnis der AHV vor dem Jahre 2000? b. Negatives Rechnungsergebnis der AHV vor dem Jahre 2010?
41-N
18 décembre 1987
1866
N
Interpellation Keller
c. Absinken des AHV-Fonds auf Null vor dem Jahre 2020?
a. Hält der Bundesrat die angenommenen wirtschaftlichen Randdaten für plausibel? Wenn nein, von welchen Werten geht er aus?
b. Wenn der Bundesrat an der Berechnungsweise zweifelt, ist er dann bereit, das verwendete Rechnungsmodell von seinen Experten überprüfen zu lassen und allfällige Kritiken vorzubringen und zu begründen?
c. Gibt es andere Kritiken an der erwähnten Studie?
Welche Belastungen erwachsen dem Bundeshaushalt aus den zusätzlichen Ausgaben der AHV?
Wenn der Bundesrat die Frage unter Punkt 1 bejaht: Welche Massnahmen gedenkt er wann zu ergreifen?
Texte de l'interpellation du 8 octobre 1987
D'une étude effectuée à la demande du groupe Adl/PEP, il ressort - en admettant des données économiques plausi- bles - que l'AVS se heurtera à des problèmes financiers considérables dans les prochaines décennies.
Si l'on se base sur un taux d'inflation de 2 pour cent à partir de 1988 (en 1986: 0,8 pour cent, en 1987: 1,5 pour cent) et sur une augmentation du revenu réel de 1,5 pour cent à partir de 1988 (en 1986: 3 pour cent, en 1987: 1,5 pour cent), l'étude prévoit que l'AVS connaîtra un résultat d'exploitation négatif dès 1994, un résultat financier négatif dès 2004 et que le fonds sera épuisé en 2014.
C'est pourquoi nous demandons au Conseil fédéral de répondre aux questions suivantes:
a. résultat d'exploitation de l'AVS négatif avant l'an 2000?
b. résultat financier négatif avant 2010?
c. fonds de l'AVS épuisé avant 2020?
a. Estime-t-il que les données économiques admises sont plausibles? Si non, sur quels chiffres se base-t-il?
b. Si le Conseil fédéral met en doute le mode de calcul utilisé, est-il prêt à le faire contrôler par ses experts et à émettre, le cas échéant, des critiques fondées ?
Sprecherin - Porte-parole: Weber Monika
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 7. Dezember 1987
Rapport écrit du Conseil fédéral du 7 décembre 1987 1983 hat die LdU/EVP-Fraktion ein Postulat in gleicher Sache eingereicht. Dabei wurde ein umfassendes Spektrum von Fragen zur mittel- und langfristigen Finanzierung der AHV aufgeworfen. Um den berechtigten Anliegen gerecht zu werden, hat der Bundesrat ein externes Forschungsteam bestehend aus den Professoren Dr. H. Bühlmann, Dr. M. Hauser, Dr. H. Schneider und Dr. P. Zweifel mit einem Gut- achten «Perspektiven der Sozialen Sicherheit» beauftragt. Der Forschungsbericht wurde 1985 abgeschlossen und dem Parlament zugeleitet. Ein Schwerpunkt der Arbeit lag auf der Ueberprüfung der Auswirkungen von Veränderungen der volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf den Finanz- haushalt der AHV. Die Ergebnisse des Gutachtens bestäti- gen die in Punkt 1 der Interpellation festgehaltenen Zusam- menhänge.
Zu der Belastung des Bundeshaushalts ist festzuhalten, dass sich der Beitrag der öffentlichen Hand an die AHV
zur Zeit auf 20 Prozent der AHV-Ausgaben beläuft, wobei der Bund gemäss Voranschlag 1988 16 Prozent oder 2,6 Mil- liarden Franken trägt, die Kantone 4 Prozent. Im Zuge der Verwirklichung der Aufgabenteilung Bund und Kantone ist vorgesehen, dass der Beitrag des Bundes schrittweise auf 20 Prozent der Gesamtausgaben der AHV erhöht wird und die Kantone auf dem Gebiet der AHV entsprechend entlastet werden. Ob und inwieweit im Hinblick zur langfristigen Stabilisierung des finanziellen Gleichgewichts der AHV der Beitrag der öffentlichen Hand erhöht werden müsste, wird im Gesamtzusammenhang des Finanzierungssystems der AHV zu prüfen sein. Da die AHV bekanntlich - abgesehen vom Reservefonds - über das Ausgabenumlageverfahren finanziert wird, sind grundsätzlich die Ansatzpunkte Bei- träge der Versicherten, der öffentlichen Hand, Leistungen der AHV einschliesslich Rentenalter gegeben. Die Rückwir- kungen auf den Bundeshaushalt können somit nicht losge- löst von den volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen wie von den übrigen Bestimmungsgründen der AHV-Rechnung beurteilt werden.
Abschliessend ist darauf hinzuweisen, dass die Vorarbeiten für eine 10. AHV-Revision unter Berücksichtigung der mittel- und langfristigen Perspektiven laufen. In diesem Sinne hat der Bundesrat den Auftrag erteilt, insbesondere die demo- grafischen Langzeitentwicklungen sowie die Auswirkungen eines Rentenvorbezuges (flexibles Rentenalter) zu untersu- chen. Gestützt auf diese Berichte wird der Bundesrat das weitere Vorgehen festlegen.
Präsident: Die Interpellanten sind von der Antwort des Bun- desrates nicht befriedigt.
86.916
Interpellation Keller Entsorgung von Sonderabfällen Déchets spéciaux. Elimination
Wortlaut der Interpellation vom 6. Oktober 1986
Der Bundesrat hat seine Antwort auf meine am 2. Dezember 1985 eingereichte interpellation «Sondermüll. Entsorgungs- konzept» dem Parlament in der Herbstsession 1986 schrift- lich vorgelegt.
Im Zusammenhang mit dem vor kurzem bekanntgeworde- nen Sondermüllfall «Bärengraben» Würenlingen hat das Baudepartement des Kantons Aargau am 12. September 1986 einen Bericht veröffentlicht, der Anlass zu einigen zusätzlichen Fragen an den Bundesrat bietet; sie zielen teilweise über den konkreten Fall hinaus ins Grundsätzliche. .
Wann tritt die Verordnung des Bundesrates über die Kon- trolle des Verkehrs mit Sonderabfällen in Kraft?
Wie wollen die Bundesbehörden vorgehen, um ihrer füh- renden Rolle bei diesem drängenden Problem gerecht zu werden und das Scheitern an den örtlichen Widerständen zu vermeiden?
Welche Rolle spielte der Bund in der Vergangenheit beim Bewilligungsverfahren für die Führung von Sondermüllde- ponien, welche beabsichtigt er in Zukunft zu spielen?
Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass die Kon- trolle des Mülls am Standort der Deponien einer ungleich strikteren Kontrolle als bisher unterworfen werden muss?
Welche Rolle spielt der Bund im Bewilligungsverfahren für die Einfuhr von Sondermüll aus dem Ausland in schwei- zerische Deponien?
Inwieweit prüfen die schweizerischen Zollbehörden den eingeführten Müll?
Welchen Beitrag leistet der Bund an notwendig werdende Sanierungen von unsachgerecht betriebenen Deponien?
Welche Massnahmen ergreift der Bund, um das - in
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation der LdU/EVP-Fraktion AHV. Sicherheit Interpellation du groupe Adl/PEP Avenir de l'AVS
In
Dans
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1987
Année
Anno
Band
IV
Volume
Volume
Session
Wintersession
Session
Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
13
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 87.592
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
18.12.1987 - 08:00
Date
Data
Seite
1865-1866
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Pagina
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