N 19 juin 1987
1018
Interpellation Ziegler
Texte de l'interpellation du 4 décembre 1986
Le problème de l'augmentation constante des coûts de la santé en Suisse n'est certes pas nouveau. On en parle depuis longtemps et l'on tente, sans beaucoup de succès, de prendre des mesures visant à freiner l'explosion de ces coûts. A ce propos, relevons que le rapport du Fonds natio- nal de la recherche sur le programme de recherche pour une plus grande efficacité du système médical suisse a été publié ces dernières semaines. Le rapport en question, réclamé il y a un certain temps par le Conseil fédéral, propose d'éventuelles réformes de structure et donne divers conseils, par exemple: améliorer l'information, moderniser et coordonner la planification hospitalière, encourager les cures extrahospitalières de longue durée, renforcer la pré- vention et freiner l'accroissement du nombre des médecins. Étant donné ce qui précède, les soussignés demandent au Conseil fédéral de dire:
quelle suite il entend donner au rapport du Fonds national de la recherche et, notamment, aux suggestions et aux conseils précités,
en particulier quelles mesures il pense pouvoir adopter à brève échéance pour améliorer au moins l'information et combler les lacunes actuelles qui ne permettent pas tou- jours de parvenir à une connaissance complète du secteur en cause,
en outre, quelles initiatives il pense pouvoir prendre au plus tôt pour moderniser et coordonner la planification hospitalière sur tout le territoire de la Confédération.
Mitunterzeichner - Cofirmatari - Cosignataires: Deneys, Friedli, Gloor, Herczog, Longet, Pini, Pitteloud, Robbiani, Ruffy, Vannay (10)
Schriftliche Begründung - Motivazione scritta - Développement par écrit
L'autore rinunzia agli sviluppi e desidera una risposta scritta.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 16. März 1987 Risposta scritta del Consiglio federale del 16 marzo 1987
Rapport écrit du Conseil fédéral du 16 mars 1987
L'evoluzione dei costi nel settore sanitario, come sempre, è fonte di preoccupazione. Il programma nazionale di ricerca N. 8 per un maggior risparmio ed efficienza nel sistema sanitario svizzero, che ha potuto essere concluso lo scorso anno, colma un'importante lacuna nella ricerca in campo sanitario e crea le necessarie premesse per poter affrontare con provvedimenti programmati lo spiacevole aumento dei costi.
Ora sarà compito dei responsabili del settore sanitario sfrut- tare nella pratica le nuove conoscenze acquisite.
Alle domande dell'interpellante si può rispondere dettaglia- tamente come segue:
proposte elaborate dal PNR 8, in modo da poterle eventual- mente inserire in un nuovo progetto di legge.
l'articolo 39 cpv. 2 del disegno di legge, che darebbe alla Confederazione, in collaborazione con i Cantoni, la compe- tenza per realizzare delle indagini statistiche;
L'articolo 22quinquies cpv. 3 del disegno di legge, che obbliga gli stabilimenti di cura a tenere, secondo un metodo uniforme, un conto dei propri costi e una statistica delle prestazioni.
L'articolo 23 cpv. 2 del disegno di legge, che obbliga i medici, gli ospedali e tutti coloro che forniscono delle pre- stazioni, a presentare all'assicurato una fattura dettagliata. 3. Nel settore ospedaliero, in Svizzera, esiste una netta divi- sione delle competenze a favore dei Cantoni, nel loro territo- rio, sono i principali gestori degli ospedali e, in tale funzione, si occupano anche della pianificazione ospedaliera.
Nell'articolo 19bis cpv. 6 del sopracitato disegno di legge, la competenza del Cantone in materia di pianificazione viene espressamente mantenuta. Contemporaneamente si sottoli- nea che la pianificazione deve comprendere non solo gli ospedali, ma anche l'assistenza extraospedaliera e la cura con costose apparecchiature tecniche.
Le président: L'interpellateur est satisfait de la réponse du Conseil fédéral.
87.312
Interpellation Ziegler Mangelhafte Röntgenanlagen Appareils de radiographie défectueux
Wortlaut der Interpellation vom 4. März 1987
Dem Tätigkeitsbericht 1985 der Sektion Strahlenschutz des Bundesamtes für Gesundheitswesen ist zu entnehmen, dass nur rund ein Viertel der kontrollierten Röntgenanlagen in allen Teilen den gesetzlichen Vorschriften entspricht. Bei den Dentalanlagen mussten gut ein Drittel, bei den übrigen, in Arztpraxen und Spitälern installierten Anlagen sogar zwei Drittel mit technischen Mängeln beanstandet werden. Diese Mängel können eine unnötige Strahlenbelastung der Patien- ten und des Bedienungspersonals zur Folge haben.
Der Bundesrat wird um Auskunft auf die Frage ersucht, welche Massnahmen er zur Behebung dieser offensichtli- chen Missstände zu ergreifen gedenkt.
Texte de l'interpellation du 4 mars 1987
Selon le rapport d'activité 1985 de la section radioprotection de l'Office fédéral de la santé publique, un quart environ des installations radiographiques contrôlées correspondent aux prescriptions légales. On a constaté des défectuosités tech- niques dans un tiers des installations dentaires et même dans deux tiers des installations utilisées par des médecins et des hôpitaux. Ces lacunes peuvent entraîner une irradia- tion inutile des patients et du personnel soignant. Le Conseil fédéral est prié de dire quelles mesures il entend prendre pour remédier à cette fâcheuse situation.
Mitunterzeichner - Cosignataire: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Interpellant verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
N
1019
Interpellation Pitteloud
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 27. Mai 1987
Rapport écrit du Conseil fédéral du 27 mai 1987
Es ist richtig, dass nur rund ein Viertel der im Jahre 1985 kontrollierten medizinischen Röntgenanlagen in allen Teilen den gesetzlichen Vorschriften entsprachen. Im Jahre 1986 hat sich die Situation nicht wesentlich verändert.
Die einzelnen Beanstandungen haben unterschiedliche Ursachen und Auswirkungen, die individuell betrachtet und gewichtet werden müssen. Ein Teil der Beanstandungen bezieht sich auf formale oder administrative Mängel, wie fehlende Aufschriften am Gerät und fehlende Protokollie- rung der Expositionsdaten, ein anderer Teil auf technische Mängel wie z. B. fehlende Schutzvorrichtungen.
Technische Mängel und ungenügende bauliche Schutz- massnahmen können zu unnötigen Bestrahlungen von Patienten, Bedienungspersonal oder Drittpersonen führen. Da der Strahlenschutz eine Bundesaufgabe ist, kontrolliert das Bundesamt für Gesundheitswesen periodisch den Betrieb der etwa 13 000 medizinischen Röntgenanlagen in der Schweiz. Es überwacht gegebenenfalls, ob die Mängel innerhalb der verfügten Fristen (in der Regel sechs Monate) behoben werden. Das Intervall zwischen zwei Inspektionen beträgt gegenwärtig 8 bis 10 Jahre, angestrebt werden 5 Jahre. Durch eine Intensivierung der Inspektionen und die Veröffentlichung der Resultate sollen einerseits die Verbes- serung des Zustandes der Anlagen erreicht und andererseits die Anlagebesitzer, die grundsätzlich für ihre Anlagen haft- bar sind, für eine bessere Wartung sensibilisiert werden. Das Bundesamt für Gesundheitswesen steht zurzeit im Gespräch mit der Verbindung der Schweizer Aerzte (FMH) über Möglichkeiten zur Verbesserung der Situation. Mit der Schaffung einer zusätzlichen Inspektorenstelle im Bundes- amt für Gesundheitswesen wurde ein weiterer Schritt getan. Es ist vorgesehen, den Personalbestand für die Inspektions- tätigkeit in nächster Zeit noch weiter auszubauen.
Le président: L'interpellateur est satisfait de la réponse du Conseil fédéral.
86.199
Interpellation Pitteloud UN-Asylpolitik. Erklärung von Herrn Hocke und Haltung der Schweiz Politique d'asile. Déclaration de M. Hocké (HCR) et attitude de la Suisse
Wortlaut der Interpellation vom 18. Dezember 1986 Anlässlich der 37. Session des Exekutivkomitees des Hoch- kommissariates für Flüchtlinge hat Herr Hocke in Erinne- rung gerufen, auf welche Grundlagen eine auf dem Prinzip der Menschlichkeit beruhende Asylpolitik sich stützen sollte und welche Verpflichtungen die industrialisierten Länder auf diesem Gebiet auf sich zu nehmen hätten.
Unter anderem führte er aus, dass das Flüchtlingsproblem untrennbar mit der Gesamtheit der politischen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten in der Drit- ten Welt verbunden sei.
Die Definition des Flüchtlings in der Konvention von 1951 kann seiner Meinung nach den heutigen Realitäten nicht mehr gerecht werden. Denn wenn sich - so Hocké - Kon- flikte und Gewalt deutlich als Ursachen der Flucht ausma- chen liessen, wenn Menschen von ihrer Gesellschaft ausge- schlossen würden und wenn die einzige Möglichkeit, dem Tod zu entkommen, darin bestehe, Flüchtling zu werden, könne man sich nicht mehr hinter der Konvention verschan- zen. Das sei eine legalistische, eher doktrinäre als dem Recht verpflichtete Denkweise. Das Recht solle nicht dazu
herhalten, die Wirklichkeit zu negieren oder menschliche Prinzipien aufzugeben.
Hocké unterstrich, dass mehrere der ärmsten Länder der Welt in beispielhafter Weise - trotz leerem Tisch - diesen Flüchtlingen, die vor dem allgemein herrschenden Klima der Gewalt geflohen sind («réfugiés de la violence»), ihre Gast- freundschaft gewähren und 82 Prozent davon unterhalten (d. h. insgesamt 9 467 400 von 11 613 300 festgestellten Flüchtlingen). Die industrialisierte Welt müsse die Aufgabe mittragen, jene bei sich aufzunehmen, die ausserhalb ihrer Region um Asyl nachsuchen, sagte er, denn die Staaten dürften ihre Verpflichtungen nicht als erfüllt betrachten, wenn sie ihre Beiträge an die humanitären Programme leisten. Regierungen, die bisher stets die Rechte der Flücht- linge respektiert hätten, reagierten heute mit einer protektio- nistischen Politik, die von Grundsätzen der Abschreckung bestimmt sei. Auch wenn es für die Staaten nötig sei, die eigentlichen Flüchtlinge von jenen zu unterscheiden, die ihr. Land aus sozialen und wirtschaftlichen Gründen verlassen, sollten sie keine Massnahmen treffen, die unterschiedslos beide Gruppen betreffen.
Darüberhinaus sollten die Flüchtlinge, die nicht unter die Konvention fallen, unbedingt eine humanitäre Behandlung erfahren und temporäres Asyl für die Zeit erhalten, die nötig sei, bis eine aufeinander abgestimmte, internationale Anstrengung zu einer Lösung führe, die es ihnen erlaube, in Sicherheit und Würde nach Hause zurückzukehren.
Wie stellt sich der Bundesrat ganz allgemein zu diesen Aeusserungen? Wie sieht er die gegenwärtige Entwicklung im Bereich der Probleme, welche die Uebernahme der Flüchtlinge durch die Staatengemeinschaft stellt?
Ist der Bundesrat nicht der Meinung, dass durch die 2. Revision des Asylgesetzes die Schweiz noch mehr den Weg der Abschreckung wählt, der der Oeffnung und Ueber- nahme von Verantwortung, wie sie das HCR wünscht, zuwi- derläuft?
Ist der Bundesrat nicht der Meinung, dass die bestehende Praxis und Anwendung des Asylgesetzes kennzeichnend ist für eine doktrinär-legalistische Haltung, die die humanitären Aspekte des Problems nicht in Betracht zieht?
Welches ist die Haltung des Bundesrates gegenüber dem Begriff «réfugiés de la violence» ? Sieht er eine Beteiligung an den Anstrengungen vor, nach neuen Wegen und Lösun- gen zu suchen, um die neuen Probleme auf humanitärer Grundlage zu bewältigen?
Wie beurteilt er schliesslich auf dem Hintergrund der Soli- darität, die zu den grundlegenden Prinzipien unserer Aus- senpolitik gehört, die Tatsache, dass die Last von 82 Prozent der festgestellten Flüchtlinge von den Ländern der Dritten Welt getragen wird?
Texte de l'interpellation du 18 décembre 1986
Au cours de la 37ème session du comité exécutif du Haut Commissariat aux Réfugiés, M. Hocké a rappelé quels devraient être les fondements d'une politique d'asile basée sur le principe d'humanité et quelles étaient les responsabi- lités des pays industrialisés dans ce domaine.
Il a déclaré, entre autres, que le phénomène des réfugiés était inséparable de l'ensemble des problèmes politiques, sociaux, culturels et économiques que connaissent les pays du tiers-monde.
La définition de la Convention de 1951 ne peut plus, d'après lui, suffire à appréhender les réalités présentes car, lorsque les conflits et la violence peuvent être clairement identifiés comme la raison de la fuite, quand des êtres humains sont rejetés de leurs sociétés et que devenir un réfugié devient la seule façon d'éviter la mort, on ne peut se retrancher der- rière la Convention. Ce serait une approche légaliste, doctri- naire plutôt que doctrinale et le droit ne devrait pas être utilisé pour nier la réalité ou abandonner les principes humains. M. Hocké a souligné le fait que ces «réfugiés de la violence» sont accueillis de façon exemplaire par certains des pays les moins prospères du monde, qui leur offrent l'hospitalité malgré une table vide et supportent le 82 pour cent d'entre eux (soit un total de 9 467 400 sur 11 613 300
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Ziegler Mangelhafte Röntgenanlagen Interpellation Ziegler Appareils de radiographie défectueux
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In
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Jahr
1987
Année
Anno
Band
II
Volume
Volume
Session
Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 87.312
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Numero dell'oggetto
Datum 19.06.1987 - 08:00
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Data
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