19 juin 1987
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Postulat Basler
motorisierten Individualverkehr zu befreien und ihn einem sinnvolleren und würdigeren Verwendungszweck als natio- nale Stätte der menschlichen, kulturellen und politischen Begegnung zuzuführen.
Mit dieser Umgestaltung sollen - nicht zuletzt im Interesse der Luftreinhaltung - insbesondere ausgedehnte Fussgän- gerzonen geschaffen, der unumgängliche motorisierte Durchgangsverkehr in überdeckter Tieflage geführt, die Bedienung durch öffentliche Verkehrsmittel verbessert, die Durchführung der traditionellen Warenmärkte gewährleistet und die Zahl der Parkplätze um mindestens 75 Prozent vermindert werden.
Da es sich dabei um ein Werk von nationaler Bedeutung handelt, sollen - nebst den üblichen zweckgebundenen Strassenbaumitteln sowie angemessenen Interessenbeiträ- gen durch Stadt und Kanton Bern - allenfalls auch allge- meine Bundesmittel verwendet werden können.
Texte du postulat du 19 décembre 1986
Le Conseil fédéral est invité à examiner et à mettre en oeuvre, avec les autorités de la ville et du canton de Berne, tous les moyens et mesures (travaux, aménagement, signali- sation routière, diminution ou détournement du trafic) pour que la place fédérale à Berne soit libérée en grande partie du trafic motorisé individuel le plus tôt possible et utilisée dans un but plus noble, comme lieu national de rencontres sociales, culturelles et politiques.
Cette transformation doit permettre - dans l'optique de la lutte contre la pollution atmosphérique - d'aménager notamment des zones piétonnes étendues, de canaliser en traversée souterraine le trafic motorisé de transit inévitable, d'améliorer la desserte par les transports publics, d'assurer le bon déroulement des marchés traditionnels et de dimi- nuer d'au moins 75 pour cent le nombre des places de stationnement.
Comme il s'agit d'une réalisation d'importance nationale, la Confédération devra participer à son financement en y consacrant, au besoin, des fonds pris sur les ressources générales, qui viendront compléter les fonds affectés nor- malement à la construction des routes ainsi que les contri- butions appropriées accordées par la ville et le canton.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Basler, Bäumlin, Bircher, Borel, Braunschweig, Brélaz, Bremi, Bühler-Tschappina, Camenzind, Carobbio, Chopard, Clivaz, Darbellay, Deneys, Dünki, Eggenberg-Thun, Eng, Eppenberger-Nesslau, Fank- hauser, Fetz, Fierz, Fischer-Sursee, Friedli, Früh, Giger, Gloor, Grendelmeier, Gurtner, Herczog, Hess, Hofmann, Hubacher, Jaeger, Jaggi, Keller, Kühne, Lanz, Leuenberger- Solothurn, Longet, Maeder-Appenzell, Magnin, Meizoz, Morf, Müller-Bachs, Müller-Scharnachtal, Nauer, Nef, Neu- komm, Oester, Ogi, Ott, Petitpierre, Pitteloud, Rechsteiner, Reimann, Renschler, Robbiani, Ruch-Zuchwil, Ruffy, Sager, Schnider-Luzern, Schnyder-Bern, Seiler, Stamm Judith, Stamm Walter, Stappung, Uchtenhagen, Vannay, Villiger, Wanner, Weber Monika, Weder-Basel, Widmer, Zwingli, Zwygart (75)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Postulant verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 9. Juni 1987 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 9 juin 1987 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
87.320
Postulat Basler Bevölkerungspolitik. Neubeurteilung Rapport sur la politique démographique
Wortlaut des Postulates vom 4. März 1987
Zur Zeit des Zweiten Weltkriegs hat der Bundesrat einen umfassenden Bericht zum Volksbegehren «Für die Familie» erstellt. Ausgangspunkt dazu war die bevölkerungspolitisch beängstigende Situation unseres Landes. Aus der damali- gen Lagebeurteilung entstand das Ziel, die Geburtenziffern zu erhöhen. Die verfassungsrechtlichen Folgen waren gesetzgebende Befugnisse des Bundes auf dem Gebiete der Familienausgleichskassen und des Siedlungs- und Woh- nungswesens sowie die Verpflichtung, die Mutterschaftsver- sicherung einzurichten.
Ich ersuche den Bundesrat, einen neuen bevölkerungspoliti- schen Lagebericht zu erstellen. Denn seit Beginn des Zwei- ten Weltkriegs hat die Wohnbevölkerung um die Hälfte zugenommen; zahlenmässig mehr als in der Zeit zwischen der Gründung der Eidgenossenschaft und dem Zweiten Weltkrieg.
Der Bundesrat wird ferner um eine Neubeurteilung der Lage und allenfalls um eine Korrektur der damaligen bevölke- rungspolitischen Ziele ersucht. Denn neu erkennbar sind nun die Belastungsgrenzen der Umwelt und die Erschöpf- barkeit der Naturgüter sowohl unseres Landes wie auch der Erde.
Texte du postulat du 4 mars 1987
A l'époque de la Deuxième Guerre mondiale, le Conseil fédéral avait rédigé un rapport circonstancié sur l'initiative populaire «Pour la protection de la famille», déposée en raison de la situation alarmante qui régnait alors en Suisse sur le plan démographique. Au vu des circonstances, on décida de favoriser les naissances. Il s'ensuivit que l'on donna à la Confédération la compétence constitutionnelle de légiférer en matière de caisses de compensation pour allocations familiales, d'habitat et de logement, et qu'on la chargea d'instituer l'assurance-maternité.
Je prie le Conseil fédéral de faire un nouveau rapport sur la politique démographique, la population de notre pays ayant augmenté d'environ 50 pour cent depuis 1939, ce qui repré- sente, en chiffres absolus, un accroissement plus important que celui qui s'est produit depuis la création de la Confédé- ration jusqu'à la Deuxième Guerre mondiale.
En outre, le Conseil fédéral est prié de réexaminer la situa- tion et au besoin de rectifier les buts de la politique démo- graphique fixés à l'époque, car on a observé depuis que la résistance de l'environnement à la pollution est limitée et que les matières premières sont épuisables, tant en Suisse que dans le reste du monde.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Auer, Berger, Bühler- Tschappina, Eppenberger-Nesslau, Fierz, Fischer-Hägglin- gen, Früh, Geissbühler, Graf, Hofmann, Hösli, Lüchinger, Müller-Wiliberg, Nebiker, Nef, Neuenschwander, Ogi, Reich- ling, Rutishauser, Sager, Schnyder-Bern, Stucky, Uhlmann (23)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Bis zur Jahrhundertwende wurden in der Schweiz durch- schnittlich 29 Kinder auf 1000 Einwohner lebend geboren. Diese Geburtenrate sank anschliessend kontinuierlich, bis sie 1940 noch ungefähr die Hälfte, nämlich 15,2 betrug. Das hat in jener Zeit zu einer pessimistischen Zukunftsbetrach- tung geführt. Der damalige Direktor des Eidgenössischen Statistischen Amtes hat davon gesprochen, dass unser Lebensquell am Versiegen sei und schon in einem Jahr-
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Postulat Jaggi
zehnt in unserem Lande mehr Menschen begraben als geboren würden.
Um die Angst zu verstehen, aus der heraus das Volksbegeh- ren «Für die Familie» vom 13. Mai 1942 entstanden ist, muss man sich auch der damaligen Lage unseres Kleinstaates bewusst werden. Im bundesrätlichen Bericht vom 10. Okto- ber 1944 zu diesem Volksbegehren sind daher auch Begrün- dungen enthalten wie: «Selbst wenn man nicht in einer Höchstzahl von Bajonetten, sondern in der Gesinnung eines Volkes die Garantie für seine Unabhängigkeit erblickt, kann es doch für ein kleines Land wie die Schweiz nicht gleich- gültig sein, wenn es infolge des Geburtenrückganges für die Landesverteidigung eine Division oder gar ein Armeekorps waffenführiger Männer verliert.»
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Die direkte Folge aus dieser Alarmstimmung ist Artikel 34quinquies in der Bundesverfassung, dem Volk und Stände am 25. November 1945 zugestimmt haben. Seine Verpflich- tung, «auf dem Wege der Gesetzgebung die Mutterschafts- versicherung einzurichten», wird nun, mehr als 40 Jahre später, verwirklicht. Das bevölkerungspolitische Umfeld hat sich seither aber derart verändert, dass sich ein neuer Lage- bericht und eine Neubeurteilung aufdrängen. Dabei wird ein Blick auf die weltweiten demographischen Probleme nötig sein, weil unsere Verflechtungen auf dem Raumschiff Erde enger werden. Eine Ursache der wachsenden Beanspru- chung unserer Ressourcen und der zunehmenden Bela- stung der Umwelt ist neben intensiveren zivilisatorischen Tätigkeiten die Erhöhung der Bevölkerungszahl. Immer mehr Menschen müssen sich in denselben Raum teilen.
Neu in unser Bewusstsein aufgenommen ist vor allem die Tatsache, dass unbeschränktes Wachstum unverträglich ist mit dem beschränkten Raum, in dem wir leben. Eine Ursa- che der wachsenden Beanspruchung unserer Ressourcen und der zunehmenden Belastung der Umwelt ist neben intensiveren zivilisatorischen Tätigkeiten die Erhöhung der Bevölkerungszahl. Immer mehr Menschen müssen sich in denselben Raum teilen.
Bevölkerungspolitische Ziele stehen in direktem Zusam- menhang mit Massnahmen bei der Raumordnung und für eine umweltverträgliche Energieversorgung, in der Lufthy- giene, im Gewässerschutz, aber auch in der Gestaltung jener Sozialversicherungszweige, die in Umlage finanziert werden, wie der AHV oder der Asylpolitik.
Es ist daher an der Zeit, dass der erste umfassende bevölke- rungspolitische Bericht des Bundesrates aus dem Jahre 1944 ergänzt und in seinen Folgerungen überarbeitet wird.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 27. Mai 1987 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 27 mai 1987 Der Bundesrat ist bereit das Postulat anzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
87.400
Postulat Jaggi Eidgenössische Anstalt für das forstliche Versuchswesen. Zweiganstalt in der Westschweiz Institut fédéral de recherches forestières. Antenne-relai en Suisse romande
Wortlaut des Postulates vom 20. März 1987
Der Bundesrat wird eingeladen, zusammen mit dem Schul- rat abzuklären, ob in der Westschweiz nicht eine Zweigan- stalt der Eidgenössischen Anstalt für das forstliche Ver- suchswesen, Birmensdorf, eingerichtet werden kann. Diese
sollte dann insbesondere mit der Aufgabe betraut werden, Forstspezialisten und ein breiteres Publikum über den Stand der Forschung auf dem laufenden zu halten und Versuche zu koordinieren, die z.B. im Bereich Forstwirtschaft und Waldnutzung in der Bergregion oder in städtischen (Rand)- Gebieten durchgeführt werden.
Texte du postulat du 20 mars 1987
Le Conseil fédéral est invité à étudier, d'entente avec le Conseil des Ecoles, l'installation en Suisse romande d'une station complémentaire à l'Institut de recherches fores- tières, installé à Birmensdorf (ZH), chargée notammment de faire mieux connaître aux professionnels de la forêt ainsi qu'à un plus large public l'état de la recherche et de coor- donner certaines expérimentations, faites par exemple en région de montagne ou en zone (péri)urbaine en matière de sylviculture et d'exploitation.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Deneys, Etique, Frey, Friedli, Jaeger, Kohler, Longet, Maitre-Genève, Martin, Massy, Mauch, Meizoz, Morf, Neukomm, Rebeaud, Reva- clier, Ruffy, Schnyder-Bern, Tschuppert, Vannay, Wanner (21)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Fondé en 1885, l'Institut fédéral de recherches forestières (IFRF) est installé depuis une vingtaine d'années à Birmens- dorf, commune de l'agglomération zurichoise. On y fait un très bon travail, qui intéresse désormais aussi les non- théoriciens, sensibilisés par l'inquiétant problème du dépé- rissement des forêts.
Or, justement, ce public plus large, qui comprend d'abord les propriétaires et les professionnels de la forêt, a besoin qu'on lui parle un langage différent de celui des scientifi- ques et autres spécialistes, mais ne saurait par ailleurs se contenter des interviews «grand public» données à la presse (alémanique) par les responsables de l'IFRF notamment. Ce problème de communication se trouve bien sûr aggravé par la nécessité de traduire les informations destinées aux inté- ressés des régions latines de Suisse.
Quant au contenu des travaux et publications en matière de recherche forestière, il appelle certains compléments, aux yeux des professionnels, romands en tout cas, comme d'un plus large public. Il s'agirait notamment de mettre davantage l'accent sur les expérimentations faites par exemple dans les régions de montagne et les zones (péri)urbaines, en matière de reconstitution, de soins culturaux ou d'exploita- tion. Car les «gens du front», aux prises avec des problèmes concrets d'entretien et de santé de la forêt, effectuent spon- tanément toutes sortes d'essais qu'il conviendrait de mieux coordonner, et dont les résultats mériteraient une analyse plus systématique.
Pour cela, il conviendrait d'installer, en Suisse romande d'abord où se trouvent plus du quart des surfaces fores- tières du pays, une station complémentaire à l'IFRE, qui aurait une double fonction d'antenne-relai: elle devrait, d'une part, capter les informations venant de la science comme de la pratique et, d'autre part, servir d'intermédiaire permettant de faire mieux communiquer entre eux les «hommes des bois», et ces derniers avec les spécialistes de la recherche forestière. Enfin, elle devrait mener à bien son propre programme de recherche, distinct et complémen- taire de celui de Birmensdorf.
Il va de soi que la mise en place d'une telle station, qui ne devrait pas compter plus d'une vingtaine de collaborateurs tous statuts confondus (soit au plus un dixième de l'effectif occupé à Birmensdorf), ne se justifie pas seulement par la nécessité de rendre plus denses encore les réseaux existant à l'intérieur du cercle par définition fermé des gens directe- ment intéressés à la recherche forestière. L'installation demandée se place dans une perspective plus générale, puisqu'elle devrait contribuer à la sauvegarde du patrimoine forestier du pays, et aussi à une information correcte, com- préhensible et crédible du très large public intéressé aux différents aspects de la vie de la forêt suisse, protégée
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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Basler Bevölkerungspolitik. Neubeurteilung Postulat Basler Rapport sur la politique démographique
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Jahr
1987
Année
Anno
Band
II
Volume
Volume
Session
Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
87.320
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
19.06.1987 - 08:00
Date
Data
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1000-1001
Page
Pagina
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