Motion on Chernobyl food information transmitted as postulate

20015244Jurisprudence administrative des autorités fédérales (JAAC)20 mars 1987Partially Granted

Ouvrir la source

Résumé

Aubry’s motion requested that the Federal Council inform the population about food products that could contain hazardous radioactive cesium after Chernobyl. The Federal Council asked that the motion be converted into a postulate, explaining that the matter was already under review and that it lacked a sufficient basis for a detailed response. The National Council transmitted the motion as a postulate.

Regest

Motion; conversion into a postulate; where the Federal Council indicates that the subject matter is under ongoing examination and that a detailed position cannot yet be taken, Parliament may limit itself to a postulate and thereby merely require examination and reporting back, without binding the Council to immediate regulatory action.

Texte intégral

Motion Aubry

506

N 20 mars 1987

a. la responsabilité illimitée des propriétaires et exploitants; b. la responsabilité lors du transport de telles substances sur route ou par bateau, train ou avion;

c. la création d'un fonds alimenté par les contributions des propriétaires et exploitants de telles entreprises et destiné à réparer les dommages causés par des catastrophes;

d. la couverture des risques financiers des propriétaires et exploitants (assurance obligatoire).

Sprecher - Porte-parole: Jaeger

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Motionärin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral

Im Zusammenhang mit der Brandkatastrophe von Schwei- zerhalle vom 1. November 1986 sind dem Bundesrat zahlrei- che Motionen eingereicht worden. Sie betreffen Fragen der Information und Auskunftspflicht, die Vorschriften über umweltgefährdende Stoffe, den Katastrophenschutz, die Aufsicht des Bundes sowie Probleme der Haftpflicht und des Strafrechts.

Alle diese Themen bilden zurzeit Gegenstand eingehender Abklärungen. So haben erste Gespräche über Aufgabentei- lung und Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen mit Fachstellen aller Kantone und mit Regierungsvertretern beider Basel bereits stattgefunden. Die eigentlichen Arbei- ten werden jedoch von einer Kommission zu leisten sein, die der Bundesrat demnächst einsetzen wird mit dem Auftrag, eine Störfall-Verordnung auszuarbeiten. Aus diesem Grund verfügt der Bundesrat noch nicht über die nötigen Grundla- gen, um sich zu den Anliegen der Motionen im Detail zu äussern. Er erklärt sich aber bereit, diese Anliegen zu prüfen und das Parlament laufend über die Ergebnisse zu orientie- ren. Die noch ausstehende Beantwortung von Einfachen Anfragen und Interpellationen, die ebenfalls zur Brandkata- strophe von Schweizerhalle eingereicht worden sind, wird dabei dem Bundesrat die Möglichkeit geben, über den Stand der Arbeiten zu berichten.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln.

Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat

86.819

Motion der LdU/EVP-Fraktion Katastrophenschutz-Verordnung Motion du Groupe Adl/PEP Protection en cas de catastrophes. Ordonnance

Wortlaut der Motion vom 19. Dezember 1986 Der Bundesrat wird aufgefordert, basierend auf dem Umweltschutzgesetz (USG), eine Katastrophenschutz-Ver- ordnung zu erlassen.

Texte de la motion du 19 décembre 1986 Le Conseil fédéral est chargé d'édicter une ordonnance sur la protection en cas de catastrophes, en exécution de la loi sur la protection de l'environnement.

Sprecher - Porte-parole: Zwygart

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Die Grosstechnologie birgt heute Gefahren, die leider Kata- stophen immer wahrscheinlicher machen. Mensch und Umwelt müssen aber optimal geschützt werden. Mit dazu gehört die Vorbereitung auf eine solche Situation. Deshalb beantragen wir, dass, gestützt auf das Umweltschutzgesetz, nun eine Katastrophenschutzverordnung ausgearbeitet wird. Dies ist auch von juristischem Interesse, da offensicht- lich Artikel 10 des USG hinter der im Interesse der Rechtssi- cherheit wünschbaren Normierungsdichte zurückbleibt.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral

Im Zusammenhang mit der Brandkatastrophe von Schwei- zerhalle vom 1. November 1986 sind dem Bundesrat zahlrei- che Motionen eingereicht worden. Sie betreffen Fragen der Information und Auskunftspflicht, die Vorschriften über umweltgefährdende Stoffe, den Katastrophenschutz, die Aufsicht des Bundes sowie Probleme der Haftpflicht und des Strafrechts.

Alle diese Themen bilden zurzeit Gegenstand eingehender Abklärungen. So haben erste Gespräche über Aufgabentei- lung und Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen mit Fachstellen aller Kantone und mit Regierungsvertretern beider Basel bereits stattgefunden. Die eigentlichen Arbei- ten werden jedoch von einer Kommission zu leisten sein, die der Bundesrat demnächst einsetzen wird mit dem Auftrag, eine Störfall-Verordnung auszuarbeiten. Aus diesem Grund verfügt der Bundesrat noch nicht über die nötigen Grundla- gen, um sich zu den Anliegen der Motionen im Detail zu äussern. Er erklärt sich aber bereit, diese Anliegen zu prüfen und das Parlament laufend über die Ergebnisse zu orientie- ren. Die noch ausstehende Beantwortung von Einfachen Anfragen und Interpellationen, die ebenfalls zur Brandkata- strophe von Schweizerhalle eingereicht worden sind, wird dabei dem Bundesrat die Möglichkeit geben, über den Stand der Arbeiten zu berichten.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln.

Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat

86.573

Motion Aubry Lebensmittel nach Tschernobyl. Information Etat des denrées alimentaires après Tchernobyl. Information de la population

Wortlaut der Motion vom 24. September 1986 Der Bundesrat wird beauftragt, die Bevölkerung darüber zu unterrichten, welche Lebensmittel infolge der Katastrophe von Tschernobyl eine gesundheitsgefährdende Konzentra- tion radioaktiven Cäsiums aufweisen könnten.

Texte de la motion du 24 septembre 1986

Le Conseil fédéral est chargé de faire renseigner la popula- tion au sujet des denrées qui pourraient encore, à la suite de la catastrophe de Tchernobyl, accuser une concentration de radionucléides radioactifs de césium dangereuse pour la santé.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Christinat, Cotti Gian- franco, Eppenberger-Nesslau, Giudici, Gloor, Grassi, Kohler

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion der LdU/EVP-Fraktion Katastrophenschutz-Verordnung Motion du Groupe Adl/PEP Protection en cas de catastrophes. Ordonnance

In

Dans

In

Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr

1987

Année

Anno

Band

I

Volume

Volume

Session

Frühjahrssession

Session

Session de printemps

Sessione

Sessione primaverile

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

17

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 86.819

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum

20.03.1987 - 08:00

Date

Data

Seite

506-506

Page

Pagina

Ref. No

20 015 244

Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

Mots-clés

public informationfood safetyradioactive contaminationChernobylpostulatemotion