505
Motion der LdU/EVP-Fraktion
sulla ripartizione dei compiti e sulla collaborazione fra Con- federazione e Cantoni, con i servizi competenti di tutti i Cantoni e con rappresentanti dei Governi delle due Basilee. I lavori veri e propri saranno però forniti da una Commis- sione, che sarà istituita prossimamente dal Consiglio fede- rale, con l'incarico di elaborare un'ordinanza per i casi d'emergenza: il Consiglio federale non è pertanto ancora in possesso della documentazione necessaria per poter rispondere alle mozioni in modo particolareggiato. E' tutta- via disposto ad esaminare le richieste ed a informare di volta in volta il Parlamento circa i risultati. La risposta, tuttora in sospeso, ad interrogazioni semplici e ad interpellanze pure attinenti alla catastrofe di Schweizerhalle daranno modo al Consiglio federale di riferire sullo stato dei lavori.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Dichiarazione del Consiglio federeale Déclaration écrite du Conseil fédéral
Il Consiglio federale propone di trasformare la mozione in postulato.
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
86.817
Motion der LDU/EVP-Fraktion Gefährliche Stoffe. Auskunftspflicht Motion du Groupe Adl/PEP Substances dangereuses. Obligation de renseigner
Wortlaut der Motion vom 19. Dezember 1986
Der Bundesrat wird aufgefordert, im Umweltschutzgesetz die Auskunftspflicht dahingehend zu erweitern, dass Risiko- analysen und ähnliche - für die Verhinderung oder die Bekämpfung von Unfällen in Betrieben, welche umweltge- fährdende Stoffe lagern oder im Produktionsprozess einset- zen - wesentliche Berichte den zuständigen Stellen jeweils sofort zugestellt werden müssen.
Texte de la motion du 19 décembre 1986
Le Conseil fédéral est chargé d'aménager l'obligation de renseigner fixée dans la loi sur la protection de l'environne- ment, de telle sorte que les responsables soient tenus dans chaque cas de présenter immédiatement aux services com- pétents les analyses de risques et autres rapports indispen- sables à la prévention des accidents et à la réparation des dommages pouvant se produire dans des entreprises qui stockent des substances dangereuses pour l'environnement ou qui utilisent de telles substances dans leurs procédés de fabrication.
Sprecher - Porte-parole: Müller-Aargau
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Erfahrungen bei der Chemie-Katastrophe haben gezeigt, dass die Fachleute von Versicherungsgesellschaften dazu berufen und fähig sind, fragwürdige Lagerhaltung von gefährlichen Stoffen und risikoreiche Produktionsanlagen zu erkennen und mögliche Kettenreaktionen richtig einzu- schätzen. Der Unfall in Schweizerhalle hätte wohl vermieden werden können, wenn die damalige Expertise der schweize- rischen Versicherungsanstalt bekannt geworden wäre und die zuständigen kantonalen und eidgenössischen Stellen für die Sanierung der Anlagen gesorgt hätten.
Die präventive Wirkung einer solchen Bestimmung darf nicht unterschätzt werden: Eine Anlage muss nicht nur versicherungswürdig sein; die Versicherungsgesellschaften
werden mitschuldig und haftbar, wenn zu grosse Risiken eingegangen werden.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 2. März 1987
Rapport écrit du Conseil fédéral du 2 mars 1987
Im Zusammenhang mit der Brandkatastrophe von Schwei- zerhalle vom 1. November 1986 sind dem Bundesrat zahlrei- che Motionen eingereicht worden. Sie betreffen Fragen der Information und Auskunftspflicht, die Vorschriften über umweltgefährdende Stoffe, den Katastrophenschutz, die Aufsicht des Bundes sowie Probleme der Haftpflicht und des Strafrechts.
Alle diese Themen bilden zurzeit Gegenstand eingehender Abklärungen. So haben erste Gespräche über Aufgabentei- lung und Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen mit Fachstellen aller Kantone und mit Regierungsvertretern beider Basel bereits stattgefunden. Die eigentlichen Arbei- ten werden jedoch von einer Kommission zu leisten sein, die der Bundesrat demnächst einsetzen wird mit dem Auftrag, eine Störfall-Verordnung auszuarbeiten. Aus diesem Grund verfügt der Bundesrt noch nicht über die nötigen Grundla- gen, um sich zu den Anliegen der Motionen im Detail zu äussern. Er erklärt sich aber bereit, diese Anliegen zu prüfen und das Parlament laufend über die Ergebnisse zu orientie- ren. Die noch ausstehende Beantwortung von Einfachen Anfragen und Interpellationen, die ebenfalls zur Brandkata- strophe von Schweizerhalle eingereicht worden sind, wird dabei dem Bundesrat die Möglichkeit geben, über den Stand der Arbeiten zu berichten.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln.
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
86.818
Motion der LdU/EVP-Fraktion Chemiehaftpflichtgesetz Motion du Groupe Adl/PEP Industrie chimique. Loi sur la responsabilité civile
Wortlaut der Motion vom 19. Dezember 1986 Der Bundesrat wird aufgefordert, analog dem Kernenergie- haftpflichtgesetz ein entsprechendes Gesetz zu erlassen zur Regelung der Haftpflicht von Anlagen, die umweltgefähr- dende Stoffe lagern, produzieren oder in anderer Form umsetzen. Namentlich müsste ein solches Gesetz enthalten: a. Die Haftung der Inhaber und Betreiber in unbeschränkter Höhe;
b. Die Haftung für Transporte solcher Stoffe zu Wasser, auf der Strasse, mit der Bahn oder mit dem Flugzeug;
c. Die Aeufnung eines Gross-Schadenfonds mit Beiträgen der Inhaber und Betreiber solcher Anlagen;
d. Vorschriften über die Abdeckung der finanziellen Risiken der Inhaber und Betreiber (obligatorische Versicherung).
Texte de la motion du 19 décembre 1986
Le Conseil fédéral est chargé d'élaborer un projet de loi semblable à la loi sur la responsabilité civile en matière d'énergie nucléaire afin de réglementer la responsabilité civile des entreprises qui stockent, produisent ou transfor- ment des substances nuisibles pour l'environnement. Cette loi devrait régir notamment:
64-N
Motion Aubry
506
N 20 mars 1987
a. la responsabilité illimitée des propriétaires et exploitants; b. la responsabilité lors du transport de telles substances sur route ou par bateau, train ou avion;
c. la création d'un fonds alimenté par les contributions des propriétaires et exploitants de telles entreprises et destiné à réparer les dommages causés par des catastrophes;
d. la couverture des risques financiers des propriétaires et exploitants (assurance obligatoire).
Sprecher - Porte-parole: Jaeger
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Motionärin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral
Im Zusammenhang mit der Brandkatastrophe von Schwei- zerhalle vom 1. November 1986 sind dem Bundesrat zahlrei- che Motionen eingereicht worden. Sie betreffen Fragen der Information und Auskunftspflicht, die Vorschriften über umweltgefährdende Stoffe, den Katastrophenschutz, die Aufsicht des Bundes sowie Probleme der Haftpflicht und des Strafrechts.
Alle diese Themen bilden zurzeit Gegenstand eingehender Abklärungen. So haben erste Gespräche über Aufgabentei- lung und Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen mit Fachstellen aller Kantone und mit Regierungsvertretern beider Basel bereits stattgefunden. Die eigentlichen Arbei- ten werden jedoch von einer Kommission zu leisten sein, die der Bundesrat demnächst einsetzen wird mit dem Auftrag, eine Störfall-Verordnung auszuarbeiten. Aus diesem Grund verfügt der Bundesrat noch nicht über die nötigen Grundla- gen, um sich zu den Anliegen der Motionen im Detail zu äussern. Er erklärt sich aber bereit, diese Anliegen zu prüfen und das Parlament laufend über die Ergebnisse zu orientie- ren. Die noch ausstehende Beantwortung von Einfachen Anfragen und Interpellationen, die ebenfalls zur Brandkata- strophe von Schweizerhalle eingereicht worden sind, wird dabei dem Bundesrat die Möglichkeit geben, über den Stand der Arbeiten zu berichten.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln.
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
86.819
Motion der LdU/EVP-Fraktion Katastrophenschutz-Verordnung Motion du Groupe Adl/PEP Protection en cas de catastrophes. Ordonnance
Wortlaut der Motion vom 19. Dezember 1986 Der Bundesrat wird aufgefordert, basierend auf dem Umweltschutzgesetz (USG), eine Katastrophenschutz-Ver- ordnung zu erlassen.
Texte de la motion du 19 décembre 1986 Le Conseil fédéral est chargé d'édicter une ordonnance sur la protection en cas de catastrophes, en exécution de la loi sur la protection de l'environnement.
Sprecher - Porte-parole: Zwygart
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Die Grosstechnologie birgt heute Gefahren, die leider Kata- stophen immer wahrscheinlicher machen. Mensch und Umwelt müssen aber optimal geschützt werden. Mit dazu gehört die Vorbereitung auf eine solche Situation. Deshalb beantragen wir, dass, gestützt auf das Umweltschutzgesetz, nun eine Katastrophenschutzverordnung ausgearbeitet wird. Dies ist auch von juristischem Interesse, da offensicht- lich Artikel 10 des USG hinter der im Interesse der Rechtssi- cherheit wünschbaren Normierungsdichte zurückbleibt.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral
Im Zusammenhang mit der Brandkatastrophe von Schwei- zerhalle vom 1. November 1986 sind dem Bundesrat zahlrei- che Motionen eingereicht worden. Sie betreffen Fragen der Information und Auskunftspflicht, die Vorschriften über umweltgefährdende Stoffe, den Katastrophenschutz, die Aufsicht des Bundes sowie Probleme der Haftpflicht und des Strafrechts.
Alle diese Themen bilden zurzeit Gegenstand eingehender Abklärungen. So haben erste Gespräche über Aufgabentei- lung und Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen mit Fachstellen aller Kantone und mit Regierungsvertretern beider Basel bereits stattgefunden. Die eigentlichen Arbei- ten werden jedoch von einer Kommission zu leisten sein, die der Bundesrat demnächst einsetzen wird mit dem Auftrag, eine Störfall-Verordnung auszuarbeiten. Aus diesem Grund verfügt der Bundesrat noch nicht über die nötigen Grundla- gen, um sich zu den Anliegen der Motionen im Detail zu äussern. Er erklärt sich aber bereit, diese Anliegen zu prüfen und das Parlament laufend über die Ergebnisse zu orientie- ren. Die noch ausstehende Beantwortung von Einfachen Anfragen und Interpellationen, die ebenfalls zur Brandkata- strophe von Schweizerhalle eingereicht worden sind, wird dabei dem Bundesrat die Möglichkeit geben, über den Stand der Arbeiten zu berichten.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln.
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
86.573
Motion Aubry Lebensmittel nach Tschernobyl. Information Etat des denrées alimentaires après Tchernobyl. Information de la population
Wortlaut der Motion vom 24. September 1986 Der Bundesrat wird beauftragt, die Bevölkerung darüber zu unterrichten, welche Lebensmittel infolge der Katastrophe von Tschernobyl eine gesundheitsgefährdende Konzentra- tion radioaktiven Cäsiums aufweisen könnten.
Texte de la motion du 24 septembre 1986
Le Conseil fédéral est chargé de faire renseigner la popula- tion au sujet des denrées qui pourraient encore, à la suite de la catastrophe de Tchernobyl, accuser une concentration de radionucléides radioactifs de césium dangereuse pour la santé.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Christinat, Cotti Gian- franco, Eppenberger-Nesslau, Giudici, Gloor, Grassi, Kohler
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion der LdU/EVP-Fraktion Chemiehaftpflichtgesetz Motion du Groupe Adl/PEP Industrie chimique. Loi sur la responsabilité civile
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In
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Jahr
1987
Année
Anno
Band
I
Volume
Volume
Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 86.818
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
20.03.1987 - 08:00
Date
Data
Seite
505-506
Page
Pagina
Ref. No
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