Interpellation on Switzerland’s role in the Red Cross conference

20015190Jurisprudence administrative des autorités fédérales (JAAC)11 mars 1987Other

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The National Council record concerns an interpellation by de Chastonay on the exclusion of South Africa from the 25th International Red Cross Conference in Geneva. The interpellant questioned the Federal Council about the nature and extent of federal preparatory work, whether the political turn of the conference had been foreseeable, whether the risks had been underestimated, and whether postponement would have been wiser. The document indicates that the Federal Council’s written reply was to follow.

Regeste Omnilex

Parliamentary interpellation concerning the 25th International Red Cross Conference in Geneva; request for information on federal preparatory activities, foreseeability of politically charged votes, and advisability of postponing the conference. The matter is a political oversight inquiry and not a judicial determination of rights or obligations.

Texte intégral

  1. März 1987 N

247

Südafrika. Persönliche Vorstösse

dre pour garantir que l'aide caritative de notre pays puisse se poursuivre en Afrique du Sud?

Mitunterzeichner - Cosignataire: Keine - Aucun

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Nach der Unesco ist nun auch das Rote Kreuz im Zuge der Verpolitisierung zu einer humanitären Institution geworden, die in ihren Grundzielen bedroht scheint. Der Ausschluss von Südafrika bedeutet nicht nur einen Verstoss gegen die Satzungen der Liga des Roten Kreuzes, sondern vor allem eine ernsthafte Bedrohung des Gedankens der karitativen Hilfe an alle Menschen. Es besteht nach diesem präjudizie- renden Entscheid von Genf die grosse Gefahr, dass politi- sche Willkür zu ähnlichen Massnahmen gegenüber anderen isolierten Staaten führen könnte. Da die Schweiz mit der humanitären Aufgabe des Roten Kreuzes eng verbunden ist, muss der Bundesrat alles daran setzen, um der gefährlichen Verpolitisierung des Roten Kreuzes in den Anfängen entge- genzutreten. Angesichts der grossen finanziellen Hilfe (etwa 55 Millionen Franken im Jahre 1985) kann der Bundesrat unmissverständlich sein Mitspracherecht beanspruchen. Es ist in diesem Zusammenhang zu wünschen, dass der Bundesrat auch bei der Vorbereitung einer nächsten Konfe- renz dem gefährlichen Dualismus von Regierungsdelega- tion und nationaler Vertretung des Roten Kreuzes entgegen- wirkt. Offenbar sind bei Vorbereitung und Durchführung der diesjährigen Konferenz in Genf Führungsfehler vorgekom- men, die in Zukunft vermieden werden müssen. Im beson- dern ist am Konferenzort auch der Einfluss von Vertretern der Uno unliebsam aufgefallen.

Da der Ausschluss von Südafrika aus dem Roten Kreuz, verbunden mit der Ausweisung von IKRK-Delegierten durch die Regierung in Pretoria, vor allem die notleidende schwarze Bevölkerung im Bereiche der städtischen Agglo- merationen trifft, sollte eine Soforthilfe gesucht werden. Es ist deshalb zu prüfen, ob nicht die Organisationen der Entwicklungshilfe oder des Katastrophenhilfekorps in die Lücke springen können. Es gilt jetzt zu beweisen, dass unser Land nicht nur durch Worte, sondern durch wirksame Taten am Gedanken des Roten Kreuzes festhält.

Antwort des Bundesrates siehe unten Réponse du Conseil fédéral voir ci-après

86.984

Interpellation de Chastonay 25. IKRK-Konferenz. Ausschluss von Südafrika 25e Conférence internationale de la Croix-Rouge à Genève. Expulsion de l'Afrique du Sud

Wortlaut der Interpellation vom 1. Dezember 1986

Die 25. Internationale Konferenz des Roten Kreuzes in Genf hat mit ihrem Beschluss, Südafrika auszuschliessen, den Grundsatz der Neutralität des IKRK und der Liga der Rot- kreuz-Gesellschaften mit Füssen getreten, das Rote Kreuz insgesamt als humanitäre Institution geschwächt und es eines grossen Teils seiner Glaubwürdigkeit beraubt.

In gewissen Kreisen hat man leider nicht versäumt, für den schwerwiegenden Misserfolg dieser Konferenz Sünden- böcke zu suchen.

Die Vorbereitungsarbeiten für diese Konferenz sind in erster Linie von Bundesbeamten geleistet worden. Ich bitte des- halb den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:

  • Welcher Art waren die Vorbereitungsarbeiten, welche die zuständigen Beamten des Bundes geleistet haben? Von welchem Ausmass waren sie, wieviel Zeit nahmen sie in Anspruch, und welche Bedeutung kam ihnen zu? Bei wel- chen Ländern sind im Rahmen der Vorbereitung Vorstösse unternommen worden?

  • Hat man während der ganzen Vorbereitungsphase der Konferenz nicht voraussehen, abschätzen oder mindestens ahnen können, dass die Konferenz sehr rasch mit rein politi- schen Abstimmungen konfrontiert würde?

  • Hat man diese Gefahr letztlich nicht in schwerwiegender Weise unterschätzt?

  • Wäre es auf jeden Fall nicht zweckmässiger und klüger gewesen, die Konferenz auf ein späteres Datum zu verschie- ben, wie es schon bei früheren Konferenzen vorgekommen ist?

Texte de l'interpellation du 1er décembre 1986

La décision de la 25e Conférence internationale de la Croix- Rouge, à Genève, en bafouant le principe de la neutralité du CICR et de la Ligue des Sociétés de la Croix-Rouge, a fragilisé toute cette institution humanitaire en lui faisant perdre une grande partie de son crédit.

Dans certains milieux, l'on n'a malheureusement pas man- qué de chercher des boucs émissaires au grave échec de cette conférence.

Sachant que tous les travaux préparatoires de cette assem- blée plénière ont été notamment assumés par des fonction- naires de la Confédération, le Conseil fédéral peut-il répon- dre aux questions suivantes:

  • Quelles sont la nature, l'étendue, la durée et l'importance des travaux préparatoires entrepris par les responsables de la Confédération ? Auprès de quels pays?

  • Durant toute la période précédant l'ouverture de la Confé- rence, n'était-il pas possible de prévoir, d'évaluer ou tout au moins de supposer que la Conférence serait très vite confrontée à des votes d'ordre purement politique?

  • N'a-t-on pas, en définitive, gravement sous-estimé ces risques ?

  • En tout état de cause, n'aurait-il pas été plus opportun et avisé de reporter la Conférence à une date ultérieure ainsi que cela s'est déjà produit dans le passé?

Mitunterzeichner - Cosignataire: Keine - Aucun

Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite.

Antwort des Bundesrates siehe unten Réponse du Conseil fédéral voir ci-après

86.125

Interpellation der liberalen Fraktion Internationale Rotkreuz-Konferenz. Ausschluss von Südafrika

Interpellation du groupe libéral Conférence internationale de la Croix-Rouge. Expulsion de l'Afrique du Sud

Wortlaut der Interpellation vom 8. Dezember 1986 An der internationalen Konferenz des Roten Kreuzes, die vom 23. bis 31. Oktober 1986 in Genf abgehalten wurde, hat sich ein schwerwiegender Vorfall ereignet: Die Delegation der südafrikanischen Regierung ist von der Konferenz aus- geschlossen worden. Wie auch immer die Doktrin und Poli- tik der Rassentrennung und Rassendiskriminierung, die die-

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation de Chastonay 25. IKRK-Konferenz. Ausschluss von Südafrika Interpellation de Chastonay 25e Conférence internationale de la Croix-Rouge à Genève. Expulsion de l'Afrique du Sud

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Dans

In

Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr

1987

Année

Anno

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I

Volume

Volume

Session

Frühjahrssession

Session

Session de printemps

Sessione

Sessione primaverile

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

09

Séance

Seduta

Geschäftsnummer

86.984

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 11.03.1987 - 15:00

Date

Data

Seite

247-247

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Ref. No

20 015 190

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Mots-clés

interpellationparliamentary oversightRed CrossSouth AfricaGeneva conferenceneutralityhumanitarian aid

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

What preparatory work did federal officials carry out for the conference, and in what scope and duration?

Question juridique clé

Could the risk of political voting at the conference have been foreseen or should the conference have been postponed?

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