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Botschaft in Kinshasa. Neubauten
Handlungsspielraum von Bundesrat und Parlament stark eingeschränkt und damit die Bildung von Prioritäten er- schwert.
Antrag der Kommission
Die Petitions- und Gewährleistungskommission beantragt einstimmig, von der Petition Kenntnis zu nehmen.
Proposition de la commission
La Commission des pétitions et de l'examen des constitu- tions cantonales propose à l'unanimité de prendre acte de la pétition.
Zustimmung - Adhésion
84.043
Botschaft in Kinshasa. Neubauten Ambassade à Kinshasa. Nouveaux bâtiments
Botschaft und Beschlussentwurf vom 16. Mai 1984 (BBI II, 665) Message et projet d'arrêté du 16 mai 1984 (FF II, 689)
Beschluss des Ständerates vom 15. Dezember 1986 Décision du Conseil des Etats du 15 décembre 1986
M. Dupont, rapporteur: La Commission des affaires etran- gères du Conseil des Etats a décidé, dans sa séance du 6 septembre 1984, d'accepter le message du 16 mai de la même année relatif au projet de construction pour notre représentation diplomatique à Kinshasa. Toutefois, elle a invité le Conseil fédéral à étudier la possibilité de redimen- sionner le projet ou de le réaliser par étapes et de faire état des effets qui en résulteraient dans un rapport complémen- taire.
En été 1985, le directeur de l'Office des constructions fédé- rales et le secrétaire général du Département fédéral des affaires étrangères ont, sur place, vérifié minutieusement les problèmes immobiliers de notre représentation diplomati- que à Kinshasa. Ils sont arrivés à la conclusion que les conditions prévalant actuellement ne sont plus admissibles et que la seule solution satisfaisante, a long terme, consiste en la construction à brève échéance de bureaux et de logements, propriété de la Confédération.
La réalisation de ce projet de construction a été renvoyée trop souvent. La situation actuelle doit être considérée comme insupportable et il est devenu urgent d'y remédier. Il y a également lieu de prendre en considération que les autorités zaïroises insistent de plus en plus sur une utilisa- tion à brève échéance du terrain acheté par la Confédéra- tion il y a vingt-trois ans. Il convient de ne pas sousestimer le danger qu'il y a de perdre notre terrain par saisie.
Tenant compte de cette situation de départ, la priorité fixée dans le cadre de la planification des constructions d'ambas- sades doit être considérée comme correcte et approuvée sans réserve. Il s'ensuit que le fait de loger une représenta- tion diplomatique ou consulaire dans des locaux convena- bles, fonctionnels et sûrs, qui donnent une impression accueillante et qui constituent une meilleure carte de visite pour la Suisse, ne dépend en premier lieu ni du régime politique du pays-hôte, ni du volume des échanges commer- ciaux bilatéraux. Il convient de garder à l'esprit que la Suisse se trouve dans une certaine concurrence avec tous les Etats qui sont représentés dans une même ville.
Nous tenons à souligner que les projets de construction à l'étranger ne tendent pas à des réalisations de prestige et sont dominés par des considérations d'économie. Les ins- tallations de même que les constructions proprement dites
doivent être représentatives, fonctionnelles, de bon goût, et non pas luxueuses.
Vu la recrudescence inquiétante des actes criminels et terro- ristes à l'échelle mondiale, nous sommes obligés, selon l'avis du département, par mesure de sécurité évidente, de prévoir de plus en plus souvent dans nos projets de nou- velles constructions des possibilités de logement pour les collaborateurs sur le terrain de l'ambassade. La construc- tion d'un ensemble comporte bon nombre d'avantages non quantifiables, par exemple une meilleure possibilité de sur- veillance, des abris de protection, la garantie d'un approvi- sionnement en énergie électrique grâce à une installation électrogène propre, la suppression du déplacement pour se rendre au travail pour les collaborateurs de l'ambassade, assurant par là une disponibilité sans restriction aussi en cas de crise.
Pour toutes ces raisons, un redimensionnement du projet ne pourrait que porter atteinte à la qualité de l'ensemble de l'oeuvre. Il est donc préférable de réduire sensiblement le projet de construction en renonçant provisoirement à la réalisation de la résidence. La division du projet en deux phases de construction permet de réduire le crédit d'ou- vrage à 12,9 millions, au lieu de 16 366 000 francs. Cette proposition correspond exactement à celle du Conseil des Etats et votre commission, sans opposition, vous engage à vous y rallier.
Frau Camenzind, Berichterstatterin: Die Kommission des Nationalrates für auswärtige Angelegenheiten hat an ihrer Sitzung vom 10. Februar 1987 beschlossen, auf die Bot- schaft über die Errichtung eines Kanzleigebäudes mit drei Dienstwohnungen, einer Residenz und dreier zusammenge- bauter Dienstwohnhäuser für die schweizerische diplomati- sche Vertretung in Kinshasa einzutreten.
Entgegen der bundesrätlichen Empfehlung, jedoch in Uebereinstimmung mit der ständerätlichen Kommission für auswärtige Angelegenheiten, beantragt Ihnen die Kommis- sion, die Ueberbauung in Etappen vorzunehmen, d. h. zuerst die dringend benötigten Kanzleiräume, die Wohnun- gen für die Mitarbeiter und das Schwimmbad zu erstellen. Vom Bau der Residenz soll vorläufig Abstand genommen werden. Der finanzielle Aufwand würde sich von den veran- schlagten 16 366 000 Franken auf 12 900 000 Franken redu- zieren.
Zur Ausgangslage. Aufgrund des Bundesratsbeschlusses vom 5. Juli 1968 hat die Eidgenossenschaft in Kinshasa ein Grundstück von 10 000 m2 zum Preis von 285 000 Franken gekauft, um darauf ein Kanzleigebäude mit Dienstwohnung für den Missionschef zu erstellen. Nach zairischer Gesetzge- bung kann ein Grundstück, welches nicht genutzt wird, von Amtes wegen enteignet werden. Das vor 24 Jahren von der Eidgenossenschaft erworbene Bauland in den besten Stadt- quartieren bietet Anlass zu kritischen Bemerkungen (siehe S. 3 der Botschaft).
Die Kommission des Nationalrates war sich einig, dass der Bauverzögerung rasch entgegengetreten werden muss, weil die Gefahr, unser Grundstück durch Beschlagnahmung zu verlieren, nicht unterschätzt werden darf.
Ein paar Worte zu den zwischenstaatlichen Beziehungen. Als Folge der schlechten Finanzlage von Zaïre war der schweizerische Export rückläufig. Seit 1980 ist eine Zunahme zu vermerken. Hauptimportprodukte sind ausser Kupfer Kaffee, Zink und tropische Hölzer. Vor kurzem ist in Zaïre eine schweizerische Handelskammer, die erste in ihrer Art, eingerichtet worden. Die Schweizerkolonie zählt 500 Personen. In der diplomatischen Vertretung sind gegenwär- tig 21 Personen, nämlich neun schweizerische Mitarbeiter und 12 Angestellte, eingestellt.
Eine gute Repräsentation der Schweiz in Zaïre ist nötig. Auch Entwicklungshilfeorganisationen könnten an einer gut funktionierenden Botschaft interessiert sein, um einen Stützpunkt zu haben. Regierungen kommen und gehen, Botschaften bleiben meistens.
Zu den Neubauten: Die Kommission liess sich durch die Verantwortlichen des Amtes für Bundesbauten von den
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untragbaren Unterkunftsverhältnissen überzeugen. Man- gelnder Unterhalt lässt das Haus, in dem die Kanzlei im dritten Stock untergebracht ist, verlottern. Die Stromversor- gung fällt zeitweise aus, die Wasserzufuhr ist nicht immer gewährleistet, die Aufzüge funktionieren nicht mehr, die Sicherheit ist nicht gewährleistet.
Die Kommission stimmte dem Bedürfnis nach neuer Unter- bringung der Kanzlei zu. Grundsätzlich war sich die Kom- mission auch einig, dass unsere schweizerischen Bot- schaftsangestellten im Ausland auf menschenwürdige und sichere Unterkunft Anspruch hätten. In Kenntnisnahme der unerfreulichen Wohnverhältnisse in Kinshasa unterstützte die Kommission den Bau von drei zusammengebauten Wohnhäusern, um so zusätzlich Wohnraum für die Mitarbei- ter zu schaffen.
Der Missionschef ist heute in einem gemieteten Haus unter- gebracht, bei welchem schon Umbauten zur Verbesserung der Wohnsituation vorgenommen worden sind. Für Emp- fänge ist das Haus zu klein; es bestehen jedoch Ausweich- möglichkeiten. Für die nächsten zehn Jahre sollte die Lösung unter Verzicht auf eine Residenz zumutbar sein, wenn man die dringende Sanierung von elektrischen, klima- tischen und sanitären Anlagen vornähme. Diese liegt in der Kostenhöhe von 80 000 bis 100 000 Franken. Weil sich keine andere Redimensionierungsmöglichkeit anbot, entschloss sich die Kommission für den vorläufigen Verzicht auf den Neubau für die Residenz. Die Baukosten, die höchsten für eine Botschaftsüberbauung, gaben in der Kommission immer wieder Anlass zur Diskussion. Eindeutig wurde der Wunsch geäussert, man wolle keine Prunkbauten in diesem Entwicklungsland erstellen. Dies würde ein falsches Bild von der Schweiz geben. Die Gebäude sollen eher zweck- mässig, unterhaltsarm und sicher gebaut werden.
Diese Auflagen kommen aber teuer zu stehen. 70 bis 80 Pro- zent des benötigten Materials muss importiert werden; dies ergibt zusätzliche Transportkosten von 700 000 bis 800 000 Franken. Einige Stimmen meldeten sich, man möge auch die einheimische Industrie beauftragen. Dies ist leider nur beschränkt möglich, weil ausser Kies und Backsteinen kein einheimisches Baumaterial zur Verfügung steht. Auch für Projekte der Entwicklungshilfe ist man auf den Import angewiesen, wie zum Beispiel für Turbinen, Sanitärappa- rate, elektrische Ausrüstungen, Kücheneinrichtungen, kera- mische Waren usw.
Nur der Rohbau (Beton und Backsteine) kann in Kinshasa selber produziert werden. Alle anderen Bauteile müssen auch von den Generalunternehmen aus Europa importiert werden. In Kinshasa ergeben sich demnach zwangsläufig hohe Baukosten. Hinzu kommt, dass wegen der extremen klimatischen Bedingungen (hohe Feuchtigkeit) qualitativ hochwertige Bauteile verwendet werden müssen. Andern- falls würden sich sehr bald Unterhaltsarbeiten, z. B. beim Verputz, als nötig erweisen.
Des weiteren ist zur Kenntnis zu nehmen, dass der Bau- grund aus zerklüftetem Sandsteinfels in der Tiefe von 6 bis 12 m besteht; darüber befindet sich Erdmaterial mit geringer Tragfähigkeit. Dieser Umstand macht eine Pfählung not- wendig.
Folgende Kriterien wurden für die Errichtung des Schwimm- bades, welches dem gesamten Botschaftspersonal zur Ver- fügung steht, gestellt: Schwierige Lebensbedingungen, unter spezieller Berücksichtigung der klimatischen Verhält- nisse im betreffenden Land, ungenügendes Angebot an Freiräumen zur Freizeitgestaltung und sportlicher Betäti- gung, Unzumutbarkeit öffentliche Schwimmbäder zu benüt- zen, zum Beispiel wegen hochgradiger Wasserverschmut- zung und unzulänglichen sanitären Anlagen. Eine ordentli- che Schwimmgelegenheit dient letzten Endes der Erhaltung der Gesundheit der Mitarbeiter und ihrer Familienangehöri gen. Das Schwimmbecken dient ausserdem als Löschwas- serauffangbecken. Aus all diesen Gründen sprach sich die Kommission für die Beibehaltung des Schwimmbades in der Gesamtüberbauung aus.
Zum Fragenbereich «Bauen oder Mieten»: Es hat sich ein- deutig herausgestellt, dass sich die Mietkosten in Kinshasa
exorabitant nach oben bewegt haben. Heute ist mit einer Jahresmiete von 450 Franken pro Quadratmeter im Gegen- satz zu durchschnittlich 200 Franken bei uns zu rechnen. Ich fasse einige triftige Gründe, den beantragten Kredit zu sprechen, zusammen:
Unzumutbare und nicht mehr zu verantwortende Verhält- nisse in den Lokalitäten unserer schweizerischen diplomati- schen Vertretung in Kinshasa.
Gefahr der Enteignung des von der Eidgenossenschaft seit 24 Jahren nicht genutzten Terrains in bester Lage von Kinshasa.
Längeres Zuwarten mit der Ueberbauung heisst auch immer teureres Bauen.
Mit dem Bau der Residenz wird in den nächsten zehn Jahren nicht gerechnet.
Wohl bewusst, dass die Kosten für diese Ueberbauung in Kinshasa hoch sind, trotz der Weglassung der Residenz aus dem Gesamtobjekt, beantragt Ihnen die Kommission für auswärtige Angelegenheiten des Nationalrates, dem Objekt- kredit von 12,9 Millionen zuzustimmen. Die Empfehlung der Nationalratskommission deckt sich da mit der ständerätli- chen Empfehlung aus der Wintersession 1986.
Ich bitte Sie deshalb, auf die Vorlage einzutreten und sie mit der einstimmig vorgeschlagenen Aenderung in Artikel 1 auf der Fahne des Bundesbeschlussentwurfs gutzuheissen.
Renschler: Die schriftlich vorgelegte Botschaft des Bundes- rates - das haben Sie wahrscheinlich ja selbst gemerkt - ist ein recht dürftiges Papier. Vermutlich war der Bundesrat der Meinung, dass das Parlament mangels Ortskenntnissen und ohne Kenntnisse übriger Gegebenheiten ohnehin nicht in der Lage sei, darüber zu entscheiden; also brauche man ihm auch nicht viel Information zu geben; es genügen einige Angaben und ein Kreditantrag.
Es stimmt schon: nach meiner Meinung muss man sich tatsächlich fragen, ob wir in voller Kenntnis jeweils über solche Bauvorhaben im Ausland, vor allem in der Dritten Welt, entscheiden. Es fehlt uns die Möglichkeit des Augen- scheins. Damit will ich nicht sagen, dass wir alle nach Kinshasa oder sonstwohin reisen müssen; aber tatsächlich haben wir die Orts- und Gegebenheitskenntnisse nicht. Daher ist nach meiner Auffassung nicht zu vermeiden, dass wir diese Kredite immer etwas fahrlässig bewilligen müssen. Meine Kritik geht an den Bundesrat, dass er diese Situation eigentlich nicht noch unterstreichen und die Unsicherheit der Entscheidungsfähigkeit des Parlamentes nicht noch erhöhen sollte, indem er uns unzulängliche Informationen in Form der Botschaft übermittelt.
Bei einem ursprünglichen Objektkredit - Sie haben's gehört - von 16 Millionen Franken war ja fast zwangsläufig anzu- nehmen, dass der Ständerat diesen Brocken nicht einfach schluckt, wenn ein so dürftiges Papier in Form der Botschaft vorliegt. Er hat deswegen auch einen Zusatzbericht angefor- dert. Dieser Zusatzbericht liefert auch nicht gerade die letz- ten Weisheiten, um schlüssig entscheiden zu können. Auch er hat eine Reihe von Punkten nicht zum Inhalt, die zweifel- los in einen Bericht hineingehört hätten.
Jedenfalls wäre die eingetretene Verzögerung vermeidbar gewesen, wenn man von Anfang an eine Botschaft mit den nötigen Informationen kreiert hätte: «Warum baut man in einem Entwicklungsland wie Zaire eine Gesamtanlage mit Residenz, Kanzleigebäude, Dienstwohnungen, Diensthäu- sern? Warum braucht dieses ganze Areal eine Mauer darum herum? Warum ist ein Schwimmbad notwendig? Warum muss der Grossteil des Materials aus der Schweiz importiert werden?» Das sind Fragen, die in der Botschaft hätten beantwortet werden müssen. Man findet aber in ihrem Text kein Wort darüber. Eine Antwort auf diese Frage hätte dazu beigetragen, dass vom Parlament ein einigermassen abge- stützter Entscheid gefällt werden könnte.
Der Ständerat und unsere nationalrätliche Kommission haben nach meiner Meinung den Weg des geringsten Widerstandes gewählt. Es blieb ihnen auch nicht viel ande- res übrig; man strich einfach den Bau der Residenz, womit man 3,5 Millionen Franken einsparen konnte. Es ist nicht
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meine Absicht, dieses Theaterstück, das schon mehrere Akte hinter sich hat, zu verlängern. Die SP-Fraktion stimmt dem Antrag der Kommission zu - allerdings unter der einen Bedingung, dass in den nächsten 10 Jahren keine Residenz gebaut wird, und dass auch kein solcher Bau im Parlament zur Diskussion gestellt wird. Eine Taktik, die darauf abzielt, jetzt mit Rücksicht auf die Volksmeinung nur den einen Teil zu bauen, und dann in einer nicht allzu fernen zweiten Etappe die Residenz doch noch bauen zu wollen, würden wir entschieden ablehnen. Einer derartigen Salamitaktik könnten wir nicht zustimmen.
Es soll jetzt mittelfristig - für mindestens 10 Jahre - bei dieser Lösung bleiben: kein Neubau der Residenz. In der vorberatenden Kommission wurde uns versichert, dass die Renovation der alten, bestehenden Residenz nicht allzu hohe Kosten verursachen werde.
Da nun das Vorgehen «Renovation der alten Residenz statt Neubau» eine Lösung ist, muss ich den Vorwurf an den Bundesrat richten, weshalb man nicht von Anfang an diese billigere, offenbar machbare und erst noch vertretbare Lösung angestrebt hat. Warum wurde zuerst dieses überris- sene Projekt von 16 Millionen Franken gewählt, und plötz- lich kann man das auch anders lösen?
Aus diesem Grunde stimmen wir von der SP dem Beschluss des Ständerates und der Kommission - mit dem erwähnten Vorbehalt: keine neue Botschaft für eine Residenz in den nächsten 10 Jahren - zu, trotz eines gewissen Unbehagens, weil die Vorlage nicht gerade seriös vorbereitet wurde.
Le président: MM. Sager, au nom du groupe de l'Union démocratique du centre, Fischer-Sursee, au nom du groupe démocrate-chrétien et Eggly-Genève, au nom du groupe libéral, me chargent de vous faire part de l'accord de leur groupe quant aux propositions de votre commission.
Bonny: Es kommt nicht alle Tage vor, aber heute ist es der Fall: ich kann weitgehend den Ausführungen von Herrn Kollege Renschler zustimmen. Die freisinnige Fraktion ist ebenfalls dafür, dass wir uns vom Nationalrat aus den Beschlüssen des Ständerates anschliessen.
Zwei Punkte sind wichtig: Erstens haben die weiteren Abklä- rungen gezeigt, dass deutlich unterschieden werden muss zwischen den Kanzleigebäuden und den Dienstwohnungen, die einerseits gebaut werden müssen, und der Residenz andererseits, wo dieses Bedürfnis nicht so evident erscheint. Es wurde vor allem mit den Empfangsräumlich- keiten argumentiert. Dabei ist es in diesen Breitengraden durchaus normal, wenn man Empfange auch unter Einbe- zug des Gartens - unter freiem Himmel - stattfinden lässt. Die zweite Frage, welche die Kommission vor allem beschäf- tigt hat, war, ob uns nicht in einigen Jahren erneut eine Vorlage präsentiert wird, um diese Residenz doch noch zu bauen. Man hat uns überzeugend dargetan, dass das heu- tige Residenzgebäude durchaus noch mehrere Jahre dienen kann. Es ist also nicht mit einer Salamitaktik zu rechnen. Ich bitte Sie im Namen der freisinnigen Fraktion, der redu- zierten Vorlage, wie sie vom Ständerat verabschiedet wor- den ist, zuzustimmen.
Oehler: Ich spreche nicht zur Vorlage als solche, sondern lediglich zur Finanzierungsfrage. Wir alle wissen, dass unsere Aussenposten weltweit immer grössere Bedeutung erhalten. Gehen wir doch davon aus, dass die Verflechtung in dieser Welt zukünftig zunehmen wird und wir trotz ande- rer Kommunikationsmittel und der Reisemöglichkeiten an Ort präsent sein müssen. Das bedeutet für mich, dass wir je länger, desto mehr unsere Botschafts-, aber auch unsere Konsulatsgebäude auszubauen haben. Ob das nun mit die- ser oder jener Badewanne, Küche, Schwimmbad oder Resi- denz zu geschehen hat, ist nicht die Frage des heutigen Abends, sondern muss von Fall zu Fall entschieden werden. Wir alle wissen aber auch, dass wir künftighin Finanzie- rungsprobleme haben werden, zumal nicht unbeschränkte Mittel zur Verfügung stehen. Aus diesem Grunde bitte ich den Bundesrat, folgende Frage abzuklären:
Ist es nicht möglich, dass wir in Zukunft unsere extraterrito- rial gelegenen Botschaften, Konsulate und die dazu gehö- renden Annexbauten über Gelder finanzieren, die nicht aus der Bundeskasse stammen, sondern die beispielsweise als Investitionen aus den BVG-Geldern angesehen werden können?
Ich sage dies vor dem Hintergrund, dass in unserem Land nicht Millionen, sondern längerfristig Milliarden von Fran- ken, zusammengetragen von Arbeitgebern und Arbeitneh- mern, herumschwimmen und Anlagemöglichkeiten suchen werden. Wenn wir mit Blick in die Zukunft davon ausgehen, dass unsere Bundesbauten wie die von heute Bestand haben werden, da die Extraterritorialität Bestand haben wird, können wir doch auch davon ausgehen, dass der Bund diese Gelder, die wir so investieren, mit einem Zinsfuss, der bei uns für solche Anlagen gang und gäbe ist, garantieren kann.
Wir wissen, dass vor allem Länder wie die, von denen wir heute sprechen, Inflationsraten haben - denken Sie an süd- amerikanische Staaten -, die das Mass von 50 und 100 Pro- zent pro Jahr übersteigen. In ein paar Jahren werden wir - zusammengezählt - Inflationsraten in der Höhe von 200 bis 400 Prozent haben. Wenn wir das Programm zur Erstellung der notwendigen Bauten raffen, können wir erhebliche Mit- tel einsparen.
Ich war kürzlich in Djeddah in Saudiarabien und habe dort die Residenz des Generalkonsuls, aber auch die anderen Anlagen unseres Generalkonsulates gesehen. Bei uns in der Schweiz, sei es in Bern oder in einer anderen Stadt, hätte man solche öffentliche Bauten grösstenteils abgerissen, weil sie in einem unzumutbaren Zustand sind. Das sind unsere Aushängeschilder in einem Land, das momentan wohl Probleme kennt, mittel- oder langfristig aber sicher wieder eine Zukunft hat. Solche Aushängeschilder entspre- chen nicht unseren Möglichkeiten. Ich weiss, dass der Aus- bau dieser Anlage nicht in der ersten und auch nicht in der zweiten Priorität steht; dennoch müssen wir ein grosses Interesse daran haben, in solchen Staaten so präsent zu sein, wie es sich gehört und wie es unseren Möglichkeiten entspricht. All das wäre einfacher, wenn wir die Anlagemög- lichkeiten für die Gelder der zweiten Säule ausweiten wür- den. Damit würden wir der öffentlichen Hand einen Dienst tun.
Ich bitte den Herrn Bundespräsidenten, diese Frage untersu- chen zu lassen und uns sobald wie möglich Bericht zu erstatten.
M. Aubert, président de la Confédération : J'aurais voulu me contenter de féliciter les rapporteurs car ils ont tout dit. Je suis d'accord avec eux et je les remercie. Il n'y a pas eu d'autre proposition. Je pense donc que vous allez, suivant en cela non seulement la voie tracee par le Conseil des Etats mais votre raison, accepter de donner suite à cette proposi- tion.
Je tiens toutefois à faire quelques remarques quant au problème de la résidence évoqué par M. Renschler. Vous craignez, Monsieur Renschler, que cette question revienne à la surface d'ici une année ou deux. Or, je crois que nous avons été parfaitement clairs en séance de commission. Nous vous avons donné toutes sortes de renseignements, en particulier concernant la nécessité d'une piscine, d'un mur d'enceinte pour des raisons de sécurité. Nous vous avons surtout déclaré, de façon extrêmement claire, que la construction de la résidence ne figurait pas dans la planifi- cation à long terme de constructions d'ambassades qui fait, elle-même, partie du programme d'investissement pour les ouvrages civils de la Confédération pour les années 1988 à 1991.
Il n'est aucunement dans les intentions du Conseil fédéral de construire cette résidence, en tout cas pas dans les dix prochaines années car nous avons d'autres priorités, et notamment la construction d'une ambassade à Bonn. En effet, vous savez que nous n'avons pas de résidence pour notre ambassadeur à Bonn; l'Allemagne fédérale est pour- tant un pays avec lequel nous avons des échanges commer-
Navigation maritime. Convention et modification de la loi 174
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ciaux importants. Nous avons par ailleurs comme priorité la construction de chancelleries et d'immeubles d'apparte- ments de services à Bucarest, à Islamabad où je me suis rendu moi-même - ce sont des locaux qui sont dans le même état que ceux de Kinshasa - ainsi qu'au Caire. Voici nos quatre priorités pour la période 1988 à 1991.
Quant aux frais de remise en état de la résidence, nous avons également donné des chiffres à la commission. Ils ne dépasseront pas la somme - cela figure dans le procès- verbal - de 80 à 100 000 francs.
Je vous remercie d'ores et déjà de l'accueil que vous vou- drez bien accorder à notre projet.
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Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress, Art. 1 und 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Titre et préambule, art. 1 et 2 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Beschlussentwurfes 87 Stimmen (Einstimmigkeit)
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
86.012
Seeschiffahrt. Uebereinkommen und Gesetzesrevision Navigation maritime. Convention et modification de la loi
Botschaft, Beschluss- und Gesetzentwurf vom 10. März 1986 (BBI II, 717)
Message, projets d'arrêté et de loi du 10 mars 1986 (FF il, 741) Beschluss des Ständerates vom 24. September 1986 Décision du Conseil des Etats du 24 septembre 1986
M. Dupont, rapporteur: Je pourrais me contenter de vous dire de suivre la proposition du Conseil des Etats et m'arrê- ter là. Cela me semble un peu léger d'autant plus que ces conventions touchent à des problèmes d'une brûlante actualité. Il s'agit en fait de mieux protéger l'environnement des mers et d'augmenter la sécurité de la navigation mari- time. Je crois que l'on ne peut mieux tomber et il me paraît judicieux de vous donner au moins succinctement le contenu des différentes conventions internationales qui sont soumises à votre approbation.
En effet, les deux objectifs que je viens de citer, protection de l'environnement et sécurité, sont aussi dans l'intérêt de la Suisse. Sous son pavillon navigue actuellement la flotte commerciale la plus importante de tous les pays sans littoral comprenant trente cargos et navires citernes qui totalisent une capacité de quelque 200 000 tonneaux.
Le Conseil fédéral nous propose de notifier l'adhésion de la Suisse à six conventions et protocoles y relatifs, d'approuver les amendements apportés à deux conventions internatio- nales, déjà ratifiées par la Suisse, et d'approuver les modifi-
cations qu'il nous soumet à la loi fédérale de 1953 sur la navigation maritime.
La première de ces conventions internationales touchant à la protection de l'environnement est celle du 29 novembre 1969 sur l'intervention en haute mer en cas d'accident entraînant ou pouvant entraîner une pollution par les hydro- carbures et le protocole du 2 novembre 1973 y relatif. C'est en quelque sorte le très grave accident d'un pétrolier, le Torrey Canyon en 1967, qui est à l'origine de cette conven- tion. Elle donne aux Etats riverains menacés par une pollu- tion en haute mer le moyen de défense qui leur permet notamment d'intervenir sur des biens appartenant à des tiers, par exemple le propriétaire du navire ou de la car- gaison.
Peu de temps après l'adoption de cette convention limitée à la pollution par les hydrocarbures, il devint évident qu'un droit d'intervention devait aussi être accordé en cas de menace d'Etats côtiers par d'autres substances nocives que les hydrocarbures, les produits chimiques, les gaz liquéfiés et les matières radioactives. A nouveau, ce point est d'une brûlante actualité puisque le Herald of Free Enterprise qui a dramatiquement coulé dans le port de Zeebrugge contenait également des fûts extrêmement dangereux contenant du cyanure.
Afin de prévenir tout acte arbitraire ou précité de la part d'un Etat côtier en péril, celui-ci a l'obligation préalablement à toute intervention - on peut se poser la question dans un cas d'urgence - de consulter tous les Etats concernés par l'accident et de notifier aux intéressés des mesures prévues par eux. Jusqu'à présent cette convention a été ratifiée par 48 Etats et le protocole par 15 Etats.
Nous abordons maintenant la deuxième convention interna- tionale du 2 novembre 1973 pour la prévention de la pollu- tion par les navires ainsi que le protocole du 17 février 1978 y relatif. Cette convention remplace celle datant de 1954 qui n'avait d'autre objectif que de prévenir la pollution des eaux de la mer par les hydrocarbures. C'est en fait une répétition. La nouvelle convention introduit la notion de produits chimi- ques dangereux et de substances nocives à ne pas rejeter dans la mer. Dans trois annexes facultatives, on a rajouté aussi les substances dangereuses, transportées dans des récipients mobiles, les eaux usées, les ordures de navire. Elles sont, de la sorte assujetties à la convention, qui contient également des prescriptions concernant la cons- truction des grands pétroliers et - on pourrait y ajouter - d'autres bateaux. Les Etats contractants sont autorisés à contrôler dans leurs ports également les navires des Etats non-contractants de la convention quant au respect de celle-ci et de sévir en cas de contravention. Le moment n'est pas encore venu de ratifier les trois annexes facultatives de la convention, quand, dans les ports notamment, les installa- tions techniques nécessitées par l'application pratique des dites annexes font encore défaut le plus souvent et que, d'autre part, les principaux Etats maritimes eux-mêmes ne les ont pas encore ratifiées. Leur ratification ultérieure étant fort souhaitable, le Conseil fédéral vous soumet déjà la convention accompagnée de ses cinq annexes mais il se réserve de procéder plus tard seulement à la ratification proprement dite. Enfin, la convention touchant l'aspect juri- dique de la responsabilité civile de la Convention internatio- nale du 29 novembre 1969, contrairement à cette conven- tion sur l'intervention en haute mer en cas d'accident pou- vant entraîner une pollution par hydrocarbure, la Conven- tion sur la responsabilité civile n'a pas pour but de limiter les dégâts, mais de prévoir l'indemnisation des dommages. A cet effet, le propriétaire d'un pétrolier est soumis à une responsabilité causale; en outre, il a l'obligation d'assurer ses navires pour le montant s'élevant à la limite de la responsabilité pouvant lui incomber. Actuellement, cin- quante-six Etats contractants sont parties à cette conven- tion.
Enfin, il faut citer la Convention d'Athènes du 13 décembre 1974, relative au transport par mer de passagers et de leurs bagages, avec les protocoles du 19 novembre 1976. Pour le transport des passagers et de leurs bagages, la convention
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1987
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Anno
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I
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Volume
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Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
06
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 84.043
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Datum
09.03.1987 - 14:30
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