N 4 mars 1987
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Postulat Leuenberger Moritz
Art. 35 al. 2 Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Ziff. Il Antrag der Kommission Abs. 1 Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Abs. 2 Er tritt am 1. Oktober 1987 in Kraft.
Ch. Il
Proposition de la commission Al. 1 Adhérer au projet du Conseil fédéral Al. 2 Il entre en vigueur le 1er octobre 1987.
Präsident: Der Bundesrat stimmt diesem Antrag zu. Ein anderslautender Antrag ist nicht gestellt.
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Beschlussentwurfes
121 Stimmen
(Einstimmigkeit)
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
85.103 Postulat Magnin Mieterschutz Protection des locataires
Wortlaut des Postulates vom 20. Dezember 1985 Da der Wohnungsmarkt weiterhin angespannt bleibt, wird der Bundesrat eingeladen, die Kriterien für die Anwendbar- keit des Bundesbeschlusses vom 30. Juni 1972 über die Massnahmen gegen Missbräuche auf dem Wohnungsmarkt nicht noch stärker einzugrenzen. Insbesondere sollte er darauf verzichten, die dafür massgebliche Leerwohnungs- ziffer auf 0,5 Prozent herabzusetzen.
Texte du postulat du 20 décembre 1985
Vu la situation tendue qui perdure dans le domaine du logement, le Conseil fédéral est invité à ne pas modifier d'une manière restrictive - notamment en fixant à 0,5 pour cent le taux de vacance déterminant - les critères définis- sant le champ d'application de l'arrêté fédéral instituant des mesures contre les abus dans le secteur locatif du 30 juin 1972.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Borel, Carobbio, Christi- nat, Clivaz, Fetz, Friedli, Gloor, Gurtner, Herczog, Jaggi, Leuenberger Moritz, Longet, Meizoz, Nauer, Rebeaud, Ruffy, Vannay (17)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 26. Februar 1986 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 26 février 1986 Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat.
Präsident: Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegen- zunehmen. Herr Magnin stellt fest, dass sein Postulat gegenstandslos geworden ist.
Abgeschrieben - Classé
86.923
Postulat Leuenberger Moritz Uebergangsregelung im Mietrecht Protection des locataires. Régime transitoire
Wortlaut des Postulates vom 8. Oktober 1986 Der Bundesrat wird eingeladen, unmittelbar nach der Abstimmung vom 7. Dezember 1986 über den Gegenentwurf der Bundesversammlung zur Volksinitiative für Mieterschutz alle Gemeinden der Schweiz dem Bundesbeschluss über Massnahmen gegen Missbräuche im Mietwesen in Anwen- dung dessen Artikel 3 zu unterstellen, und zwar bis zum Zeitpunkt, in welchem das vorgesehene Bundesgesetz über Massnahmen gegen Missbräuche im Mietwesen in Kraft tritt.
Texte du postulat du 8 octobre 1986
Le Conseil fédéral est prié, en application de l'article 3 de l'arrêté fédéral instituant des mesures contre les abus dans le secteur locatif, de soumettre toutes les communes de Suisse audit arrêté, immédiatement après le vote du 7 décembre 1986 sur le contreprojet de l'Assemblée fédérale à l'initiative pour la protection des locataires, et ce jusqu'à l'entrée en vigueur de la future loi portant sur le même objet.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-St. Gallen, Borel; Bratschi, Braunschweig, Chopard, Christinat, Deneys, Eggli-Winterthur, Euler, Fankhauser, Friedli, Gloor, Huba- cher, Jaggi, Lanz, Leuenberger-Solothurn, Mauch, Nauer, Neukomm, Ott, Pitteloud, Rechsteiner, Renschler, Robbiani, Ruffy, Stamm Walter, Stappung, Uchtenhagen, Vannay, Wagner, Weber-Arbon (31)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Am 7. Dezember 1986 soll nach dem gemeinsamen Willen des Schweizerischen Mieterverbandes und des Bundesrats eine neue Verfassungsbestimmung in Kraft treten.
Verfassungsgrundlage für den geltenden Bundesbeschluss über Massnahmen gegen Missbräuche im Mietwesen (BMM) wird ab diesem Datum der neue Verfassungsartikel 34septies sein. Er verlangt im Gegensatz zu seinem Vorgän- ger eine Missbrauchsgesetzgebung in der ganzen Schweiz und nicht nur in Gebieten mit Wohnungsnot. Bis das neue, durch den Bundesrat dem Parlament vorgeschlagene Bun- desgesetz über Massnahmen gegen Missbräuche im Miet- wesen (BGMM) in Kraft sein wird, dürfte es einige Zeit dauern. Um dem Volks- und Ständewillen Nachachtung zu verschaffen, empfiehlt es sich, sofort nach der Abstimmung das gesamte Gebiet der Schweiz dem BMM in Anwendung dessen Artikel 3 zu unterstellen. Damit soll insbeondere auch verhindert werden, dass in nicht unterstellten Gebieten vor der Ablösung des BMM durch das die ganze Schweiz umfassende BGMM noch Mietzinserhöhungen durchgezo- gen werden, die nicht angefochten werden können. Dies wäre nicht nur unbillig, sondern auch ursächlich für eine Teuerung, und es würde die Orts- und Quartierüblichkeit in den betreffenden Gebieten für lange Zeit unkontrollierbar durch Gerichte auf einem hohen Niveau stabilisiert.
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Parlamentarische Initiative (Jaeger)
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 1. Dezember 1986
Rapport écrit du Conseil fédéral du 1er décembre 1986 Nach Artikel 2 BMM ist dieser Beschluss auf Mietverhält- nisse in Gemeinden anwendbar, wo Wohnungsnot oder Mangel an Geschäftsräumen herrscht. Artikel 3 schreibt vor, dass der Bundesrat die Gemeinden zu bezeichnen hat, wo diese Voraussetzungen zutreffen. Diesem Auftrag ist er in der Verordnung vom 11. Dezember 1978 über die Unterstel- lung der Gemeinden unter den Bundesbeschluss über Massnahmen gegen Missbräuche im Mietwesen, die ver- schiedentlich abgeändert wurde, nachgekommen.
Wird Artikel 34septies BV in der Abstimmung vom 7. Dezem- ber 1986 von Volk oder Ständen abgelehnt, wird die heutige Regelung, wonach die Missbrauchsbestimmungen nur in den vom Bundesrat bezeichneten Gemeinden gelten, wei- terbestehen. Der Bundesrat müsste dann - wie bisher - aufgrund der Leerwohnungszählung und anderer Indikato- ren bestimmen, wo die Voraussetzungen für die Unterstel- lung erfüllt sind, und eine generelle Unterstellung aller Gemeinden käme nicht in Frage.
Wird hingegen die Verfassungsrevision angenommen, so hat die gesetzgebende Behörde den BMM in dem Sinn abzuändern, dass er dem revidierten Artikel 34septies BV nicht mehr entgegensteht. Für den Bundesrat bestünde indessen keine Möglichkeit, auf dem Verordnungsweg die ganze Schweiz dem BMM zu unterstellen, denn seine Zuständigkeit würde sich nach wie vor auf Artikel 2 und 3 BMM stützen und wäre somit auf die Unterstellung von Gemeinden mit Wohnungsnot oder Mangel an Geschäfts- räumen beschränkt.
Aus diesen Gründen ist das Postulat abzulehnen. Der Bun- desrat wird aber unmittelbar nach dem positiven Ausgang der Abstimmung vom 7. Dezember 1986 den eidgenössi- schen Räten eine Botschaft zur Verlängerung des BMM unterbreiten, welche auch die Aufhebung der Artikel 2 und 3 BMM vorsieht; er beabsichtigt, für die Behandlung dieser Vorlage das beschleunigte Verfahren gemäss Artikel 11 Absatz 2 des Geschäftsverkehrsgesetzes zu beantragen.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.
Präsident: Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzuleh- nen. Damit ist die Diskussion eröffnet.
Herr Leuenberger ist mit der Ablehnung einverstanden.
Abgelehnt - Rejeté
86.225
Parlamentarische Initiative (Jaeger) Wettbewerbsartikel Initiative parlementaire (Jaeger) Article constitutionnel sur la concurrence
Wortlaut der Initiative vom 21. März 1986
Die Bundesverfassung ist durch den folgenden Artikel 31oc- ties zu ergänzen:
Alle Vorkehren von Privaten oder des Staates, die darauf gerichtet sind, den wirksamen Wettbewerb einzuschränken und insbesondere Dritte vom Wettbewerb auszuschliessen, fernzuhalten oder sie darin zu behindern, sind unzulässig. 2. Durch Bundesgesetz können wettbewerbsbeschrän- kende Massnahmen zugelassen werden, sofern daran ein überwiegendes öffentliches Interesse besteht.
Durch Bundesgesetz werden Rechtsschutz für die von Wettbewerbsbeschränkungen Betroffenen sowie zivilrecht-
liche, strafrechtliche und verwaltungsrechtliche Sanktionen festgelegt. Das Klage-, Strafantrags- und Beschwerderecht steht auch den Verbänden zu, sofern diesen statutengemäss die Wahrung der Interessen ihrer Mitglieder obliegt.
a. Wo die Preise von einer Legislative des Bundes, der Kantone oder der Gemeinden festgesetzt oder genehmigt werden, kann die Preisüberwachung auf Empfehlungen beschränkt werden.
b. Die Entscheidung und Empfehlungen der Preisüberwa- chungsbehörde werden veröffentlicht.
Uebergangsbestimmung
Bis zum Erlass der Ausführungsgesetzgebung zu Artikel 31octies finden die zivilrechtlichen Sanktionen der Bundes- gesetzgebung über den unlauteren Wettbewerb sinngemäss Anwendung.
Texte de l'initiative du 21 mars 1986
La constitution fédérale est complétée par l'article 31octies comme suit:
Toute démarche des particuliers ou de l'Etat qui vise à restreindre le jeu effectif de la concurrence et en particulier à en exclure ou à en écarter des tiers ou à les entraver dans l'exercice de cette concurrence, est illicite.
Des mesures tendant à restreindre la concurrence peu- vent être autorisées par loi fédérale en tant qu'elles répon- dent à un intérêt public prépondérant.
La protection juridique des personnes touchées par des restrictions de la concurrence, ainsi que les sanctions civiles, pénales et administratives, sont réglées par loi fédé- rale. Le droit de porter plainte, d'intenter une action pénale, ainsi que le droit de recours, sont reconnus aux associations tenues par leurs statuts de défendre les intérêts de leurs membres.
Les marchés des biens, services et crédits pour lesquels la concurrence effective est restreinte sont soumis à la surveil- lance des prix en vertu de l'article 31septies de la Constitu- tion fédérale. Il en va de même pour les dérogations au sens de l'alinéa 2 ci-dessus.
a. Lorsque les prix sont fixés ou approuvés par un organe législatif fédéral, cantonal ou communal, la surveillance des prix peut être limitée à des recommandations.
b. Les décisions et recommandations de l'autorité de sur- veillance des prix sont publiées.
Disposition transitoire
Jusqu'à l'adoption de la législation d'exécution relative à l'article 31octies, les sanctions civiles de la législation fédé- rale sur la concurrence déloyale sont applicables par ana- logie.
Herr Lüchinger unterbreitet im Namen der Kommission den folgenden schriftlichen Bericht:
Ergebnis der Vorprüfung
Gemäss Artikel 21ter des Geschäftsverkehrsgesetzes führte die Kommission am 16. September 1986 die Vorprüfung der Initiative durch und hörte den Initianten an.
Aufgrund dieser Anhörung und nach einer allgemeinen Aus- sprache kommt die Kommission mehrheitlich zum Schluss, dass es verfrüht ist, das Kartellrecht nach der eben erst erfolgten Revision schon wieder zu überarbeiten. Die Initia- tive ist sachlich auch nicht nötig, da ein gleichlautender Antrag im Rahmen der parlamentarischen Behandlung der «Konsumentenschutz-Initiative» gestellt werden kann.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Leuenberger Moritz Uebergangsregelung im Mietrecht Postulat Leuenberger Moritz Protection des locataires. Régime transitoire
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Jahr
1987
Année
Anno
Band
I
Volume
Volume
Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
04
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 86.923
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 04.03.1987 - 16:00
Date
Data
Seite
110-111
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Pagina
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20 015 157
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