1965
Landwirtschaft. Investitionskredite und Betriebshilfe
et mentale, en relation avec le travail. Celui-ci doit être adapté aux capacités des salariés en tenant compte de leur santé corporelle, psychique et mentale. L'illusion de l'adap- tation du travail aux capacités des salariés a incité le Conseil fédéral à faire abstraction, pour le moment, d'une proposi- tion de ratification.
Dans son message, le Conseil fédéral fait remarquer qu'il a confié à un groupe d'experts la mission de préparer les prescriptions sur la collaboration des médecins du travail et d'autres spécialistes de la sécurité du travail dans les entre- prises prévues à l'article 83, alinéa 2 de la loi sur l'assu- rance-accidents. Dès que cette disposition sera en vigueur, on pourra, le cas échéant, examiner à nouveau si l'on peut procéder à la ratification de la convention No 161.
Une minorité de la commission, conduite par M. Clivaz - que vous venez d'entendre - a, en revanche, défendu l'avis que cette convention devait être acceptée et le Conseil fédéral autorisé à la ratifier. Cette minorité espère ainsi pousser le développement de la médecine du travail dans notre pays et exercer une certaine pression en faveur de la mise en vigueur de la disposition mentionnée.
La majorité de la commission, en revanche, suit le Conseil fédéral et rejette par 10 voix contre 5 la proposition de M. Clivaz. La majorité est confiante: la disposition concer- nant la LAA sera mise en vigueur dans un délai de trois ans, créant ainsi de meilleures conditions pour une éventuelle acceptation de la convention No 161.
En résumé, comme MM. Pfund, Martignoni et Keller qui sont intervenus, la majorité de la commission refuse la proposi- tion de M. Clivaz et nous ne suivons pas non plus l'idée de M. Ammann-St-Gall qui pense que nous avons un rattrapage à faire en ce qui concerne la médecine du travail. Je ne crois pas que ce soit le cas. Nous ne sommes pas en retard ni sur le plan des grandes régies, ni dans les entreprises où il existe déjà des services de sécurité du point de vue de la médecine.
Bundesrat Furgler: Nach dieser reichhaltigen Debatte nur drei kurze Bemerkungen und eine Vorbemerkung:
Im Zusammenhang mit den internationalen Arbeitskonfe- renzen hat sich eine Zusammenarbeit zwischen den Sozial- partnern, dem Biga und dem EVD herausgebildet, die ich nicht mehr missen möchte.
Es ist nicht selbstverständlich, dass jede Delegation drei Elemente enthält, gestellt je von Arbeitgebern, von Arbeit- nehmern und vom Staat. Wir möchten an dieser Zusammen- arbeit festhalten, und ich empfehle sie Ihrer Beachtung. Bemerkung 1: Zur Sache, die jetzt im Differenzbereini- gungsverfahren steht. Der Fortschritt im Bereich der Arbeitsmedizin ist unser gemeinsames Anliegen. Dazu haben sich alle Redner, diejenigen, die für und die gegen den Minderheitsantrag sind, ausgesprochen. Es ist der feste Wille des Bundesrates und des Parlaments. Wenn man diesen kleinen Streit anders interpretiert, geht man fehl. Ich verweise auf die Voten von Herrn Pfund, von Herrn Leuen- berger und vom Berichterstatter welscher Zunge.
Wie Sie bereits wissen, sind bei uns Bemühungen im Gang, die auf Ausarbeitung der Vollzugsverordnung zum mehr- fach erwähnten Artikel 83 Absatz 2 des Unfallversicherungs- gesetzes hinzielen. Wir werden diesen Auftrag erfüllen. Die Vorarbeiten in der Verwaltung laufen auf vollen Touren, und Sie werden darüber orientiert, so dass auch keine Sorge zu bestehen braucht, wir würden der ausländischen Entwick- lung gleichsam nachhinken. Wir verzichten mit anderen Worten im gegenwärtigen Zeitpunkt auf eine Zustimmung zu etwas, das uns zu schwabbelig, zu schwammig erscheint. Bemerkung 2: Das Uebereinkommen 161 ist bisher noch nicht in Kraft getreten. Ein einziges Land, Schweden, hat es ratifiziert. Kein Mensch kann die Frage beantworten, wie die von uns als zu weit erscheinende Norm, Artikel 3, interpre- tiert wird. Es gehört zu den Sorgfaltspflichten der Regie- rung, das Parlament über solche Interpretationen zu infor- mieren. Wir müssen die Bedeutung einer Rechtsnorm ken- nen, wenn wir ihr beipflichten.
Bemerkung 3: Es entspricht unserer ständigen Ratifika-
tionspraxis - und das hat mit Angst nichts zu tun -, pro- grammatische Uebereinkommen nur zu ratifizieren, wenn deren Zielsetzungen durch unsere eigene Gesetzgebung weitgehend erfüllt sind und die Abweichungen nur geringfü- gig sind. Gute Politik verlangt von uns, dass wir zwischen Sozialpartnern und der Eidgenossenschaft, vertreten durch den Bundesrat, unsere eigene Gesundheitsgesetzgebung weiterentwickeln. Das haben wir bisher getan, und der Erfolg, vor allem auch im Bereich der Arbeitsmedizin, durch sozialpartnerschaftliche Absprachen ist gross.
Ich darf also meinem Landsmann, Herrn Ammann, sagen, dass er keineswegs Angst haben muss, wir würden den Zug vorbeifahren lassen. Er ist ein Zugfachmann. Bitte, Sie haben es als Parlament, als Sozialpartner in der Hand, Zugführer zu sein und nicht nur Trittbrettfahrer; tun Sie es! Zusammenfassend: Wir werden unserer Gesundheitsgesetz- gebung, unserer Unfallversicherungsgesetzgebung, unserer Arbeitsmedizin grösste Beachtung schenken, aber wie bis- her zu den Normen, die wir unterzeichnen, stehen. Das können wir im Moment nicht. Deshalb bitte ich Sie in Ueber- einstimmung mit der Kommission, den Mehrheitsantrag an- zunehmen.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Minderheit Für den Antrag der Mehrheit 87 Stimmen 39 Stimmen
Art. 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Beschlussentwurfes 107 Stimmen (Einstimmigkeit)
An den Bundesrat - Au Conseil fédéral
86.037
Investitionskredite und Betriebshilfe in der Landwirtschaft. Aenderung des Bundesgesetzes Crédits d'investissements et aide aux exploitations paysannes. Modification de la loi
Botschaft und Gesetzentwurf vom 16. Juni 1986 (BBI If, 1122) Message et projet de loi du 16 juin 1986 (FF II, 1150)
Herr Hösli unterbreitet im Namen der Kommission den fol- genden schriftlichen Bericht:
Das IBG vom 23. März 1962 wurde am 1. November 1962 in Kraft gesetzt. Es bildet die gesetzliche Grundlage, die es dem Bund ermöglicht, den Kantonen die erforderlichen Mittel für die Gewährung von zumeist zinslosen Darlehen zur Verfügung zu stellen. Diese werden einerseits zur Ver- besserung der Produktions- und Betriebsgrundlagen (Inve- stitionskredite) und andererseits zur Behebung schwerer finanzieller Bedrängnis (Betriebshilfe) eingesetzt.
Das IBG hat sich bestens bewährt und wird auch in nicht- landwirtschaftlichen Kreisen anerkannt und geschätzt. Es
N 17 décembre 1986
1966
Place financière suisse. Motions
hat wesentlich zur Rationalisierung der Landwirtschaft bei- getragen.
In Artikel 8 des Gesetzes ist vorgesehen, dass nach Ablauf von 25 Jahren keine Investitionskredite mehr gewährt wer- den können. Artikel 20 beschränkt die Möglichkeit des Bun- des, neue Mittel zur Verfügung zu stellen, ebenfalls auf 25 Jahre. Wenn der Bund der schweizerischen Landwirtschaft diese Massnahme weiterhin zugute kommen lassen will, ist somit das Gesetz auf den 1. November 1987 zu ändern.
Vorerst war beabsichtigt, eine materielle Teilrevision durch- zuführen. Um die Ausgestaltung des IBG gründlich zu prü- fen - dies auch im Zusammenhang mit dem zweiten Paket einer Aufgabenneuverteilung zwischen Bund und Kantonen -, beantragt der Bundesrat, die Möglichkeit der Gewährung von Investitionskrediten und der Ueberweisung von Bundes- mitteln an die Kantone um fünf Jahre, d. h. bis 1. November 1992 zu verlängern.
Die Fristverlängerung hat zur Folge, dass die Leistungen des Bundes wie bisher aufrechterhalten werden können. Perso- nelle Auswirkungen sind keine zu erwarten.
Antrag der Kommission
Die Kommission hat die Vorlage einstimmig gutgeheissen und beantragt, der vorgesehenen Gesetzesänderung zuzu- stimmen.
Proposition de la commission
Après avoir approuvé le projet à l'unanimité, la commission propose l'adoption de la modification prévue.
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress, Ziff. I und II Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Titre et préambule, ch. I et II Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Gesetzentwurfes 113 Stimmen (Einstimmigkeit)
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
Verabschiedung von Herrn Bundesrat Furgler Adieux à M. Furgler, conseiller fédéral
Le président: Comme vous le savez, M. Furgler, conseiller fédéral, va quitter le gouvernement et c'est la dernière fois qu'il apparaît en cette qualité dans la salle du Conseil national. J'aimerais lui redire nos sentiments de très vive gratitude, lui exprimer aussi tous nos voeux, d'abord de Noël, pour la nouvelle année et pour une activité future que nous lui souhaitons pleine de joie et de satisfaction. Merci, Monsieur le Conseiller fédéral. (Applaudissements)
85.512
Motion des Ständerates (Bürgi) Finanzplatz Schweiz. Förderung Motion du Conseil des Etats (Bürgi) Sauvegarde de la place financière suisse
Wortlaut der Motion vom 13. März 1986
Verschiedene Länder unternehmen grosse Anstrengungen, um die internationale Konkurrenzstellung ihrer Finanzplätze zu stärken. Der Finanzplatz Schweiz sieht sich demgegen- über aufgrund bestehender gesetzlicher Bestimmungen einer wachsenden Benachteiligung ausgesetzt, die negative Folgen für die Zahl der Arbeitsplätze im Dienstleistungssek- tor sowie für die Erträge der direkten und indirekten Steuern haben könnte.
Zur volkswirtschaftlich bedeutungsvollen Erhaltung und Stärkung der internationalen Konkurrenzfähigkeit des Finanzplatzes Schweiz wird der Bundesrat darum ersucht, mit den nachstehenden Zielsetzungen eine Revision des Bundesgesetzes über die Stempelabgaben vorzuschlagen und die Bestimmungen über die Warenumsatzsteuer zu ändern. Dabei sind die kurz- und längerfristigen Auswirkun- gen auf den Bundeshaushalt und die öffentlichen Haushalte insgesamt darzustellen und vorübergehend allenfalls für nötig erachtete Kompensationsmöglichkeiten aufzuzeigen. Geldmarktpapiere:
Geldmarktpapiere mit einer vertraglichen Laufzeit von höch- stens drei Monaten sind von der Umsatzabgabe freizustel- len. Für Geldmarktpapiere mit einer Laufzeit von 3 bis 12 Monaten ist die Umsatzabgabe pro rata temporis zu er- heben.
Ausland-Auslandgeschäfte:
Die Steuerbelastung bei Vermittlung durch einen inlandi- schen Effektenhändler zwischen zwei im Ausland domizilier- ten Parteien soll wenigstens um die Hälfte reduziert werden. Verrechnungssteuer im Interbankgeschäft:
Von einer Erhebung der Verrechnungssteuer auf den Zinsen von Festgeldern im Interbankgeschäft ist abzusehen, unab- hängig von der Währung und von der Fristigkeit. Handelsbestände der Effektenhändler:
Die heutige Frist von einem Tag, innert welchem eine Effek- tentransaktion als Vermittlungsgeschäft gilt, ist auf eine handelsübliche Frist von 30 Tagen auszudehnen. Warenumsatzsteuer auf Gold:
Die Warenumsatzsteuer auf dem physischen Handel mit Münz- und Feingold ist aufzuheben. Emission von Eurobonds: Die Emission von Eurobonds in der Schweiz ist von der Umsatzabgabe auszunehmen.
Texte de la motion du 13 mars 1986
Plusieurs pays font de grands efforts afin de rendre leurs places financières plus compétitives sur le plan internatio- nal. Du fait des dispositions légales auxquelles elle est soumise, la place financière suisse doit au contraire suppor- ter un handicap de plus en plus lourd qui pourrait avoir des effets néfastes sur l'emploi dans le secteur des services ainsi que sur le rendement des impôts directs et indirects.
C'est pourquoi, dans le but de maintenir et de renforcer la compétitivité de la place financière suisse, qui revêt une grande importance pour notre économie, le Conseil fédéral est chargé de proposer une révision de la loi fédérale sur les droits de timbre et de modifier les dispositions relatives à l'impôt sur le chiffre d'affaires, en poursuivant les objectifs mentionnés ci-dessous. Il exposera en même temps quels seraient, à court et à long terme, les effets d'une telle réforme sur les finances fédérales et sur les budgets des collectivités publiques pris dans leur ensemble et indiquera les mesures de compensation qu'il estime, le cas échéant, nécessaire de prendre à titre provisoire.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Investitionskredite und Betriebshilfe in der Landwirtschaft. Aenderung des Bundesgesetzes Crédits d'investissements et aide aux exploitations paysannes. Modification de la loi
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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
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Année
1986
Anno
Band
V
Volume
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Session
Wintersession
Session
Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
11
Séance Seduta
Geschäftsnummer 86.037
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 17.12.1986 - 08:00
Date
Data
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1965-1966
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20 015 008
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