N 11 juin 1986
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Pétition Centre social protestant
jugée suspecte par le Tribunal fédéral, qui estimait que les auteurs de l'initiative pouvaient imaginer que l'opposition se manifesterait par tous les moyens. En ce qui nous concerne, je rappelle ce qui avait déjà été dit lors du premier débat: en tant que Parlement fédéral, nous devons présumer de la bonne foi et du respect du droit fédéral par les autorités du canton de Bâle-Campagne. Nous devons présumer que, dans la formulation «veiller à empêcher toute installation nucléaire sur son territoire ou dans le voisinage», les auto- rités du canton des Grisons n'entendent que faire valoir leur possibilité d'opposition dans le cadre de la consultation. Ce n'est donc pas la même chose que la décision du Grand Conseil grison de ne pas soumettre une initiative au peuple. C'est pourquoi, en dépit de cet arrêt, la commission conti- nue à considérer que cet article peut parfaitement obtenir la garantie. Je vous rappelle enfin que nous sommes en procé- dure d'élimination des divergences et que notre seul pro- blème est de savoir si nous nous rallions ou non à la précision, à la précaution supplémentaire, qui a été formu- lée par le Conseil des Etats.
Bundesrätin Kopp: Ich habe für den Aerger von Herrn Hum- bel an sich Verständnis, denn wir befinden uns in dem Dilemma, dass wir eine Bestimmung zu gewährleisten haben, die uns irgendwo zutiefst unsympathisch ist, die wir als unsolidarisch gegenüber den übrigen Kantonen empfin- den und die nicht zuletzt politisch unklug ist. Ob sie aber politisch unklug ist oder nicht, haben vor allem die Basler zu entscheiden. Ich sage deshalb politisch unklug, weil eine Stellungnahme des Kantons Basel-Landschaft in Zukunft für den Bundesrat nicht mehr die gleiche Bedeutung haben wird wie die Stellungnahme eines anderen Kantons, weil man ja weiss, dass sich die Regierung gar nicht anders ausdrücken kann.
Aber ich wiederhole hier noch einmal: Wenn wir eine Verfas- sung gewährleisten, haben wir nicht darüber zu befinden, ob sie uns inhaltlich passt oder ob wir sie als politisch klug oder unklug empfinden, sondern wir haben allein darüber zu entscheiden, ob sich in der Verfassung ein Artikel befin- det, der dem Bundesrecht widerspricht. Wenn es auch nur einen Auslegungsfall gibt, der eine bundesrechtskonforme Anwendung zulässt, dann dürfen wir gemäss bisheriger Praxis die Gewährleistung nicht verweigern. Niemand in diesem Saal wird behaupten können, dass man diesen Para- graphen 115 Absatz 2 nicht auch bundeskonform anwenden kann. Wenn wir ihm die Gewährleistung versagen, dann unterstellen wir der Regierung des Kantons Basel-Land- schaft nicht nur, dass sie ihn nicht bundesrechtskonform auslegen würde, sondern wir unterstellen ihr auch Bundes- untreue.
Das dürfen wir in diesem Parlament nicht tun, denn unser Bundesstaat lebt nun einmal von einem gegenseitigen Ver- trauen. Ohne dieses gegenseitige Vertrauen ist unser Land mit seinen drei politischen Stufen überhaupt nicht mehr regierbar. Eine Nichtgewährleistung würde also gegen eine Tradition verstossen und würde tatsächlich unseren Bun- desstaat gefährden.
Es geht jetzt um die Differenzbereinigung; diese einleiten- den Bemerkungen habe ich mir nur gestattet, weil Herr Humbel wieder auf die Grundsatzfrage zurückgekommen ist. Die einstimmige Kommission schlägt Ihnen vor, den Artikel in der Verfassung mit einem Vorbehalt zu gewährlei- sten. Der Ständerat hat dieser Lösung bereits zugestimmt. Ich möchte Ihnen empfehlen, Ihrer Kommission ebenfalls zu folgen und die Verfassung mit diesem Vorbehalt zu geneh- migen.
Wir sind uns alle bewusst, dass dieser Vorbehalt keine rechtliche Bedeutung hat, sonst hätte ihn bereits der Bun- desrat angebracht; aber er hat doch eine politische Bedeu- tung: Es ist praktisch ein Wink mit dem Zaunpfahl und bedeutet dem Kanton, dass er sich im Zweifelsfall an eine bundesrechtskonforme Auslegung und Anwendung zu hal- ten hat.
Diese Genehmigung mit Vorbehalt ist im übrigen nichts Neues; sie wurde insbesondere vor dem Ersten Weltkrieg
mehrere Male in ähnlichen Situationen ausgesprochen. Ich glaube, dass der Vorschlag Ihrer Kommission tatsächlich ein vernünftiger Kompromiss ist. Er gibt dem Unbehagen, das man dieser Verfassungsbestimmung gegenüber empfindet, deutlich Ausdruck; er erklärt dem Kanton, dass die Ausle- gung in jedem Fall bundesrechtskonform zu erfolgen hat, und dieser Kompromiss erspart uns eine bundesstaatliche Belastungsprobe.
Ich bitte Sie deshalb, dem Antrag Ihrer Kommission zu folgen, und der Verfassung von Basel-Landschaft die Gewährleistung mit dem Vorbehalt zu erteilen.
Angenommen - Adopté
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
86.251
Petition Centre social protestant. Rückweisung von Asylbewerbern Pétition Centre social protestant. Renvoi de demandeurs d'asile
Herr Fischer-Hägglingen unterbreitet im Namen der Peti- tions- und Gewährleistungskommission den folgenden schriftlichen Bericht:
Le 21 août 1985, le «Centre social protestant» de Genève et le «Comité suisse pour la défense du droit d'asile» à Lausanne ont fait parvenir une pétition, signée par 3654 per- sonnes. Les pétitionnaires demandent que cessent immé- diatement les renvois par la force, dans leur pays d'origine, des candidats à l'asile séjournant en Suisse depuis plusieurs années et à qui l'asile politique a été refusé, pour autant que ceux-ci n'aient pas gravement contrevenu aux lois de notre pays.
La commission qui est chargée d'étudier le projet de modification de la loi sur l'asile a examiné cette pétition, dans sa séance du 1er mai 1986. Elle a constaté que le problème faisant l'objet de la dite pétition a été discuté de manière approfondie, en rapport avec la révision de la loi. En délibérant sur cet objet, les Chambres arrêtent aussi leur attitude face aux préoccupations des pétitionnaires.
La commission renvoie au contenu de la discussion concer- nant la loi sur l'asile dans les deux conseils, et notamment au projet de solution dite «globale».
La commission renonce à transmettre cette pétition, vu qu'elle a été adressée en même temps aussi au Conseil fédéral.
Antrag der Kommission
Aus diesem Grund beantragt die Kommission, von der Peti- tion Kenntnis zu nehmen, ihr aber keine Folge zu geben.
Proposition de la commission
Pour cette raison, la commission propose que l'on prenne acte de cette pétition, mais sans lui donner de suite.
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Petition Centre social protestant. Rückweisung von Asylbewerbern Pétition Centre social protestant. Renvoi de demandeurs d'asile
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1986
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Seduta
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86.251
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Datum 11.06.1986 - 08:00
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