Verwaltungsbehörden 18.09.1985 85.035
20013696Vpb18 sept. 1985Ouvrir la source →
Film. Vereinbarung mit der BRD
1403
Vierte Sitzung - Quatrième séance
Mittwoch, 18. September 1985, Nachmittag Mercredi 18 septembre 1985, après-midi 16.00 h
Vorsitz - Présidence: Herr Koller Arnold
84.597 Postulat Ruch-Zuchwil Ergänzungsleistungen zur AHV/IV. Revision Artikel 3 BG Prestations complémentaires AVS/AI. Révision de l'article 3 de la loi
Wortlaut des Postulates vom 11. Dezember 1984
Der Bundesrat wird ersucht, dem Parlament eine Revision von Artikel 3 Absatz 5 des Bundesgesetzes über Ergän- zungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invaliden- versicherung vom 19. März 1965 in dem Sinne vorzulegen, wonach das Einkommen von Ehegatten von IV-Rentenbezü- gern nicht anzurechnen sei.
Texte du postulat du 11 décembre 1984
Le Conseil fédéral est invité à soumettre au Parlement une révision de l'article 3, 5e alinéa de la loi fédérale du 19 mars 1965 sur les prestations complémentaires à l'assurance- vieillesse, survivants et invalidité; cette disposition devrait préciser que le revenu du conjoint d'un bénéficiaire de rente Al ne sera pas pris en considération pour calculer le revenu déterminant.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-St. Gallen, Bäumlin, Bircher, Borel, Braunschweig, Chopard, Christi- nat, Deneys, Eggenberg-Thun, Eggli-Winterthur, Euler, Fankhauser, Fehr, Friedli, Gloor, Hubacher, Jaggi, Lanz, Leuenberger-Solothurn, Leuenberger Moritz, Longet, Mei- zoz, Meyer-Bern, Morf, Nauer, Neukomm, Ott, Pitteloud, Reimann, Renschler, Robbiani, Rubi, Ruffy, Stamm Walter, Uchtenhagen, Vannay, Wagner, Weber-Arbon, Zehnder (39)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 4. Februar 1985
Rapport écrit du Conseil fédéral du 4 février 1985
Die Verwirklichung dieses Postulates würde dazu führen, dass einem invaliden Ehegatten auch dann eine Ergän- zungsleistung ausgerichtet werden müsste, wenn sein Ehe- partner mit einem grösseren Einkommen oder Vermögen durchaus in der Lage wäre, den gemeinsamen Existenzbe- darf zu sichern. Eine solche Regelung stünde nicht nur mit dem geltenden Eherecht - gegenseitige Unterhalts- und Beitragspflichten der Ehegatten - in Widerspruch, sondern würde auch das dem ELG zugrundeliegende Bedarfsprinzip verletzen. Zudem würde ein gefährliches Präjudiz geschaf- fen, da mit gleichem Recht zum Beispiel auch minderjährige Vater- oder Mutterwaisen die Nichtberücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse des überlebenden Elternteils fordern könnten. Aus grundsätzlichen und präjudiziellen Gründen ist das Postulat daher abzulehnen.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen. 177-N
Ruch: Ich zweifle ein wenig daran, dass die zuständigen Beamten und Sachbearbeiter des Herrn Bundesrates den Sinn und das Ziel meines Vorstosses richtig erkannt haben. Der Antwort kann man entnehmen, dass zumindest Teile derselben in die falsche Richtung gehen. So ist jedenfalls der Vergleich mit dem Eherecht nicht zutreffend. Die Anrechnung des Einkommens des nicht invaliden Ehegatten kann doch per saldo dazu führen, dass der ehelichen Gemeinschaft wegen dessen Erwerbstätigkeit weniger Mit- tel zur Verfügung stehen als ohne Erwerbstätigkeit, nämlich dann, wenn die Einkommensgrenzen nur knapp überschrit- ten werden. Was das gefährliche Präjudiz betrifft, auf wel- ches in der Antwort verwiesen wird, darf man feststellen, dass dieses bei den bedarfsabhängigen ausserordentlichen Hinterlassenenrenten bereits verwirklicht ist, und zwar im letzten Satz von Artikel 63 Absatz 2 der Verordnung zum AHV-Gesetz, wo geschrieben steht: «Einkommensgrenze und Einkommen der Witwe und einzelner Waisen werden nicht berücksichtigt, wenn ihr Einkommen die für sie anwendbare Einkommensgrenze erreicht oder übersteigt.» Meines Erachtens reichen deshalb weder die grundsätzli- chen noch die präjudiziellen Gründe, wie sie in der Antwort des Bundesrates angeführt sind, dazu aus, mein Postulat abzulehnen, weshalb ich Herrn Bundesrat Egli bitten möchte, aufgrund dieser Sachlage das Postulat zumindest zur eingehenderen Prüfung entgegenzunehmen.
Bundesrat Egli: Herr Ruch, ich glaube, Sie werden nicht allen Ernstes daran denken, dass wir jetzt nochmals eine neue Revision des Ergänzungsleistungsgesetzes in Gang setzen, nachdem wir heute einen halben Vormittag lang darüber debattiert haben. Der Bundesrat bleibt nach wie vor bei seiner Auffassung, dass das, was Sie anbegehren, einen stossenden Effekt haben könnte. Es ist sicher kein vordring- liches soziales Postulat, dass eine Rentnerin oder ein Rent- ner, deren bzw. dessen Ehegatte oder Ehegattin in besten Einkommensverhältnissen lebt, dazu noch eine Ergän- zungsleistung beziehen kann. Wir müssen bei unserer Auffassung bleiben.
Abstimmung - Vote Für Überweisung des Postulates. Dagegen
22 Stimmen 45 Stimmen
85.035 Film. Vereinbarung mit der Bundesrepublik Deutschland Cinéma. Accord avec la République fédérale d'Allemagne
Botschaft und Beschlussentwurf vom 22. Mai 1985 (BB1 II, 325) Message et projet d'arrêté du 22 mai 1985 (FF II, 329)
Antrag der Kommission Eintreten und Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Proposition de la commission Entrer en matière et adhérer au projet du Conseil fédéral
M. Couchepin présente au nom de la Commission de la science et de la recherche le rapport écrit suivant:
Depuis le 22 juin 1977 déjà, il existe un accord régissant les «relations cinématographiques entre la Suisse et la France». Cet acte a pour objectif de faciliter la réalisation de films coproduits par les deux pays et de favoriser l'échange de films entre ces Etats. Cet accord de coopération ayant eu, dans l'ensemble, des effets positifs, le Conseil fédéral en a
Motion du Conseil des Etats (Lauber)
1404
N
18 septembre 1985
passé un dont le contenu est pratiquement le même avec la République fédérale d'Allemagne. Dans son message du 22 mai 1985, le gouvernement demande aux Chambres fédé- rales d'approuver cet accord et de l'autoriser à le ratifier. Lors de sa séance du 2 septembre 1985, la Commission de la science et de la recherche a examiné ce document et propose, à l'unanimité, au Conseil national d'approuver le projet d'arrêté fédéral.
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress, Art. 1, 2 Titre et préambule, art, 1, 2 Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Beschlussentwurfes 88 Stimmen (Einstimmigkeit)
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
85.034 Jugendsportzentrum Tenero. Zusatzkredit Centre de sport pour la jeunesse de Tenero. Crédit additionnel
Botschaft und Beschlussentwurf vom 15. Mai 1985 (BBI II, 1) Message et projet d'arrêté du 15 mai 1985 (FF II, 1)
Antrag der Kommission Eintreten und Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Proposition de la commission Entrer en matière et adhérer au projet du Conseil fédéral
Herr Müller-Scharnachtal unterbreitet namens der Kommis- sion den folgenden schriftlichen Bericht:
Mit Bundesbeschluss vom 26. September 1979 hat das Par- · lament einen Objektkredit von 28 100 000 Franken (wovon 6 800 000 Franken für Landerwerb) für den Ausbau des Nationalen Jugendsportzentrums in Tenero bewilligt. Der Kostenvoranschlag wurde aufgrund der am 1. April 1978 geltenden Preise erstellt (Index 103,1). Der Zusatzkredit ist der seit dem Herbst 1979 auf dem Bausektor eingetretenen Teuerung zuzuschreiben (Index 1. April 1985: 132,9). Die Bauarbeiten wurden 1980 begonnen und stehen vor ihrem Abschluss. Es war möglich, den erforderlichen teuerungsbe- dingten Zusatzkredit auf 5 500 000 Franken zu begrenzen, weil bei den Vergebungen günstige Bedingungen ausge- handelt werden konnten und im Laufe der Arbeiten Verein- fachungen beschlossen wurden. Dieser Zusatzkredit ist im Budget 1985 und im Finanzplan des Amtes für Bundesbau- ten enthalten.
Die Kommission hat in Tenero getagt. Sie konnte dabei feststellen, dass die Bauten einfach und zweckmässig sind und dass die schon fertiggestellten Einrichtungen optimal genutzt werden. Damit dieses regionale Sportzentrum die ihm zugedachte Aufgabe voll und ganz wahrnehmen kann, sollte seine Infrastruktur jedoch ergänzt werden. Im Vorder- grund stehen namentlich Unterkunftsräume sowie zusätz- liche Anlagen für die Leichtathletik. Die Kommission erach- tet es deshalb als wünschenswert, dass schon bald die zweite Etappe in Angriff genommen wird.
Sie empfiehlt Ihnen einstimmig, auf die Vorlage einzutreten und den Entwurf zu einem Bundesbeschluss gutzuheissen.
Robbiani: Indipendentemente dalla richiesta di approva- zione dei crediti supplementari, che sottoscrivo, venerdì 27 settembre, il Centro sportivo nazionale della gioventù di Tenero verrà inaugurato alla presenza anche del Consigliere federale Egli. Il Municipio di Tenero-Contra, l'esecutivo comunale, ha minacciato di boicottare la cerimonia ufficiale, poiché la popolazione locale, giovani in particolare, e l'asso- ciazione calcistica non potrebbero più utilizzare le strutture sportive.
Il Municipio di Tenero-Contra ha inviato una lettera di prote- sta al Consiglio federale. Vorrei a mia volta invitare il Consi- gliere federale Egli ad intervenire presso la Direzione affin- che il Centro di Tenero sia un campo aperto e non un campo chiuso. Sono sicuro dell'intervento e della mediazione del- l'on. Egli che, nella regione fra Tenero e Tegna, è di casa.
Egli, consigliere federale: Vi assicuro che sono già interve- nuto in questo senso presso il Direttore della scuola di Macolin. Credo che si troverà una soluzione. Al momento, il Sindaco di Tenero è negli Stati Uniti. Dopo il suo rientro continueremo le trattative e troveremo senz'altro una solu- zione.
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière
Detailberatung - Discussion par articles Titel und Ingress, Art. 1, 2 Titre et préambule, art. 1, 2 Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Beschlussentwurfes 89 Stimmen (Einstimmigkeit)
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
84.436 Motion des Ständerates (Lauber) Pflege der Gebirgswälder Motion du Conseil des Etats (Lauber) Entretien des forêts de montagne
Beschluss des Ständerates vom 6. Dezember 1984 Décision du Conseil des Etats du 6 décembre 1984
Wortlaut der Motion
Die Pflege vieler Gebirgswälder ist seit Jahren nicht mehr kostendeckend (vgl. Gesamtkonzeption 1975). Die Waldeigentümer sind nicht in der Lage, die defizitäre Waldpflege sicherzustellen."
Wo die örtlichen Gebietskörperschaften die notwendigen Massnahmen nicht oder ungenügend unterstützen, wird der Wald wegen ungenügenden Betriebsmitteln vernachlässigt. Die Erhebungen über den Gesundheitszustand der Wälder zeigen, dass unsere Gebirgswälder dringend einer besseren Pflege bedürfen. Angesichts ihrer Bedeutung für die Sicher- heit der Siedlungen und Verkehrswege darf mit den erfor- derlichen Massnahmen nicht nochmals während Jahren zugewartet werden. Der Bundesbeschluss vom 4. Mai 1984 ermöglicht nur die Unterstützung der Nutzung des bereits geschädigten Holzes. Ein entsprechender Antrag zur Erwei-
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Film. Vereinbarung mit der Bundesrepublik Deutschland Cinéma. Accord avec la République fédérale d'Allemagne
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Dans
In
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Jahr
1985
Année
Anno
Band
IV
Volume
Volume
Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
04
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 85.035
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
18.09.1985 - 16:00
Date
Data
Seite
1403-1404
Page
Pagina
Ref. No
20 013 696
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