National Council accepts postulate on agricultural law and nature protection

20013510Jurisprudence administrative des autorités fédérales (JAAC)21 juin 1985Granted

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Résumé

On 21 June 1985, the National Council dealt with postulate 85.373 seeking ecological changes to agricultural legislation and subsidy schemes without increasing total subsidies or reducing farmers' income. The Federal Council stated in writing that it was prepared to accept the postulate and to continue examining the matter in line with its Sixth Agricultural Report. The National Council transmitted the postulate.

Regest

Parliamentary postulates on policy review; acceptance where the Federal Council agrees to examine the requested reform and the legislative chamber transmits the motion. The transmission entails no immediate substantive legal change, but only an instruction to prepare or continue policy work, here in the field of agricultural law and environmental protection.

Texte intégral

Postulat Jung

1258

N

21 juin 1985

nicht erwähnt. Nach Absatz 2 kann der Bundesrat für andere als die in Absatz 1 genannten Verwendungen die Rücker- stattung des Zollzuschlages nur dann beschliessen, sofern hiefür auf dem Grundzoll eine Zollbegünstigung gewährt wird. Es handelt sich dabei um die Zollbegünstigung laut Reversverordnung vom 4. November 1970. Dort ist eine sol- che Zollbegünstigung für die Luftfahrt nicht vorgesehen, weil entsprechende Begehren auch vom Parlament wegen mangelnder wirtschaftlicher Notwendigkeit bisher stets abgelehnt wurden. Daher ist eine Rückerstattung des Zollzu- schlages an die Flieger auch nach Absatz 2 nicht möglich. Der Bundesrat anerkennt die wertvollen Leistungen der Leichtaviatik für die Militär- und Berufsfliegerei. Der Bund subventioniert deshalb auf anderem Weg gezielt den Aus- bau auch von Leichtflugzentren sowie die fliegerische Nach- wuchsförderung mit Beiträgen an die fliegerische Vorschu- lung, die Schweizerische Luftverkehrsschule, die fliegeri- sche Weiterbildung durch das Bundesamt für Zivilluftfahrt und die Militärpilotenausbildung. Diese Aufwendungen betragen ein Mehrfaches der Zolleinnahmen aus den Flug- treibstoffen.

Bei dieser Sachlage ist der Bundesrat der Auffassung, der vom Postulanten gewünschte Bericht erübrige sich.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen. Abgelehnt - Rejeté

85.373 Postulat Müller-Bachs Agrargesetzgebung und Naturschutz Législation agraire et protection de la nature

Wortlaut des Postulates vom 13. März 1985

Der Bundesrat wird ersucht, Vorschläge zur Abänderung der Agrargesetzgebung und des landwirtschaftlichen Sub- ventionswesens ausarbeiten zu lassen mit dem Ziele, ver- mehrt ökologische Aspekte einzubringen, ohne den Ge- samtumfang landwirtschaftlicher Subventionen zu vergrös- sern und ohne das Einkommen der Landwirte zu schmälern.

Texte du postulat du 13 mars 1985

Le Conseil fédéral est invité à faire élaborer des propositions tendant à modifier la législation en matière d'agriculture et le régime des subventions dans ce secteur. Il faudra, dans ces projets, accorder plus d'importance aux aspects écolo- giques, sans toutefois augmenter le volume des subventions ni réduire le revenu des agriculteurs.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-St. Gallen, Bäumlin, Bircher, Brélaz, Bundi, Dünki, Euler, Günter, Jae- ger, Longet, Maeder-Appenzell, Morf, Nauer, Oester, Re- beaud, Renschler, Robert, Seiler, Stappung, Uchtenhagen (20)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Die staatlichen landwirtschaftlichen Förderungsbeiträge bewirken zum Teil eine abträgliche Steigerung der Produk- tionsintensität, die zu Überschüssen und zu Umweltbela- stung führt. Diese verursachen ihrerseits weitere soziale Kosten. Der Katalog von Massnahmen, die den Anreiz zu unvernünftigen Produktionssteigerungen verringern und zu sinnvollem ökologischem Wirtschaften erhöhen, lässt sich wie folgt veranschlagen:

  1. Die Lenkungsmassnahmen zur Preis- und Absatzsiche- rung im Inland (Preisgarantie mit staatlicher Übernahme- pflicht für Milch, Zuckerrüben, Raps, Brotgetreide, ferner Richtpreise mit Marktinterventionen beim Schlachtvieh, Prä- mien für den Anbau von Futtergetreide und für Nicht-Milch- ablieferer) sind zu redimensionieren zugunsten marktwirt- schaftlicher Steuerungsfaktoren (Aufwand 1983: 1 111 497 000 Franken).

  2. Preis- und Absatzsicherung im Inland sollen vorwiegend durch geeignete Massnahmen an der Grenze (Importschutz, Zölle, Preiszuschläge) begünstigt werden.

  3. Bezüglich Umweltbelastung kritischer Produktionsmittel, wie Pestizide und gewisse Kunstdünger, sind diese mit einer staatlichen Steuer zu belegen.

Die durch Einsparungen bei der Preis- und Absatzsicherung im Inland, Abschöpfung der Importe von Agrarprodukten sowie fiskalische Belastung schädlicher Produktionsmetho- den gewonnenen Mittel sollen für direkte Beiträge an ökolo- gisch wertvolle Anlagen verwendet werden, wie Hecken, Bachrandbepflanzung, Weiden, Naturwiesenstreifen, Trok- kenstandorte, Massnahmen für eine umweltgerechte Ver- wendung von Hofdünger, umweltgerechte Aufarbeitung und Verwendung von Klärschlamm, Geländekorrekturen gegen Abschwemmung, Erforschung ökologischer Produktions- methoden usw.

Diese Direktzahlungen würden auch eine relative Besser- stellung der kleinen und mittleren landwirtschaftlichen Betriebe in den Grenzertragslagen bewirken.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 15. Mai 1985 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 15 mai 1985 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen und im Sinne seiner Ausführungen im 6. Landwirtschaftsbe- richt weiterzuverfolgen.

Überwiesen - Transmis

85.382 Postulat Jung Milchkontingente, Stillegung Gel des contingents laitiers

Wortlaut des Postulates vom 13. März 1985

Der Bundesrat wird eingeladen, die Revision der Ausfüh- rungsverordnungen zum Milchwirtschaftsbeschluss 1977 in folgenden Punkten zu prüfen:

  • Abschaffung der Höchstdauer von fünf Jahren für die Stillegung von Einzelkontingenten;

  • Zulassung der Möglichkeit, dass ein Produzent freiwillig Teilkontingente für eine unbestimmte Zeit stillegen kann.

Texte du postulat du 13 mars 1985

Le Conseil fédéral est prié d'étudier la modification des dispositions d'exécution de l'arrêté sur l'économie laitière 1977 de manière à:

  • supprimer la limite maximale de cinq ans applicable au gel temporaire de contingent individuel

  • permettre au fournisseur de geler son contingent indivi- duel pour une curée indéterminée.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Allenspach, Blunschy, Bühler-Tschappina, Butty, Cantieni, Cincera, Columberg, Cotti Flavio, Cotti Gianfranco, Darbellay, Eng, Fischer-Sur- see, Geissbühler, Giger, Grassi, Hari, Hess, Hösli, Humbel, Hunziker, Iten, Kühne, Künzi, Landolt, Lanz, Loretan, Nuss- baumer, Ogi, Pini, Risi-Schwyz, Röthlin, Ruckstuhl, Rutis-

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Postulat Müller-Bachs Agrargesetzgebung und Naturschutz Postulat Müller-Bachs Législation agraire et protection de la nature

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Dans

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Jahr

1985

Année

Anno

Band

III

Volume

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Session

Sommersession

Session

Session d'été

Sessione

Sessione estiva

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

17

Séance

Seduta

Geschäftsnummer

85.373

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 21.06.1985 - 08:00

Date

Data

Seite

1258-1258

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Ref. No

20 013 510

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Mots-clés

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