Verwaltungsbehörden 18.06.1985 <td class="metadataCell">20013459</td>
20013459Vpb18 juin 1985Ouvrir la source →
Gestion du Conseil fédéral 1076 N 18 juin 1985 #ST# 84.039 Doppelbesteuerungsabkommen mit Frankreich (Abschreibung) Double imposition. Convention avec la France (classement) Botschaft und Beschlussentwurf vom 18. Mai 1983 (BBI II, 509) Ergänzungsbotschaft vom 4. Juli 1984 (BBI II, 1181) Message et projet d'arrêté du 18 mai 1983 (FF II, 533) Message complémentaire du 4 juillet 1984 (FF II, 1205) Beschluss des Ständerates vom 10. Juni 1985 Décision du Conseil des Etats du 10 juin 1985 Antrag der Kommission Abschreibung Proposition de la commission Classement M. Borei, rapporteur: II y a quelques mois notre conseil refusait d'entrer en matière sur une modification de l'accord de double imposition avec la France. Depuis lors, le Gouver- nement français a informé le Conseil fédéral qu'il considé- rait cette modification ainsi que l'accord sur l'imposition des frontaliers, qui était en discussion en même temps, comme caducs. Le Gouvernement français n'avait plus l'intention de soumettre ces textes à son Parlement pour approbation ni de les ratifier. Un accord international nécessite pour le moins deux partenaires, l'un d'eux fait défaut, il n'y a donc plus de raison de conserver cet objet à notre ordre du jour. Cependant, pour des raisons formelles, notre conseil doit prendre la décision de le retirer de l'ordre du jour, comme l'a fait le Conseil des Etats sur proposition de sa commission. Votre commission vous recommande de retirer cet objet de l'ordre du jour. Abgeschrieben - classé Schluss der Sitzung um 19.45 Uhr La séance est levée à 19 h 45 #ST# Elfte Sitzung - Onzième séance Dienstag, 18. Juni 1985, Vormittag Mardi 18 juin 1985, matin 8.00h Vorsitz - Présidence: Herr Koller Arnold 85.021 Geschäftsbericht des Bundesrates, des Bundesgerichts und des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 1984 Gestion du Conseil fédéral, du Tribunal fédéral et du Tribunal fédéral des assurances 1984 Fortsetzung - Suite Siehe Seite 1046 hiervor- Voir page 1046 ci-devant Justiz- und Polizeidepartement Département de justice et police Bäumlin: Ich bin überrascht, dass ich vor dem Kommis- sionssprecher an die Reihe komme. Ich möchte mich zu einer Detailfrage der Asylrechtspraxis äussern. Wir haben noch eine Asyldebatte vor uns. Ich möchte ihr nicht vorgreifen und jetzt keine Asyldebatte provozieren, sondern mich lediglich zu einem Punkt äus- sern, der das Jahr 1984 betrifft: Ich meine den Bericht der Bundesanwaltschaft, der verschiedentlich erwähnt worden ist. Herr Ruf hat diesen Bericht bekanntlich publiziert. Dazu sind meines Erachtens ein paar Worte dringend nötig. Dass Herr Ruf im trüben fischt, verwundert mich nicht. Er ver- sucht Propaganda für seine Ideen zu machen mit den Methoden, die er verfügbar hat. Beim Anheizen des Frem- denhasses sind ihm alle Mittel recht. Das verwundert mich nicht. Aber ich werde besorgt, wenn ich feststelle, dass die trübe Quelle, in der er angelt, aus der Bundesanwaltschaft kommt. Das ist schlimm. Hier liegt meines Erachtens der wirkliche Skandal. Das muss man auch einmal im Plenum sagen. Es genügt nicht, dass ähnliches nur in einer Kommis- sion ausgesprochen wird. Nun, die Bundesanwaltschaft ist sicher befugt, auf proble- matische Aspekte des Asylwesens aufmerksam zu machen, auf Methoden, die der Kritik rufen. Sicher gibt es Missbräu- che, das wird von mir nicht, überhaupt nicht, bestritten. Wenn die Bundesanwaltschaft sachlich orientieren würde über Vorkommnisse, die zur Sorge Anlass geben, sagte ich kein kritisches Wort. Aber wenn man den Bericht der Bun- desanwaltschaft vom Sommer 1984 näher anschaut, stellt man fest, dass er an sachlichen Informationen sehr wenig enthält, kaum etwas Neues, kaum etwas, was man nicht gewusst hätte, zum Beispiel über die Wege, auf denen die Tamilen zu uns kommen, über das Verschwinden von Aus- weisschriften usw. Auf der anderen Seite betreibt dieser Bericht aber eine üble Stimmungsmache. Er eignet sich geradezu als Musterbeispiel, an dem man - zum Beispiel im universitären Unterricht- im einzelnen nachweisen könnte, wie sich die Sprache manipulativ verwenden lässt. Ich kann nur sehr wenige Beispiele erwähnen, aber allgemein würde ich sagen: Völlig distanzlos wird hier an Affekte appelliert. Es ist die Rede vom «AsylantenUnwesen» (das hat also nicht Herr Ruf erfunden!); die Tamilen werden als «Burschen» qualifiziert. Despektierlich, rassistisch ist diese Sprache, und es strotzt von schlimmen Verallgemeinerungen. Auf
Gestion du Conseil fédéral 1078N 18 juin 1985 Vor dem ungeheuren Reinfall, den das Amt eben beim Asyl- wesen erlitten hat, hatte man ja auch diese Politik über lange Zeit einfach angewendet, anstehende Probleme aufzuschie- ben, und zwar nicht Probleme in erster Linie mit den Asylan- ten selbst, sondern Probleme bei der Behandlung von Gesu- chen. Wir haben eine lex imperfecta beim Asylgesetz. Es ist ein Gesetz, das man nicht vollziehen kann. Auch Herr Hess gibt das unterdessen glücklicherweise zu. Wir hätten damals genug Zeit gehabt, als die Probleme politisch noch nicht drängend waren. Es ist schade, dass man so lange gewartet hat. Ich möchte nun dringend hoffen, dass das Bundesamt für Polizeiwesen zumindest im Bereich der Abgaswerte etwas mehr mit dem Bundesamt für Umweltschutz zusammenar- beitet, damit wir möglichst rasch eine Lösung finden. Wenn wir die ersten in Europa wären, machte das auch nichts, denn die ändern Länder werden bald einmal nachziehen müssen, auch wenn es ihnen nicht gefällt. Jedenfalls betrachtet unsere Fraktion die falsche Prioritätenordnung, die offenbar in diesem Amt existiert, mit grosser Sorge. Wir hoffen nur, dass demnächst auch dort ein Umdenken statt- finden kann. Müller-Scharnachtal : Ich möchte mich erneut zu den Abgas- vorschriften für Benzinfahrzeuge äussern. Nicht nur für die Konsumenten, also die Autokäufer, sondern auch für die Autoimporteure und -hersteller ist die derzeitige Situation äusserst unangenehm. Wir wissen zwar, dass der Bundesrat die zweite Stufe, die sogenannte Norm 86, beschlossen hat. Im Klartext heisst das, dass ab 1986 die Anwendung der Katalysatortechnik unumgänglich sein wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir die Abgasnorm 86 ohne Katalysa- toreinbau erfüllen können. Unterdessen ist aber immer mehr die noch strengere US-Norm 83 in den Vordergrund gerückt. Die Forderung, diese amerikanische Norm bei uns umge- hend einzuführen, wurde bekanntlich in der «Waldsession» nicht erfüllt. Der Bundesrat hat lediglich ein entsprechendes Postulat entgegengenommen. Dieses Zögern wurde damit begründet, dass in Europa vorerst ein bleifreies Tankstellen- netz aufgebaut werden müsse. Nachdem nun das Nachbar- land Österreich uns bald überholt hat und die EG diesbezüg- lich nun etwas konkretere Vorstellungen hat, ferner auch unsere 86er-Norm die Katalysatortechnik bedingt, stellen sich folgende Fragen: Wie sieht nun die Situation für die Schweiz aus? Wann ist die Einführung der US-Norm 83, die den eigentlichen Stand der Technik darstellt, zu erwarten? Wird unsere Norm 86 einfach durch die US-Norm 83 abge- löst? Ist man mit einem Auto, das unsere Norm 86 erfüllt, mittel- oder längerfristig auf der sicheren Seite? Sowohl der Konsument als auch die Autoimporteure und -hersteller müssten dies wissen, damit wenigstens eine mittelfristige Planung möglich ist. M. Meizoz: J'interviens au chapitre de l'aménagement du territoire pour rappeler qu'en 1984, quelques mois avant de quitter ses fonctions, M. Friedrich, conseiller fédéral, après avoir attiré l'attention du peuple suisse sur les difficultés rencontrées dans l'application de la loi sur l'aménagement du territoire, invitait de manière pressante les cantons et les communes à en garantir une exécution correcte dans les délais prescrits. M. Friedrich allait encore plus loin en lan- çant l'avertissement suivant: «Le Conseil fédéral est par ailleurs prêt à arrêter, le cas échéant, des mesures complé- mentaires en vue de la mise en œuvre de l'aménagement du territoire; en ce sens il tient particulièrement à permettre la réalisation des exigences fondamentales de l'utilisation mesurée du sol.» Aujourd'hui, c'est-à-dire une année plus tard, nous devons hélas constater que les choses plutôt que d'évoluer dans la bonne direction se sont, au contraire, aggravées. C'est sans doute ce qui vous a amenée, Madame la Conseillère fédé- rale, lorsque vous vous exprimiez le 2 mai dernier à Soleure devant les délégués de l'Association suisse pour l'aménage- ment national, à dénoncer en termes graves la consomma- tion effrénée de notre sol. La forte tonalité de vos propos, qui sont dans l'esprit de ceux tenus par votre prédécesseur, ne se retrouve malheureusement pas dans le rapport de gestion qui, au chapitre consacré à la législation sur l'amé- nagement du territoire, traite du problème de l'application de la loi avec une distance tout à fait hors de circonstance. Le rapport de gestion ne décrit que très superficiellement le mal dont nous souffrons. Il ne rend compte que très suc- cinctement des développements d'une situation qui, parce qu'elle est profondément insatisfaisante, mériterait un éclai- rage plus direct. C'est pourquoi, Madame la Conseillère fédérale, je souhaiterais obtenir de votre part des renseigne- ments complémentaires sur les points suivants: Premièrement, le délai imparti par la loi sur l'aménagement du territoire pour l'établissement des plans directeurs canto- naux a expiré à la fin de 1984. Selon ladite loi, une prolonga- tion de ce délai ne peut être accordée qu'exceptionnelle- ment. Or, en vertu d'une décision prise par le Conseil fédéral le 17 décembre 1984, 23 cantons en ont bénéficié pour des durées allant de six mois à deux ans. Ainsi, par un coup de baguette magique du Conseil fédéral, l'exception n'est plus l'exception, elle devient la règle générale. Les esprits curieux auraient souhaité connaître les raisons qui ont empêché tant de cantons à régler ce problème dans les délais légaux. Ont-elles un caractère politique? Peut-on parler dans certains cas de désobéissance passive? Ou encore, sont-elles liées à un sous-équipement administratif? Qu'en est-il au surplus des motifs qui ont conduit le Conseil fédéral, dans sa séance du même jour, à envisager des mesures transitoires pour les cantons du Valais et d'Appen- zell Rhodes-Extérieures, mesures que votre département a été chargé d'étudier, en collaboration avec les cantons en cause, puis de soumettre au Conseil fédéral pour décision avant le 30 avril 1985? Qu'en est-il des mesures prises à ce sujet? Deuxièmement, l'article 30 de la loi sur l'aménagement du territoire stipule que la Confédération doit subordonner à l'existence de plans directeurs dûment approuvés, le verse- ment des subventions destinées à soutenir des activités ayant des effets sur l'aménagement du territoire. Compte tenu des retards accumulés dans l'adoption des plans direc- teurs, peut-on admettre, Madame la Conseillère fédérale, qu'aucune subvention n'a été octroyée jusqu'à ce jour, en application de l'article 30 de la loi? Enfin, pouvez-vous affirmer aujourd'hui déjà qu'aucune subvention ne sera allouée, sur la base de l'article 30 de la loi sur l'aménage- ment du territoire, aux cantons dont les plans directeurs n'auront pas été approuvés à l'expiration du délai supplé- mentaire accordé le 17 décembre par le Conseil fédéral? En l'état actuel des choses, la loi sur l'aménagement du territoire est d'un mince secours pour enrayer le gaspillage des terres agricoles. C'est bien pourquoi d'ailleurs les chefs des Départements de justice et police et de l'économie publique ont pris l'initiative d'une révision de l'ordonnance sur l'aménagement du territoire dont le but est de garantir à notre pays des surfaces d'assolement suffisantes, de l'ordre de 450000 hectares. L 'objectif visé est louable; je doute cependant que cette opération puisse apporter les résultats que nous en attendons. En effet, comme nous l'avons appris, plusieurs cantons ont déjà laissé entendre que les surfaces d'assolement qui leur ont été attribuées ne pour- ront pas être atteintes. Que ferez-vous dans ces conditions, Madame la Conseillère fédérale, pour convaincre vos parte- naires récalcitrants? De quels moyens disposerez-vous pour faire partager vos préoccupations et imposer votre politi- que? Je n'en vois guère. J'en vois d'autant moins que, dans ce domaine, le passé n'est en tout cas pas garant de l'avenir. C'est ainsi que, jusqu'ici, la Confédération a assisté, impuis- sante, à l'explosion du nombre des autorisations de cons- truire hors de la zone à bâtir. Sur onze mille demandes présentées aux cantons en 1983, plus de neuf mille ont été agréées, soit les 85 pour cent environ. Les chiffres concer- nant 1984 ne sont pas connus et il me serait agréable que vous nous les fournissiez tout à l'heure. Trop de dérogations sont donc accordées, sans que l'Office fédéral de l'aména- gement du territoire puisse intervenir en temps utile pour
Gestion du Conseil fédéral 1080 N 18 juin 1985 Personen auf etwa 900000 Personen abgenommen habe und bis Ende 1984 leicht auf 934000 Personen anstieg. Diese Grafik berücksichtigt nicht die 300 000 eingebürgerten Ausländer. Eine korrigierte Darstellung der Entwicklung würde zeigen, dass das Total der eingewanderten Ausländer nie die Millionengrenze unterschritten hat. Für die Bean- spruchung unseres Lebensraumes ist letztlich die gesamte Bevölkerung massgebend, weshalb aus der Einwanderung allein eine Zunahme um 1,3 Millionen Einwohner saldiert werden muss. Wenn wir pro Einwohner einen Kulturlandbe- darf von 200 Quadratmetern für Infrastrukturaufgaben ein- setzen, hat das Mittelland allein durch die Einwanderung 26000 Hektaren Kulturland verloren. Einerseits wird vom Bundesrat ein sparsamer Umgang mit unserem Kulturland gefordert, andererseits wird durch die ERG und den unter- bewerteten Schweizer Franken die Konjunktur künstlich angeheizt und eine zusätzliche Nachfrage nach ausländi- schen Arbeitskräften ausgelöst. Es liegt nun am Bundesrat und an der Nationalbank, durch entsprechende Massnah- men diesen langfristig verhängnisvollen Trend zu brechen, das heisst durch Interventionen am Devisenmarkt der massi- ven Überbewertung des Dollars entgegenzutreten, und zwar im gleichen Ausmass, wie 1978 zugunsten des unterbewer- teten Dollars interveniert wurde. Zum Flüchtlingsproblem: Einem Rückgang auf 7435 Asylge- suche steht ein Anstieg auf 13470 noch nicht endgültig entschiedener Gesuche gegenüber. Der ungebrochenen Attraktivität der Schweiz für Asylanten aus bald allen Erdtei- len kann nur mit einer weitgehenden Änderung des Asylge- setzes begegnet werden. Dazu werde ich in dieser dritten Sessionswoche entsprechende Anträge stellen. Aufgrund eines parlamentarischen Auftrages wurde der Grundsatz in den jährlichen Verordnungen über die Begren- zung der Zahl der erwerbstätigen Ausländer vom Bundesrat wie folgt umschrieben: «Die Zahl der erwerbstätigen Nieder- gelassenen und der Jahresaufenthalter ist in der Weise zu begrenzen, dass durch deren schrittweise Herabsetzung das Ziel eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen dem Bestand der schweizerischen und der ausländischen Wohn- bevölkerung angestrebt wird.» Dieses vom Bundesrat zuge- sicherte Versprechen wurde nie eingelöst. Das Resultat fin- den wir in der Zunahme der erwerbstätigen Ausländer um 9513 Personen. Obwohl 1984 gegen 10 000 Ausländer einge- bürgert wurden, ist die gesamte ausländische Wohnbevöl- kerung um 6835 Personen angestiegen. Daraus resultiert ein Einwanderungsüberschuss von über 16000 Personen. Die Infrastruktur für diese Bevölkerungszunahme wird weitere 320 Hektaren Kulturland auffressen und den jährlichen Kul- turlandverlust aus dem Verkauf von Grundstücken an Perso- nen im Ausland um 100 Hektaren übertreffen. Unser Land hat von allen vergleichbaren Staaten Europas den weitaus grössten Anteil an ausländischen Einwande- rern. Um jedoch unseren Nachkommen noch eine lebens- werte Schweiz zu hinterlassen, ist eine massive Begrenzung der Einwanderer unumgänglich. Konkret gesagt: Ich betrachte die 1964 vom Bundesrat konzipierte und 1965 von den eidgenössischen Räten akzeptierte Einwanderungspoli- tik als einen Verrat am Erbe unserer Väter und an der Zukunft unserer Kinder. Ruf-Bern: Gestatten Sie mir eine kurze Bemerkung zum Rundumschlag von Herrn Bäumlin. Ich glaube, Herr Bäum- lin, es ist typisch für Ihre Geisteshaltung, dass Sie die Wahr- heit nicht zur Kenntnis nehmen wollen - die Wahrheit, die eben im fraglichen Bericht der Bundesanwaltschaft zum Ausdruck kommt. Sie wollen dem Volk zu seinem eigenen Schaden Sand in die Augen streuen und die negativen Folgen der verfehlten Asylpolitik, die Sie mitzuverantworten haben, vertuschen. Der Bericht stützt sich auf Fakten, die stellvertretend für zahlreiche weitere ähnliche Missbräuche genannt werden, und nicht auf Hypothesen, geniesst also einen dementspechend grossen Stellenwert. Das Volk ver- langt berechtigterweise, dass solche Missbräuche im Inter- esse unseres Landes und einer glaubwürdigen Asylpolitik eliminiert werden. Sie müssen selbst beurteilen, Herr Bäumlin, wieweit Sie Ihre Haltung gegenüber Ihrer eigenen Wählerschaft, die sich zu einem nicht geringen Teil aus Kreisen des einfacheren Vol- kes zusammensetzen dürfte, verantworten können. Gehen Sie einmal in eine Arbeiterbeiz in der Stadt Bern und hören Sie, wie das Volk dort denkt! Vergleichen Sie dann mit Ihrer Haltung und beurteilen Sie, ob Sie noch Volksvertreter sind. Wenn Ihnen keine sachlichen Argumente mehr einfallen, dann müssen Sie zu diffamierenden Schlagwörtern greifen. Damit offenbaren Sie eine unübersehbare argumentatori- sche Ohnmacht und disqualifizieren sich selbstl M. Bonnard: Deux affirmations m'amènent à monter à cette tribune. La première est celle de M. Bäumlin, aux termes de laquelle le scandale dans l'affaire du rapport tient au fait même que ce rapport a été fait. M. Bäumlin se trompe très lourdement. A mon avis, il fallait que ce rapport fût fait; il fallait que le chef du département, le Conseil fédéral, les autorités cantonales fussent exactement renseignés sur ce qui se passait. La seule critique possible est celle qu'a émise tout à l'heure M. Günter, à savoir que le rapport aurait dû permettre de voir quelles étaient les proportions respectives des abus constates, d'une part, et du nombre total des demandes d'asile, d'autre part. Le fait que cette précaution n'a pas été prise a permis à M. Ruf d'agir de manière scandaleuse et de procéder à des généralisations parfaite- ment abusives. Je reviens également sur l'affirmation de M. Meizoz d'après laquelle il faudrait réviser la loi sur l'aménagement du terri- toire pour la rendre plus contraignante. Je voudrais rappeler à M. Meizoz qu'un premier projet de loi sur l'aménagement du territoire a fait l'objet d'un refus. Saisi du référendum, le peuple a refusé ce projet de loi qu'il estimait trop centralisateur. Le second projet a été accepté parce qu'il tenait compte du résultat de la votation popu- laire. Il fait de l'aménagement du territoire la tâche des cantons au premier chef dans un cadre général fixé au préalable par la Confédération. Cette répartition des tâches, Monsieur Meizoz, est la seule qui soit compatible avec les règles de l'article 22" uolor de la constitution fédérale. Monsieur Meizoz, si vous voulez renforcer les pouvoirs de la Confédé- ration, vous devrez d'abord réviser la constitution fédérale, et si vous voulez réviser la constitution fédérale vous aurez contre vous la majorité qui a rejeté le premier projet de loi le 13 juin 1976. Leuenberger Moritz, Berichterstatter: Die GPK hat verschie- dene der hier angeschnittenen Fragen des Justiz- und Poli- zeidepartementes überprüft, ebenfalls die Flüchtlingsfra- gen; sie hat allerdings beschlossen, hier nicht darüber Bericht zu erstatten. Ende dieser Woche werden wir ohne- hin Gelegenheit haben, zu diesen Problemen Stellung zu nehmen; wir haben insbesondere auch nicht allfällige Kom- binationen zwischen der Bundesanwaltschaft und der Natio- nalen Aktion näher überprüft; weswegen ich zu den dies- bezüglichen Vermutungen nicht Stellung nehme. Zu den Abgasvorschriften: Die GPK wollte kontrollieren, ob das Bundesamt für Polizeiwesen die Versprechungen des Bundesrates und die Wünsche des Parlamentes zur Reduk- tion von Schadstoffen in der Luft auch tatsächlich durch- führe. Sie ist dabei auf folgendes gestossen: 1974 hat der Bundesrat bezüglich Dieselmotoren für das Jahr 1977 Vor- schriftenverschärfungen versprochen und für das Jahr 1982 nochmals eine weitere Verschärfung dieser 77er Vorschrif- ten vorgesehen. Faktisch ist aber überhaupt nichts geschehen. 1984 hat der Bundesrat dann vielmehr erklärt, es sollen nun Abgasvor- schriften ausgearbeitet werden, die sich an amerikanischen Normen orientieren. Nun ist aber zu sagen, dass seit dem 15. März dieses Jahres diese Normen in den USA in Kraft sind. In seiner Antwort auf die Interpellation der EVP/LdU-Fraktion vom 22. März 1985 schrieb der Bundesrat am 22. Mai (also nachdem die US- Normen in den USA in Kraft waren), es seien weitere Prüfun- gen notwendig, weil bisher in keinem europäischen Land
Gestion du Conseil fédéral 1082N 18 juin 1985 schritten haben, haben wir uns entschieden, um 1 bzw. 2 Dezibel zurückzugehen. Zu den Asylfragen generell bin ich der Meinung, wir ver- schieben diese auf übermorgen. Wir werden Gelegenheit haben, dann umfassend dazu Stellung zu nehmen. Herr National rat Müller hat sich ebenfalls mit den Abgasvor- schriften befasst. Er hat vor allem auf die Dringlichkeit und die Wichtigkeit hingewiesen, dass sowohl Konsumenten wie Hersteller wissen müssen, was von wann an gilt. Ich kann diese Wichtigkeit nur unterstreichen. Wenn Herr Nationalrat Müller darauf hinweist, dass die Abgasvorschriften, gemäss der AGV 1986, nur mit Katalysa- toren erreichbar sind, so hat er weitgehend recht. Diese Vorschriften wurden zwar seinerzeit vom Bundesrat erlas- sen in der Meinung, sie wären auch mit verbleitem Benzin erreichbar, weil damals überhaupt noch kein bleifreies Ben- zin zur Diskussion stand. Eine Besprechung mit den Auto- mobilimporteuren hat indessen gezeigt, dass die meisten Automobilimporteure diese 86er Werte mit Katalysatoren, allerdings zum Teil mit den einfacheren Zweiwegkatalysato- ren, erreichen und demzufolge auf bleifreies Benzin ange- wiesen sind. Es ist von allergrösster Bedeutung, sowohl für die Automobilimporteure wie für die Konsumenten, dass alles daran gesetzt wird, dass europaweit bleifreies Benzin zur Verfügung steht. Sonst können auch diese Fahrzeuge, die den 86er Vorschriften entsprechen, nicht gekauft wer- den, bzw. sie können nur in der Schweiz'sowie in Deutsch- land und Österreich, nicht aber in anderen Ländern, verwen- det werden. In diesem Zusammenhang darf ich auch eine Feststellung von Herrn Nationalrat Leuenberger leicht korri- gieren. Es ist richtig, dass in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich bleifreies Benzin vorhanden ist, nicht hingegen in Ländern wie Italien, Spanien und Frankreich. Italien hat in Aussicht gestellt, im nächsten Jahr über 300 Tankstellen zu verfügen, aber gegenwärtig existiert in Italien kein bleifreies Benzin. Herr Nationalrat Müller hat die Frage gestellt, weshalb wir nicht, wenn wir bereits für die Vorschriften 1986 bleifreies Benzin benötigen, gleich umschwenken auf die US-Vor- schriften 1983. Ich darf Herrn Nationalrat Müller versichern, dass wir dieser Frage allergrösste Aufmerksamkeit geschenkt und sehr sorgfältige Abklärungen vorgenommen haben. Ich möchte auch hier nicht allzu detailliert werden. Ich kann Ihnen nur sagen, dass die Einführung der 86er Vorschriften insofern einen grossen Sinn hat, als diese auch von den kleinmotorigen Fahrzeugen erfüllt werden, die mit den US-83er-Vorschriften grössere Probleme haben. Inso- fern ist dieser Schritt sicher gerechtfertigt, und ich wieder- hole nochmals, dass, sobald die Voraussetzungen, die der Bundesrat festgelegt hat, eintreten - das ist auch mein ganz persönliches Anliegen -, diese strengen US-83er-Vorschrif- ten eingeführt werden. Wir möchten natürlich wenn immer möglich nicht einen Alleingang Schweiz unternehmen, son- dern versuchen, mit den neutralen Staaten, die nicht an die EG gebunden sind, zu einem Übereinkommen zu gelangen. Es findet am 5. Juli in Stockholm eine diesbezügliche Konfe- renz statt. Ich werde nach Stockholm gehen und mich dort bemühen, ein Arrangement zwischen den neutralen Staaten zu erreichen. Herr Nationalrat Meizoz hat eine ganze Reihe Fragen im Zusammenhang mit der Raumplanung gestellt. Ich verzichte darauf, die Fragen im einzelnen zu wiederholen, aber es geht ihm vor allem darum zu wissen, weshalb so viele Kantone in Verzug geraten sind und was der Bund zu unternehmen gedenkt, um diesen Kantonen Beine zu machen, damit sie ihrer Pflicht nachkommen. Ich bin mit ihm der Auffassung, dass diese Aufgabe keinen Aufschub erträgt. Der Bundesrat und das Parlament waren sich bereits beim Erlass des Raumplanungsgesetzes im klaren darüber, dass die Frist von fünf Jahren in Anbetracht der komplexen Aufgabe sehr knapp war, und haben deshalb vorgesehen, dass in Ausnahmefällen eine Verlängerung erteilt werden könne. Es ist Tatsache, dass bis zum Ablauf der Frist nur drei Kantone ihre Arbeiten abgeschlossen haben. Die ande- ren haben um Verlängerung nachgesucht. Bei diesen Ver- längerungsgesuchen haben wir sehr sorgfältig geprüft, wel- ches die Gründe sind. Auch das war Inhalt der Frage von Herrn Meizoz. Die Gründe sind unterschiedlich. Sie liegen zum Teil in politischen Schwierigkeiten, die unterschätzt wurden. Sie beruhen zu einem ändern Teil auf der sachlichen Kompli- ziertheit der Materie und ebenfalls auf einem zu knappen Personalbestand. Ich darf Herrn Meizoz ganz einfach versi- chern, dass unser Bundesamt für Raumplanung in intensi- vem Kontakt mit all diesen Kantonen steht, die jetzt Verlän- gerung eingegeben haben. Dieser Kontakt konnte nicht bei allen Kantonen im wünschbaren Masse erstellt werden. Ins- besondere wurden diejenigen Kantone, die nun um volle zwei Jahre Verlängerung nachgesucht haben, aufgefordert - und sie sind der Aufforderung auch nachgekommen -, einen Zwischenbericht abzuliefern, aufgrund dessen der Bundesrat sieht, ob er vorsorglich Massnahmen treffen muss. Die Frage nach den Subventionen kann ich so beant- worten: Der Entzug der Subventionen wurde bis jetzt ange- droht, aber noch in keinem Falle wahrgemacht. Was die Baubewilligungen im übrigen Gebiet betrifft, so liegen die Zahlen von 1984 noch nicht vor. Der Bundesrat hat aber bereits bei der Interpellation von Herrn Loretan darauf hingewiesen, dass hier tatsächlich Vollzugsschwie- rigkeiten bestehen. Das Bundesamt für Raumplanung, das die Möglichkeit hätte, gegen solche schon erstellte Bauten zu intervenieren, gelangt sehr oft gar nicht in Kenntnis dieser Fälle, sondern weiss davon nur in Ausnahmefällen. Wir sind aber daran, in Zusammenarbeit mit den Kantonen, auch dieses Problem zu lösen. Das Bundesamt für Raumpla- nung arbeitet eng mit den Kantonen zusammen, und wir sind der Überzeugung, dass jetzt mit wenigen Ausnahmen auch gute Richtpläne entstehen, die den Anforderungen des Raumplanungsgesetzes voll entsprechen. Wir haben bereits in den Regierungsrichtlinien betont, dass wir diesem Pro- blem unsere volle Aufmerksamkeit schenken. Ich habe mich persönlich davon überzeugt, dass das auch tatsächlich der Fall ist. Herr Rubi hat keine Frage gestellt, aber ich danke ihm für seine moralische Unterstützung. Nun zu den Fragen, die Herr Gehen angeschnitten hat. Zunächst die Flüchtlingsströme. Es wäre sinnvoller, die Ursachen zu bekämpfen, Herr Gehen, damit bin ich selbst- verständlich mit Ihnen einverstanden. Was die Schweiz mit ihren bescheidenen Mitteln unternehmen kann, wird sie auch tun. Das angesprochene Problem hat nun aber Dimen- sionen angenommen, das nicht von einem Land aus, son- dern nur in internationaler Zusammenarbeit, wenn über- haupt, angegangen werden kann. Was Ihre Frage bezüglich Rechtshilfe und Beugeverfahren angeht, so wiederhole ich, dass der Bundesrat ganz klar der Meinung ist, dass wir uns diesem Beugeverfahren nicht beugen dürfen, sondern dass wir den Weg der Rechtshilfe beschreiten müssen. Das ist unser Bestreben. Auf der anderen Seite, wie Sie angedeutet haben, sind wir ebenfalls der Meinung, dass, wenn wir auf dem Rechtshilfe- weg vorgehen wollen und die Staaten dazu veranlassen, den Rechtshilfeweg zu beschreiten, wir unsererseits dafür sor- gen müssen, dass dieses Rechtshilfeverfahren in vernünfti- ger Zeit abgewickelt werden kann. Unter vernünftiger Zeit verstehen wir ungefähr zwölf Monate. Heute haben wir die Situation, dass dank den verschiedenen Rekursmöglichkei- ten in den verschiedenen Stadien eines Verfahrens solche Verfahren bis zu drei Jahren dauern. Diese lange Dauer führt natürlich dazu, dass die Staaten, die von uns Rechtshilfe erwarten, am echten Willen der Schweiz zweifeln und des- halb eher geneigt sind, zu Beugemassnahmen zu greifen. Wir sind überzeugt, dass mit einer Straff ung des Verfahrens, das selbstverständlich trotzdem sämtliche Rechtschutzga- rantien enthält, die Situation wesentlich entspannt werden kann. In einem letzten Punkt hat Herr Gehen auf die unterschiedli- che Behandlung der Asylanten in Holland, Grossbritannien und der Schweiz hingewiesen. In England ist die Situation
Gestion du Conseil fédéral 1084 N 18 juin 1985 meines Erachtens der inneren Rechtfertigung eines demo- kratischen Rechtsstaates und widerspräche vollends unse- rer Tradition und einem Teil unserer schweizerischen Rai- son d'être. M. Ruffy: L'affaire Rychetsky-Allan évoquée par M. Oehen remet d'actualité un problème délicat qui a fait parler de lui au début des années vingt, à propos de deux juges engagés dans des fonctions arbitrales, MM. Soldati et Fazy. En 1924, lors de la discussion d'entrée en matière sur l'arrêté fédéral toujours en vigueur, M. Vigizzi, rapporteur de langue fran- çaise, précisait: «La question faisant l'objet du présent rap- port revêt une importance assez considérable non seule- ment par la gravité du problème juridique qu'elle soulève mais aussi et surtout par l'intérêt qu'elle a éveillé aussi bien dans l'opinion publique que dans la presse qui est présumée en être le porte-voix.» C'est, en effet, dans la presse que les premières critiques ont surgi et que la question elle-même a été posée. Nous pouvons reprendre à notre compte beau- coup d'éléments des déclarations d'alors, y compris celles qui reconnaissaient aux deux juges des qualités exception- nelles. Notre intervention n'a rien d'un procès d'intention qui serait fait à MM. les juges Leu et Forni, considérés comme d'excel- lents juges. Cependant, même si bien des éléments du débat d'alors se retrouvent aujourd'hui, on ne peut nier que, d'une manière générale, la complexité des affaires s'est accrue et que les fonctions arbitrales, bien que prévues pour échap- per au formalisme judiciaire institutionnel, ne peuvent éviter des complications, des démarches nombreuses, des exper- tises s'étendant sur plusieurs années. L'affaire dite «des bulles» remonte à 1976. Faire comme si de rien n'était en haussant les épaules ou alors éliminer le problème parce qu'il aurait été simplement évoqué par M. Valentin Oehen, de l'Action nationale, serait, en l'occurrence, politiquement dangereux et psychologiquement faux. Politiquement dangereux: je tenterai de le démontrer. Psy- chologiquement faux, en tout cas, parce que l'opinion publi- que est actuellement partiellement informée et souhaite que l'on réponde à un certain nombre de questions et il nous appartiendra de le faire. Ces dernières relèvent de trois types de préoccupations. La première concerne le respect de l'arrêté fédéral de 1924, notamment en ce qui concerne les autorisations et la durée de l'arbitrage. Peut-on partir du principe que les autorisations pour remplir une fonction sont toujours demandées et peut-on certifier que le temps nécessaire à l'exercice des activités d'arbitre a toujours été relativement court? Nous aurons à le vérifier. On peut même admettre a priori qu'un arbitrage qui a duré plusieurs années n'a pas exigé des juges qu'ils lui consacrent beau- coup de temps et que cette activité a pu s'inscrire dans des périodes de vacances. Mais finalement, en l'occurrence, il ne nous intéresse pas spécialement de savoir si à une occasion ou à une autre, cet arrêté a été transgressé ou non. Ce qui est important, c'est de savoir si dan? les conditions actuelles, sa pertinence existe ou non. Et j'en viens à la deuxième catégorie de préoccupations. Peut-on admettre de plus en plus et sans autres le recours aux magistrats appartenant à l'ordre judiciaire pour des procédures hors institutions? - et quand je dis hors institu- tions, c'est sur le plan abstrait, puisque très souvent les arbitrages peuvent se dérouler partiellement à l'intérieur du Tribunal fédéral, en recourant à son personnel. C'est là véritablement une question importante car si des parties font appel à la procédure arbitrale, c'est de manière à ménager leurs intérêts et on peut les comprendre. Elles recherchent une procédure plus rapide et plus discrète que la voie judiciaire habituelle. Cependant, en même temps et toujours pour mettre le plus de chances de leur côté, elles s'adressent aux magistrats de l'ordre judiciaire, en raison de leurs capacités. Est-ce légitime, dans ces conditions, que des particuliers puissent bénéficier des connaissances et des expériences des juges fédéraux et cantonaux, alors même que les tribunaux sont actuellement surchargés et que pour cette raison, comme l'a précisé M. Oehen, notre Parlement a élu une quinzaine de juges suppléants supplé- mentaires? Est-ce légitime que des particuliers, opposés par un litige, puissent tirer profit de la haute capacité et de la haute compétence de nos juges fédéraux et que, simultanément, ces derniers demandent la possibilité de sélectionner les causes qu'ils auraient à traiter? On peut avoir sa propre opinion de la justice et du fonctionnement de l'appareil judiciaire mais en reconnaissant les deux voies parallèles, arbitrage et procès, plus, en favorisant la voie de l'arbitrage, par le fait qu'on libère facilement nos juges fédéraux, ne prive-t-on pas le tribunal d'une dynamique qui serait néces- saire à l'amélioration du fonctionnement de la justice institu- tionnelle? Mais il y a encore dans l'affaire une autre matière à réflexion et c'est là la troisième catégorie des préoccupa- tions. La procédure d'arbitrage n'a pas été couronnée de succès dans l'affaire qui a défrayé la chronique. Elle se trouve maintenant devant les tribunaux réguliers: le Tribunal canto- nal en première instance avec recours éventuel au Tribunal fédéral. Ainsi, une chose jugée par voie arbitrale par des juges fédéraux pourrait - cas peut-être rare mais possible néanmoins - réapparaître au Tribunal fédéral. Même si la cour, qui aurait à s'occuper de l'affaire, ne comprenait assurément pas les juges impliqués dans l'arbitrage, on ne peut s'empêcher de voir là une anomalie sinon une faille dans le fonctionnement de notre système judiciaire. Personnellement je n'exclus pas que l'on puisse faire la démontration que la voie arbitrale peut rendre, sous cer- taines conditions, de très grands services. Une fois cette procédure admise et encouragée, se pose alors le problème de la rétribution des juges arbitres. Finalement, rendre la justice est une prestation sociale fournie par l'Etat. A suppo- ser que nos juges soient intéressés et autorisés à prendre des fonctions d'arbitre, on peut se demander pourquoi ils ne le feraient pas dans le cadre de leur charge et à titre gracieux ou alors pourquoi ils ne verseraient pas une rede- vance au tribunal? Ce sont tous ces aspects que je souhaiterais voir étudiés et c'est dans ce sens que je déposerai une initiative parlemen- taire demandant le réexamen de l'arrêté fédéral sur les fonctions arbitrales des juges au Tribunal fédéral. Stappung: Im Berichtsjahr hat sich das Bundesgericht wie- derholt mit Beschwerden im Zusammenhang mit dem Enteignungsverfahren für den Waffenplatz Rothenthurm befassen müssen. Wer die Entscheidungen des Bundesgerichts durchliest, stellt dabei fest, dass das Bundesgericht bei der Beurteilung der Frage, ob das Eidgenössische Militärdepartement über- haupt zur Einleitung von Enteignungen befugt sei, bisher das seit dem Jahre 1962 geltende Geschäftsverkehrsgesetz in seine Erwägungen nicht einbezogen hat. Das Geschäfts- verkehrsgesetz verlangt in Artikel 5, dass rechtsetzende Normen in die Form eines Bundesgesetzes zu kleiden seien. Rechtsetzend sind nach Absatz 2 auch Normen, welche die Zuständigkeit, die Aufgaben der Behörden oder das Verfah- ren regeln. Es ist keine Frage, dass die Festlegung der Zuständigkeit des EMD zur Einleitung von Enteignungsver- fahren nach Artikel 5 Absatz 2 des Geschäftsverkehrsgeset- zes in einem Bundesgesetz enthalten sein müsste, damit sie der Vorschrift des Geschäftsverkehrsgesetzes entspricht. Tatsächlich findet sich aber in keinem Bundeserlass, der dem Referendum unterstellt war, eine Vorschrift, wonach das EMD über eine solche Befugnis verfüge. Die Bundesge- setzgebung erteilte solche Befugnisse bisher nur in Artikel 3 des Eisenbahngesetzes und in Artikel 42 und 43 des Elektri- zitätsgesetzes an bestimmte Stellen. In allen anderen Fällen hat gemäss Artikel 3 Absatz 1 des Enteignungsgesetzes ein Bundesratsbeschluss vorauszugehen, wenn der Bund das Enteignungsrecht in Anspruch nimmt. Diese strengen Formvorschriften hat der Gesetzgeber erlas- sen, um das verfassungsmässige Recht auf Eigentum zu schützen. Deshalb auch die Forderung nach einem dem Referendum unterstehenden Erlass. Das scheint das Bun-
Protection des travailleurs contre les licenciements 1086 N 18 juin 1985 Bundesrätin Kopp: Ich darf Sie daran erinnern, dass mein Departement gegenüber dem Bundesgericht weder eine Aufsichts- noch eine Weisungsbefugnis besitzt, sondern dass da allein die Geschäftsprüfungskommission zuständig ist. Ich nehme deshalb zu den verschiedenen Voten nicht Stellung; ich bin der Meinung, dass der Berichterstatter der Geschäftsprüfungskommission, Herr Leuenberger, dies bereits ausreichend getan hat. Ich gestatte mir nur eine Feststellung. Die Pendenzen, die sich beim Bundesgericht anhäufen, erfüllen uns alle mit Sorge. Eine Rechtsprechung hat nicht nur qualitativ gut zu sein, sondern sie hat auch innert nützlicher Zeit zu erfolgen. Herr Oehen hat die Ursache der steigenden Gesuche nach meiner Meinung treffend dargestellt. Um diese Gesuche speditiv zu erledigen, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Sie erhöhen den Personalbestand am Bundesgericht, oder Sie erlassen Zulassungsbeschränkungen. Eine andere Alter- native gibt es nicht. Ich erinnere Sie daran, dass das Parla- ment dem Bundesrat ganz klar den Auftrag erteilt hat, anlässlich der Bestellung der Ersatzrichter, Zulassungsbe- schränkungen zu prüfen. Wir haben die entsprechende Bot- schaft mit dem Gesetzesentwurf verabschiedet. Sie werden dies jetzt zu beraten haben. Ich habe mich, bevor diese Botschaft verabschiedet wurde, mit dem zuständigen Bundesrichter in Verbindung gesetzt, um zu sehen, inwieweit das Bundesgericht selber nun Mass- nahmen getroffen hat. Meiner Meinung nach kann man Zulassungsbeschränkungen nur dann verantworten, wenn auf der organisatorischen Seite alles getan wird, um einen speditiven und rationellen Ablauf der eintreffenden Beschwerden zu garantieren. Ich habe dabei die Überzeu- gung gewonnen, dass das Bundesgericht auf dem richtigen Weg ist, und möchte insbesondere die Ausführungen in bezug auf die Tätigkeit als Schiedsrichter, die Herr Leuen- berger Ihnen vorgetragen hat, auch aus meiner Sicht bestä- tigen. Genehmigt - Approuvé Präsident: Nachdem wir nun alle Departements behandelt haben, bereinigen wir noch den Bundesbeschluss. Eintreten ist obligatorisch L'entrée en matière est acquise de plein droit Detailberatung - Discussion par articles Titel und Ingress, Art. 1 und 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Titre et préambule, art. 1 et 2 Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral Angenommen - Adopté Leuenberger Moritz: Hier muss ich noch eine persönliche Erklärung anbringen. Es ist ein Postulat einer GPK-Minder- heit bezüglich EMD (PC-7) anhängig. Ich bin der Meinung, dass der Geschäftsbericht nicht zu Ende behandelt ist, solange dieses Minderheitspostulat hier nicht behandelt und verabschiedet wurde. Unter gar keinen Umständen kann es angehen, dass das Postulat dieser Minderheit auf eine nächste Session verschoben wird, denn es ist Bestand- teil dieses Geschäftsberichtes. Sonst käme es ja darauf hinaus, dass wir uns, wenn wir kein solches Postulat einge- reicht hätten, hier einfach zu diesem Problem hätten äus- sern können, während wir es so nicht können. Ich bin nicht damit einverstanden, dass nun der Beschluss in der Mei- nung verabschiedet wird, der Geschäftsbericht sei zu Ende behandelt. Er ist, solange dieses Postulat nicht verabschie- det ist, nicht zu Ende behandelt. Präsident: Herr Leuenberger, bei allen Bundesbeschlüssen, die wir fassen, behandeln wir damit zusammenhängende Motionen und persönliche Vorstösse nach der Verabschie- dung des Bundesbeschlusses. Es ist das normale Verfahren, das ich hier anwende. Ich bin mir bewusst, dass dieses Minderheitspostulat noch behandelt werden muss. Aber Sie haben selber auch festgestellt, dass wir mit dem Programm sehr stark im Rückstand sind. Wir werden anschliessend in erster Priorität die Volksinitiative über den Kündigungs- schutz behandeln, weil diese zeitlich terminiert ist. Wenn wir dabei nicht ganz grosse Überraschungen in Sachen Spediti- vität erleben, wird die Fraktionspräsidentenkonferenz zu entscheiden haben, welche Geschäfte diese Session nicht mehr behandelt werden können und verschoben werden müssen. Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Beschlussentwurfes 86 Stimmen (Einstimmigkeit) An den Bundesrat - Au Conseil fédéral #ST# 84.041 Kündigungsschutz im Arbeitsvertragsrecht. Volksinitiative und Obligationenrecht Protection des travailleurs contre les licenciements. Initiative populaire et code des obligations Botschaft, Beschluss- und Gesetzentwürfe vom 9. Mai 1984 (BBI II, 551) Message, projets de loi et d'arrêté du 9 mai 1984 (FF II, 574) Antrag der Kommission für die Beratung 1. Eintretensdebatte für Volksinitiative und Gesetzentwurf zusammen. Anschliessend Abstimmung betreffend Eintreten auf die Gesetzesvorlage (Eintreten auf Initiative ist obligatorisch). Anschliessend Detailberatung des Gesetzes. Abstimmung über die Volksinitiative erst nach der Gesamt- abstimmung über die Gesetzesvorlage. 2. Reihenfolge der Detailberatung des Gesetzentwurfes: Nach Artikel 336 Beratung von Artikel 336e, anschliessend Artikel 336a usw. Proposition de la commission concernant la procédure de délibération 1. Débat d'entrée en matière portant tout à la fois sur l'initiative et sur le projet de loi. Ensuite vote d'entrée en matière sur le projet de loi (l'entrée en matière sur l'initiative est acquise de plein droit). Ensuite examen de la loi (discussion de détail). Le vote sur l'initiative n'aura lieu qu'après le vote sur l'en- semble du projet de loi. 2. Discussion de détail du projet de loi (ordre des délibéra- tions): Après l'article 336, examen de l'article 336e, puis de l'article 336a, etc. A Volksinitiative - Initiative populaire Antrag der Kommission Mehrheit Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Geschäftsbericht des Bundesrates, des Bundesgerichts und des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 1984 Gestion du Conseil fédéral, du Tribunal fédéral et du Tribunal fédéral des assurances 1984 In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1985 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 11 Séance Seduta Geschäftsnummer 85.021 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 18.06.1985 - 08:00 Date Data Seite 1076-1086 Page Pagina Ref. No 20 013 459 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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