Approval of the International Telecommunications Convention

20013086Jurisprudence administrative des autorités fédérales (JAAC)26 nov. 1984Granted

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Council of States approved the revised 1982 International Telecommunications Convention and the optional protocol on settlement of disputes. It followed the National Council and the commission’s unanimous proposal to enter and approve the decree. The rapporteur noted that the revision mainly increased technical assistance to developing countries and raised Switzerland’s annual contribution, to be paid from the PTT accounts. Criticism of politicized ITU resolutions was acknowledged, but the Council considered such resolutions legally irrelevant and outside the organization’s purpose.

Regeste Omnilex

Approval of an international treaty and related optional protocol; politically motivated resolutions adopted by an international organization are legally irrelevant where they fall outside the organization’s statutory purpose. The legislative authority may approve the treaty notwithstanding criticism of non-statutory resolutions, and may authorize the executive to ratify the convention and protocol (consid. not specified).

Texte intégral

  1. November 1984 S

599

Internationaler Fernmeldevertrag

gemäss einem Bundesbeschluss aus dem Jahre 1949 ein Mitspracherecht.

Zurzeit gelten die Grundsätze gemäss Bundesratsbeschluss vom Jahre 1967. Dieser Bundesratsbeschluss wurde im Jahre 1968 vom Parlament genehmigt und in den Jahren 1978 und 1981 verlängert. Die letzte Verlängerung läuft 1984 aus. Neu soll die Tarifbildung im neuen Transportgesetz und in der dazugehörenden Verordnung geregelt werden.

Das Transportgesetz befindet sich gegenwärtig in der parla- mentarischen Beratung beim Nationalrat als Erstrat. Da die Beratung länger als vorgesehen dauert, kommt man mit der ursprünglich vorgesehenen Verlängerung bis Ende 1984 nicht aus. Einziger Gegenstand der heutigen Vorlage ist die Verlängerung des Bundesratsbeschlusses vom Jahre 1967 bis Ende 1986.

Die Verkehrskommission beantragt einstimmig Eintreten und Zustimmung zum Bundesbeschluss.

Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière

Gesamtberatung - Traitement global du projet

Titel und Ingress, Art. 1 und 2 Titre et préambule, art. 1 et 2

Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Beschlussentwurfes 37 Stimmen (Einstimmigkeit)

An den Bundesrat - Au Conseil fédéral

84.047 Internationaler Fernmeldevertrag Convention internationale des télécommunications

Botschaft und Beschlussentwurf vom 23. Mai 1984 (BBI II, 1005) Message et projet d'arrêté du 23 mai 1984 (FF I1, 1033)

Beschluss des Nationalrates vom 19. September 1984 Décision du Conseil national du 19 septembre 1984

Antrag der Kommission Eintreten und Zustimmung zum Beschluss des National- rates

Proposition de la commission Entrer en matière et adhérer à la décision du Conseil na- tional

Cavelty, Berichterstatter: Der internationale Fernmeldever- trag wurde von der Internationalen Fernmeldeunion mit Sitz in Genf im Jahre 1982 revidiert. Hier haben wir uns mit der Genehmigung dieser Revisionsvorlage zu befassen. Grund- legend Neues enthält die Revision nicht. Es geht vielmehr vor allem darum, eine verstärkte technische Hilfe an die Entwicklungsländer auf dem Gebiete der Telekommunika- tion zu gewähren. Zudem enthält der Vertrag Bestimmun- gen über die Durchführung von Verwaltungskonferenzen, die sich vor allem mit den Rundfunkdiensten befassen.

Die Schweiz wird nach der Revisionsvorlage mit einem jährlichen Beitrag von etwa 2,1 Millionen Franken an Stelle von bisher 1,7 Millionen Franken belastet, was also eine Mehrbelastung zugunsten der Entwicklungsländer im Betrag von gut 300 000 Franken ausmacht. Diesbezüglich ist die Botschaft auf Seite 9 entsprechend zu korrigieren, da dort die Angabe der Leistungen pro 1983 unrichtig ist. Es

sollte heissen: 1760 000 Franken, und nicht 1170 000 Fran- ken. Der Beitrag der Schweiz wird zu Lasten der PTT- Rechnung ausbezahlt.

Die internationale Fernmeldeunion ist die älteste aller beste- henden internationalen Organisationen. Sie wurde im Jahre 1865 unter Mitwirkung der Schweiz gegründet und leistet auf ihrem Gebiet des Fernmeldewesens gute Dienste. Dass technische Verbesserungen zugunsten der Entwicklungs- länder im Sinne der Revisionsvorlage vermehrt durch die Industrieländer, auch durch die Schweiz, unterstützt wer- den, scheint der Kommission richtig.

Im Nationalrat und neuerdings in der «Schweizerischen Gewerbezeitung» wurde die Verpolitisierung der Fernmel- deunion kritisiert. Insbesondere gaben einzelne Resolutio- nen - so namentlich gegen Südafrika und Israel - zu Bean- standungen Anlass. Die schweizerische Delegation hat zu Recht gegen die entsprechenden Resolutionen votiert und auch Protokollerklärungen in diesem Sinne abgegeben, vor allem weil die Resolutionen ausserhalb der Zweckbestim- mung der Fernmeldeunion stehen und deshalb nicht Gegen- stand von Unionsresolutionen sein sollten. Allerdings konnte in diesem Protest gegen die mehrheitlich beschlos- senen Resolutionen nichts ausgerichtet werden. Anderer- seits hatten und haben solche ausserstatutarischen Resolu- tionen wohl keine besonderen Auswirkungen. Immerhin gibt auch unsere Kommission der Erwartung Ausdruck, dass sich die Fernmeldeunion künftig an die Zweckbestimmung hält und von Verpolitisierungen und entsprechenden Reso- lutionen absieht.

Die Verkehrskommission beantragt einstimmig, auf den Bundesbeschluss einzutreten, diesen zu genehmigen und somit den Bundesrat zu ermächtigen, den Vertrag und das fakultative Zusatzprotokoll über die Beilegung von Streitfäl- len zu ratifizieren.

Bundespräsident Schlumpf: Der Bundesrat teilt die Vorbe- halte gegenüber derartigen politisch motivierten Resolutio- nen, die mit dem Zweck dieser Institution nichts zu tun haben. Solche Resolutionen sind auch ohne rechtliche Bedeutung. Sie sind rein appellatorisch. Die Vorbehalte, die die Verhandlungsdelegation bereits angebracht hat, werden von seiten des Bundesrates honoriert. Im übrigen möchte ich mich darauf beschränken, Herrn Ständerat Cavelty für die Berichterstattung über alle drei Geschäfte bestens zu danken.

Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière

Gesamtberatung - Traitement global du projet

Titel und Ingress, Art. 1,2 Titre et préambule, art. 1, 2

Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Beschlussentwurfes 39 Stimmen (Einstimmigkeit)

An den Bundesrat - Au Conseil fédéral

Schluss der Sitzung um 19.35 Uhr La séance est levée à 19 h 35

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Internationaler Fernmeldevertrag Convention internationale des télécommunications

In

Dans

In

Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr

1984

Année

Anno

Band

V

Volume

Volume

Session

Wintersession

Session

Session d'hiver

Sessione

Sessione invernale

Rat

Ständerat

Conseil

Conseil des Etats

Consiglio

Consiglio degli Stati

Sitzung

01

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 84.047

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum

26.11.1984 - 18:15

Date

Data

Seite

599-599

Page

Pagina

Ref. No

20 013 086

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Mots-clés

treaty approvalinternational organizationtelecommunicationsratificationtechnical assistancepolitical resolutions

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether to approve the revised International Telecommunications Convention and authorize ratification of the optional protocol

Solution extraite

The Council approved the draft federal decree and authorized the Federal Council to ratify both the convention and the optional protocol.

Motifs extraits

The revision was considered not fundamentally new but useful for increased technical assistance to developing countries and for administrative conferences. Political resolutions in the ITU were criticized but deemed legally irrelevant.

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