Verwaltungsbehörden 23.03.1984 83.946
20012331Vpb23 mars 1984Ouvrir la source →
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Postulat Ott
pour les cinq années sur lesquelles s'étendent les essais. Ainsi, durant la première année, les concessionnaires ne paient que 30 pour cent des taxes, 40 dans la deuxième, 50 dans la troisième et 60 dans les quatrième et cinquième. Enfin, l'intervention demande une réduction des taxes per- ques sur les programmes SSR, repris ou retransmis par les diffuseurs locaux. La SSR leur a offert de reprendre certains programmes. A cette fin, elle a fixé des prix forfaitaires qui ne sont pas calculés en fonction des coûts de revient, mais seulement d'après les charges supplémentaires lui incom- bant. Si elle devait encore réduire ces prix, la mise à disposi- tion des programmes serait alors financée en partie par les taxes de radio et de télévision versées par les auditeurs et les téléspectateurs qui ne peuvent pas du tout recevoir d'émis- sions locales.
A cet égard, il y a lieu de tenir compte de la situation juridique. La SSR diffuse ses programmes en vertu de sa concession. Elle bénéficie d'une liberté de gestion dans la mesure où son activité n'est pas restreinte par ladite conces- sion ou par d'autres charges de droit public. Il lui appartient donc de fixer le prix de ses productions, dans la meure où ses droits et ses prestations sont touchés. Le Conseil fédéral estime qu'il convient de respecter cette réglementation des compétences prévue par la concession, cela d'autant plus que la SSR n'exige pas la couverture intégrale des coûts, mais simplement une participation aux frais.
Le gouvernement a allégé dans la mesure du possible les conditions initiales offertes aux diffuseurs locaux, notam- ment dans les régions économiquement faibles. Il s'agit maintenant de recueillir des expériences dans le cadre des essais. Celles-ci montreront si d'autres dispositions s'impo- sent lors de l'application de solutions définitives.
Du point de vue juridique, il y a lieu de remarquer que la motion demande également à la SSR des mesures qui relèvent d'activité de cette dernière. Cette exigence doit donc être rejetée pour des raisons juridiques.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral
Le Conseil fédéral propose de transformer la motion en postulat.
Überwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
83.946 Postulat Ott Neutralitätspolitik. Konzept Politique de neutralité. Principes
Wortlaut des Postulates vom 15. Dezember 1983
Im Januar 1984 beginnt in Stockholm die erste Phase der Konferenz für Vertrauensbildung, Abrüstung in Europa, die nach den Beschlüssen von Madrid ein Teil des KSZE-Pro- zesses sein soll. Nicht zuletzt dank der aktiven Neutralitäts- politik unseres Landes soll sich der KSZE-Prozess in Form einer Reihe von Konferenzen fortsetzen, welche unter ver- schiedenen Aspekten alle die Herstellung von mehr Ver- trauen zwischen den betroffenen Nationen bezwecken. Im Hinblick auf die gemeinsame verfassungsrechtliche Kompe- tenz von Parlament und Regierung für die Belange der Neutralitätspolitik (vgl. BV 85.6 und BV 102.9) wird der Bundesrat eingeladen, den eidgenössischen Räten einen Bericht darüber zu erstatten,
a. mit welchem generellen Konzept von Vertrauensbildung, Entspannung und Abrüstung die Schweiz in die kommende Phase des KSZE-Prozesses eintritt;
b. nach welchen Leitlinien während dieses Prozesses und künftig die erforderliche Kommunikation zwischen Parla- ment und Regierung erfolgen könnte.
Texte du postulat du 15 décembre 1983
La première phase de la Conférence sur le désarmement en Europe (CDE) débutera à Stockholm en janvier 1984; con- formément aux décisions prises à Madrid, elle fait partie des développements suscités par la CSCE. Notre politique de neutralité active a notablement contribué à faire déboucher la CSCE sur une série de conférences visant toutes, d'une façon ou d'une autre, à renforcer la confiance entre les nations intéressées. Étant donné que le Parlement et le Gouvernement ont une responsabilité commune en matière de politique de neutralité conformément à la constitution (cf. art. 85,6 et 109,9 cst.), le Conseil fédéral est invité à présenter aux Chambres un rapport sur les principes
a. Dont il compte s'inspirer pour favoriser le renforcement de la confiance mutuelle, la détente et le désarmement au cours de la prochaine phase de la CSCE:
b. Que l'on devrait appliquer pour assurer la communica- tion indispensable entre le Gouvernement et le Parlement durant ces négociations et par la suite.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-St. Gallen, Blun- schy, Borel, Bratschi, Braunschweig, Bundi, Christinat, Cli- vaz, Deneys, Eggenberg-Thun, Eggli-Winterthur, Euler, Fankhauser, Fehr, Friedli, Gloor, Hubacher, Jaggi, Lanz, Leuenberger Ernst, Leuenberger Moritz, Longet, Mauch, Meizoz, Morf, Nauer, Neukomm, Pitteloud, Reimann, Rie- sen-Freiburg, Robbiani, Rubi, Ruch-Zuchwil, Ruffy, Stamm Walter, Stappung, Uchtenhagen, Vannay, Weber-Arbon, Widmer (41)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Nach BV 102.8 besorgt der Bundesrat die auswärtigen Ange- legenheiten der Eidgenossenschaft. Hingegen ist die Wah- rung der schweizerischen Neutralität in der Kompetenz von Exekutive und Legislative. Im Hinblick auf den Parallelismus von BV 85.6 und BV 102.9 spricht zum Beispiel J .- F. Aubert im «Traité de Droit constitutionnel suisse» von «competen- ces communes du Parlement et du Gouvernement» (a. a. O, Ziff. 1330). Über die beiden parallelen Formulierungen heisst es dort: « ... le recouvrement des termes est presque parfait». Diese Feststellung erscheint unter dem Titel «Politique exté- rieure», denn in der Tat gilt ja die Neutralität in unserer politischen Praxis und Ideologie seit langem als die oberste aussenpolitische Maxime unseres Landes.
Während also die «normalen» aussenpolitischen Aktivitäten (Aubert nennt: Anerkennung von Staaten, Ernennung der diplomatischen und konsularischen Vertreter, Aushandlung und Unterzeichnung zwischenstaatlicher Abkommen, ver- gleiche Ziff. 1554 bis 1556) Sache der Regierung ist, verlangt die Festlegung grundsätzlicher Richtlinien für eine bestimmte Phase schweizerischer Neutralitätspolitik nach einem Zusammenwirken von Parlament und Regierung.
Dieses Bedürfnis wird im jetzigen Augenblick besonders spürbar, denn die Schweiz tritt in eine wichtige neue Phase ihrer Neutralitätspolitik: Nachdem sich diese schon im bis- herigen KSZE-Prozess und insbesondere während der Madrider Folgekonferenz bewährt hat, wird sie nun erstmals Verhandlungspartner in einem Prozess multilateraler Ver- handlungen, die via Vertrauensbildung letztlich auf Abrü- stung - eines der brennendsten weltpolitischen Probleme - hinzielen.
Hier stellen sich für unseren neutralen Staat Fragen neuer Ordnung, mit denen er bisher noch nie konfrontiert war. Da die KSZE - nicht nur die demnächst beginnende KVAE, sondern im Zusammenhang damit die ganze Reihe der vorgesehenen Konferenzen im KSZE-Rahmen - als ein kon- tinuierlicher Prozess gesehen werden muss, als eine Ganz- heit also, kann Neutralitätspolitik hier nicht mehr nur von Fall zu Fall, als unregelmässige Folge von punktuellen Akten erfolgen, die zwar alle konsequent ein höheres Prinzip kon- kretisieren. Sondern Neutralitätspolitik muss unter den
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Postulat Bonny
neuen, veränderten Bedingur gen als eine kontinuierliche und planmässige Aktivität konzipiert werden.
Dies hängt zusammen mit de· zunehmenden Multilaterali- sierung der internationalen Beziehungen. Und die Entwick- "lung muss ferner gesehen werden im Licht der Einsicht, dass Neutralität ja kein statisches, immer gleichbleibendes Prinzip ist, sondern ein Mittel zur Sicherung der Freiheit und Unabhängigkeit des Landes, das naturgemäss in der Geschichte einem Wandel unterliegt entsprechend dem Wandel der internationalen Lage, in welcher die Freiheit gesichert werden muss. Heute steht fest, dass es auf längere Sicht ohne eine allgemeine Sicherheit in der Welt auch keine schweizerische Sicherheit mehr geben kann. Ausser- dem wird heute in zunehmendem Masse der neutrale Status eines Landes als moralische Verpflichtung zu aktiver Beteili- gung zur Herstellung von mehr Sicherheit auf der Welt empfunden. - Am Rande sei auch darauf hingewiesen, dass die sogenannte Friedensbewegung, welche auch in unse- rem Lande eine sehr grosse Zahl von Anhängern und vor allem Sympathisanten in der Sache zählt, in letzter Zeit ihre Forderungen immer mehr darauf konzentriert, dass die neu- trale Schweiz der ihr zustehenc en und zumutbaren friedens- politischen Beitrag zur Stabilisierung der Weltlage leisten sollte.
Das geeignete Instrumentarium für das neutralitätspoliti- sche Zusammenwirken von Parlament und Regierung in unserem Land gemäss BV 85.6 und 102.9 muss erst noch gefunden werden. Als ein brauchbares Element eines sol- chen Instrumentariums erscheint der konzeptionelle Bericht - etwa analog dem Bericht über die Menschenrechtspolitik in der Schweiz vom 2. Juni 1982. Ein solcher Bericht müsste nicht nur über die bisherige Neutralitätspolitik der Schweiz in der neuen, multilateralen Situation Rechenschaft geben, sondern in möglichst umfassender Weise auch Schlüsse ziehen und mögliche Neuansätze für die zukünftig zu verfol- gende Politik aufzeigen. Über das hinausgehend, was in einzelnen Interpellationsbeantwortungen schon zu finden ist (z. B. zur Ip von NR Braunschweig Nr. 83.582), müsste er sich konzeptionellen Fragen widmen wie - um ein einziges konkretes Beispiel zu geben -: Welcher Zusammenhang kann hergestellt werden zwischen der KVAE und den ande- ren vorgesehenen KSZE-Spezialkonferenzen, und welche nichtmilitärischen Massnahmen der Vertrauensbildung soll- ten ins Auge gefasst werden, welche die in Stockholm zur Verhandlung stehenden militärischen Massnahmen zur Ver- trauensbildung positiv beeinflussen könnten?
Ein konzeptioneller Bericht ist darum als ein geeignetes Instrument anzusehen, weil er eine Grundlage für den not- wendigen Dialog zwischen Parlament und Regierung abgibt. Ein erster derartiger Bericht sollte nicht zu spät an das Parlament abgehen, d. h. nicht erst dann, wenn die neue Phase des KSZE-Prozesses bereits beendet ist. Er sollte andererseits erst dann erstattet werden, wenn schon erste Erfahrungen vorliegen. Dem ersten Bericht könnten auf- grund neuer Erfahrungen und Erwägungen weitere folgen.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil 'édéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis
83.964 Postulat Bonny Junge Hochschulabsolventen. Beschäftigungsprobleme Jeunes universitaires. Difficultés d'emploi
Wortlaut des Postulates vom 16. Dezember 1983 Der Bundesrat wird eingeladen, einen Bericht zu erstellen, der
.- die Konsequenzen der gegenwärtigen Beschäftigungs- lage der jungen Hochschulabsolventen untersucht;
die möglichen Entwicklungen dieser Problematik für die nächsten Jahre aufzuzeigen versucht;
die Massnahmen darstellt, welche zur Bewältigung dieser Schwierigkeiten getroffen werden müssen.
Texte du postulat du 16 décembre 1983 Le Conseil fédéral est prié d'établir un rapport
qui analyse les conséquences de la situation actuelle de l'emploi chez les jeunes universitaires;
qui essaie de prévoir l'évolution de ce problème pour les années à venir; et
qui présente les mesures nécessaires à l'aplanissement de ces difficultés.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-Bern, Cevey, Couchepin, Darbellay, Jeanneret, Künzi, Lüchinger, Marti- gnoni, Pidoux, Spälti (10)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Im Rahmen der auf unserem Arbeitsmarkt vorhandenen Schwierigkeiten zeichnet sich immer deutlicher eine beson- dere Problematik bei den jungen Hochschulabsolventen ab. Im Laufe der letzten Jahre haben sich deren Beschäfti- gungsaussichten allmählich verschlechtert. Wegen des star- ken Ausbaues der Dozenten- und vor allem der Assistenten- stellen - letztere wurden zudem vielfach in Teilstellen aufge- splittert - tritt die effektive Situation nicht in voller Schärfe in Erscheinung. Auf die Dauer bringt dies jedoch keine Lö- sung.
Verschiedene Anzeichen deuten neuerdings darauf hin, dass gegenwärtig, aber auch kurz- und mittelfristig eine markante Verschlechterung mit entsprechenden gesell- schaftlichen, sozialen, finanziellen und wirtschaftlichen Fol- gen eintreten wird. Es gibt zwar immer noch erhebliche Unterschiede zwischen den Studienrichtungen und Landes- gegenden. Die Allgemeintendenz ist aber leider klar negativ. Diese Entwicklung darf nicht tatenlos hingenommen wer- den. Massnahmen sind unumgänglich, die nicht nur zeitge- recht, sondern auch gut aufeinander abgestimmt werden müssen. Insbesondere ist das Vorgehen zwischen Bund, Kantonen, Hoch- und Mittelschulen sowie Wirtschaft zu koordinieren.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Überwiesen - Transmis
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Postulat Ott Neutralitätspolitik. Konzept Postulat Ott Politique de neutralité. Principes
In
Dans
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1984
Année
Anno
Band
I
Volume
Volume
Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 83.946
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 23.03.1984 - 08:00
Date
Data
Seite
425-426
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Pagina
Ref. No
20 012 331
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