Verwaltungsbehörden 06.03.1984 83.268
20012222Vpb6 mars 1984Ouvrir la source →
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Petition
Let. b Des subventions ... 31 décembre 1986;
Let. c Majorité 31 décembre 1989.
Minorité /
(Loretan, Biel, Bonnard, Flubacher, Jeanneret, Kopp, Stucky, Vetsch) Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Minorité II (Martignoni, [Fischer-Weinfelden], Nebiker)
Des subventions d'exploitation pour les établissements qui peuvent y prétendre au moment de l'entrée en vigueur de la présente loi, jusqu'au 31 décembre 1989. Ces subventions s'élèvent à 35 pour cent des frais pour le personnel éducatif spécialisé, justifiant d'une formation complète ou jugée équivalente, et à 20 pour cent des frais pour les autres personnes qualifiées en matière d'éducation et d'enseigne- ment. Pour le reste, ces subventions sont allouées confor- mément à l'ancien droit.
Proposition Ruf-Berne Let. c
Adhésion au Conseil des Etats
Le président: Les deux minorités et M. Ruf, qui avaient fait des propositions, les ont retirées. Il ne reste donc que la proposition de la majorité de la commission.
Angenommen gemäss Antrag der Mehrheit Adopté selon la proposition de la majorité
Art. 19 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Gesetzentwurfes 116 Stimmen (Einstimmigkeit)
83.268 Petition der Schweizerischen Gefangenengewerkschaft. Weitere Bundesbeiträge für Justizheime Pétition du Syndicat suisse des détenus tendant à obtenir que la Confédération continue à verser des subventions pour l'exploitation des maisons d'éducation d'enfants et d'adolescents
Herr Kohler Raoul unterbreitet namens der Kommission den folgenden schriftlichen Bericht:
Am 27. Juni 1983 hat die Schweizerische Gefangenenge- werkschaft (SGG) die Bundesversammlung mit einer Peti- tion aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass den Justiz- heimen weitere Bundesbeiträge zur Verfügung gestellt wer- den. Die Petition bezieht sich auf den vom Ständerat bereits gutgeheissenen Antrag des Bundesrates, im Rahmen der Neuverteilung der Aufgaben zwischen Bund und Kantonen die Betriebsbeiträge des Bundes an Justizheime für Kinder und Jugendliche wegfallen zu lassen. Die Petenten bezwei- feln, dass die Kantone diese bisherige Bundesaufgabe über- nehmen werden und befürchten, dass insbesondere die Heime mit privaten Trägerschaften dadurch in ihrer Existenz bedroht werden. Dies würde zum Nachteil der betroffenen Kinder und Jugendlichen und zu gravierenden Fehlplazie- rungen führen. Die Petenten stellen auch fest, dass die Kantone der Deutschschweiz entgegen ursprünglichen Erwartungen nicht dazu bereit seien, ein Jugendheimkon- kordat abzuschliessen. Solange das Heimwesen noch nicht den vom Gesetz vorgeschriebenen Stand erreicht habe, dürfe sich der Bund deshalb seiner Steuerungsfunktion nicht entziehen.
Da sich die Petition auf das hängige Geschäft 81.065 bezieht, ist die vorberatende Kommission gestützt auf Arti- kel 40 Absatz 1 des Geschäftsreglementes des Nationalrates beauftragt worden, auch die Petition vorzuberaten und dem Rat Antrag zu stellen.
Die Kommission hat sich an ihren Sitzungen vom 7. April und 4. Juli 1983 mit der Neuverteilung der Aufgaben im Bereich des Straf- und Massnahmenvollzuges befasst. Sie hat mehrheitlich beschlossen, dass sich der Bund in Zukunft darauf beschränken soll, Beiträge an den Bau von öffentli- chen und privaten Justizheimen zu gewähren sowie Modell- versuche zu unterstützen; hingegen soll er darauf verzich- ten, weiterhin Betriebsbeiträge auszurichten.
Die Mehrheit der Kommission ist mit dem Bundesrat und dem Ständerat der Auffassung, dass der Betrieb der Heime Sache der Kantone sein soll, die den wirklichen Verhältnis- sen näherstehen als der Bund. Sie geht davon aus, dass die Kantone die Leistungen des Bundes übernehmen werden, da diese im Rahmen der Neuverteilung der Aufgaben zwi- schen Bund und Kantonen auch beträchtlich entlastet wer- den. Sie erwartet, dass sich auch die Kantone der deutschen Schweiz zu einer verstärkten interkantonalen Zusammenar- beit bereit finden, wie es in der Westschweiz und beim Strafvollzug der Erwachsenen bereits der Fall ist. Um die Kontinuität sicherzustellen, hat die Kommission im Gegen- satz zum Beschluss des Ständerates mehrheitlich entschie- den, dass die Betriebsbeiträge nicht schon im Jahre 1987, sondern erst ab 1990 entfallen sollen.
Eine Kommissionsminderheit will grundsätzlich an den Betriebsbeiträgen des Bundes festhalten. Sie befürchtet, dass viele Kantone aus finanziellen und politischen Gründen nicht in der Lage sein werden, in die Lücke des Bundes zu springen. Dadurch würde sich die im Interesse der gefährde- ten Jugendlichen nötige Vielfalt der Therapieangebote ver- mindern, und bestehende Ungleichheiten unter den Kanto- nen würden sich verschärfen.
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Pétition
N 6 mars 1984
Antrag der Kommission Die Kommission beantragt Ihnen mehrheitlich, der Petition keine weitere Folge zu geben.
Proposition de la commission La majorité de la commission vous propose de ne pas donner suite à la pétition.
M. Kohler Raoul, rapporteur. La majorité de la commission vous a proposé de ne pas donner suite à la pétition du Syndicat suisse des détenus mais notre conseil a, ce matin, décidé de maintenir des subventions d'exploitation, de sorte que je vous propose que notre conseil prenne acte de la décision et constate qu'il y a été donné suite en partie.
Nebiker, Berichterstatter: Die Schweizerische Gefangenen- gewerkschaft verlangt in ihrer Petition unter anderem - aber das ist das hauptsächlichste Argument -, dass die Betriebs- beiträge des Bundes an Justizheime für Kinder und Jugend- liche beibehalten werden sollen. Ihr Rat hat nun entschie- den, dass die Betriebsbeiträge beibehalten werden. Dem- nach ist dieser Petition weitgehend Rechnung getragen. Wir beantragen Ihnen, von der Petition Kenntnis zu nehmen, aber ihr, nachdem wir ihr jetzt schon Folge gegeben haben, keine zusätzliche Folge zu geben.
Zustimmung - Adhésion Hier wird die Beratung dieses Geschäftes unterbrochen Le débat sur cet objet est interrompu
Schluss der Sitzung um 13.00 Uhr La séance est levée à 13.00 heures
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Petition der Schweizerischen Gefangenengewerkschaft. Weitere Bundesbeiträge für Justizheime
Pétition du Syndicat suisse des détenus tendant à obtenir que la Confédération continue à verser des subventions pour l'exploitation des maisons d'éducation d'enfants et d'adolescents
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Jahr
1984
Année
Anno
Band
I
Volume
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Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
02
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 83.268
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
06.03.1984 - 08:00
Date
Data
Seite
51-52
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Pagina
Ref. No
20 012 222
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