Verwaltungsbehörden 12.12.1983 <td class="metadataCell">20012040</td>
20012040Vpb12 déc. 1983Ouvrir la source →
Heure des questions1736 N 12 décembre 1983 appelle de ses vœux la reprise des pourparlers afin que les parties directement concernées parviennent à une solution garantissant l'équilibre des forces en Europe. D'autre part, le Conseil fédéral estime que cet équilibre des forces, tant nucléaires que conventionnelles, doit s'établir au niveau le plus bas possible, afin de mieux assurer la sécurité de notre continent et, partant, de la Suisse. Ainsi que vous le savez, Monsieur Butty, le 17 janvier 1984, à Stockholm, s'ouvrira la première phase de la Conférence sur les mesures de confiance et de sécurité et sur le désarme- ment. Nous y participerons activement au même titre que les 34 autres signataires de l'Acte final d'Helsinki, dont les Etats- Unis d'Amérique et l'URSS, puisque cette conférence se déroule dans le cadre du processus d'Helsinki et de la Conférence sur la sécurité et la coopération en Europe. Dans les conditions actuelles, malheureusement, toutes les négociations - je dis bien toutes les négociations - de désarmement Est-Ouest ont été interrompues, y compris la Conférence sur les MBFR de Vienne qui a commencé en 1973 et qui, aujourd'hui, est en train de s'ensabler complète- ment, y compris également la Conférence sur les satellites intercontinentaux, engagée entre les Etats-Unis d'Amérique et l'URSS. Cette conférence de Stockholm prend donc un relief particulier et il nous appartiendra, entre autres, de veiller à ce que ce dialogue et ces négociations puissent se poursuivre car nous croyons fermement que les grands problèmes de sécurité en Europe, comme ceux du déploie- ment des missiles que vous avez si justement évoqué M. Butty, ne peuvent être résolus que par la négociation. M. Butty: Je voudrais remercier M. Aubert, président de la Confédération, pour sa réponse et cette affirmation très claire que le Conseil fédéral souhaite l'établissement de l'équilibre des forces en Europe. Permettez-moi la question complémentaire suivante, au vu d'un article qui a paru hier dans un quotidien romand; c'est un général français dont on prétend qu'il est le cerveau de la stratégie nucléaire française et l'initiateur de la fameuse force de frappe: «Si l'URSS contre toute attente lançait une offensive en direction de l'Europe occidentale à travers l'Autriche et la Suisse, que ferait le France pour stopper l'avance des chars soviétiques, dirigerait-elle son feu nucléaire sur la petite Helvétie? réponse: Oui.» Si cela devait être exact- heureusement ce général est en retraite, et c'est pourquoi il est peut-être plus libre de s'exprimer-est-ce que le Conseil fédéral prendra contact avec les autorités fran- çaise en vue d'éclaircir leur véritable stratégie sur le plan nucléaire? M. Aubert, président de la Confédération: Je vous remercie M. Butty. J'ai lu le même journal, et j'ai été effrayé, comme vous, d'apprendre que la France n'hésiterait pas à user d'arme nucléaire qui pourrait atteindre notre territoire, si ce dernier était occupé par les troupes soviétiques. Ces propos ont été tenus par le général Pierre Gallois. Ce général est à la retraite. Est-ce une excuse? En tous les cas, ces propos ne sont pas tombés sous «l'œil d'un sourd» et je me promets de prendre immédiatement contact avec les autorités fran- çaises, pour savoir quelle est la portée de ces propos. Je pense qu'un dialogue doit s'engager avec les autorités fran- çaises sur ce plan-là. Je vous remercie d'avoir relevé cette nouvelle qui fait aussi l'objet de nos préoccupations. Frage 13: Wellauer. Umstrittene Nationalstrassenabschnitte Routes nationales. Projets contestés Das Parlament hat 1977 mit einer Motion den Bundesrat beauftragt, sechs umstrittene Nationalstrassenabschnitte auf ihre Notwendigkeit zu überprüfen. Mit der Überprüfung beauftragte der Bundesrat Ende 1979 die Expertenkommis- sion Biel. Diese Kommission hat ihre Arbeit im Januar 1982 abgeschlossen. Die Vernehmlassung zu diesem Bericht dauerte bis Ende 1982. Bis wann gedenkt der Bundesrat dem Parlament über diese umstrittenen Nationalstrassenab- schnitte Bericht und Antrag zu stellen ? Bundesrat Egli: Der Bundesrat wird dem Parlament voraus- sichtlich in der zweiten Jahreshälfte 1984 über die umstritte- nen Nationalstrassenabschnitte Bericht erstatten und Antrag stellen. Frage 14: Humbel. Unterkünfte für Flüchtlinge Hébergement des réfugiés Viele Flüchtlinge sollen in teuren Hotels untergebracht sein. Das widerspricht dem Grundsatz des Sparens im Finanz- haushalt. Die zwei nachfolgenden Fragen drängen sich des- halb auf: - Wie ist die Aufnahme der Flüchtlinge in unser Land bezüglich Unterkünfte organisiert? - Was gedenkt der Bundesrat vorzukehren, damit die Unter- kunftskosten angemessen gesenkt werden können ? Bundesrat Friedrich: Wenn ein Asylbewerber seinen Unter- halt in der Schweiz nicht aus eigenen Mitteln bestreiten kann, so ist die am Ort der Einreichung des Asylgesuches zuständige Fürsorgebehörde für die Unterbringung und Betreuung verantwortlich. Die kantonalen Fürsorgeansätze sind auf das Existenzminimum ausgerichtet. Sie tragen den von Kanton zu Kanton teilweise recht unterschiedlichen Lebenskosten Rechnung. Der Bund vergütet den Kantonen ihre Fürsorgeauslagen für Asylbewerber vollumfänglich. Er überprüft deshalb durch Revisionen, ob die Unterstützungs- gelder sparsam verwendet werden. Die enorme Zunahme der Zahl von Asylbewerbern, die sich zudem noch in wenigen Regionen konzentrieren, hat die betroffenen Fürsorgebehörden zum Teil vor kaum mehr lösbare Probleme gestellt. Die üblichen Möglichkeiten sind ausgeschöpft. Deshalb haben verschiedene Kantone mit Hilfe des Bundes Kollektivunterkünfte geschaffen. Zurzeit sind 16 solche Aufnahmezentren im Betrieb. Vier weitere sollen in den nächsten Wochen eröffnet werden. Trotzdem sahen sich die Fürsorgebehörden in Agglomerationen mit vielen Asylbewerbern gezwungen, auf die Unterbringung in Hotels zurückzugreifen. Die gravierende Situation in gewissen Regionen wird ganz wesentlich verschärft durch den Umstand, dass die Asylge- suche mangels Personal nicht innert nützlicher Frist entschieden werden können. Wirksame Abhilfe kann hier nur eine Personalaufstockung bringen, und zwar eine Auf- stockung im beantragten Umfang. Ich möchte das ganz deutlich sagen im Hinblick auf die nachfolgende Personal- debatte in diesem Rat. Das Justiz- und Polizeidepartement hat in diesem Zusam- menhang darauf hingewiesen, dass nach Abzug der Perso- nalkosten für zusätzliche 155 Mitarbeiter in den nächsten drei Jahren insgesamt 60 Millionen an Fürsorgegeldern ein- gespart werden könnten. Frage 15: Gehen. Bürgerrechtsvorlagen vom 4. Dezember 1983. Beschwerden Projets sur la naturalisation du 4 décembre 1983. Recours contre les explications du Conseil fédéral In mehreren Kantonen ist gegen den Text des Bundesbüch- leins (Abstimmungserläuterungen) Beschwerde eingelegt worden. - Besteht die Gewähr für eine rechtsstaatlich einwandfreie Behandlung der Beschwerden, d. h. dass nicht die gleichen Amtsstellen die Beschwerden begutachten, die für den Text verantwortlich sind? - Wird eventuell das Bundesgericht, d. h. die zuständige Abteilung, für die Beurteilung beigezogen ?
Interpellation urgente Basler 1738 N 12 décembre 1983 Frage 19: Ziegler. Leerwohnungszählung Recensement de logements vides Am 25. Oktober 1983 hat das BIGA den zuständigen Gemeindestellen mitgeteilt, dass die Leerwohnungszählung vom 1. Dezember 1983 ausfällt bzw. auf den 1. Mai 1984 verschoben wird. Dies bedeutet, dass für das Jahr 1983 die besonders für die Unterstellung von Gemeinden unter den Missbrauchsbeschluss und für die Wohnbauplanung der verschiedenen Wohnbauträger wichtigen Angaben fehlen. Der Bundesrat wird um Antwort auf folgende Fragen er- sucht: 1. Aus welchen Gründen wurde auf die Leerwohnungszäh- lung 1983 verzichtet? 2. Ist gewährleistet, dass die Zählung in Zukunft lückenlos stattfindet, und dass auch die statistischen Angaben über die Wohnbautätigkeit den interessierten Kreisen fortan in der bisherigen Genauigkeit und Vollständigkeit zur Verfü- gung stehen werden ? Bundesrat Purgier: Auf die Leerwohnungszählung wird nicht verzichtet. Sie wird lediglich verschoben. Diese Ver- schiebung vom I.Dezember 1983 auf einen Stichtag im Frühjahr 1984 - voraussichtlich 1. Mai - ist eine Rationalisie- rungsmassnahme, die mit der verschärften Personal bewirt- schaftung zusammenhängt. Mit der Umdatierung dieser Erhebung können die um die Jahreswende herrschenden Spitzenbelastungen abgebaut und die Arbeiten gleichmässi- ger auf das Jahr verteilt werden. Die Leerwohnungszählung und die Jahreserhebung über die Wohnbautätigkeit wurden nämlich bisher - wie Herr Nationalrat Ziegler weiss - gleich- zeitig durchgeführt, und das ergab beim bestehenden Per- sonalproblem erhebliche zusätzliche Schwierigkeiten. Ein zweiter Punkt: Die Mitarbeit der Gemeinden bei der Leerwohnungszählung dürfte gewährleistet sein, so dass diese Erhebung lückenlos, regelmässig und auch im bisheri- gen Umfang weitergeführt werden kann. Das gilt mit Bezug auf die Genauigkeit und die Vollständigkeit. Das gilt grund- sätzlich auch für die Wohnbaustatistik. Allerdings soll diese Erhebung in Zukunft statt monatlich - in 96 Städten - bzw. halbjährlich - in den 635 Gemeinden mit über 2000 Einwoh- nern - nur noch einmal pro Jahr in allen Gemeinden durch- geführt werden. Ich hoffe, dass ich Herrn Ziegler mit dieser Antwort beruhi- gen konnte. #ST# 83.913 Dringliche Interpellation Basler Unfallversicherung bei öffentlicher Anstellung Interpellation urgente Basler Assurance-accidents dans la fonction publique Wortlaut der Interpellation vom 28. November 1983 Am 1. Januar 1984 tritt das neue Unfallversicherungsgesetz in Kraft. Es zwingt alle in der Schweiz beschäftigten Arbeit- nehmer, sich gegen Unfälle zu versichern. Die Prämien- pflicht ist im Artikel 91 dieses Gesetzes wie folgt geregelt: ' Die Prämien für die obligatorische Versicherung der Betriebsunfälle und Berufskrankheiten trägt der Arbeit- geber. 2 Die Prämien für die obligatorische Versicherung der Nicht- berufsunfälle gehen zulasten des Arbeitnehmers. Abwei- chende Abreden zugunsten des Arbeitnehmers bleiben vor- behalten. Für die Schweizerische Unfallversicherung ist daher der I.Januar 1984 ein wichtiges Ereignis. Die Mehrzahl der Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft wird nun, wie es das Gesetz vorsieht, mit Nichtbetriebsunfallversicherungs-Prä- mien belastet, die bei 1,2 Prozent des versicherten Lohnes für Männer bzw. bei 0,8 Prozent für Frauen liegen. Ich ersuche daher den Bundesrat, sich zu folgenden Fragen zu äussern: 1. Ist der Bundesrat nicht auch der Ansicht, dass mit dem Inkrafttreten des neuen UVG die Prämien für die NBU dem Gesetz entsprechend neu zu verteilen sind? Bei den öffentli- chen Verwaltungen auf kantonaler und kommunaler Ebene bestehen Vereinbarungen mit dem Personal, wonach der Arbeitgeber die Prämien voll, teilweise oder nicht über- nimmt. Dabei werden aber auch Zusatzversicherungen zugunsten des Personals mit Prämien zulasten der Arbeit- geber abgeschlossen. Gemäss Voranschlag 1984 der Eid- genossenschaft soll der Arbeitgeber Bund auch künftig zwei Drittel der Nichtbetriebsunfall-Prämien übernehmen. In Ana- logie zur bevorstehenden Arbeitszeitverkürzung, die als Anpassung an die Verhältnisse in der privaten Wirtschaft erfolgen soll, wäre eine Angleichung der Prämienleistung am Platz. 2. Auf den 1. Januar 1985 tritt das nächste grosse Sozial- werk, das Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge (BVG), in Kraft. Ist der Bundesrat bereit, diesmal die Gele- genheit dazu zu benutzen, um eines der Hauptziele dieses Gesetzes, die Freizügigkeit zwischen privater und staatli- cher Anstellung, zu verwirklichen? Gegenwärtig sind bei dieser beruflichen Vorsorge rund 15 Prozent der Bezüge des Bundespersonals, die Teuerungszulagen, nicht in der Pen- sionskasse versichert. - Wie gedenkt der Bundesrat diesen ab 1985 obligatorisch zu versichernden Teil in die versicherten Verdienste einzu- bauen? - Was hat der Bundesrat für Massnahmen getroffen, um die hohen Defizite im Deckungskapital der Pensionskassen des Bundes abzubauen, die vom wiederholten Einbau von Teue- rungszulagen ohne Beteiligung vom Arbeitgeber und Arbeit- nehmer herrühren? 3. Die Kommission der Kranken- und Mutterschaftsversi- cherung sieht ebenfalls die Einführung einer obligatori- schen, paritätisch getragenen Krankentaggeldversicherung vor, die das Zwei- bis Dreifache der Prämienbeträge dieser Nichtbetriebsunfallversicherung ausmacht. Gedenkt der Bundesrat mit gleicher Begründung, nämlich dass der Bund als Arbeitgeber alle Ausfalltage trage, auch hier die Bundes- bediensteten von Prämien für Krankentaggeld auszu- nehmen? 4. Trifft es zu, dass ab 1984 die Bezüge und Gehälter ein- schliesslich Teuerungszulagen um durchschnittlich 32 Pro- zent erhöht werden müssen, um die totalen Arbeitgeberlei- stungen an das Bundespersonal zu ermitteln? Texte de l'interpellation du 28 novembre 1983 La nouvelle loi sur l'assurance-accidents entre en vigueur le 1" janvier 1984. Elle fait obligation à tous les travailleurs occupés en Suisse de s'assurer contre les accidents. L'arti- cle 91 de cette loi règle comme il suit la question du paiement des primes: 1 Les primes de l'assurance obligatoire contre les accidents et maladies professionnels sont à la charge de l'employeur. 2 Les primes de l'assurance obligatoire contre les accidents non professionnels sont à la charge du travailleur. Les conventions contraires en faveur du travailleur sont réser- vées. De ce fait, le 1 er janvier 1984 fera date pour la Caisse nationale suisse d'assurance en cas d'accidents. La majorité des travailleurs du secteur privé auront donc à leur charge, ainsi que le prévoit la loi, les primes de l'assurance contre les accidents non professionnels, primes qui sont fixées à 1,2 pour cent du gain assuré pour les hommes et à 0,8 pour cent pour les femmes.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Fragestunde Heure des questions In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1983 Année Anno Band V Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 08 Séance Seduta Geschäftsnummer --- Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 12.12.1983 - 14:30 Date Data Seite 1735-1738 Page Pagina Ref. No 20 012 040 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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