Verwaltungsbehörden 07.10.1983 83.495
20011840Vpb7 oct. 1983Ouvrir la source →
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Postulat Gehler
arbeiten würden, sondern auch gerade bei jungen Leute zu einem völlig falschen Verständnis vom Sozialstaat führen. Der Bundesrat wird eingeladen zu prüfen, ob bei einer nächsten Revision der Verordnung diese Überversicherung beseitigt werden kann.
Texte du postulat du 23 juin 1983
Selon l'article 23, 6e alinéa, de l'ordonnance du 20 décembre 1982 sur l'assurance-accidents, il y a lieu de prendre en considération au moins 10 pour cent du montant maximum du gain journalier assuré dans le but de fixer le salaire déterminant pour l'indemnité journalière des assurés mineurs en période de formation. Dans le cas d'apprentis victimes d'un accident, il peut en résulter d'énormes suras- surances: en effet, il arrive dans certains cas que des apprentis reçoivent des montants atteignant 200 pour cent ou plus du salaire qu'ils gagnent normalement quand ils travaillent, ce qui peut leur donner, surtout à leur âge, une idée totalement fausse de l'Etat social. Le Conseil fédéral est donc invité à examiner les moyens permettant d'éliminer cette surassurance lors d'une prochaine révision de l'ordon- nance en question.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-Bern, Aregger, Auer, Augsburger, Basler, Bremi, de Capitani, Fischer-Bern, Fischer-Hägglingen, Flubacher, Frei-Romanshorn, Früh, Hari, Hunziker, Kopp, Linder, Lüchinger, Müller-Balsthal, Nef, Oehler, Ogi, Reich, Reichling, Schüle, Schwarz, Stein- egger, Stucky, Villiger, Wyss (29)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Artikel 23 Absatz 6 der UVV vom 20. Dezember 1982 garan- tiert den in Ausbildung stehenden Minderjährigen eine Tag- geld-Grundlage, die mindestens 10 Prozent des höchstversi- cherten Tagesverdienstes beträgt, d.h. 10 Prozent von 191 Franken = Fr. 19.10. Das ergibt ein Taggeld von aufgerundet 16 Franken (80 Prozent des höchstversicherten Tagesver- dienstes). Ein Lehrling mit einem Lehrlingslohn von 300 Franken pro Monat (3900 Franken pro Jahr) hätte laut SUVA- Tabelle nur ein Taggeld von 9 Franken pro Kalendertag oder auf einen Monat mit 30 Tagen umgerechnet 270 Franken zugute. Gemäss Artikel 23 Absatz 6 der UVV bekommt er jedoch das erwähnte Taggeld von 16 Franken oder im Monat 480 Franken. Das sind 148 Prozent seines durch- schnittlichen Monatsverdienstes von 325 Franken (3900:12). Je nach Lehrlingslohnansätzen kann sich diese Überversi- cherung namentlich im ersten Lehrjahr auf über 200 Prozent erhöhen. Das Unfalltaggeld ist uneingeschränkt an den Ver- sicherten weiterzugeben.
Es scheint ausserordentlich bedauerlich, dass mit dem neuen UVG bereits Lehrlinge in einem Masse von der Sozial- versicherung profitieren, das unhaltbar ist, und das unkriti- sche junge Versicherte zu einer schwerwiegenden Fehlein- schätzung unserer Sozialversicherung verleitet. Es wider- spricht allen anerkannten Regeln unserer Sozialversiche rung, wenn das Unfallereignis besser honoriert wird als die Arbeitsleistung.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral
Es kann tatsächlich vorkommen, dass ein Versicherter auf- grund von Artikel 23 Absatz 6 der Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV) ein Taggeld bezieht, das seinen Lohn übersteigt. Der Versi- cherte hat dann aber auch entsprechende Prämien bezahlt, beruhen doch die Prämien und die Leistungen grundsätz- lich auf der gleichen Bemessungsgrundlage. In Artikel 115 Absatz 1 Buchstabe b UVV werden zwar die Lehrlinge nicht aufgeführt; die Bestimmung betrifft Versicherte, die in der Regel wenig oder keinen Lohn beziehen. Dieser Vorschrift liegt die Überlegung zugrunde, dass auf besonders tiefen Löhnen immerhin Mindestprämien erhoben werden müs- sen, damit die Deckung zuweilen hoher Unfallkosten, wie namentlich die vom versicherten Verdienst nicht abhängi- gen Heilungskosten, gewährleistet ist. Dieses Konzept gilt
auch für Lehrlinge, die einen relativ geringen Lohn bezie- hen. Auch wenn dies im Verordnungstext nicht ganz eindeu- tig zum Ausdruck kommt, werden wir für eine entspre- chende Praxis besorgt sein.
Berücksichtigt man die Lehrlingslöhne in einigen bedeuten- den Berufszweigen, so sollten die Fälle, in denen das Tag- geld den Lohn übersteigt, nicht sehr häufig vorkommen; im weiteren dürften solche Differenzen in den zahlenmässig wichtigsten Branchen kaum unvertretbare Proportionen erreichen. Dazu einige Beispiele (runde Zahlen):
Maschinenindustrie (Werkstättenpersonal und Zeichner; nach den durch Gesamtarbeitsvertrag festgesetzten Min- destlöhnen): Im 1. Lehrjahr übersteigt das Taggeld den Lohn um 50 Prozent, im 2. Jahr um 11 Prozent; im 3. und 4. Jahr ergibt sich die normale Entschädigung (d.h. 80 Pro- zent des Lohnes).
Kaufmännische Lehre (nach den Lohnempfehlungen des Schweizerischen Kaufmännischen Vereines): 14 Prozent Überentschädigung während des 1. Jahres; normale Entschädigung im 2. und 3. Jahr.
Malergewerbe (nach den Lohnempfehlungen des Schwei- zerischen Maler- und Gipsermeister-Verbandes): 23 Prozent Überentschädigung während des 1. Jahres; normale Entschädigung im 2. und 3. Jahr.
Bäckerei- und Konditoreigewerbe (nach den Lohnemp- fehlungen des Schweizerischen Bäcker-Konditorenmeister- Verbandes): normale Entschädigung schon ab 1. Lehrjahr; Ausnahme: Verkäuferinnen (Überentschädigung von 37 Prozent lediglich im 1. Jahr).
Darüber'hinaus gilt es zu bemerken, dass in der Unfallversi- cherung - anders als etwa in der Krankenversicherung oder in der Arbeitslosenversicherung - die Gefahr von Missbräu- chen geringer ist, da der Unfall selbst sowie seine Folgen leicht feststellbar sind.
Aus den vorangehenden Ausführungen ergibt sich, dass allfällige Differenzen zwischen Lohn und Taggeld systembe- dingt sind, die indessen kaum besorgniserregenden Umfang annehmen sollten. Wir sind jedoch, wenn es sich als not- wendig erweisen sollte, bereit, diese Frage im Rahmen einer nächsten Revision der UVV zu überprüfen, dies allerdings unter der Bedingung, dass zur Deckung der nicht vom Lohn abhängigen Versicherungsleistungen eine genügende Finanzierungsquelle garantiert ist.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Überwiesen - Transmis
83.495 Postulat Gehler Transjurane. Linienführung Tracé de la Transjurane
Wortlaut des Postulates vom 22. Juni 1983
Der Bundesrat wird ersucht, für die Aufnahme der Transju- rane (T 6) ins Nationalstrassennetz eine Linienführung zu prüfen, die Court direkt mit der Region Pieterlen, mit der künftigen N 5 verbindet.
Bei der Prüfung dieser Variante sollten folgende Punkte berücksichtigt werden:
das wirtschaftliche Interesse;
geotechnische und hydrogeologische Kriterien;
Verkehrssicherheit;
Postulat Longet
1508
N
7 octobre 1983
Baukosten sowie allfällige Mehr- oder Minderkosten im Vergleich zur Linienführung über Tavannes-Sonceboz oder über Oensingen;
Betriebskosten, wobei zum Vergleich dieselben Elemente herangezogen werden sollen wie bei den Baukosten;
Umweltprobleme.
Texte du postulat du 22 juin 1983
Dans le cadre de l'inscription de la Transjurane (T 6) dans le programme des routes nationales, le Conseil fédéral est prié d'étudier un tracé reliant Court directement à la région de Pieterlen, à savoir à la future N 5.
L'étude devrait porter sur les points suivants:
intérêt économique en jeu;
appréciation des critères géotechnique et hydrogéolo- gique;
sécurité du trafic;
coût des travaux et éventuelle plus ou moins-value par rapport au trajet prévu par Tavannes, Sonceboz plus celui en direction d'Oensingen;
coût d'exploitation en tenant compte des mêmes élé- ments comparatifs que pour l'étude du coût des travaux;
problèmes en relation avec l'environnement.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Akeret, Ammann-Berne, Auer, Augsburger, Barras, Basler, Bonnard, Borel, Bratschi, Brélaz, Bremi, Bühler-Tschappina, Bürer-Walenstadt, Butty, de Capitani, Cavadini, Cevey, de Chastonay, Cotti, Coutau, Darbellay, Delamuraz, Dirren, Dupont, Eppenberger-Ness- lau, Feigenwinter, Fischer-Weinfelden, Fischer-Berne, Fi- scher-Hägglingen, Flubacher, Frei-Romanshorn, Früh, Gau- tier, Geissbühler, Gloor, Graf, Günter, Hari, Hofmann, Hösli, Jaeger, Jeanneret, Kaufmann, Koller Arnold, Kühne, Künzi, Landolt, Linder, Longet, Lüchinger, Martin, Massy, Meier Kaspar, Meizoz, Morel, Muheim, Nauer, Nebiker, Nef, Oehen, Oehler, Ogi, Pedrazzini, Petitpierre, Pini, Räz, Reichling, Roth, Röthlin, Rubin, Ruffy, Rutishauser, Rüttimann, Schal- cher, Scherer, Schnider-Lucerne, Schnyder-Berne, Schüle, Segmüller, Soldini, Spreng, Steinegger, Stucky, Teuscher, Thévoz, Tochon, Wellauer, Wilhelm, Zbinden (89)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Depuis plusieurs années, de nombreuses études ont été consacrées à la chaîne du Jura, à son économie, à ses liaisons routières ainsi qu'à son aménagement du territoire. La quasi-totalité des études entreprises mettent nettement en évidence l'extrême faiblesse des voies de sortie et d'accès de la région susmentionnée, en direction des «con- centrations industrielles» du Plateau suisse.
Ainsi, l'inscription de la Transjurane (T 6) dans le pro- gramme des routes nationales est non seulement une nécessité, mais elle devient urgente, afin de mettre un terme au cloisonnement de cette région en la désenclavant par de nouvelles liaisons avec le Plateau suisse.
Dès lors, il est important de fixer un tracé tenant compte des vœux et aspirations de la population.
Or, les tracés prévus initialement, passant d'une part par Moutier, Tavannes et Sonceboz pour déboucher sur Bienne (T 6), et d'autre part reliant Moutier à Oensingen (T 30) ne semblent pas recueillir l'unanimité des populations concer- nées.
En effet, les Soleurois, et en particulier la population du Thal, ne reconnaissent pas volontiers l'opportunité du tracé Oensingen-Moutier (T 30).
De plus, le Grand Conseil bernois, en ayant accepté le postulat Klötzli - contre la volonté du Gouvernement ber- nois - s'est également prononcé en défaveur de la T 30. Quant au tracé prévu de la T 6, devant relier Moutier à Bienne, par Tavannes, Sonceboz, il semble que le comité d'opposition qui s'est constitué dans la vallée de Tavannes, regroupe de plus en plus d'adeptes issus de tous les partis politiques.
Un parti gouvernemental, l'UDC du district de Moutier, a même été jusqu'à accorder son soutien audit comité d'op- position; ce dernier estime, non sans raison, que le tracé prévu au travers de la vallée de Tavannes, déséquilibrerait les zones agricoles, résidentielles et naturelles. Ces opposi- tions ne portent pas sur le principe de la Transjurane mais sur les tracés prévus.
Compte tenu des oppositions nouvelles et grandissantes se recrutant à différents niveaux - Parlement cantonal, régions, etc. - nous estimons qu'il serait judicieux, avant la fixation définitive du tracé, d'étudier une solution de compromis - la construction de la T 30 et de la T 6 à travers la vallée de Tavannes - résidant dans un éventuel tracé reliant Court à la N 5 dans la région de Pieterlen.
A ce sujet, nous relevons qu'en 1966, deux ingénieurs, MM. R. Minnig (Berne) et P. Comment (Moutier), avaient déjà élaboré une étude sommaire de laquelle il ressort, entre autres, qu'actuellement, 38 kilomètres séparent Pieterlen et Court, qu'un tracé sous le Montoz ramènenerait cette dis- tance à environ 10 kilomètres.
Ainsi, la durée du trajet calculée à une moyenne de 50 km/h passerait de 46 à 12 minutes ...!
D'autre part, il est évident que la solution dont l'étude est requise exigerait que les autorités compétentes entrepren- nent de sérieux travaux, afin d'améliorer, dans des propor- tions importantes, la voie routière traversant la vallée de Tavannes, afin de ne pas causer préjudice à la partie supé- rieure de ladite vallée et des régions avoisinantes.
De plus, il serait également indispensable d'entreprendre une nette amélioration de l'actuel tronçon La Heutte-Sonce- boz, afin d'établir une bonne liaison routière en direction du Vallon de Saint-Imier.
Compte tenu des considérants émis, il nous semble que les conclusions résultant de l'étude d'un tracé reliant Court à la N 5, dans la région de Pieterlen, mériteraient certainement une attention particulière et pourraient à la rigueur, et le cas échéant, présenter sous un aspect nouveau, l'épineux pro- blème de la fixation du tracé de la T 6.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat.
Überwiesen - Transmis
83.521 Postulat Longet Traubenmost. Zuckerung Chaptalisation des moûts
Wortlaut des Postulates vom 23. Juni 1983
Am 6. Juni hat der Bundesrat eine Einfache Anfrage Neu- komm betreffend die Weinqualität beantwortet. Dabei hat er angekündigt, dass er die Weinartikel der Lebensmittelver- ordnung in nächster Zeit revidieren will, namentlich um eine übertriebene Nachzuckerung des Traubenmostes zu verhin- dern. Der Bundesrat erinnert in seiner Antwort auch daran, dass die Kantone ermächtigt sind, strengere Regelungen zu treffen, und dass sie laut dem letzten Bundesbeschluss über Massnahmen zugunsten des Rebbaus bestimmen können, wieviel natürlichen Zucker der Traubenmost enthalten muss, damit der Wein eine besondere Bezeichnung tragen darf.
Mit diesem Postulat wird der Bundesrat ersucht, bei der angekündigten Revision der Lebensmittelverordnung fol- gende Anregungen zu berücksichtigen:
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Gehler Transjurane. Linienführung Postulat Gehler Tracé de la Transjurane
In
Dans
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1983
Année
Anno
Band
IV
Volume
Volume
Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 83.495
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 07.10.1983 - 08:00
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Data
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1507-1508
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