Verwaltungsbehörden 07.10.1983 83.472
20011835Vpb7 oct. 1983Ouvrir la source →
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Postulat Hari
83.472 Postulat Ott Entwicklungshilfe. Variante im Finanzplan Aide au développement. Révision du plan financier
Wortlaut des Postulates vom 20. Juni 1983
Das DAC (Entwicklungshilfeausschuss der OECD-Länder), dem auch die Schweiz angehört, hat in seinen jährlichen Berichten wiederholt die Qualität der öffentlichen Entwick- lungshilfe der Schweiz gewürdigt, gleichzeitig aber auch darauf hingewiesen, dass diese quantitativ hinter der Lei- stung der meisten anderen Industrieländer zurückbleibt. Der Bundesrat wird eingeladen, im Hinblick auf den näch- sten Finanzplan einen Weg zu suchen, wie er seiner eigenen Absichtserklärung im Legislaturprogramm 1979 bis 1983 betreffend Steigerung der öffentlichen Entwicklungshilfe nachkommen und die Leistung der Schweiz dem Durch- schnitt des DAC schneller annähern kann, als dies aufgrund der «Haushaltperspektiven» möglich wäre. Er wird eingela- den, zu Handen der eidgenössischen Räte eine Variante in diesem Sinne auszuarbeiten
Texte du postulat du 20 juin 1983
Le CAD (Comité d'aide au développement des pays mem- bres de l'OCDE), dont la Suisse fait partie, a souvent, dans ses rapports annuels, relevé la qualité de l'aide publique au développement fournie par notre pays, tout en faisant remarquer que le volume de cette aide était inférieur à celui des prestations faites par la plupart des autres nations industrialisées.
Le Conseil fédéral est invité à étudier, en rapport avec le prochain plan financier, les moyens de réaliser les intentions qu'il avait formulées dans son programme pour la législa- ture de 1979 à 1983 au sujet de l'accroissement de l'aide publique au développement, afin que les prestations de la Suisse se rapprochent plus rapidement de la moyenne de celle des pays du CAD, que ne le permettraient les perspec- tives budgétaires. Il est invité à élaborer un projet de rechange conçu en ce sens à l'intention des Chambres fédérales.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Affolter, Akeret, Alder, Ammann-St. Gallen, Baumlin, Bircher, Blunschy, Borel, Braunschweig, Bundi, Butty, de Capitani, Christinat, Colum- berg, Couchepin, Darbellay, Deneys, Euler, Gautier, Gerwig, Girard, Gloor, Hubacher, Humbel, Jaeger, Jaggi, Jelmini, Kaufmann, Keller, Kloter, Kühne, Landolt, Loetscher, Lon- get, Martin, Mauch, Meier Werner, Merz, Morel, Morf, Muheim, Müller-Luzern, Müller-Bern, Neukomm, Oester, Petitpierre, Pitteloud, Reimann, Reiniger, Riesen-Freiburg, Robbiani, Rothen, Rubi, Ruffy, Segmüller, Spiess, Spreng, Stappung, Stich, Vannay, Weber Monika, Weber-Arbon, Widmer, Wilhelm, Ziegler-Genf, Ziegler-Solothurn, Zwygart. (67)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Die Debatte über die Haushaltperspektiven in der Sommer- session 1983 hat gezeigt, dass sehr viele Parlamentarier fast aller Fraktionen, ohne vom generellen Sparziel abzuwei- chen, doch in dem einen Punkte der öffentlichen Entwick- lungshilfe eine Modifikation wünschen. Dies ging aus zahl- reichen Voten hervor. Die von den Hilfswerken lancierte und von den Kirchen unterstützte Petition «Entwicklungshilfe ist eine Überlebensfrage» dürfte hier das ihre mit beigetragen haben. Sie hat relativ bald nach ihrem Start Ende Mai 1983 bereits 120 000 Unterschriften erreicht. Es muss angenom- men werden, dass der Grossteil der Unterzeichner doch stimmberechtigte Schweizerinnen und Schweizer sind. Die Sammlung soll bis im Herbst 1983 weitergeführt werden.
Dies zeigt, dass die Entwicklungshilfe im Schweizervolk doch mehr Unterstützung geniesst, als oft angenommen worden ist. Typisch ist auch die Reaktion der politischen Parteien: CVP, EVP und SP haben ihre Unterstützung der Petition erklärt; die FDP ging in einer Erklärung vom Februar 1983 sogar so weit, die Erreichung des OECD- Durchschnitts an öffentlicher Entwicklungshilfe bis 1985, und bis 1990 eine Quote von 0,7 Prozent BSP zu fordern. Dies alles legt es nahe, für den Finanzplan der nächsten Legislaturperiode eine Variante vorzulegen, welche die in den Haushaltperspektiven vorgesehenen Einsparungen auf dem Gebiet der öffentlichen Entwicklungshilfe ganz oder zu einem grossen Teil zurücknimmt und dabei über das hinaus- geht, was die Finanzkommission in ihrer Stellungnahme zu den Haushaltperspektiven in dieser Richtung schon beschlossen hat.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat anzunehmen. Überwiesen - Transmis
83.477 Postulat Hari AHV. Witwerrente - AVS. Rente de veuf
Wortlaut des Postulates vom 20. Juni 1983 Der Bundesrat wird ersucht, bei der nächsten Revision der Alters- und Hinterlassenenversicherung die Einführung einer Rente für Witwer zu prüfen.
Texte du postulat du 20 juin 1983 Le Conseil fédéral est invité à examiner, lors de la prochaine révision de l'assurance-vieillesse et survivants, la possibilité d'instituer une rente de veuf.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Akeret, Biderbost, Bürer- Walenstadt, Dirren, Dürr, Feigenwinter, Fischer-Hägglingen, Flubacher, Geissbühler, Hösli, Houmard, Iten, Jung, Kühne, Landolt, Müller-Scharnachtal, Nebiker, Nef, Nussbaumer, Oehler, Ogi, Räz, Reichling, Risi-Schwyz, Roth, Röthlin, Rubi, Rutishauser, Schärli, Schnider-Luzern, Spreng, Teu- scher, Wellauer, Ziegler-Solothurn (34)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Die AHV als wohl grösstes in diesem Jahrhundert geschaffe- nes Sozialwerk weist einen Mangel auf, der bei einer näch- sten Revision behoben werden sollte.
Es geht um die Einführung einer Rente für Witwer, analog der bereits bestehenden Witwenrente. Der Tod der Ehegat- tin und Mutter bringt nebst viel Leid in jede betroffene Familie auch Schwierigkeiten finanzieller Art.
Angestellte, die bei Kindern Mutterersatz leisten sollen, müs- sen gut ausgebildet sein und haben Anspruch auf gute Entlohnung.
Diese Kosten können einen Witwer je nach Beruf und Ein- kommen in unüberwindbare Schwierigkeiten bringen und zur Auflösung der Familie zwingen. Alle damit zusammen- hängenden Folgen sind unmenschlich und hart. In diesen Fällen könnte mit der neu zu schaffenden Witwerrente ein weiterer Beitrag zur Gleichberechtigung geleistet werden.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat anzunehmen. Überwiesen - Transmis
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Postulat Ott Entwicklungshilfe. Variante im Finanzplan Postulat Ott Aide au développement. Révision du plan financier
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Jahr
1983
Année
Anno
Band
IV
Volume
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Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
83.472
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 07.10.1983 - 08:00
Date
Data
Seite
1505-1505
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Ref. No
20 011 835
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