Verwaltungsbehörden 18.03.1983 82.569
20011324Vpb18 mars 1983Ouvrir la source →
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Postulat Bratschi
Il visera à éviter, par de nouveaux comportements, le gaspil- lage, l'épuisement des ressources et la destruction du milieu naturel, et montrera comment préserver ce dernier. Par une instruction civique dynamique, il suscitera une meil- leure sensibilisation aux droits de l'homme et la participa- tion politique. Surtout, il rendra les jeunes conscients de l'importance de nos relations avec le tiers monde, relations qui portent en elles un immense potentiel d'espoir, mais aussi le risque d'une explosion, explosion qui menacerait autant nos sociétés industrielles que celles du «Sud». Car sans l'établissement de relations équilibrées entre le «Nord» et le «Sud», il n'y a aucune chance de paix, voire de survie, dans un monde où, dans à peine plus d'un siècle, plus de 9 habitants sur 10 vivront dans le tiers monde.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat. Überwiesen - Transmis
82.569 Postulat Bratschi Senioren-Universitäten. Förderung Universités de 3e âge. Encouragement
Wortlaut des Postulates vom 6. Oktober 1982
An verschiedenen Schweizer Universitäten besteht die Möglichkeit für Senioren, an bestimmten Vorlesungen teil- zunehmen. Die guten Erfahrungen in Genf und Basel zeigen ein wachsendes Bedürfnis von betagten Menschen auf, sich im dritten Lebensalter auch geistig zu beschäftigen. Die gewaltigen Fortschritte in Wissenschaft und Forschung sind dazu angetan, das Interesse auch derjenigen Bevölke- rungsteile zu wecken, die entweder bisher nie die Gelegen- heit hatten, sich die entsprechenden Kenntnisse anzueig- nen, oder deren Wissen durch neue Erkenntnisse bei den verschiedenen Wissenschaften weit überholt ist.
Der Bundesrat wird deshalb eingeladen zu prüfen, ob er nicht bei der 10. AHV-Revision eine Förderung der soge- nannten Senioren-Universitäten miteinbeziehen und eine entsprechende Erweiterung von Artikel 101bis AHVG vor- schlagen kann.
Texte du postulat du 6 octobre 1982
Dans diverses universités suisses, les personnes du 3e âge ont la possibilité de participer à des cours déterminés. Les bons résultats obtenus tant à Genève qu'à Bâle montrent que ces personnes ont un besoin croissant d'occuper leur esprit durant la dernière période de leur vie. Les progrès importants qui ont été réalisés dans le domaine scientifique et en matière de recherche sont de nature à éveiller égale- ment l'intérêt des couches de la population qui, jusqu'ici, n'avaient jamais eu l'occasion d'acquérir les connaissances nécessaires ou dont les connaissances sont largement dépassées en raison de l'évolution qui s'est manifestée dans les différentes sciences.
Le Conseil fédéral est par conséquent invité à examiner si, à l'occasion de la 10e révision de l'AVS, l'on ne pourrait pas prévoir le développement des universités dites du 3e âge, et proposer un élargissement dans ce sens de l'article 101bis LAVS.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Affolter, Ammann- St. Gallen, Bäumlin, Borel, Bundi, Christinat, Deneys, Eggli, Euler, Ganz, Gloor, Hubacher, Jaggi, Leuenberger, Loet- scher, Mauch, Meier Werner, Merz, Neukomm, Reimann, 66 - N
Reiniger, Riesen-Freiburg, Robbiani, Rubi, Ruffy, Schmid, Stich, Uchtenhagen, Vannay, Weber-Arbon, Zehnder (31)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Die AHV als grösstes Sozialwerk ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Die zunehmende Lebenserwar- tung hat vielen Schweizern zusätzliche Jahre geschenkt, die sie bis ins hohe Alter bei körperlicher und geistiger Frische geniessen können. Bald werden wir rund 1 Million AHV- Rentner haben, denen durch die AHV-Renten eine mate- rielle Grundlage gegeben wird, um das dritte Lebensalter gesichert verbringen zu können. Wohl nehmen mit zuneh- mendem Alter auch die Abnutzungserscheinungen, bedingt durch die zum Teil harten Erwerbsjahre, zu. Es war deshalb sicher eine weitsichtige Politik, in Artikel 101 AHVG vorzu- sehen, dass der Bund an die Errichtung, den Ausbau und die Erneuerung von Heimen und anderen Einrichtungen für Betagte Beiträge gewähren kann. Dank dieser Förderung der Altersheime wurden Kantone, und insbesondere Gemeinden dazu veranlasst, dem Mangel an Heimplätzen durch beschleunigten Bau von Alters- und Pflegeheimen entgegenzutreten.
Sind die materiellen Voraussetzungen sowie die physische Hilfe für unsere Betagten in den letzten Jahrzehnten wesentlich verbessert worden, so stellen wir fest, dass in psychischer und geistiger Hinsicht heute noch viel zu wenig unternommen wird. Die Aufspaltung des Zusammenlebens der verschiedenen Generationen in unserer Gesellschaft hat zu einer Vereinsamung vieler älterer Menschen geführt. Trotz zahlreicher Bemühungen ist es auf verschiedenen Gebieten noch nicht gelungen, den Betagten auch den Anschluss an die geistige Weiterentwicklung unserer Gesellschaft zu ermöglichen. Wohl besteht nach Artikel 101bis AHVG die Möglichkeit, gemeinnützigen, privaten Institutionen Beiträge an die Personal- und Organisations- kosten zur Durchführung von Kursen zu geben, die der Erhaltung oder Verbesserung der geistigen und körperli- chen Fähigkeiten, der Selbstsorge sowie der Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt dienen.
Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass bei vielen Betagten das Bedürfnis besteht, sich geistig zu beschäftigen und auf den verschiedensten Gebieten mit den Errungenschaften von Wissenschaft und Forschung vertraut zu machen. Nicht wenige ältere Menschen möch- ten sich auch einfach weiterbilden. Der «Ruhestand» ist dank körperlicher und geistiger Frische bei vielen Betagten eben ein Lebensabschnitt, der auch nach geistiger Nahrung ruft und in keiner Weise ein Abstellgeleise sein darf, bei welchem nur für das physische Wohl gesorgt, die psychi- sche Verfassung und die geistige Nahrung aber vernachläs- sigt wird. Würde der Bund Senioren-Universitäten fördern, könnte in den verschiedenen Universitätskantonen dem wichtigen Anliegen der älteren Generation vermehrt Rech- nung getragen werden.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis
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Postulat Bratschi Senioren-Universitäten. Förderung Postulat Bratschi Universités de 3e âge. Encouragement
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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1983
Année
Anno
Band
II
Volume
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Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
82.569
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
18.03.1983 - 08:00
Date
Data
Seite
517-517
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Pagina
Ref. No
20 011 324
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