Verwaltungsbehörden 17.12.1982 82.370
20011071Vpb17 déc. 1982Ouvrir la source →
Interpellation Schnyder-Bern
1813
compte de la décision du Parlement relative à la réduction des horaires de travail envisagée par le Conseil fédéral ainsi que de sa décision concernant le plafonnement des emplois, à la suite d'une initiative parlementaire de la Com- mission de gestion.
Pour répondre à cette seconde question, il y a lieu de rap- peler que l'intéressé ne participe que pour moitié environ à la couverture du rachat, le reste étant pris en charge par la Confédération. Il serait en outre possible de ne pas payer le montant du rachat ou de n'en verser qu'une partie, ce qui se répercuterait bien entendu sur les rentes à verser ulté- rieurement. En règle générale ces rentes, bien que réduites, se situeraient néanmoins toujours dans les limites des prestations fixées par la loi fédérale instituant la pré- voyance professionnelle vieillesse, survivants et invalidité. Abandonner le système actuel de rachat alourdirait égale- ment les charges du ménage fédéral et n'aurait finalement qu'un effet assez limité. Pour les temps de crise, il convien- drait, en revanche, d'envisager des mesures appropriées, plus efficaces en matière d'emploi. Le Conseil fédéral ne considère donc pas qu'il faille modifier pour l'instant l'arti- cle 13 des statuts de la Caisse d'assurance.
Präsident: Frau Christinat erklärt sich von der Antwort des Bundesrates teilweise befriedigt.
82.370 Interpellation Schnyder-Bern Wald- und Holzwirtschaft. Massnahmen Interpellation Schnyder-Berne Sylviculture et industrie du bois. Mesures
Wortlaut der Interpellation vom 17. März 1982
Der seit Herbst 1981 ständig steigende Frankenkurs ist im Begriffe, über die positiven Wirkungen der Teuerungsbe- kämpfung hinauszuschiessen und durch eine zunehmende Exporterschwerung wichtige Infrastrukturen und zahlreiche Arbeitsplätze der Inlandwirtschaft insbesondere auch der Wald- und Holzwirtschaft zu gefährden und zu vernichten. Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass den auslän- dischen handelspolitischen Aktivitäten in der Wald- und Holzwirtschaft mit gezielten Exportförderungsmassnahmen bzw. Mengenbegrenzungen beim Import oder allenfalls Festlegung von Mindestpreisen zu begegnen sei?
Texte de l'interpellation du 17 mars 1982
Le cours du franc suisse, qui n'a pas cessé d'augmenter depuis l'automne 1981, est en train d'avoir des effets qui dépassent le but visé, soit la lutte contre le renchérisse- ment; l'exportation devient de plus en plus difficile; des structures économiques importantes et de nombreuses places de travail de l'économie intérieure - en particulier de l'économie forestière et de l'économie du bois - sont menacées et risquent même de disparaître.
Le Conseil fédéral n'est-il pas également de l'avis qu'il faut répondre à la politique commerciale pratiquée par l'étranger en prenant, en faveur de l'économie forestière et de l'éco- nomie du bois, des mesures spécifiques d'encouragement à l'exportation, en limitant quantitativement l'importation ou, le cas échéant, en fixant des prix minimums?
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Was im Bericht des Bundesrates für die Aussenwirtschaft aufgrund des erhöhten Frankenkurses und der zunehmen- den handelspolitischen Aktivitäten im Ausland festgehalten ist, trifft für die Wald- und Holzwirtschaft in einem weit här- teren Masse zu, als für die anderen Wirtschaftszweige. Allein infolge der Währungsentwicklung Schweizerfranken/ Lira ist das für die Pflege unserer Wälder zwingend ins Aus- land auszuführende Laubholz aus dem Jura und Nadelholz aus dem Berggebiet und Mittelland seit einem Jahr um mehr als 30 Prozent teurer geworden. Umgekehrt wird österreichisches und deutsches Schnittholz mit nahezu täglich tieferen DM- oder Schillingkursen laufend billiger eingeführt und verdrängt selbst beim öffentlichen Bau das Schweizerholz, Preisrückgänge von 10, 20 und mehr Pro- zent bei fortlaufend höheren Kosten und massiven Umsatz- und Mengeneinbussen - im Schweizerwald allein ein Nut- zungsrückgang von 20 bis 30 Prozent - sind nicht unge- wöhnlich. Spektakuläre Konkurse in der Branche mit ent- sprechenden Verlusten an Arbeitsplätzen und Verarbei- tungskapazitäten sind die Folge dieser Entwicklung. Die Lage der Wald- und Holzwirtschaft ist damit kritischer als in den Rezessionsjahren 1978/79. Alle bisherigen Anstrengun- gen, ähnlich wie 1978/79 mit direkten gezielten und befri- steten Massnahmen auf dem Gebiete der Währungssiche- rung, der Tarifpolitik mit den Bahnen und der Überwachung der Einfuhren, ein Abwehrdispositiv aufzubauen, blieben erfolglos.
Aus den dargelegten Gründen ist der Zeitpunkt direkter, gezielter und rascher Aktionen im Rahmen der aussenwirt- schaftlichen Möglichkeiten für die Wald- und Holzwirtschaft zwingend. Dürfen wir noch darauf hinweisen, dass die Bun- desbehörden seinerzeit im Zusammenhang mit den Diskus- sionen um die EFTA- und EG-Verträge die exponierte Stel- lung der schweizerischen Wald- und Holzwirtschaft aner- kannt und entsprechende Zusicherungen abgegeben haben. Heute gilt es, sich daran zu erinnern, ansonsten nicht wieder gutzumachende Schäden in Kauf genommen werden müssen.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral
Der Bundesrat hat soeben von einem Bericht über die aktu- ellen Probleme der schweizerischen Wald- und Holzwirt- schaft Kenntnis genommen und zur Orientierung der inter- essierten Kreise freigegeben. Dieser Bericht ist im Auftrag des Eidgenössischen Departementes des Innern durch eine aus Vertretern der Wald- und Holzwirtschaft sowie aus allen angesprochenen Verwaltungen und der Nationalbank gebil- dete ad-hoc-Arbeitsgruppe unter der Federführung des Bundesamtes für Forstwesen erarbeitet worden. Von die- sem Bericht ausgehend nimmt der Bundesrat zu den einzel- nen Fragen der Interpellation wie folgt Stellung:
Der Bundesrat kann trotz allem Verständnis für die Belange der Wald- und Holzwirtschaft nicht von einem Sonderfall Holz ausgehen. Auch andere Wirtschaftszweige haben mit den wiederholten Währungsschwankungen, den konjunk- turellen Tiefs sowie mit den Folgen struktureller Schwächen (Verzettelung des Angebots, Sortimentsfragen usw.) zu kämpfen. In letzter Zeit haben sich übrigens einige die Wald- und Holzwirtschaft besonders belastende währungs- politische Faktoren wieder positiv verändert, namentlich das Verhältnis des Schweizerfrankens zur Lira.
Die Möglichkeiten des Bundes, den Export von Holz und Holzwaren zu fördern, beschränken sich - abgesehen von Naturkatastrophen - auf die Exportrisikogarantie sowie auf die Hilfeleistungen, die der Dienst für Exportförderung des Bundesamtes für Aussenwirtschaft in Zusammenarbeit mit den diplomatischen Vertretungen der Schweiz zu bieten hat. Dagegen fehlen gesetzliche Grundlagen, die es erlau- ben würden, für Holzwirtschaft Subventionen auszurichten. Massnahmen dieser Art liessen sich kaum auf den Holzsek- tor beschränken und stünden im Widerspruch zu der Ziel- richtung der schweizerischen Aussenwirtschaftspolitik. Es
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N 17 décembre 1982
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Interpellation Girard
kann übrigens nicht Sache des Bundes sein, die Risiken einer einseitigen Ausrichtung der Exporttätigkeit beim Holz auf Italien durch Sondermassnahmen abzudecken.
Was den zunehmenden Importdruck und den sich zuspit- zenden internationalen Wettbewerb anbetrifft, unterschei- den sich die Verhältnisse im Holzsektor ebenfalls nicht der- art von jenen in anderen Bereichen unserer Wirtschaft, dass Anlass bestünde, einseitig gezielte Einfuhrbeschränkungen oder Mindestpreise an der Grenze zu verfügen. Es liegen keine nachweisbaren Tatbestände vor, die es erlauben wür- den, aufgrund der einschlägigen Bestimmungen der natio- nalen Gesetzgebung und der geltenden Handelsverträge solche Schutzmassnahmen zu erlassen. Der Bundesrat ver- weist in diesem Zusammenhang auf seine Ausführungen zum Problem Holz in der Botschaft vom 16. August 1972 zum Freihandelsabkommen mit der EWG. Danach kann es nicht in erster Linie Aufgabe der Handelspolitik sein, dem Wald seine wirtschaftliche Existenz zu gewährleisten und seine gemeinwirtschaftlichen Funktionen über Massnah- men an der Grenze sicherzustellen.
Präsident: Herr Schnyder erklärt sich von der Antwort des Bundesrates teilweise befriedigt.
82.533 Interpellation Chopard Milchkontingentierung. Unregelmässigkeiten Contingentement du lait. Irrégularités
Wortlaut der Interpellation vom 29. September 1982
Experten des Bundesamtes für Landwirtschaft stellten offenbar skandalöse Unregelmässigkeiten mit Milchkontin- genten fest. Nach Pressemeldungen vom September 1982 sollen nicht nur Produzenten, sondern auch der Milchver- band Laiteries Réunies mit Sitz in Genf verwickelt sein. Die Beträge, welche die Abteilung für Milchwirtschaft für die über die Kontingente hinausgegangenen Milchlieferungen zurückverlangt, bewegen sich zwischen 3000 und 100 000 Franken.
Der Bundesrat wird deshalb um folgende Auskünfte gebe- ten:
Wie beruteilt der Bundesrat die Umgehung der Milchkon- tingentierung?
Welche Massnahmen gedenkt der Bundesrat zu treffen, um solche Missbräuche in der Zukunft zu verhindern?
Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, angesichts der Beteiligung einer mit der Durchführung staatlicher Auf- gaben betrauten privaten Organisation, sei eine strafrechtli- che Abklärung der Tatbestände notwendig?
Texte de l'interpellation du 29 septembre 1982
Des experts de l'Office fédéral de l'agriculture ont, paraît-il, découvert des irrégularités scandaleuses touchant le contingentement de la production du lait. A en croire des informations parues dans la presse en septembre 1982, il n'y a pas que des producteurs de lait qui seraient impliqués dans ces fraudes, mais la Fédération laitière «Laiteries Réu- nies» elle-même, dont le siège est à Genève. Les montants dont le remboursement est réclamé par la division du lait, en arguant de livraisons dépassant les contingents autori- sés, oscillent entre 3000 et 100 000 francs.
En conséquence, le Conseil fédéral est invité à donner les renseignements suivants:
Comment le gouvernement qualifie-t-il cette entorse faite au contingentement de la production laitère?
Quelles mesures se propose-t-il de prendre afin d'éviter que de tels abus se reproduisent à l'avenir?
En égard au fait qu'une organisation privée qui est char- gée d'accomplir des tâches officielles et publiques est impliquée dans cette affaire, le Conseil fédéral n'estime-t-il pas lui aussi, qu'il est nécessaire de faire élucider tous les faits sur le plan pénal?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Affolter, Alder, Ammann-St. Gallen, Auer, Bäumlin, Bircher, Borel, Bratschi, Braunschweig, Bundi, Eggenberg-Thun, Eggli, Gerwig, Gloor, Günter, Hubacher, Jaeger, Jaggi, Keller, Lang, Leuenberger, Loetscher, Mauch, Meier Werner, Morel, Muheim, Müller-Aargau, Nauer, Neukomm, Oehler, Oester, Ott, Reimann, Reiniger, Renschler, Robbiani, Rubi, Ruffy, Schalcher, Schär, Stich, Uchtenhagen, Wagner, Weber- Arbon, Widmer, Zehnder, Zwygart (47)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral
Die vom Interpellanten erwähnten Unregelmässigkeiten bei der Milchkontingentierung im Gebiet der Laiteries Réunies in Genf sind von einem Inspektor des Zentralverbandes schweizerischer Milchproduzenten aufgedeckt worden, welcher zur weiteren Abklärung einen Beamten des Bun- desamtes für Landwirtschaft beizog. Die Untersuchungen zur Feststellung des genauen Sachverhaltes und zur Eruie- rung aller Beteiligten sind seitens des Bundesamtes für Landwirtschaft aufgenommen worden, werden aber in Anbetracht der grossen Zahl von notwendigen Einvernah- men längere Zeit in Anspruch nehmen. Die Untersuchung bezweckt selbstverständlich auch die Ermittlung der Perso- nen, die sich strafrechtlich schuldig gemacht haben. Im einzelnen halten wir fest:
Der Bundesrat verurteilt solche Machenschaften aufs schärfste. Sie sind nicht nur unsolidarisch, sondern stellen die Durchführung der Milchkontingentierung ganz allgemein in Frage.
Unsere Verordnungen über die Milchkontingentierung regeln die Einzelheiten der Durchführung. Weisungen des Bundesamtes für Landwirtschaft ergänzen die Verordnun gen. Das Abrechnungswesen ist klar geregelt. Dessen ungeachtet lassen sich Missbräuche nicht im voraus ver- meiden; um so schärfer müssen die Verantwortlichen bei Unregelmässigkeiten zur Rechenschaft gezogen werden.
Der Kreis der an den Unregelmässigkeiten Beteiligten steht zurzeit noch nicht fest.
Präsident: Herr Chopard ist von der Antwort des Bundesra- tes befriedigt.
82.514 Interpellation Girard Kabelfernsehen und Satellitenrundfunk. Europäisches Übereinkommen Télévision par câble et radiodiffusion directe par satellite. Convention européenne
Wortlaut der Interpellation vom 23. September 1982 Befürwortet der Bundesrat die Empfehlung 926 (1981) der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, wonach ein europäisches Übereinkommen zur Regelung des Kabel-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Schnyder-Bern Wald- und Holzwirtschaft. Massnahmen Interpellation Schnyder-Berne Sylviculture et industrie du bois. Mesures
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1982
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Wintersession
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Session d'hiver
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Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
13
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
82.370
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Numero dell'oggetto
Datum 17.12.1982 - 08:00
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