Verwaltungsbehörden 17.12.1982 82.551
20011065Vpb17 déc. 1982Ouvrir la source →
Interpellation Bacciarini
1804
N
17 décembre 1982
4a. Les autorités compétentes exercent-elles une surveil- lance suffisante des mesures de sécurité prises par les sociétés précitées? Dans la négative, quelles ont été les lacunes?
4b. Les dispositifs d'alarme destinés à la population sont- ils en état de fonctionner? Comment s'organise la liaison entre les sociétés d'une part et les autorités et la popula- tion d'autre part? Le système d'alarme a-t-il déjà été testé?
Quelles sont, sur un plan général, les prestations que l'Office fédéral de la protection de l'environnement est à même d'offrir aux offices cantonaux compétents à l'heure actuelle?
A-t-on pu établir un quelconque rapport entre les nui- sances susmentionnées et le dépérissement des sapins argentés dans le Fricktal? Si oui, qui doit répondre des dommages causés à la forêt?
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Es ist ein Gebot der Stunde, Landschaft und Bevölkerung vor irgendwelchen Immissionen zu schützen. Dieser Schutz kann auch schon heute sehr stark vorangetrieben werden, bevor das neue Umweltschutzgesetz in Kraft treten wird. Es geht auch um den Schutz eines wichtigen aargauischen Heilbades (Kurort Rheinfelden).
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral
1a. Das Bundesamt für Umweltschutz (BUS) erfüllt Koordi- nationsaufgaben im Zusammenhang mit Problemen von gesamtschweizerischer Bedeutung. Die Bekämpfung loka- ler Immissionen dagegen obliegt den Kantonen und Gemeinden. Das BUS hat somit keine Kompetenz, auf die- ser Ebene entsprechende Massnahmen durchzuführen oder anzuordnen. Es kann in solchen Fällen nur aktiv wer- den, wenn es von Kantonen und Gemeinden dazu eingela- den wird. So hat das BUS auf Ersuchen des Kantons Aar- gau und der Gemeinde Rheinfelden ein Konzept erarbeitet, um durch gezielte Messungen die tatsächliche Belastungs- situation sowie potentielle Verursacher beurteilen zu kön- nen.
1b. Mit dem kommenden Umweltschutzgesetz werden die notwendigen Voraussetzungen für eine weitergehende Bekämpfung der Immissionen geschaffen. Die zukünftige Tätigkeit des BUS wird sich in diesem neuen Rahmen und entsprechend den zur Verfügung stehenden personellen und finanziellen Mitteln gestalten.
Die Kantone bestimmen die Zuständigkeiten ihrer Ämter für die verschiedenen Aufgaben des Immissionsschutzes und koordinieren deren Arbeit innerhalb des Kantons sowie die Zusammenarbeit mit den Nachbarkantonen. Das BUS hat keine Kompetenz, entsprechende Koordinationsmass- nahmen zu treffen.
Es bestehen regelmässige Kontakte zwischen deut- schen und schweizerischen Behörden der grenznahen Gebiete, an denen sich auch Vertreter des Bundes beteili- gen. Dadurch konnten schon mehrfach Immissionspro-
· bleme gemildert werden. In jüngster Zeit haben die deut- schen Behörden auch ein umfangreiches Untersuchungs- programm im Oberrheingebiet eingeleitet.
4a. Die Aufsicht über den Schutz der Arbeitnehmer sowie der Umgebung der genannten Betriebe (soweit in der Schweiz gelegen) obliegt den kantonalen und eidgenössi- schen Arbeitsinspektoraten sowie der SUVA, die im Rah- men ihrer Möglichkeiten periodisch Kontrollen durchführen. Ausserdem ist darauf hinzuweisen, dass für sämtliche Bau- und Umgestaltungsvorhaben industrieller Betriebe vorgän- gig eine besondere Genehmigung der Pläne einzuholen ist. Die primäre Verantwortung für die Sicherheit liegt aber nach der Gesetzgebung bei den Betrieben selber, die denn auch über eigene ausgewiesene Sicherheitsfachleute verfügen.
Insgesamt darf festgestellt werden, dass die behördliche Aufsicht gewährleistet ist.
4b. Die Alarmorganisation wird im Rahmen der kantonalen Katastrophendispositive geregelt, wobei vorgesehen ist, dass die im Aufbau begriffene nationale Alarmzentrale beim METALERT auch bei Chemieunfällen eingeschaltet werden kann und gegebenenfalls den betroffenen Kantonen bera- tend zur Seite stehen wird.
Die Aufgaben des BUS sind in der Verordnung des Bun- desrates vom 9. Mai 1979 über die Aufgaben der Departe- mente, Gruppen und Ämter festgelegt. Demgemäss steht das BUS den Kantonen für eine fachtechnische Beratung in allen Bereichen bestehender und künftiger Umweltschutz- erlasse zur Verfügung.
Bezüglich Weisstannensterben verweisen wir auf die Antwort des Bundesrates zur Einfachen Anfrage Humbel vom 10. Juni 1982.
Präsident: Der Interpellant erklärt sich von der Antwort des Bundesrates teilweise befriedigt.
82.551
Interpellation Bacciarini Eidgenössische Technische Hochschulen. Spezialistentum
Ecoles polytechniques fédérales. Spécialisation à outrance Politecnici federali e formazione dei diplomati
Wortlaut der Interpellation vom 4. Oktober 1982
Kürzlich haben die beiden Professoren Angelo Rossi (frü- her Professor an der ETH in Zürich; jetzt Lehrer am Hoch- schulinstitut für öffentliche Verwaltung in Lausanne) und Denis Baggi (früher Professor an der ETH in Zürich und an der Universität der Stadt New York; zurzeit Leiter einer For- schungsgruppe, die sich mit der künstlichen Intelligenz befasst, bei der Firma Mettler Instrumente AG in Greifen- see) in einer Zeitung eine anregende und scharfsinnige Auseinandersetzung über das Thema «Hochschulbildung und Beschäftigungsmöglichkeiten» geführt.
Professor Rossi berief sich auf den Bericht des Wissen- schaftsrates über dieses Thema (Bern 1981; vgl. «Corriere del Ticino» vom 19. Juli 1982). Professor Baggi, im Bestre- ben, den Zusammenhang zwischen Ausbildung und Beschäftigungsmöglichkeiten näher zu umreissen, schrieb unter anderem folgendes: «Die Anstellung neuer Mitarbei- ter ist an meinem Arbeitsplatz tatsächlich ein Problem, weil sich die Ausbildung der Absolventen der schweizerischen Technischen Hochschulen im allgemeinen als ungenügend herausstellt ... » (vgl. «Corriere del Ticino» vom 31. Juli 1982).
Ich frage den Bundesrat, ob auch er den Eindruck hat, dass die Ausbildung, die unsere Technischen Hochschulen ihren Studenten vermitteln, ungenügend ist und dass - wie dies Kreise der Industrie und der Wirtschaft zu beklagen schei- nen - die Spezialisierung übertrieben wird, und zwar auf Kosten einer Allgemeinbildung, «die der gesellschaftlichen Realität in diesem letzten Viertel des 20. Jahrhunderts Rechnung trägt» (vgl. Baggi, «Corriere del Ticino» vom 31. Juli 1982).
Mit andern Worten: Ich ersuche den Bundesrat abzuklären, ob es stimmt, dass unsere Technischen Hochschulen unter Vernachlässigung des «homo socialis» in erster Linie darauf bedacht sind, Superspezialisten auszubilden.
Interpellation Oehen
1805
Texte de l'interpellation du 4 octobre 1982
Au cours d'un récent débat, fort courtois, entre journa- listes, les professeurs Angelo Rossi (ex-professeur à l'Ecole polytechnique fédérale de Zurich, actuellement enseignant à l'IDEHAP, à Lausanne) et Denis Baggi (ex-pro- fesseur à l'Ecole polytechnique fédérale de Zurich et à l'uni- versité de la ville de New York, actuellement directeur à la maison Mettler Instruments AG, à Greifensee, d'un groupe de recherche en matière d'intelligence artificielle), ont dis- serté sur la «formation universitaire et les possibilités d'emploi».
Le professeur Rossi s'est référé au rapport à ce sujet publié par le Conseil de la science (Berne, 1981) (voir Cor- riere del Ticino du 19 juillet 1982). Désireux de préciser son point de vue sur la relation entre la formation et les possibi- lités d'emploi, et se référant en particulier à la tâche qu'il remplit actuellement dans l'industrie suisse, le professeur Baggi a écrit notamment: «L'engagement de nouveaux employés constitue en effet un problème à mon poste de travail, car on constate que la préparation des polytechni- ciens suisses se révèle en général insuffisante ... » (voir Cor- riere del Ticino du 31 juillet 1982).
Je demande par conséquent au Conseil fédéral de dire s'il estime que la formation donnée par nos écoles polytechni- ques à leurs diplômés est insuffisante et - comme semblent le déplorer les milieux industriels et économiques - spécia- lisée à l'excès au détriment d'une formation culturelle glo- bale qui «tienne compte de la réalité sociale de ce dernier quart du vingtième siècle» (voir Baggi, Corriere del Ticino du 31 juillet 1982).
En d'autres termes, je prie le Conseil fédéral de vérifier s'il est vrai que nos écoles polytechniques se préoccupent avant tout de former des superspécialistes, sans tenir compte de la notion d'«homo socialis».
Testo della interpellazione del 4 ottobre 1982
In un recente, garbato dibattito giornalistico, i professori Angelo Rossi (già professore al Politecnico federale di Zurigo, ora insegnante presso l'IDEHAP di Losanna) e Denis Baggi (già professore al Politecnico di Zurigo e dell'Università della città di Nuova York, ora direttore di un gruppo di ricerca nel campo dell'intelligenza artificiale presso la Ditta Mettler Instrumente AG di Greifensee), hanno disquisito su «Formazione universitaria e possibilità di impiego».
Il professore Rossi si è rifatto al Rapporto sull'argomento del Consiglio della Scienza (Berna 1981) (cfr. «Corriere del Ticino» 19 luglio 1982). Il professori Baggi, nell'intento di precisare il suo punto di vista in merito al rapporto fra for- mazione e possibilità di impiego e riferendosi in particolare all'attuale suo compito presso l'industria svizzera, ha scritto, fra altro: «L'assunzione di nuovi dipendenti è difatti un problema nel mio posto di lavoro, poichè si constata che la preparazione dei politechnici svizzeri risulta in generale insufficiente ... » (cfr. «Corriere del Ticino» 31 luglio 1982).
Chiedo quindi al Consiglio federale se gli risulta che la for- mazione che i nostri politecnici danno ai loro diplomati sia insufficiente e ecceda - come pare venga lamentato dalle cerchie industriali ed economiche - nella specializzazione a scapito di una globale formazione culturale che «tenga conto della realtà sociale di questo ultimo quarto del vente- simo secolo» (cfr. Baggi: «Corriere del Ticino» 31 luglio 1982).
In altre parole, chiedo al Consiglio federale di verificare se è vero che i nostri Politecnici si preoccupano primieramente di formare il superspecialista abdicando all'«homo socialis».
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Motivazione scritta
L'autrice rinunzia agli sviluppi e desidera una risposta scritta
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral
Risposta scritta del Consiglio federale
Nel loro insegnamento tecnico e scientifico le Scuole poli- tecniche federali pongono l'accento su una formazione di base, solida ed ampia; le specializzazioni nei vari orienta- menti subentrano soltanto nella seconda metà degli studi, e sopratutto durante l'ultimo anno. Nelle lezioni i professori si sforzano d'andar oltre l'ambito stretto della propria disci- plina, aprendosi a considerazioni umaniste e socio-econo- miche.
Ambedue le scuole offrono un'ampia scelta di corsi in scienze umane e sociali: alla SPFZ, con i corsi della sezione XII; alla SPFL, con quelli compresi sotto il titolo generale «Uomo - Tecnica - Ambiente». Gli studenti in ingegneria hanno l'obbligo di seguire, durante gli studi, un dato numero minimo di corsi, che saranno poi materia d'esame o potranno sfociare nell'allestimento di un progetto. Certe sezioni curano inoltre docenze particolari, inerenti ad aspetti non tecnici.
Se disponessero di maggiori finanze i Politechnici offrireb- bero anche un maggior numero di corsi post lauream, che darebbero modo, ai diplomati ed agli ingegneri già in atti- vità, di completare la formazione e di ampliare gli orizzonti mentali.
Le aziende svizzere che assumono ingegneri laureati dei nostri Politecnici sono, soddisfatte, in grande maggioranza, della loro formazione. Le critiche espresse talvolta tendono piuttosto a chiedere una specializzazione ancor più spinta, ai fini di un'immediata produttività, mentre le SPF procurano di seguire una via di mezzo.
Anche in ambito internazionale i nostri ingegneri sono tut- tora assai stimati. Va inoltre detto che quando riesaminano ed aggiornano i programmi di studio i Politecnici consultano ogni volta le industrie, e tengono conto delle loro osserva- zioni. Proprio sulla scorta di queste ultime la SPFZ ha accordato sempre maggior spazio nei suoi corsi alle que- stioni di conduzione aziendale.
Tenuto conto di quanto si è ora esposto, non si può dire che le nostre SPF badino principalmente a formare tecnici altamente specializzati, a scapito dell'«homo socialis».
Präsident: Die Interpellantin erklärt sich von der Antwort des Bundesrates befriedigt.
82.527 Interpellation Oehen Mieter- und Pächterschutzbestimmungen Protection des locataires et des fermiers
Wortlaut der Interpellation vom 28. September 1982
a. dass es seit jeher zu den vornehmsten Aufgaben unse- res Staates gehört hat, die Sicherheit seiner Bürger gegen aussen sowie den Schutz ihrer Privatsphäre, insbesondere die Unverletzlichkeit ihrer Wohnung, zu gewährleisten;
b. dass spätestens seit dem Schweizer Beitritt zur Europäi- schen Menschenrechtskonvention (Art. 8) der Bürger auch gegen staatliche Ein- und Übergriffe in seine Privatsphäre und Wohnung von Bundesrechts wegen geschützt ist; und
c. dass dieser für jeden Bürger immer wichtiger werdende Schutz nur bei Vorhandensein eines richterlich festgestell- ten, zumindest ebenbürtigen Rechtsanspruchs durchbro- chen werden darf, zum Beispiel wenn Gefahr in Verzug ist oder wenn ein entsprechender Anspruch eines Dritten,
228 - N
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Bacciarini Eidgenössische Technische Hochschulen. Spezialistentum Interpellation Bacciarini Ecoles polytechniques fédérales. Spécialisation à outrance Politecnici federali e formazione dei diplomati
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Année
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Band
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Volume
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Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
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Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
13
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 82.551
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Numero dell'oggetto
Datum 17.12.1982 - 08:00
Date
Data
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