Verwaltungsbehörden 29.11.1982 .047
20010993Vpb29 nov. 1982Ouvrir la source →
Importation de denrées fourragères. Initiative populaire 1504 N 29 novembre 1982 Präsident: Ich gratuliere unserem Kollegen André Gautier zu seiner Wahl und danke ihm zum voraus für seine Unter- stützung, die er mir in diesem Jahr gewähren wird. Ich bitte Herrn Gautier, seinen Sitz einzunehmen. (Beifall) #ST# 81.047 Futtermittelimporte. Volksinitiative Importation de denrées fourragères. Initiative populaire Siehe Seite 790 hiervor - Voir page 790 ci-devant Beschluss des Ständerates vom 22. September 1982 Décision du Conseil des Etats du 22 septembre 1982 Differenzen - Divergences Antrag der Kommission Mehrheit Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Minderheit (Junod, Barras, Kühne, Martin, Nef, Räz, Reichling, Stein- egger) Art. 2 ... zu unterbreiten. (Rest des Artikels streichen) Antrag Aider Festhalten Proposition de la commission Minorité Adhérer à la décision du Conseil des Etats Minorité (Junod, Barras, Kühne, Martin, Nef, Räz, Reichling, Stein- egger) Art. 2 Le Conseil fédéral est chargé d'ordonner... Proposition Aider Maintenir M. Thévoz, rapporteur: Les péripéties de la procédure par- lementaire nous amènent à nous pencher à nouveau sur le sort à réserver à l'initiative populaire «contre les importa- tions excessives de denrées fourragères et les fabriques d'animaux, ainsi que pour l'utilisation optimale de notre sol». Je vous rappelle, pour mémoire, que cette initiative a été déposée le 23 août 1978 et le Conseil fédéral et le Parle- ment, disposaient d'un délai de quatre ans, échéant le 23 août 1982, pour nous déterminer sur le préavis à lui don- ner, avant de la soumettre au vote du peuple et des can- tons. Vous me permettrez de ne pas rappeler ici les diverses rai- sons qui ont eu pour conséquence que le Conseil des Etats n'a pu se saisir que trop tardivement du dossier. Ce n'est, en effet, que le 22 septembre dernier, soit un mois après le délai fixé par l'article 27 de la loi sur les rapports entre les conseils, que la Chambre des cantons a abordé cet objet, a engagé la discussion sur le fond. Ce n'est qu'au terme du débat que la question a été soulevée de savoir si le Conseil des Etats était, légalement, encore en mesure d'émettre un préavis motivé sur cette initiative. C'est finalement par 19 voix contre 15 que nos collègues ont décidé que tel n'était pas le cas et ont adopté l'article 2 dans la version suivante: «L'Assemblée fédérale n'ayant pas pris une décision dans le délai légal, le Conseil fédéral est chargé d'ordonner, sans recommandation, la votation du peuple et des cantons.» Il y a donc divergence avec la décision de notre conseil qui, le 17 juin dernier, avait, par 71 voix contre 68, recommandé au . peuple et aux cantons de rejeter l'initiative populaire. Notre commission s'est réunie le 28 octobre dernier pour examiner la situation résultant de cette divergence. Elle a constaté que le Conseil des Etats s'était appuyé sur des bases juridiques solides pour prendre sa décision. Il résulte en effet d'une note rédigée par M. Christoph Lanz, du ser- vice juridique du secrétariat général de l'Assemblée fédé- rale, que le délai fixé pour traiter une initiative populaire n'est pas un délai d'ordre indicatif mais, au contraire, un délai péremptoire à caractère absolu. Forte de cette conviction, la commission a donc décidé, sur le fond, de se rallier au texte adopté par le Conseil des Etats. Une minorité, emmenée par M. Junod, a estimé, le délai étant échu, que le Conseil des Etats n'avait même plus à dire pour quelle raison il renonçait à donner une recom- mandation sur cette initiative. En conséquence, M. Junod a fait la proposition suivante, qu'il défendra certainement tout à l'heure avec son brio habituel, mais que je me permets cependant de citer: «Le Conseil fédéral est chargé d'ordon- ner sans recommandation la votation du peuple et des can- tons.». Par 9 voix contre 8, la commission vous propose de s'en tenir à la version adoptée par le Conseil des Etats. Outre le fait que nous évitons ainsi de prolonger le débat en créant une nouvelle divergence, nous pensons que cette version est plus explicite, donc plus transparente. Je pense pouvoir m'exprimer au nom de la commission en vous proposant également de rejeter la proposition de M. Aider, visant à maintenir notre décision du 17 juin der- nier. Nous n'avons strictement rien à gagner à vouloir nous enfoncer dans un débat de procédure incertain, cela d'autant plus que celui-ci n'aura guère d'influence sur la décision populaire dans l'hypothèse où le peuple et les can- tons se prononceront finalement sur cette initiative. On vient du reste d'en avoir hier un exemple probant. En conséquence, je vous prie de suivre la majorité de la commission. Risi-Schwyz, Berichterstatter: Wir haben es hier mit folgen- der Differenzbereinigung mit dem Ständerat zu tun. Wie Sie sich erinnern können, haben wir im Juni dieses Jahres in diesem Rate den Bundesrat beauftragt, diese Volksinitiative mit Empfehlung auf Ablehnung dem Volk und den Ständen zur Abstimmung zu unterbreiten. Der Ständerat hat nun beschlossen, diese Initiative ohne Empfehlung Volk und Ständen zur Abstimmung zu unter- breiten, da die Bundesversammlung innerhalb der gesetzli- chen Frist keinen Beschluss gefasst habe; dann liegt ein Antrag Aider vor, der an unserem ursprünglichen Entscheid festhalten will. Der Satz «Wenn die Bundesversammlung innerhalb der gesetzlichen Frist keinen Beschluss gefasst hat» beinhaltet nebst den unterschiedlichen materiellen Meinungen einen ganzen Rattenschwanz von Rechtsfragen; in erster Linie sind es Verfahrensfragen. Diese Verfahrensfragen müssen nun einmal auch in der Parlamentsreform ihren Nieder- schlag finden. Ich möchte nur ganz kurz noch einmal erläu- tern, wie der Ständerat zu einem solchen Beschluss kam. Im Jahre 1978 wurde diese Initiative eingereicht. Vier Jahre stehen für die Behandlung einer Initiative zur Verfügung: drei Jahre dem Bundesrat, ein Jahr der parlamentarischen Beratung. Der Bundesrat hat, wie Sie wissen, schon etwas überzogen. Von seilen der Kommission wäre zwar die Behandlung der Initiative in der Märzsession dieses Jahres möglich gewesen bzw. sie war traktandiert, die Behandlung wurde dann aber wegen Überladung des Sessionspro- gramms verschoben. Heute will niemand für dieses Ver- schieben verantwortlich sein. Die Kommission des Ständerates konnte in diesen Tagen erst verspätet die Behandlung aufnehmen, und der Stände-
Importation de denrées fourragères. Initiative populaire 1506 N 29 novembre 1982 Schlussfolgerung: Die gesetzlich festgelegten Fristen betreffend die Beratung von Volksbegehren, also die berühmte Vierjahresfrist, können verfassungskonform, d. h. bei Einhaltung der Treue zur Verfassung, nur als Ordnungs- vorschriften, als Ordnungsfristen interpretiert werden, mit der Rechtsfolge, dass deren Überschreitung die Bundes- versammlung von der Zustimmung oder der Nichtzustim- mung zu einem Volksbegehren, hier also der Futtermittel- initiative, nicht entbindet. Wir können festhalten, dass die Bundesversammlung, im Gegensatz zu früher, die Behandlungsfristen seit 1956 ein- gehalten hat. Das stellt der Bundesversammlung politisch ein gutes Zeugnis aus. Wenn sie im vorliegenden Fall nicht mit leichter Verzögerung gehandelt hätte - es wäre an sich ja möglich gewesen, in den parlamentarischen Kommissio- nen rascher zu handeln -, so wäre die Frist nicht überschrit- ten worden. Wenn sie nur um einen Monat überschritten worden ist, dann kann dies doch nicht Anlass dazu sein, diese Fristen nun rechtlich plötzlich anders zu deuten und sie als Verwirkungsfrist zu interpretieren, was auch immer da und dort früher einmal Irriges über diese Fristen verbrei- tet worden sein mag. Wer sich an Fristen hält, bringt damit doch noch nicht zum Ausdruck, dass er diese Fristen als Verwirkungsfristen betrachtet! Ich zweifle keinen Moment daran, dass mir eigentlich jeder vernünftige Jurist bei die- sen doch relativ einfach nachzuvollziehenden Überlegungen sollte folgen können, wenn nicht - und hier beginnt für mich der verfassungspolitische Skandal, ich sage Ihnen das ganz offen -, wenn nicht mit der These von der Verwirkungsfrist handfeste Interessenpolitik betrieben werden könnte. Das allein steht nämlich hinter der juristischen Scheinargumen- tation. Wie war es doch? Der Nationalrat hat der Initiative gemäss Artikel 121 Absatz 6 der Bundesverfassung und entspre- chend dem Antrag des Bundesrates nicht zugestimmt und empfiehlt sie dementsprechend Volk und Ständen zur Ver- werfung. Im Ständerat suchten offenbar Vertreter der In- itianten nach einem Ausweg, um zu retten, was noch zu ret- ten war. Und Herr Aubert, dessen rhetorische Begabung unbestritten sei, lieferte Ihnen nach seinen bekannt eigen- willigen Interpretationsmethoden das Vehikel dazu. Eine knappe Mehrheit des Ständerates erlag dann diesen Ver- führungskünsten, womit der Ständerat sein früheres Image als unbestechlicher Hüter der Verfassungstreue wohl end- gültig verloren hat. Natürlich versprachen sich einige Befürworter der Initiative mit dem Nullentscheid - um das handelt es sich hier - für den Fall der Volksabstimmung bessere Startchancen. Wir können uns doch dieses für die Bundesversammlung nur peinliche Schauspiel vom Ständerat nicht bieten lassen! Der Ständerat hat nicht einmal darüber abgestimmt, ob er für oder gegen die Initiative sei, wie ihm dies von Artikel 121 Absatz 6 der Bundesverfassung vorgeschrieben ist. Er hat damit die ihm durch die Bundesverfassung übertragene Aufgabe einfach ignoriert, hat schlicht und einfach abge- dankt. Und nun sollen wir als Grosse Kammer dazu noch Beihilfe leisten, selbst auch abdanken. Bedenken Sie doch einmal die Folgen! Nächstes Jahr sind bekanntlich Wahlen. Wie wollen Sie eigentlich dem Volk weismachen, Sie wieder zu wählen, wenn Sie die Ihnen von der Verfassung aufgetra- gene Aufgabe nicht einmal wahrnehmen? Dann kann das Volk mit Fug sagen, dass diese Leute eigentlich überflüssig sind. Hinzu kommt das Präjudiz, das Sie schaffen, wenn Sie Kommission und Ständerat folgen. Es wird rasch Schule machen und zu bewusster Verzögerungstaktik bei der Behandlung von Initiativen führen können, wenn eine solche nicht bereits hier das Geschehen im Ständerat zumindest mitbestimmt hat. Der Verfassungsauftrag, wie er in Artikel 121 Absatz 6 der Bundesverfassung umschrieben ist, würde in die Niederungen taktischen Tagesgezänks gezerrt. Ist das der Sinn des Gelübdes, das Sie auf die Ver- fassung abgelegt haben? Ein letzter Hinweis noch: Auch Artikel 27 des Geschäftsver- kehrsgesetzes geht nach seinem klaren Wortlaut und Sinn davon aus, dass die Räte über eine Initiative Beschluss fas- sen, dass sie ihr zustimmen oder sie ablehnen, dass sie sich nicht um einen Entscheid drücken. Der Beschluss des Ständerates ist damit weder verfassungsrechtlich noch poli- tisch haltbar. Halten wir daher fest an unserem Beschluss vom 17. Juni und empfehlen wir Volk und Ständen entsprechend dem Antrag des Bundesrates, diese dirigistische und in der Landwirtschaft bekanntlich selbst höchst umstrittene Initia- tive zu verwerfen. Wenn Sie Festhalten beschliessen, wird dies dem Ständerat Gelegenheit geben, selbst nochmals über die Bücher zu gehen. Mme Jaggi: Décidément, le traitement de cette initiative populaire demeurera jusqu'au bout des plus mouvementés, si tant est que nous arrivons dans le cours de cette session au terme de l'examen de cette initiative sur les importations de denrées fourragères. C'est à croire que les promoteurs eux-mêmes de l'initiative n'exercent pas toute la pression voulue, toute la pression dont ils sont par ailleurs capables - ils l'ont montré dans d'autres circonstances - pour faire avancer leur cause. Quoi qu'il en soit, les Chambres ne se sont pas décidées à temps, en partie d'ailleurs par la faute de ce conseil. Notre commission était prête pour la session de printemps. Ce n'est que le dernier jour de la session de juin que nous avons discuté de cette affaire. Au terme d'une démonstration magnifique et déjà citée ici, de notre collègue du Conseil des Etats, M. Jean-François Aubert, la Chambre haute a renoncé à prendre position en septembre dernier, une fois écoulé le délai de quatre ans pour le traitement par les Chambres des initiatives popu- laires. La divergence ainsi créée ne se discute pas. La com- mission du Conseil national l'a admis à la quasi-unanimité de ses membres. On peut en revanche discuter de l'oppor- tunité d'avouer explicitement au peuple que nous n'avons en somme pas fait diligence - M. Aider l'a souligné - tort que nous partageons d'ailleurs avec le Conseil fédéral, qui a publié en novembre dernier seulement son message, lequel porte pourtant la date du 19 août 1981. Pour notre part, nous pensons qu'il faut dire les choses telles qu'elles se sont passées, tout simplement, et non, comme le propose la minorité emmenée par M. Junod, qui veut supprimer la motivation de la proposition Aubert. Quant à la proposition que vient de défendre M. Aider, nous n'avons évidemment pas eu la possibilité de la discuter en groupe, mais nous vous demandons de la rejeter sans hési- tation. Elle vient trop tard, un peu à la manière d'un recours qui serait déposé contre une chose jugée, après le délai de recours justement. En bref, le groupe socialiste votera la version de la majorité pour éliminer le plus rapidement possible toute divergence subsistant avec le Conseil des Etats. Il repoussera donc aussi bien la proposition Junod que la proposition Aider. Bäumlin: Herr Kollege Aider, Sie haben hier ganz massive Vorwürfe erhoben und meinen, jeder vernünftige Jurist müsse Ihnen zustimmen. Ich bin auch ein Jurist. Dann bin ich also entweder unvernünftig oder ein schlimmer Oppor- tunist. Ich akzeptiere weder die eine noch die andere Eti- kette und melde mich zum Wort, um einige juristische Über- legungen anzustellen. Sie haben auch meinen Berufskolle- gen Ständerat Aubert recht massiv angegriffen; die dum- men oder leicht verführbaren Ständeräte seien nur den Ver- führungskünsten erlegen, sie haben sich gewissermassen übertölpeln lassen; so stellen Sie die Sache dar. Ich will auch verfassungsrechtlich argumentieren. Sie haben zum voraus behauptet, staatsrechtliche Überlegungen seien im Grunde genommen immer auch politisch. Dazu möchte ich doch noch ein Fragezeichen setzen. Soweit wir spezifisch juristisch interpretieren können, sollen wir es tun. Herr Aider, Sie haben etwas vergessen: Sie sagten, nach Artikel 121 Absatz 6 der Bundesverfassung sollte das Parla- ment Stellung nehmen können; gut. Etwas anderes meint aber unsere Verfassung auch - und das meint sie in erster
Ouvrages militaires et acquisition de terrain1508 29 novembre 1982 aber ebensogut andere Rechtsgelehrte zitieren, die für die Ordnungsfrist plädieren. Die zweite Frage betreffend die Aufteilung der vier Jahre - heute drei Jahre Bundesrat und ein Jahr Parlament - müs- sen Sie selber regeln. Ich gebe gerne zu, dass der Bundes- rat für sich sehr wahrscheinlich mit drei Jahren zuviel Zeit beansprucht, und das Parlament hat mit einem Jahr zweifelsohne zuwenig. Es wird Sache Ihres Rates sein, das Geschäftsreglement einmal zu korrigieren und entweder dem Bundesrat weniger Zeit oder dem Parlament mehr Zeit einzuräumen. Der Bundesrat wäre Ihnen heute dankbar, wenn nun ein Entscheid gefällt würde, entweder im Sinne der Kommis- sionsmehrheit oder im Sinne der Kommissionsminderheit. Persönlich könnte ich mich dem Antrag der Minderheit anschliessen, weil es - nach meiner Meinung - nicht nötig ist, im Bundesbeschluss eine Begründung anzugeben, wes- halb auf eine Empfehlung verzichtet wird. Abstimmung - Vote Eventuell - A titre préliminaire Für den Antrag der Mehrheit 41 Stimmen Für den Antrag der Minderheit 84 Stimmen Definitiv - Définitivement Für den Antrag der Minderheit 89 Stimmen Für den Antrag Aider 17 Stimmen An den Ständerat -Au Conseil des Etats #ST# 82.009 Militärische Bauten und Landerwerbe Ouvrages militaires et acquisitions de terrain Siehe Seite 814 hiervor - Voir page 814 ci-devant Beschluss des Ständerates vom 28. September 1982 Décision du Conseil des Etats du 28 septembre 1982 Differenzen - Divergences Art. 1 Abs. 2 Bst. d und Anhang IV Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Art. 1 al. 2 let. d et appendice IV Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats Wellauer, Berichterstatter: Die Differenz bei diesem Geschäft betrifft den beantragten Verpflichtungskredit für den Neubau der Werkstätte für Verbundwerkstoffe und Kle- betechnik im Eidgenössischen Flugzeugwerk in Emmen. Ihr Rat hat auf Antrag Ihrer Militärkommission am 21. Juni die- ses Jahres beschlossen, das Projekt zur Neuüberprüfung an den Bundesrat zurückzuweisen und bei Artikel 1 Absatz 2 Buchstabe d den Verpflichtungskredit um 6 550 000 Fran- ken zu kürzen und neu auf 37 050 000 Franken festzuset- zen. Die Gründe der Rückweisung waren unabgeklärte Fra- gen betreffend Wirtschaftlichkeit des Projektes und betref- fend Zusammenarbeit mit der Privatindustrie. Der Ständerat beschloss am 28. September aufgrund zusätzlicher Infor- mationen zu diesen Fragen einem in der Zwischenzeit redu- zierten Projekt für diesen Neubau zuzustimmen. Ihre Militär- kommission hat sich nochmals eingehend mit der gesamten Problematik dieser neuen Technologie und dem damit zusammenhängenden Neubau befasst und kommt zu fol- genden Ergebnissen: 1. Für den Unterhalt und die Reparatur unserer modernen Kampfflugzeuge, wie zum Beispiel Tiger, ist es notwendig, dass unsere Unterhaltsstelle, nämlich das Eidgenössische Flugzeugwerk Emmen, technologisch in der Lage sein muss, anfallende Reparaturen einwandfrei durchführen zu können. Auch der in der Zwischenzeit abgelieferte Bericht der Expertenkommission Hess über die Eidgenössischen Rüstungsbetriebe erwähnt diese Zielsetzung. 2. Im reduzierten Bauprojekt werden nur die von der neuen Technologie her unbedingt erforderlichen Anlagen, wie Reinraum, chemische Bäder und Autoklav im Neubau unter- gebracht. Die vorangehenden Operationen - Wabenbear- beitung und Vormontage - werden in bestehenden Fabrika- tionsräumen ausgeführt. Die Baukosten für das reduzierte Projekt betragen nun 5350000 Franken anstelle von 6 550 000 Franken des ursprünglichen Botschaftsprojektes. Die Einsparung beträgt somit 1 200 000 Franken. Durch das reduzierte Vorhaben wird nun auch die Nutzschwelle der Wirtschaftlichkeit früher erreicht als beim ursprünglichen Botschaftsprojekt. Es ist zu erwarten, dass mit den künfti- gen Ausbaubedürfnissen unserer Flugwaffe und den bereits angebotenen Beteiligungsmöglichkeiten an interna- tionalen Projekten eine wirtschaftliche Auslastung in drei bis fünf Jahren Einarbeitungszeit erreicht werden kann. Ein erstes wichtiges Auftragspotential ergibt sich bereits aus der Kampfwerterhaltung und Kampfwertsteigerung an den in der Armee eingeführten Flugzeugen. Zurzeit steht neben dem Auftrag im Rahmen der Tiger-Kompensationsge- schäfte die Option für ein ziviles Flugzeugprojekt in Aus- sicht. Der Neubau ist so konzipiert, dass spätere Erweite- rungsmöglichkeiten nicht beschränkt werden. 3. Die Aufgabenteilung zwischen dem Flugzeugwerk Emmen und der Privatindustrie scheint abgesprochen zu sein. Die Privatindustrie ist eher für Grossprojekte vorgese- hen, während das Flugzeugwerk Emmen sich vorwiegend mit Unterhalts- und Reparaturarbeiten begnügen wird. Das Flugzeugwerk Emmen arbeitet seit jeher mit der Privatindu- strie zusammen. Bei Beschaffungsvorhaben, zum Beispiel Tiger 2. Serie, Dragon und Rapier-Lenkwaffen, tritt es als Generalunternehmer auf, besorgt die Endmontage und in der Regel einen bescheidenen Anteil der Fertigung. Damit werden die Voraussetzungen erfüllt, um für das in der Armee eingeführte Produkt die Systemverantwortung über- nehmen zu können. Ein massgeblicher Anteil bei Grosspro- jekten und Waffensystemen - in der Regel mehr als die Hälfte - wird jedoch an die Privatindustrie weitergegeben. Die Militärkommission erklärt sich nunmehr befriedigt von den zusätzlichen Informationen des EMD zur Wirtschaftlich- keit der vorgesehenen Anlagen und zur Zusammenarbeit zwischen dem Eidgenössischen Flugzeugwerk Emmen und der Privatwirtschaft. Sie beschloss deshalb einstimmig, bei keinen Enthaltungen, ihrem Rat zu beantragen, dem Beschluss des Ständerates zuzustimmen, wonach für das reduzierte Neubauprojekt ein Verpflichtungskredit von 5 350 000 Franken zur Verfügung gestellt wird. Mme Aubry, rapporteur: La divergence dont nous nous occupons aujourd'hui concerne le nouveau bâtiment d'ate- liers pour les matériaux d'assemblage et la technique du collage de la fabrique d'avions d'Emmen. Ce projet du nou- veau bâtiment d'ateliers de la fabrique d'Emmen a été ren- voyé le 21 juin dernier au Conseil fédéral par votre conseil, ceci afin d'en compléter l'étude. L'article 1 er , 2« alinéa, lettre d, avait été amputé de la somme de 6,55 millions de francs qui représentaient le coût du projet de cette halle de mon- tage. En revanche, le Conseil des Etats, en date du 28 sep- tembre, ayant pris connaissance d'un projet remanié et dont le prix a été réduit à 5,35 millions de francs, a décidé d'accepter ce projet. La Commission militaire du Conseil national s'est à nouveau penchée sur ce projet lors de sa séance du 8 novembre dernier et elle est arrivée aux conclusions suivantes:
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Futtermittelimporte. Volksinitiative Importation de denrées fourragères. Initiative populaire In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1982 Année Anno Band V Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 01 Séance Seduta Geschäftsnummer 81.047 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 29.11.1982 - 15:30 Date Data Seite 1504-1508 Page Pagina Ref. No 20 010 993 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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