Interpellation responses on NAGRA practices and TV broadcast

20010857Jurisprudence administrative des autorités fédérales (JAAC)8 oct. 1982Other

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Résumé

Cotti submitted interpellations concerning alleged improper conduct by NAGRA in connection with geophysical fieldwork and the live television broadcast of National Council debates. The Federal Council answered that the reported land-access issues were explained by unavailable owners or subsequent consent, that NAGRA had denied offering money to withdraw objections, and that the cantonal authorities were investigating the incidents. It declined to warn NAGRA. On the broadcasting question, the Bureau said the experiment had attracted interest, had not materially altered the debate, and should continue for the experimental period.

Regest

Parliamentary interpellations and written answers; assessment of administrative conduct and experimental live broadcasting of parliamentary debates. The Federal Council may decline intervention where the alleged improper conduct is not established and remains under cantonal inquiry; mere criticism of associated protective measures does not justify attributing unlawful acts to the concerned body. As to parliamentary publicity, the Bureau may maintain an experimental live broadcast scheme where audience interest is appreciable and the debate process is not shown to have been materially affected; the evaluation of continuation may rely on empirical audience surveys and comparative formats.

Texte intégral

  1. Oktober 1982 N

1467

Interpellation Cotti

participe, n'a pas informé convenablement les propriétaires fonciers concernés et a installé, de nuit et sans le consen- tement exprès des propriétaires, des instruments de mesure sur leurs terres?

  1. Le Conseil fédéral est-il informé du fait que la CEDRA recourt aux services d'une entreprise privée de surveil- lance, dont les employés suivent les faits et gestes des citoyens concernés et s'attribuent même des fonctions policières, agissements qui ont fait l'objet de dénoncia- tions?

  2. Que pense le Conseil fédéral des pratiques de la CEDRA qui a proposé de l'argent aux citoyens ayant formé opposi- tion contre les forages d'essai dans leur commune - faisant ainsi usage de leur droit légal et démocratique - pour qu'ils renoncent à faire opposition?

  3. Le Conseil fédéral est-il disposé à adresser un avertisse- ment à la CEDRA afin de faire cesser ce telles pratiques et de garantir pleinement les droits des citoyens concernés?

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral

Die Schweizerische Geophysikalische Kommission (SGK), die mit der Durchführung der geophysikalischen Landesun- tersuchung beauftragt ist, beabsichtigte im Frühjahr 1981 mit den Arbeiten zu einer detaillierten geophysikalischen Karte der Schweiz zu beginnen. Ungefähr im gleichen Gebiet wie die SGK wollte auch die NAGRA geophysikali- sche Aufnahmen durchführen. Um Doppelspurigkeiten von sich zum Teil überlagernden Arbeiten zu vermeiden, wurde beschlossen, die geplanten Untersuchungen zu koordinie- ren, wobei die Arbeiten der SGK durch die NAGRA finan- ziell unterstützt werden sollten. Die üblicherweise vom Bund finanzierten Forschungsarbeiten der SGK sind von nationalem Interesse, und die Resultate werden veröffent- licht. Der Bundesrat stellte fest, dass die vorgesehenen Arbeiten nicht der Bewilligungspflicht für vorbereitende Handlungen unterstehen.

Im Rahmen der Zusammenarbeit SGK/NAGRA wurde im Frühjahr 1982 durch die französische Firma C.G.G. (Compa- nie Générale de Géophysique, Massy) in den Kantonen Zürich und Aargau kombinierte seismische Refraktions- und Reflexionsmessungen durchgeführt. Die Messungen dauerten von Februar bis Mai 1982. Nachdem der grösste Teil der Arbeiten problemlos durchgeführt war, wurden Anfang Mai im Raum Laufenburg-Kaisten Messeinrichtun- gen der Firma C.G.G. entwendet und massive Sachbeschä- digungen ausgeübt. Durch diese Aktionen entstand ein Sachschaden von mindestens 20 000 bis 30 000 Franken. Im Zusammenhang mit diesen Vorkommnissen wurden von der zuständigen Kantonspolizei mehrere Personen über- prüft und einige davon in Untersuchungshaft gesetzt. Im Anschluss an diese Ereignisse erteilte die NAGRA einer pri- vaten Überwachungsgesellschaft den Auftrag, die Messein- richtungen zu überwachen und Beschädigungen zu melden, wobei unbekannte Personen, die sich an den Messeinrich- tungen zu schaffen machten, über Funk der Polizei gemel- det werden sollten.

Beantwortung der Fragen:

  1. Im Rahmen der seismischen Messungen über eine Distanz von rund 200 Kilometern wurden über 600 Grund- besitzer begrüsst, welche die Einwilligung zum Betreten ihrer Grundstücke gaben. Die grosse Zahl der zu führenden Verhandlungen, die sich aus technischen Gründen nur kurz- fristig ansetzen liessen, kann dazu geführt haben, dass in Einzelfällen ein Grundstück benutzt wurde, ohne dass die ausdrückliche Bewilligung des Grundbesitzers vorlag. Der Interpellant bezieht sich bei seiner Frage offenbar auf zwei konkrete Fälle. Nach Auskunft der durch die Schweize- rische Geophysikalische Kommission mit dem Einholen der Bewilligungen beauftragten Spezialfirma war in beiden Fäl-

len der Grundbesitzer nicht erreichbar. Im einen Fall wur- den die Angehörigen des Besitzers orientiert, mit der Bitte, dieser wolle sich doch bei der beauftragten Firma melden, was jedoch unterblieb. Im anderen Fall konnte der Besitzer eines Grundstückes nicht vorgängig orientiert werden, da er bis nach Messbeginn abwesend war. Der betreffende Besitzer erklärte sich aber nachträglich mit der Benutzung seines Grundstückes durch die C.G.G. einverstanden.

  1. Bundesstellen, die sich mit Arbeiten zur nuklearen Ent- sorgung befassen, hatten Kenntnis, dass die NAGRA nach den in der Einleitung erwähnten Vorfällen eine private Be- wachungsfirma mit der Überwachung der Messeinrichtun- gen der C.G.G. beauftragte.

Die der Frage zugrunde liegenden Vorkommnisse werden unseres Wissens zurzeit durch die zuständigen kantonalen Stellen untersucht ..

  1. Nach Auskunft der NAGRA versuchte diese nie, durch Geldangebote Einsprecher zu veranlassen, eingereichte Einsprachen zurückzuziehen.

Im Rahmen von Einigungsverhandlungen zu Einsprachen gegen die Erteilung der Gemeindebewilligung in Hornussen und Kaisten erklärte sich die NAGRA jedoch bereit, für die den Einsprechern entstandenen Anwaltskosten aufzukom- men.

  1. Es ist selbstverständlich, dass sich die NAGRA an die gesetzlichen Vorschriften zu halten hat. Der Bundesrat bedauert jedoch, dass Handlungen vorgekommen sind, um die NAGRA selbst oder im Auftrag der NAGRA arbeitenden Firmen bei ihrer Tätigkeit zu behindern, so dass umfangrei- che Schutzmassnahmen für die betreffenden Arbeiten not- wendig werden. Daraus abzuleiten, der NAGRA seien die gegen sie gerichteten rechtswidrigen Aktionen anzulasten, ist nicht begründet.

Der Bundesrat erachtet es nicht als notwendig, bei der NAGRA im Sinne der Interpellation vorstellig zu werden.

Präsidentin: Der Interpellant erklärt sich von der Antwort nicht befriedigt.

82.356

Interpellation Cotti Direktübertragung von Parlamentsdebatten Retransmission des débats parlementaires à la télévision Ripresa televisiva dei dibattiti

Wortlaut der Interpellation vom 15. März 1982

Zum Experiment, Debatten des Nationalrates am Fernsehen zu übertragen, stellen wir dem Büro des Nationalrates fol- gende Fragen:

  1. Glaubt das Büro des Nationalrates, dass die gewählte Formel bei den Fernsehzuschauern auf Interesse gestos- sen ist? Oder sieht das Büro andere, fernsehgerechte und interessantere Lösungen?

Ist es sinnvoll, das Experiment fortzusetzen? Sollte es nicht vielmehr vorläufig eingestellt werden?

  1. Hat die Direktübertragung den Verlauf der Debatte irgendwie beeinflusst?

Texte de l'interpellation du 15 mars 1982

Je demande au Bureau de faire connaître son point de vue sur les questions suivantes, qui se réfèrent à la retransmis- sion des débats parlementaires par la télévision:

.

Interpellation Cotti

1468

N

8 octobre 1982

  1. Estime-t-il que la formule adoptée a éveillé l'intérêt des téléspectateurs? Peut-on envisager d'autres solutions plus appropriées et plus intéressantes sur le plan de la télévi- sion?

Est-il opportun de continuer l'expérience? Ne pense-t-on pas qu'il serait au contraire nécessaire de la différer provi- soirement?

  1. La retransmission à la télévision a-t-elle influé en quel- que manière que ce soit sur le cours des débats?

Testo della interpellazione del 15 marzo 1982

Si chiede all'Ufficio Presidenziale (Büro) di far conoscere il suo punto di vista sulle seguenti domande relative all'espe- rimento di ripresa televisiva dei dibattiti del Consiglio Nazio- nale:

  1. Ritiene l'Ufficio Presidenziale che la formula adottata ha suscitato interesse nei telespettatori? Si possono prospet- tare invece altre soluzioni televisivamente più appropriate e interessanti?

E opportuno continuare l'esperimento? Non si ritiene per contro necessario sospenderlo provvisoriamente?

  1. La ripresa televisiva diretta ha inciso in qualche modo sull'andamento del dibattito?

Mitunterzeichner - Cosignataires - Cofirmatari: Auer, Bar- chi, Biderbost, Blunschy, Bonnard, Hunziker, Muheim, Ogi, Pedrazzini (9)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit - Moti- vazione scritta

La trasmissione televisiva in diretta, voluta a titolo speri- mentale, di un dibattito al Nazionale, della durata di otto ore, ha suscitato interesse ma anche molte critiche e perples- sità. Di sicuro il numero degli interventi a titolo personale è considerevolmente alto rispetto ad altri dibattiti e proprio, ritengo, a motivo della presenza delle telecamere in aula. Non pare a molti che la mole degli interventi abbia contri- buito alla chiarezza e alla linearità del dibattito, alla prolissità invece certamente si: oltre 40 interventi sull'entrata in mate- ria. Erano questi interventi tutti necessari, opportuni, utili nell'ottica della tecnica e della dialettica parlamentare?

Per quanto ha tratto invece al volto del Parlamento verso i cittadini e anche all'opportunità di parlare ai cittadini dalla tribuna parlamentare e in forma diretta, quali sono i risultati ottenuti? Mi sembra che la presentazione televisiva non ha tenuto conto delle particolarità di procedura e delle abitu- dini parlamentari svizzere. Nel nostro Parlamento non vi è un vero dibattito in senso stretto, come risulterebbe invece da repliche immediate. Da noi gli interventi personali - in tedesco si chiamano «Voten», quanto dire desideri, espres- sioni di volontà, aspirazioni - talvolta restano a mezz'aria, raccolti nella migliore ipotesi dal Presidente della Commis- sione o dal relatore dell'altra lingua nell'intervento conclu- sivo oppure, con maggior frequenza invero, dal Consigliere federale. Le repliche poi avvengono soltanto molto rara- mente. Ciò vale soprattutto per il dibattito sull'entrata in materia. Quello appunto scelto per la trasmissione diretta, mentre invece nella discussione di dettaglio si registra fre- quentemente più vivacità. Non va scordato altresì che l'aspetto dibattimentale nel confronto e raffronto diretto di opinioni è attutito dalle diversità linguistiche.

Sembra al sottoscritto importante e necessario rendere i lavori parlamentari accessibili a coloro che nutrono inte- resse particolare alle vicende politiche e per costoro la tras-

· missione può avere avuto un significato. Ma non è meno importante suscitare maggiore interesse, rivolgendosi soprattutto al cittadino che è meno propenso a seguire i fatti politici del nostro Paese; si pensi all'alta percentuale di cittadini che si astengono troppo sovente dalle votazioni. Per raggiungerli occorre presentare le cose in modo allet- tante, perlomeno leggibile. Infatti fra costoro pochi sono disponibili davanti al televisore per otto ore, per due lunghe mattinate, nella pressoché inutile fatica di individuare la sostanza dei problemi. È azzardato affermare che da que- sto profilo l'esperimento non ha raggiunto il suo scopo?

Schriftliche Stellungnahme des Büros Rapport écrit du Bureau

Risposta scritta dell'Ufficio presidenziale

L'on. Cotti approva la finalità della teletrasmissione diretta dei dibattiti parlamentari, e quest'approvazione traspare dalla motivazione stessa della sua interrogazione: anch'egli ritiene infatti importante e necessario rendere i lavori parla- mentari accessibili non solo a chi s'interessi specificamente di politica, bensì ad una cerchia più ampia di cittadini. Quel che l'interrogante critica è il mezzo scelto per raggiungere tale scopo.

Già lo scorso autunno gli Uffici presidenziali dei due Consi- gli avevano pensato alle obiezioni formulate ora dall'on. Cotti (particolarità della nostra procedura, carenza d'imme- diato dialogo, diversità linguistica, aumento telecondizio- nato degli oratori, ecc.) ma avevano nondimeno concluso che l'esperimento delle trasmissioni in diretta andasse comunque tentato.

Chiusa, all'inizio del 1983, la fase sperimentale, bisognerà decidere se mantenere definitivamente le trasmissioni in diretta o se passare invece ad altre forme, più circostan- ziate, di diffusione dei dibattiti. Ai fini di tale decisione, si terrà conto dei sondaggi esperiti dalla SSR. In questo qua- dro, l'Ufficio presidenziale risponde come segue all'interro- gante:

  1. L'inchiesta circa la trasmissione del dibattito d'entrata in materia sulla protezione ecologica mostra che l'interesse suscitato e l'indice d'ascolto sono incoraggianti; l'indice in particolare (5 per cento del pubblico, vale a dire circa 230 000 telespettatori) può essere visto come un segno di successo, ove si consideri che, sulla totalità dei telespetta- tori virtuali, solo il 17 per cento avevano la possibilità effet- tiva di seguire l'emissione e, tra essi, solo il 18 per cento s'interessano di politica. Ovviamente le cifre vanno utilizzate con particolare prudenza e senza dimenticare che una notevole proprozione di telespettatori ha seguito la trasmis- sione solo in parte. La stampa, dal canto suo, nei commenti a questa trasmissione, ha rilevato che le critiche non colpi- vano il principio stesso, bensì la scelta del tema: un lungo dibattito d'entrata in materia, nel quale le opposizioni e le divergenze emergono proprio solo su punti di dettaglio, risulta invero assai noioso, benchè la protezione ecologica in sè appassioni la grande maggioranza dei cittadini. Ma già sono allo studio forme di emissione più telegeniche ed invi- tanti, e la trasmissione in diretta, nella sessione estiva, del dibattito in Consiglio degli Stati circa le tasse sul traffico stradale darà, a tal fine, indicazioni supplementari. Com- munque l'Ufficio presidenziale si attiene, per ora, al princi- pio della trasmissione in diretta e ritiene che l'experienza, decisa per la durata di quattro sessioni, deve essere com- piutamente attuata.

  2. Prescindendo dall'aumento dei deputati iscritti a parlare, nonchè dalla più accurata preparazione degli interventi, seppure a scapito della spontaneità, non si può affermare che lo svolgimento dell dibattito sia risultato influenzato dalla sua teletrasmissione.

Präsidentin: Der Interpellant erklärt sich von der Antwort teilweise befriedigt.

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1982

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Anno

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IV

Volume

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Session

Herbstsession

Session

Session d'automne

Sessione

Sessione autunnale

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

15

Séance

Seduta

Geschäftsnummer

82.356

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 08.10.1982 - 08:00

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Data

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Mots-clés

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