Verwaltungsbehörden 08.10.1982 82.395
20010856Vpb8 oct. 1982Ouvrir la source →
N 8 octobre 1982
1466
Interpellation Euler
partir du 1er octobre 1982. Il satisfait ainsi pour une large part une proposition de la Société suisse de radiodiffusion et de télévision (SSR). A partir d'octobre, l'auditeur de la radio devra payer 87 fr. 30 par an au lieu de 69 fr. et le télé- spectateur 174 fr. 60 au lieu de 138 fr.
Il est vrai que ces taxes n'ont été majorées qu'une seule fois de 15 pour cent depuis 1973, à savoir le 1er octobre 1979; mais la présente augmentation n'en est pas moins très considérable. Les personnes âgées n'ayant qu'un fai- ble revenu surtout auront ainsi de sérieuses difficultés. La radio et la télévision sont non seulement le principal moyen d'information de ces personnes, mais aussi un facteur social important. La brusque majoration de 26,5 pour cent est d'autant plus sensible pour ces gens que la compensa- tion annuelle du renchérissement opérée sur les rentes de l'AVS et de l'Al n'est nullement intégrale, comme chacun sait. Prenant en considération le fait que le Conseil fédéral ne compte de toute manière pas revenir sur sa décision de relever les taxes de la radio et de la télévision, le groupe PdT/PSA/POCH pose les questions suivantes:
Le Conseil fédéral a-t-il conscience des difficultés finan- cières que cette majoration occasionnera notamment aux rentiers AVS/Al qui ne touchent que la rente minimale et ne disposent pas de fortune personnelle?
Est-il prêt à exempter ces personnes de la majoration prévue ou de verser des subventions à cet effet?
Estime-t-il possible de procéder cet automne à une aug- mentation des rentes afin de compenser cette majoration?
Sprecherin - Porte-parole: Mascarin
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral
Am 2. Juni 1982 hat der Bundesrat beschlossen, die Kon- zessionsgebühren für Radio und Fernsehen auf den 1. Oktober 1982 um 26,5 Prozent zu erhöhen. Der Antrag der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) wurde um 3 Prozent unterschritten. Im weiteren hat der Bundesrat die beantragte automatische Anpassung der Gebühren an den Index der Konsumentenpreise aus grund- sätzlichen Überlegungen abgelehnt. Gesamthaft stehen der SRG bis Ende 1984 rund 14 Millionen Franken weniger zur Verfügung als sie beantragt hatte.
Zu den einzelnen Fragen nimmt der Bundesrat wie folgt Stellung:
und 2. Der Bundesrat ist sich bewusst, dass AHV-/IV- Rentner mit Kleinstrenten von der herrschenden Teuerung am stärksten betroffen sind. In besonderen Fällen können indessen die Gebühren für Radio und Fernsehen erlassen werden. Dazu zählen gemäss Verordnung des Eidgenössi- schen Verkehrs- und Energiewirtschaftsdepartementes vom 11. Dezember 1973 unter anderem Invalide und Perso- nen über 65 Jahre mit geringem Einkommen und Vermö- gen. Sie werden auf Gesuch hin von der Bezahlung der Behandlungs-, Regal- und Kontrollgebühren befreit. Die PTT-Betriebe haben ein entsprechendes Merkblatt erarbei- tet, in dem sämtliche für die Gesuchsteller wichtigen Anga- ben enthalten sind.
Die Anpassung der AHV-/IV-Renten an die Lohn- und Preisentwicklung ist im Bundesgesetz über die AHV (Art. 33ter) verbindlich geregelt. Danach findet eine Renten- anpassung normalerweise alle zwei Jahre, das nächste Mal also auf 1. Januar 1984 statt. Der Bundesrat kann eine Anpassung auf den Beginn des nächstfolgenden Jahres nur dann anordnen, wenn der Landesindex der Konsumenten- preise innerhalb eines Jahres um mehr als 8 Prozent ange- stiegen ist, wobei er seinen Beschluss aus technischen Gründen schon im Juni des Vorjahres fassen muss.
Die Jahresteuerung betrug Ende Mai 1982 5,9 Prozent. Wird für die restlichen Monate des Jahres 1982 eine ebensolche
Teuerung angenommen, so ergibt das eine Jahresteuerung von 6,3 Prozent. Da das Rentenniveau zu Beginn des Jah- res 1982 im Vergleich zur Preisentwicklung einen Rück- stand von 0,9 Prozent aufwies, beträgt die Gesamtdifferenz 7,2 Prozent. Die Voraussetzungen für eine Rentenanpas- sung auf den 1. Januar 1983 sind somit nicht erfüllt. Das AHV-Gesetz erlaubt auch nicht die Ausrichtung einer Herbstzulage oder einer doppelten Rente.
Präsidentin: Die Interpellanten erklären sich von der Ant- wort nicht befriedigt.
82.395 Interpellation Euler Vorgehen der NAGRA im Fricktal Forages dans le Fricktal. Pratiques de la CEDRA
Wortlaut der Interpellation vom 9. Juni 1982
Die Nationale Gesellschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (NAGRA) führt zurzeit reflexionsseismische Mes- sungen - ausgeführt durch eine französische Firma - unter anderem in den für hochaktive Abfälle vorgesehenen Bohr- gemeinden im Fricktal, Kaisten und Hornussen durch. Laut Pressemeldungen und gemäss direkten Informationen und Beweisunterlagen soll die NAGRA in den erwähnten Orten recht merkwürdige Praktiken anwenden, die nicht zuletzt leider zu Sachbeschädigungen durch Unbesonnene führ- ten.
Ich stelle dem Bundesrat folgende Fragen:
Ist dem Bundesrat bekannt, dass die NAGRA, an der der Bund beteiligt ist, in mindestens zwei Fällen die betroffenen Landbesitzer nicht gehörig orientiert und ohne ausdrückli- che Einwilligung der Besitzer auf deren Land Messinstru- mente zur Nachtzeit installiert hat?
Hat der Bundesrat davon Kenntnis, dass die NAGRA eine private Bewachungsfirma im Einsatz hat, deren Ange- stellte die betroffenen Bürger überwachen und sich sogar Polizeifunktionen anmassen, die Gegenstand von Anzeigen sind?
Was hält der Bundesrat vom Vorgehen der NAGRA, den Einsprechern gegen die Probebohrungen in den erwähnten Gemeinden - die von ihrem demokratischen und gesetzli- chen Recht Gebrauch gemacht haben - Geldbeträge anzu- bieten, wenn sie die Einsprachen zurückziehen würden?
Ist der Bundesrat bereit, bei der NAGRA vorstellig zu werden, damit derartige Praktiken unterbunden und die Rechte der betroffenen Bürger vollumfänglich gewahrt blei- ben?
Texte de l'interpellation du 9 juin 1982
La Société coopérative nationale pour l'entreposage des déchets radioactifs (CEDRA) effectue actuellement des mesures par sismiqueréflexion - exécutées par une entre- prise française - notamment dans les communes du Frick- tal, Kaisten et Hornussen, où il a été prévu de faire des forages en vue de stocker des déchets hautement radioac- tifs. Selon des articles de presse ainsi que des informations et des preuves recueillies sur place, il semble que la CEDRA se livre à des pratiques pour le moins curieuses dans les localités mentionnées; il faut même signaler que des dommages à la propriété ont été causés par des agis- sements inconsidérés.
Je prie le Conseil fédéral de répondre aux questions sui- vantes:
Le gouvernement a-t-il eu conaissance du fait que, dans deux cas au moins, la CEDRA, à laquelle la Confédération
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Interpellation Cotti
participe, n'a pas informé convenablement les propriétaires fonciers concernés et a installé, de nuit et sans le consen- tement exprès des propriétaires, des instruments de mesure sur leurs terres?
Le Conseil fédéral est-il informé du fait que la CEDRA recourt aux services d'une entreprise privée de surveil- lance, dont les employés suivent les faits et gestes des citoyens concernés et s'attribuent même des fonctions policières, agissements qui ont fait l'objet de dénoncia- tions?
Que pense le Conseil fédéral des pratiques de la CEDRA qui a proposé de l'argent aux citoyens ayant formé opposi- tion contre les forages d'essai dans leur commune - faisant ainsi usage de leur droit légal et démocratique - pour qu'ils renoncent à faire opposition?
Le Conseil fédéral est-il disposé à adresser un avertisse- ment à la CEDRA afin de faire cesser ce telles pratiques et de garantir pleinement les droits des citoyens concernés?
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral
Die Schweizerische Geophysikalische Kommission (SGK), die mit der Durchführung der geophysikalischen Landesun- tersuchung beauftragt ist, beabsichtigte im Frühjahr 1981 mit den Arbeiten zu einer detaillierten geophysikalischen Karte der Schweiz zu beginnen. Ungefähr im gleichen Gebiet wie die SGK wollte auch die NAGRA geophysikali- sche Aufnahmen durchführen. Um Doppelspurigkeiten von sich zum Teil überlagernden Arbeiten zu vermeiden, wurde beschlossen, die geplanten Untersuchungen zu koordinie- ren, wobei die Arbeiten der SGK durch die NAGRA finan- ziell unterstützt werden sollten. Die üblicherweise vom Bund finanzierten Forschungsarbeiten der SGK sind von nationalem Interesse, und die Resultate werden veröffent- licht. Der Bundesrat stellte fest, dass die vorgesehenen Arbeiten nicht der Bewilligungspflicht für vorbereitende Handlungen unterstehen.
Im Rahmen der Zusammenarbeit SGK/NAGRA wurde im Frühjahr 1982 durch die französische Firma C.G.G. (Compa- nie Générale de Géophysique, Massy) in den Kantonen Zürich und Aargau kombinierte seismische Refraktions- und Reflexionsmessungen durchgeführt. Die Messungen dauerten von Februar bis Mai 1982. Nachdem der grösste Teil der Arbeiten problemlos durchgeführt war, wurden Anfang Mai im Raum Laufenburg-Kaisten Messeinrichtun- gen der Firma C.G.G. entwendet und massive Sachbeschä- digungen ausgeübt. Durch diese Aktionen entstand ein Sachschaden von mindestens 20 000 bis 30 000 Franken. Im Zusammenhang mit diesen Vorkommnissen wurden von der zuständigen Kantonspolizei mehrere Personen über- prüft und einige davon in Untersuchungshaft gesetzt. Im Anschluss an diese Ereignisse erteilte die NAGRA einer pri- vaten Überwachungsgesellschaft den Auftrag, die Messein- richtungen zu überwachen und Beschädigungen zu melden, wobei unbekannte Personen, die sich an den Messeinrich- tungen zu schaffen machten, über Funk der Polizei gemel- det werden sollten.
Beantwortung der Fragen:
len der Grundbesitzer nicht erreichbar. Im einen Fall wur- den die Angehörigen des Besitzers orientiert, mit der Bitte, dieser wolle sich doch bei der beauftragten Firma melden, was jedoch unterblieb. Im anderen Fall konnte der Besitzer eines Grundstückes nicht vorgängig orientiert werden, da er bis nach Messbeginn abwesend war. Der betreffende Besitzer erklärte sich aber nachträglich mit der Benutzung seines Grundstückes durch die C.G.G. einverstanden.
Die der Frage zugrunde liegenden Vorkommnisse werden unseres Wissens zurzeit durch die zuständigen kantonalen Stellen untersucht ..
Im Rahmen von Einigungsverhandlungen zu Einsprachen gegen die Erteilung der Gemeindebewilligung in Hornussen und Kaisten erklärte sich die NAGRA jedoch bereit, für die den Einsprechern entstandenen Anwaltskosten aufzukom- men.
Der Bundesrat erachtet es nicht als notwendig, bei der NAGRA im Sinne der Interpellation vorstellig zu werden.
Präsidentin: Der Interpellant erklärt sich von der Antwort nicht befriedigt.
82.356
Interpellation Cotti Direktübertragung von Parlamentsdebatten Retransmission des débats parlementaires à la télévision Ripresa televisiva dei dibattiti
Wortlaut der Interpellation vom 15. März 1982
Zum Experiment, Debatten des Nationalrates am Fernsehen zu übertragen, stellen wir dem Büro des Nationalrates fol- gende Fragen:
Ist es sinnvoll, das Experiment fortzusetzen? Sollte es nicht vielmehr vorläufig eingestellt werden?
Texte de l'interpellation du 15 mars 1982
Je demande au Bureau de faire connaître son point de vue sur les questions suivantes, qui se réfèrent à la retransmis- sion des débats parlementaires par la télévision:
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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Euler Vorgehen der NAGRA im Fricktal Interpellation Euler Forages dans le Fricktal. Pratiques de la CEDRA
In
Dans
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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1982
Année
Anno
Band
IV
Volume
Volume
Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 82.395
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
08.10.1982 - 08:00
Date
Data
Seite
1466-1467
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Pagina
Ref. No
20 010 856
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