Verwaltungsbehörden 08.10.1982 82.392
20010855Vpb8 oct. 1982Ouvrir la source →
Interpellation der Fraktion PdA/PSA/POCH
1465
Lors de la fixation des tarifs, le Conseil fédéral doit, en outre, tenir compte des besoins économiques, sociaux et culturels; c'est pourquoi je lui pose les questions sui- vantes:
Est-il prêt à examiner si l'arrêté sur le rapprochement tarifaire peut être étendu au transport des voitures?
Lors de la fixation des tarifs, quelles sont les possibilités, comme pour le transport des voyageurs, d'accorder des rabais aux personnes de la région et éventuellement aux autres Suisses?
Est-il prêt à interpréter la loi sur les chemins de fer de manière plus extensive et à la modifier et même, compte tenu des conditions spéciales - transport de voitures au Lötschberg et à la Furka - à procurer des moyens finan- ciers tirés des caisses de la Confédération ou des CFF, en vue d'indemniser les prestations de service public non ren- tables?
Est-il prêt, lorsque le nouveau contrat d'entreprise des CFF entrera en vigueur, à ordonner immédiatement des réductions de tarif pour le transport des voitures?
Voit-il le moyen, d'après les résultats de la procédure de consultation et en appliquant ou en révisant la nouvelle loi sur les transports, de créer la base juridique qui permettra d'accorder des tarifs réduits pour le transport des voitures?
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral
Gemäss Artikel 49 des Eisenbahngesetzes vom 20. Dezem- ber 1957 entschädigt der Bund die schweizerischen Bahn- unternehmungen des allgemeinen Verkehrs für die finanziel- len Nachteile aus den ihnen auferlegten gemeinwirtschaftli- chen Leistungen und unternehmungsfremden Lasten. Die Entschädigung wird entrichtet aufgrund des Berufs- und Schülerverkehrs, des Verkehrsmarktes und der Verkehrs- weginvestitionen. Der Tarifannäherungsbeschluss vom 5. Juni 1959 bezweckt demgegenüber die Annäherung stark überhöhter Tarife konzessionierter Bahnunternehmungen an jene der Schweizerischen Bundesbahnen. Durch den Abbau der unterschiedlichen preislichen Belastungen von Benützern öffentlicher Verkehrsmittel soll die wirtschaftli- che Entwicklung geographisch oder aus anderen Gründen benachteiligter Landesgegenden gefördert werden.
Der Bundesrat beantwortet die gestellten Fragen wie folgt:
Die Tarifannäherung wird bei Autotransporten schon heute angewendet. Am Lötschberg belaufen sich die Preis- reduktionen je nach Fahrzeugkategorie und Beförderungs- strecke für Transporte zwischen Kandersteg und Goppen- stein auf Fr. 3.35 für Personenwagen bzw. Fr. 85.50 für Last- wagen mit einem Gesamtgewicht von 19 Tonnen und mehr. Bei den Lastwagen beträgt die Verbilligung zwischen 30 und 35 Prozent, bei den Personenwagen etwa 12 Prozent. 2. Unterschiedliche Verladepreise für einheimische und übrige Autoverlader bestehen nicht. Es wäre schwierig, einen Einheimischenkreis so abzugrenzen, dass keine Missbräuche oder Ungerechtigkeiten entstehen. Hingegen werden Abonnemente für 6, 12 oder 24 Transporte inner- halb eines Jahres mit einer Ermässigung von 20, 25 und 30 Prozent ausgegeben. Diese Abonnemente sind speziell auf die Bedürfnisse von Verladekreisen mit häufigen Autotrans- porten zugeschnitten.
Der Autoverlad am Lötschberg ist für die BLS kosten- deckend und fällt nicht unter Leistungen, für die Anspruch auf eine Abgeltung im Sinne des Eisenbahngesetzes besteht. Eine weitergehende Verbilligung der Beförde- rungspreise für Autotransporte mit Mitteln des Bundes oder der SBB hat der Bundesrat bisher abgelehnt, da es sich dabei um eine typische Giesskannen-Subvention han- deln würde, die für sich genommen nicht sinnvoll ist, es sei denn, sie erwiese sich als wirtschaftliche Alternative zum
Bau eines Strassentunnels. Der Nationalrat hat aber in der Beratung der Verfassungsvorlage über die Neuregelung bei den Treibstoffzöllen beschlossen, dass aus Treibstoffzoll- erträgen Beiträge an diese Transporte ausgerichtet werden können und damit offensichtlich ausgedrückt, dass eine weitere Verbilligung wünschbar wäre. Der Bundesrat wird daher - anders lautende Beschlüsse des Ständerates vor- behalten - zu prüfen haben, inwieweit eine Anpassung der Gesetzgebung vorgenommen werden muss.
Der Leistungsauftrag 1982 an die SBB sieht keine Tarif- vergünstigungen für Autotransporte vor. Darunter würden zurzeit ohnehin nur Transporte durch den Simplontunnel fallen.
Das neue Transportgesetz bezweckt unter anderem, den Transportunternehmungen ein vermehrtes kaufmännisches Handeln zu ermöglichen. Allfällige von Bund, Kantonen oder Gemeinden verlangte Tariferleichterungen sind von der betreffenden Körperschaft abzugelten.
Präsidentin: Der Interpellant erklärt sich von der Antwort teilweise befriedigt.
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Interpellation der Fraktion PdA/PSA/POCH Radio und Fernsehen. Gebührenerhöhung Interpellation du groupe PdT/PSA/POCH Radio et TV. Relèvement de la taxe
Wortlaut der Interpellation vom 8. Juni 1982
Der Bundesrat hat im Einverständnis aller Bundesratspar- teien beschlossen, die Konzessionsgebühren ·von Radio und Fernsehen auf den 1. Oktober 1982 um 26,5 Prozent zu erhöhen. Er folgt damit weitgehend einem Antrag der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft SRG. Ab Oktober dieses Jahres muss der Radiohörer statt 69 neu Fr. 87.30 im Jahr, der Fernsehbenützer statt 138 neu Fr. 174.60 im Jahr bezahlen.
Auch wenn die Gebühren seit 1973 nur einmal, auf den 1. Oktober 1979 um 15 Prozent, erhöht worden sind, han- delt es sich bei der jetzt vorgenommenen Gebührenerhö- hung um einen massiven Aufschlag. Vor allem Betagte mit kleinen Einkommen werden dadurch vor ein ernstes Pro- blem gestellt. Fernsehen und Radio sind für diesen Perso- nenkreis nicht nur Hauptinformationsträger, sondern auch wichtiges soziales Element. Der abrupte Preisaufschlag von 26,5 Prozent bringt diese Menschen auch deswegen in Schwierigkeiten, da bekanntlich auf den AHV- und IV-Ren- ten keineswegs ein voller jährlicher Teuerungsausgleich stattfindet. Davon ausgehend, dass der Bundesrat ja ohne- hin nicht generell auf den Preiserhöhungsbeschluss zurück- kommen will, stellt die Fraktion PdA/PSA/POCH folgende Fragen:
Sieht der Bundesrat die finanziellen Schwierigkeiten, die insbesondere AHV-/IV-Rentnern mit Kleinstrenten und ohne Vermögen durch die Gebührenerhöhung erwachsen? 2. Ist er bereit, für diese Personen die Gebührenerhöhung zu erlassen bzw. in geeigneter Form zu subventionieren?
Sieht er allenfalls die Möglichkeit eines Herbstzuschla- ges auf den Renten, um diese Gebührenerhöhung aufzufan- gen?
Texte de l'interpellation du 8 juin 1982
Le Conseil fédéral a décidé, avec l'accord de tous les partis gouvernementaux, de majorer les taxes des concessions de la radio et de la télévision de 26,5 pour cent, avec effet à
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N 8 octobre 1982
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Interpellation Euler
partir du 1er octobre 1982. Il satisfait ainsi pour une large part une proposition de la Société suisse de radiodiffusion et de télévision (SSR). A partir d'octobre, l'auditeur de la radio devra payer 87 fr. 30 par an au lieu de 69 fr. et le télé- spectateur 174 fr. 60 au lieu de 138 fr.
Il est vrai que ces taxes n'ont été majorées qu'une seule fois de 15 pour cent depuis 1973, à savoir le 1er octobre 1979; mais la présente augmentation n'en est pas moins très considérable. Les personnes âgées n'ayant qu'un fai- ble revenu surtout auront ainsi de sérieuses difficultés. La radio et la télévision sont non seulement le principal moyen d'information de ces personnes, mais aussi un facteur social important. La brusque majoration de 26,5 pour cent est d'autant plus sensible pour ces gens que la compensa- tion annuelle du renchérissement opérée sur les rentes de l'AVS et de l'Al n'est nullement intégrale, comme chacun sait. Prenant en considération le fait que le Conseil fédéral ne compte de toute manière pas revenir sur sa décision de relever les taxes de la radio et de la télévision, le groupe PdT/PSA/POCH pose les questions suivantes:
Le Conseil fédéral a-t-il conscience des difficultés finan- cières que cette majoration occasionnera notamment aux rentiers AVS/Al qui ne touchent que la rente minimale et ne disposent pas de fortune personnelle?
Est-il prêt à exempter ces personnes de la majoration prévue ou de verser des subventions à cet effet?
Estime-t-il possible de procéder cet automne à une aug- mentation des rentes afin de compenser cette majoration?
Sprecherin - Porte-parole: Mascarin
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral
Am 2. Juni 1982 hat der Bundesrat beschlossen, die Kon- zessionsgebühren für Radio und Fernsehen auf den 1. Oktober 1982 um 26,5 Prozent zu erhöhen. Der Antrag der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) wurde um 3 Prozent unterschritten. Im weiteren hat der Bundesrat die beantragte automatische Anpassung der Gebühren an den Index der Konsumentenpreise aus grund- sätzlichen Überlegungen abgelehnt. Gesamthaft stehen der SRG bis Ende 1984 rund 14 Millionen Franken weniger zur Verfügung als sie beantragt hatte.
Zu den einzelnen Fragen nimmt der Bundesrat wie folgt Stellung:
und 2. Der Bundesrat ist sich bewusst, dass AHV-/IV- Rentner mit Kleinstrenten von der herrschenden Teuerung am stärksten betroffen sind. In besonderen Fällen können indessen die Gebühren für Radio und Fernsehen erlassen werden. Dazu zählen gemäss Verordnung des Eidgenössi- schen Verkehrs- und Energiewirtschaftsdepartementes vom 11. Dezember 1973 unter anderem Invalide und Perso- nen über 65 Jahre mit geringem Einkommen und Vermö- gen. Sie werden auf Gesuch hin von der Bezahlung der Behandlungs-, Regal- und Kontrollgebühren befreit. Die PTT-Betriebe haben ein entsprechendes Merkblatt erarbei- tet, in dem sämtliche für die Gesuchsteller wichtigen Anga- ben enthalten sind.
Die Anpassung der AHV-/IV-Renten an die Lohn- und Preisentwicklung ist im Bundesgesetz über die AHV (Art. 33ter) verbindlich geregelt. Danach findet eine Renten- anpassung normalerweise alle zwei Jahre, das nächste Mal also auf 1. Januar 1984 statt. Der Bundesrat kann eine Anpassung auf den Beginn des nächstfolgenden Jahres nur dann anordnen, wenn der Landesindex der Konsumenten- preise innerhalb eines Jahres um mehr als 8 Prozent ange- stiegen ist, wobei er seinen Beschluss aus technischen Gründen schon im Juni des Vorjahres fassen muss.
Die Jahresteuerung betrug Ende Mai 1982 5,9 Prozent. Wird für die restlichen Monate des Jahres 1982 eine ebensolche
Teuerung angenommen, so ergibt das eine Jahresteuerung von 6,3 Prozent. Da das Rentenniveau zu Beginn des Jah- res 1982 im Vergleich zur Preisentwicklung einen Rück- stand von 0,9 Prozent aufwies, beträgt die Gesamtdifferenz 7,2 Prozent. Die Voraussetzungen für eine Rentenanpas- sung auf den 1. Januar 1983 sind somit nicht erfüllt. Das AHV-Gesetz erlaubt auch nicht die Ausrichtung einer Herbstzulage oder einer doppelten Rente.
Präsidentin: Die Interpellanten erklären sich von der Ant- wort nicht befriedigt.
82.395 Interpellation Euler Vorgehen der NAGRA im Fricktal Forages dans le Fricktal. Pratiques de la CEDRA
Wortlaut der Interpellation vom 9. Juni 1982
Die Nationale Gesellschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (NAGRA) führt zurzeit reflexionsseismische Mes- sungen - ausgeführt durch eine französische Firma - unter anderem in den für hochaktive Abfälle vorgesehenen Bohr- gemeinden im Fricktal, Kaisten und Hornussen durch. Laut Pressemeldungen und gemäss direkten Informationen und Beweisunterlagen soll die NAGRA in den erwähnten Orten recht merkwürdige Praktiken anwenden, die nicht zuletzt leider zu Sachbeschädigungen durch Unbesonnene führ- ten.
Ich stelle dem Bundesrat folgende Fragen:
Ist dem Bundesrat bekannt, dass die NAGRA, an der der Bund beteiligt ist, in mindestens zwei Fällen die betroffenen Landbesitzer nicht gehörig orientiert und ohne ausdrückli- che Einwilligung der Besitzer auf deren Land Messinstru- mente zur Nachtzeit installiert hat?
Hat der Bundesrat davon Kenntnis, dass die NAGRA eine private Bewachungsfirma im Einsatz hat, deren Ange- stellte die betroffenen Bürger überwachen und sich sogar Polizeifunktionen anmassen, die Gegenstand von Anzeigen sind?
Was hält der Bundesrat vom Vorgehen der NAGRA, den Einsprechern gegen die Probebohrungen in den erwähnten Gemeinden - die von ihrem demokratischen und gesetzli- chen Recht Gebrauch gemacht haben - Geldbeträge anzu- bieten, wenn sie die Einsprachen zurückziehen würden?
Ist der Bundesrat bereit, bei der NAGRA vorstellig zu werden, damit derartige Praktiken unterbunden und die Rechte der betroffenen Bürger vollumfänglich gewahrt blei- ben?
Texte de l'interpellation du 9 juin 1982
La Société coopérative nationale pour l'entreposage des déchets radioactifs (CEDRA) effectue actuellement des mesures par sismiqueréflexion - exécutées par une entre- prise française - notamment dans les communes du Frick- tal, Kaisten et Hornussen, où il a été prévu de faire des forages en vue de stocker des déchets hautement radioac- tifs. Selon des articles de presse ainsi que des informations et des preuves recueillies sur place, il semble que la CEDRA se livre à des pratiques pour le moins curieuses dans les localités mentionnées; il faut même signaler que des dommages à la propriété ont été causés par des agis- sements inconsidérés.
Je prie le Conseil fédéral de répondre aux questions sui- vantes:
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation der Fraktion PdA/PSA/POCH Radio und Fernsehen. Gebührenerhöhung Interpellation du groupe PdT/PSA/POCH Radio et TV. Relèvement de la taxe
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Herbstsession
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Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
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Seduta
Geschäftsnummer 82.392
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Datum 08.10.1982 - 08:00
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