Motion Bühler-Tschappina
964
N
25 juin 1982
millions de francs par année. En comparaison, l'agrandisse- ment des fabriques en place entraînerait un solde global de frais fixes évalué à 4 millions. En outre, la construction d'une 3e sucrerie représenterait une charge de 23 à 27 mil- lions de francs en frais fixes supplémentaires pour le fonds de compensation, en comparaison avec l'agrandissement des sucreries d'Aarberg et de Frauenfeld.
Nous avons également évoqué l'installation d'une fabrique de jus concentrés dans le canton de Vaud (région de Cha- vornay). Elle permettrait en effet de réaliser une économie de 2 à 2,5 millions de francs en frais de transport. Néan- moins, une fabrique de ce genre, conçue de manière à pou- voir traiter 4000 tonnes par jour, impliquerait des investisse- ments se chiffrant à près de 145 millions de francs. L'amor- tissement et les intérêts annuels représenteraient environ 15 millions par an, auxquels vient s'ajouter un solde de frais fixes de 8 à 10 millions. Quant aux frais supplémentaires à charge du fonds de compensation du sucre, ils se chiffre- raient entre 15 et 20 millions.
La mise en valeur de jus concentrés devrait être assurée par la sucrerie d'Aarberg à laquelle ce travail supplémen- taire créerait des problèmes supplémentaires de personnel surtout. Par ailleurs, une fabrique de jus concentrés pose des problèmes presque identiques à ceux d'une sucrerie quant au recrutement du personnel, et la charge qu'elle représente pour l'environnement n'est pas moindre.
Pour des raisons relevant à la fois de la rentabilité et de l'économie nationale, seul un agrandissement des fabriques existantes se justifie pour une quantité annuelle de 1,32 mil- lion de tonnes de betteraves sucrières indigènes.
La Suisse tendant actuellement à se stabiliser au niveau démographique et les calculs prévisionnels établis pour le plan alimentaire (celui de 1975 et celui de 1980) ayant déter- miné que la consommation optimale annuelle de sucre en période d'approvisionnement difficile se situerait entre 18 et 20 kilos par personne (ce qui représente 130 000 à 140 000 tonnes de sucre raffiné), d'autres produits alimentaires (les pommes de terre p. ex.) ayant enfin une valeur nutritive supérieure, il n'est pas indiqué dans ces conditions d'aug- menter sans autre la production indigène de sucre. De plus, les prix pratiqués sur les marchés mondiaux sont bien plus bas que ne le suppose le motionnaire.
Le Conseil fédéral suit continuellement l'évolution à long terme de la production sucrière mondiale; si le besoin devait s'en faire sentir, il veillerait à ce que les installations de transformation des betteraves sucrières soient agran- dies en temps utile et en rapport avec la réglementation sucrière en vigueur. C'est dans ce sens que le Conseil fédéral est prêt à accepter la motion sous la forme d'un postulat.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
Déclaration écrite du Conseil fédéral
Le Conseil fédéral propose de transformer la motion en postulat.
Überwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
82.354 Motion Bühler-Tschappina Entschuldung der Landwirtschaft Désendettement de l'agriculture
Wortlaut der Motion vom 15. März 1982
Mit einem Verschuldungsgrad von 50 Prozent des Aktivka- pitals ist unsere Landwirtschaft - auch im Vergleich zu anderen europäischen Ländern - hoch verschuldet.
Ein 1947 in Kraft gesetztes Entschuldungsgesetz blieb praktisch wirkungslos und gelangte kaum zur Anwendung.
Ein langfristiger, wirkungsvoller, schrittweiser Abbau der Schulden kann über einen Ausbau der Investitionskredite erfolgen, indem diese noch vor einer Ausschöpfung des ordentlichen Kredites ohne Mehrsicherheit gewährt werden sollen.
Der Bundesrat wird deshalb beauftragt, das Bundesgesetz über Investitionskredite in dem Sinne auszubauen, dass künftig Investitionskredite vor der Ausschöpfung des ordentlichen Kredites ohne Mehrsicherheit zur Austragung gelangen können.
Texte de la motion du 15 mars 1982
Notre agriculture, dont l'endettement atteint 50 pour cent du capital actif, est très lourdement grevée - même si l'on compare sa situation à celle d'autres pays européens. La loi sur le désendettement de domaines agricoles qui est entrée en vigueur en 1947 est restée pour ainsi dire lettre morte. Un moyen efficace de réduire progressivement et à long terme l'endettement consisterait à étendre les condi- tions d'octroi de crédits d'investissements, c'est-à-dire à accorder ceux-ci sans attendre que les possibilités de recourir à des crédits normaux, sans garantie supplémen- taire, soient épuisées.
C'est pourquoi le Conseil fédéral est chargé de présenter aux Chambres un projet de révision de la loi fédérale sur les crédits d'investissements afin qu'à l'avenir ceux-ci puissent être sollicités avant que soient épuisées les possibilités de recourir à des crédits normaux, sans garantie supplémen- taire.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Akeret, Biderbost, Blo- cher, Dirren, Dürr, Fischer-Hägglingen, Geissbühler, Hari, Hösli, Jost, Jung, Linder, Martignoni, Massy, Merz, Müller- Scharnachtal, Nef, Nussbaumer, Ogi, Räz, Reichling, Roth, Rubi, Rutishauser, Schnider-Luzern, Schnyder-Bern (26)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Das 1947 geschaffene Gesetz für eine wirksame Entschul- dung der Landwirtschaft wurde in der Folge kaum ange- wendet, da die Abneigung von bäuerlicher Seite gegen die im Gesetz vorgesehenen Auflagen (wie z. B. der Schulden- ruf) sehr gross war. Das Gesetz blieb praktisch wirkungs- los.
Der Weg zu einer wirkungsvollen Entschuldung der Land- wirtschaft ist deshalb nicht über ein neues Gesetz zu suchen. Damit Betriebe entscheidend entlastet werden und Schulden getilgt anstatt Zinse bezahlt werden, müssen künftig vermehrt Investitionskredite zur Verfügung gestellt werden. Das Bundesgesetz über Investitionskredite und Betriebshilfe ist in dem Sinne auszubauen, dass Investi- tionskredite auch dann gewährt werden, wenn der ordentli- che Kredit noch nicht voll ausgeschöpft ist.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral
Der Motionär weist mit Recht auf den im Vergleich zu ande- ren europäischen Ländern hohen Verschuldungsgrad der schweizerischen Landwirtschaft hin. Es ist indessen nicht zu übersehen, dass bei der Berechnung der angegebenen 50 Prozent das Landgutskapital zu einem Buchhaltungswert zu den Aktiven gezählt wird, der weit unter dem Marktwert liegt. Falls, wie in gewissen anderen Statistiken, auf den letztgenannten Wert abgestellt würde, wäre der errechnete Verschuldungsgrad praktisch um die Hälfte geringer. Es muss zudem betont werden, dass der Hypothekarzins in der Schweiz ausgesprochen tief ist. Nicht zuletzt auch dank den zinslosen Darlehen, die aufgrund des Bundesgesetzes über Investitionskredite und Betriebshilfe in der Landwirt- schaft (IBG) vom 23. März 1962 zahlreichen Betrieben gewährt werden, halten sich die Zinsbelastungen im allge- meinen in tragbaren Grenzen. Bei den Buchhaltungsbetrie- ben beläuft sich der für Schuldzinsen aufgewendete Betrag gegenwärtig durchschnittlich auf weniger als 5 Prozent des Rohertrages, während dieser Anteil in den dreissiger Jah- ren 15 bis 20 Prozent betrug.
Motion Columberg
965
Es trifft zu, dass das Bundesgesetz vom 12. Dezember 1940 über die Entschuldung landwirtschaftlicher Heimwe- sen nicht die erhoffte Wirkung hatte. Als positiv ist indessen festzuhalten, dass dieses Gesetz mit dem Verbot, landwirt- schaftliche Liegenschaften mit Grundlasten und Pfandrech- ten über den Schätzungswert hinaus zu belasten, wenig- stens bei der Vermeidung einer übermässigen Verschul- dung eine nicht unwesentliche Rolle gespielt hat.
Nach Artikel 3 IBG muss der Gesuchsteller in der Regel seine eigenen Mittel und seinen Kredit soweit zumutbar ein- gesetzt haben, bevor ihm ein Investitionsdarlehen gewährt werden kann. In Artikel 10 Absatz 1 der dazugehörigen Ver- ordnung (IBV) vom 15. November 1972 wird präzisiert, dass vor Inanspruchnahme von Investitionskrediten «die Mög- lichkeiten der Aufnahme normaler Kredite zum Zinssatz für erste Hypotheken ohne Mehrsicherheit auszuschöpfen sind». Laut Absatz 2 des gleichen Artikels kann indessen von dieser Regelung abgewichen werden, namentlich für die Erstellung und Beschaffung von Wohnraum, bei den übrigen Massnahmen im Berggebiet, ferner in Ausnahme- fällen, wenn und soweit die entstehende Zinsbelastung untragbar wird.
Das Gesetz bietet somit einen verhältnismässig grossen Spielraum. Dies hat sich in der Praxis auch sehr gut bewährt; besonders im Berggebiet und für kleine Betriebe wird von den obenerwähnten Ausnahmemöglichkeiten häu- fig Gebrauch gemacht. In mehreren Bergkantonen ist der Normalkredit, der nach Artikel 15 Absatz 1 Buchstabe b IBV in der Regel den Ertragswert nicht überschreiten soll, regel- mässig beträchlich niedriger als dieser.
Es geht dem Motionär darum, das Gesetz in dem Sinne abzuändern, dass der Normalkredit nicht nur in den bisher vorgesehenen zahlreichen Sonderfällen, sondern systema- tisch nicht mehr ausgeschöpft werden müsste. Gewiss wäre eine solche Änderung für die Landwirtschaft von Vor- teil. Sie würde zweifellos eine Verringerung der Verschul- dung ermöglichen, wenn auch die stimulierende Wirkung günstiger Kredite auf das Ausmass der Investitionen nicht ausser acht gelassen werden sollte. Diese Änderung wäre aber nicht denkbar, ohne dass gleichzeitig beträchtliche neue Mittel zur Verfügung gestellt würden. Aufgrund der vorhandenen Zahlen des Jahres 1981 würde eine angenom- mene Herabsetzung des Normalkredites um nur 10 Prozent - womit dieser von durchschnittlich etwa 120 000 Franken auf 108 000 Franken pro Fall zurückginge - bereits einen Bedarf an zusätzlichen Mitteln von etwa 35 Millionen Fran- ken pro Jahr verursachen. Angesichts der gegenwärtigen finanziellen Lage des Bundes ist es zurzeit nicht realistisch, eine solche Änderung vorzuschlagen.
Es ist auch zu erwähnen, dass nach einer am 8. Oktober 1971 neu ins IBG aufgenommenen und am 15. Dezember 1972 in Kraft getretenen Bestimmung für die Empfänger von Investitionskrediten in der Regel eine Verpflichtung zur angemessenen Tilgung nicht nur dieser Darlehen, sondern allgemein auch der anderen Kredite besteht. Seither haben über 20 000 landwirtschaftliche Betriebe einen Investitions- kredit erhalten. Fast alle wurden der genannten Tilgungs- pflicht unterstellt; die anderen Kredite sind mit jährlich durchschnittlich etwa 2,5 Prozent getilgt worden. Da die Zahl der Nutzniesser von Investitionskrediten weiterhin jähr- lich um einige Tausend zunimmt, steigt auch regelmässig die Zahl der der erweiterten Tilgungspflicht unterstellten Betriebe. Es darf also damit gerechnet werden, dass diese Massnahme, die den Wünschen des Motionärs entgegen- kommt, immer wirkungsvoller wird.
Aus den genannten Gründen kann sich der Bundesrat im heutigen Zeitpunkt nicht bereit erklären, das Anliegen in der verbindlichen Form einer Motion entgegenzunehmen.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
Déclaration écrite du Conseil fédéral
Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln.
Überwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
82.360 Motion Columberg Wasserrechtsgesetz. Wasserzinsmaximum Loi sur l'utilisation des forces hydrauliques. Redevance maximale
Wortlaut der Motion vom 17. März 1982
Der Bundesrat wird eingeladen, den eidgenössischen Räten eine Revision von Artikel 49 des Bundesgesetzes über die Nutzbarmachung der Wasserkräfte vom 22. Dezember 1916 zu unterbreiten, mit dem Ziel, den höchstzulässigen Wasserzins den geänderten Verhältnis- sen anzupassen.
Texte de la motion du 17 mars 1982
Le Conseil fédéral est chargé de soumettre aux Chambres une révision de l'article 49 de la loi fédérale du 22 décembre 1916 sur l'utilisation des forces hydrauliques; il est en effet nécessaire d'adapter la redevance maximale admise aux conditions actuelles.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Akeret, Biderbost, Blun- schy, Bühler-Tschappina, Bundi, Bürer-Walenstadt, Butty, Cantieni, de Chastonay, Cotti, Darbellay, Dirren, Dürr, Eisenring, Feigenwinter, Frei-Romanshorn, Jelmini, Jung, Kaufmann, Keller, Koller Arnold, Kühne, Müller-Luzern, Nussbaumer, Rüttimann, Schnider-Luzern, Schüle, Segmül- ler, Spiess, Steinegger, Tochon, Vannay, Wellauer, Wilhelm, Zbinden, Ziegler-Solothurn (36)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Das Bundesgesetz über die Nutzbarmachung der Wasser- kräfte vom 22. Dezember 1916 setzt in Artikel 49 eine obere bundesrechtliche Grenze für den Wasserzins fest. Die letzte Anpassung des Maximalansatzes erfolgte auf den 1. Januar 1976. Seither beträgt die Höchstgrenze 20 Fran- ken für die Bruttopferdekraft. Die in der Zwischenzeit (Dezember 1975 bis Februar 1982) eingetretene Teuerung beläuft sich auf 21,6 Prozent, so dass eine erhebliche Reduktion des effektiven Wertes der Entschädigung einge- treten ist.
Die Berggebiete haben ein Anrecht auf eine gerechte Abgeltung für einen der wenigen Rohstoffe, nämlich die Wasserkraft, über die sie verfügen. Für viele Bergregionen bilden die Wasserzinse eine sehr wichtige Einnahmequelle. Diese stellt eine gerechte Gegenleistung für die Versorgung unseres Landes mit günstiger Energie dar. Mit diesen Mehr- einnahmen können die wirtschaftlich benachteiligten Regio- nen und Kantone die teilweise erheblichen Kürzungen der Bundesbeiträge kompensieren.
Unter Berücksichtigung dieser Aspekte und der in den letz- ten Jahren besonders starken Veränderung im Energiesek- tor drängt sich eine Anpassung des Wasserzinsmaximums auf. Bei der Festsetzung der Höhe sind neben einem Aus- gleich der Teuerung und der wirtschaftlichen Unterschiede zwischen Berg- und Talgebiet auch allgemeine energiepoli- tische Gesichtspunkte zu beachten.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, die Motion entgegenzunehmen.
Überwiesen - Transmis
:
1
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Bühler-Tschappina Entschuldung der Landwirtschaft Motion Bühler-Tschappina Désendettement de l'agriculture
In
Dans
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1982
Année
Anno
Band
III
Volume
Volume
Session
Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
82.354
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
25.06.1982 - 08:00
Date
Data
Seite
964-965
Page
Pagina
Ref. No
20 010 562
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